MultiFX - Wohin geht die Reise ?

  • Ersteller Ersteller SixStringFan
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  • #61
Wenn ich den Film richtig verstehe, gibt man da im Editor in Englisch ein prombt zur Soundgenerierung ein. Nur, was macht man, wenn ich Englisch nicht so gut kann, dass ich meine Soundvorstellung genau definieren kann? Versteht die Kiste mein Hochschwäbisch ... hosch mr mol enn Sound, der so duad wia des Solo bei Jamp?
 
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  • #62
Versteht die Kiste mein Hochschwäbisch
Eine KI mehrere Sprachen verstehen zu lassen, ist schon längst keine große Hürde. Da würde ich mir auch mit deinem Hochschwäbisch nicht so die Sorgen machen :D
 
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  • #63
Oder man verwendet eins der Übersetzungstools im Netz leider habe ich kein Quilter Elevate zum testen hier rumliegen hätte mich doch interessiert was dabei rauskommt.

Ich habe gerade mal die KI im Brave Browser für diese Frage bemüht um den Sound mit meinem Boss GX-10 einzustellen schon gar nicht schlecht was man da an Infos geliefert bekommt.

Um den ikonischen Gitarrensound von Pink Floyd's „Shine On You Crazy Diamond“ (Teile 1–5) mit dem Boss GX-10 zu erzeugen, ist es entscheidend, David Gilmours klassische Klangsignatur nachzuempfinden: klare, saubere Tube-Verzerrung, Kompression, Chorus und Delay. Der Sound basiert weniger auf Effekten-Overkill und mehr auf einer präzisen Kombination aus Amp-Charakter, Spieltechnik und gezielten Effekten wie dem Colorsound Power Boost und MXR Dynacomp. Der Boss GX-10 bietet hierfür perfekte Voraussetzungen durch seine hochwertigen Amp-Modelings und Effektmodelle.

Voraussetzungen​

  • Boss GX-10 oder ähnliches Multi-Effects-System
  • Fender* Stratocaster oder Gitarre mit Single-Coil-Pickups (vorzugsweise Halsposition)
  • UAD Apollo Interface oder ähnliches Audio-Interface (optional, für direkte Aufnahme)
  • Kenntnis der Spieltechnik (Volume Swell, Bends, Vibrato)

Step-by-step instructions​

  • Wähle ein Hiwatt- oder Sound City 50W-Amp-Modell im GX-10 (z. B. „Hiwatt Custom 50“ oder „Sound City 50“) für den typischen britischen Clean-Tube-Sound mit wenig Mitten.
  • Stelle den Amp so ein: Bass 50 %, Treble 50–60 %, Mids 40 %, Master Volume ca. 1/3 des Channel Volume. Verbinde ggf. die Normal- und Bright-Inputs für mehr Präsenz.
  • Aktiviere einen Kompressor (z. B. MXR Dynacomp-Modell): Sustain auf 10:00 Uhr, Volume auf 2:00 Uhr – für gleichmäßigen Sustain und Anschlagkontrolle.
  • Füge einen Clean Boost hinzu (z. B. Colorsound Power Boost-Modell): Treble 10:00, Bass 12:00, Gain 12:00, Master 2:00 – für sanfte Übersteuerung ohne zu viel Verzerrung.
  • Nutze für das Intro-Solo zusätzlich einen Chorus (Boss CE-2-Modell): Rate leicht eingestellt, um den schwebenden Sound zu erzeugen.
  • Setze Delay mit ca. 370 ms (Analog oder Digital) ein, Feedback niedrig bis mittel – für räumliche Tiefe ohne Überlagerung.
  • Für den „Sound on Sound“-Effekt: Teile das Signal (A/B), sende einen Pfad mit langem Delay (1500 ms, ca. 20 Sekunden Halt) in einen separaten „Wet“-Kanal, kombiniert mit einem Volume Pedal für Swell-Effekte.
  • Spiele mit dem Halspickup und kontrolliere das Volumen der Gitarre für dynamische Clean/Drive-Übergänge.
 
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  • #64
Was das macht ist eig. sehr sehr einfach und mMn nicht der krasse Wahnsinn:

Statt sich seine Rigs zusammenzuklicken (booster, amp, IR, fx + settings) beschreibt man den Sound irgendwie, vll. mit Referenzen, und dann muss man Glück haben, dass das LLM daraus eine sinnvolle Config bastelt und ihr habt eure Chain.

Was es nicht tut: es generiert keine neuen Effekte, Profile oder IRs.
Es ist lediglich eine andere Möglichkeit, welches vielleicht(!) das klicken erspart oder mal settings wählt, die ihr sonst nicht probiert hättet.

Aber: das gleiche könnt ihr für jedes Produkt auch heute schon machen. Sagt einfach chatGPT/Gemini welches Setup ihr habt (physisch oder digital), beschreibt welchen Sound ihr wollt und es wird euch empfehlen wie ihr / was einstellt um dahinzukommen.

mMn funktioniert das aber nicht sehr gut, da die Nuancen im Sound-Design nunmal sehr subjektiv sind.

Das Witzige ist:

All die Jahre von text-basierten reviews "das schmatzt aber richtig geil!", "das ist so trocken wie ein toast, welches 5 wochen auf dem Tresen lag" oder "es chonkt richtig schön glockig" werden jetzt rückwärts gemapped.

Jetzt sagt ihr "ich hätte gerne chonkigen glockigen fetten rotz" und das LLM wird euch den Effekt/Amp/Box vorschlagen, wo es historisch die meisten textuellen Reviews zu gab :D Quasi die Retoure-Kutsche ^^

Was geiler wäre, wenn die LLMs die richtigen Frequenzkurven und Algorithmen kennen würden, welche die Effekte, Amps und Boxen an den Tag legen. (für manche Effekte haben sie das, weil es genug technische Dokumentation gibt)
Daraus lassen sich dann nämlich wirklich gute Settings & Empfehlungen ableiten (:
 
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  • #65
Es ist lediglich eine andere Möglichkeit, welches vielleicht(!) das klicken erspart oder mal settings wählt, die ihr sonst nicht probiert hättet.
True. Aber das hat definitiv seine Bequemlichkeit und wenn es eins gibt, dass regelmäßig scheinbar unnütze Innovation erfolgreich macht, ist es das bedienen der Bequemlichkeit. Und die Idee find ich schon ganz cool. Und sei es nur, um möglichst schnell eine "Base" zu haben, von welcher man dann seine individuellen Anpassungen macht. Auf jeden Fall deutlich vielversprechender als der Stand bisher: Ein Haufen (häufig mittelmäßiger) Presets.
Was geiler wäre, wenn die LLMs die richtigen Frequenzkurven und Algorithmen kennen würden, welche die Effekte, Amps und Boxen an den Tag legen. (für manche Effekte haben sie das, weil es genug technische Dokumentation gibt)
Daraus lassen sich dann nämlich wirklich gute Settings & Empfehlungen ableiten (:
Das wär wirklich sehr krass, aber die Datenlage, um eine LLM entsprechend anzulernen, muss man erstmal haben. Aber eines Tages kommts vielleicht wirklich so weit. Geil wärs :D
 
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  • #66
Das wär wirklich sehr krass, aber die Datenlage, um eine LLM entsprechend anzulernen, muss man erstmal haben. Aber eines Tages kommts vielleicht wirklich so weit. Geil wärs :D
Zumindest für manche Effekte gibt es diese Datenlage und ich konnte das schon erfolgreich umsetzen.

Du hast ja bei LLM immer 2 verschiedene Wissensbasen:
- Inhärentes Model Wissen - was beim Training eben rausgekommen ist
- Kontext Window Wissen - Was du dem Modell zur Laufzeit, innerhalb einer Session, "beibringen" kannst.

Und bei letzterem hatte ich schon echt gute Ergebnisse, wenn man gute technische Dokumentation füttert.
Aber auch da muss ich reviewen, nachjustieren, testen, usw. Zeitaufwändig ist gerade in der Welt von Audio, alles. Da es eben nicht, wie bei enterprise software entwicklung, nur ein "geht" oder "geht nicht" ist.
 
  • #67
OT on...

Zum Solo-Sound von Another Brick in the Wall ... hat DG das Solo nicht mit seiner mit P90 bestückten Les Paul eingespielt. Da wäre dann eine Strat ein nicht ganz richtiger Vorschlag der KI.

Tatsächlich habe ich für mein GT1000 einen passenden Sound für meine Strat gebastelt, hab aber vor dem Overdrive und Amp einen EQ, der die Frequenzkurve des P90 zumindest in Grundzügen reproduziert. Ohne den EQ klingt es nicht.

OT off
 
  • #68
Hallo,

was ich gut fände, wären offene Standards - etwa, die Sounds und Einstellungen aus einem Geräte in ein Backup schreiben zu können, und auf einem anderen Gerät zu laden - und dort klingt es dann auch genauso, abzüglich der Fähigkeiten des Geräts.

Eine Art offenes Betriebssystem für Modeller, wo dann alle programmierten Sounds und Signal-Pfade genauso klingen - soweit der Modeller die entsprechenden Kapazitäten bereit stellt.

Ich finde einfache Bedienung über Drehregler und Knöpfchen und Tasten wichtig.
Hier wäre es bei offenen Standards schön, würden bei Modellern mit vielen Reglern und Tasten die entsprechenden Parameter den echten Knöpfchen und Reglern zugewiesen.
Und in Modellern ohne echte Regler und Tasten, die Parameter entsprechenden Bildschirm-Softkeys zugewiesen werden, wenn man etwa die Sound-Modelling-Programme zwischen verschiedenen Geräten verschiedener Hersteller hin- und her kopiert.

Grüße
 
  • #70
Witzig, hatte ich gestern auch gerade gesehen. ;-)

Nette Idee, aber ich finde es schon fast zu klein.
Dann noch das Handy dazu und immer diese kleinen Mäusekinos, auf denen man sich den Wolf tippt?

Wir aber sicher erstmal vielen gefallen. Mal schauen, was es kosten wird.
 
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  • #71
Die wollen als Preorder 399€.
 
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  • #72
also einerseits scheint das ding schon cool zu sein, andererseits kann man auch ein Interface ans iPhone oder iPad anschließen und damit arbeiten, Android hab ich nicht weiter verfolgt, aber da gibts glaub ich auch mittlerweile einiges an Apps die dein Übungs- und Sketch-setup in die Hosentasche verfrachten.

den einzigen wirklichen Vorteil sehe ich nur, dass man weniger Kabelgewirr hat.
 
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  • #73
Ich kann euch die App Tonerig empfehlen. Man kann NAM files laden. Und es hat gute effekte und ist midifähig, sodass man einen midi fusstaster für preset wechsel nutzen kann.

Für eine einmal zahlung ca. 10€ denk ich. Hat man noch mehr optiknen und es kann sogar (auf dem ipad) per GarageBand implementiert werden. Hab das aber bisher nur in der kostenlosen version genutzt.


View: https://youtu.be/oAjQTpc6bR4?is=0D2zeOUc1LvWPkoC
 
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  • #74
Mal eine Frage in die Runde: kann man sich heutzutage noch einen Modeller/Profiler zulegen der keine NAM-Unterstützung bietet? Mir kommt es so vor als ob bei neuen Geräten ständig NAM-Kompatibilität gefordert wird, sonst ist das Teil ja total old-school. Ja meine Güte, es gibt doch schon gefühlte einhundert NAM-Player. Genügt das nicht? Also mir persönlich ist der NAM-Hype ziemlich wurscht, denn es gibt bereits eine Menge Equipment, mit welchem man seinen Wunsch-Sound realisieren kann.
 
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  • #75
Es mag eine Menge Equipment geben, aber es ist noch immer nicht genug. Und NAM ist derzeit der heiße Schei*.

Aber ansonsten:
1000177253.webp
 
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  • #76
kann man sich heutzutage noch einen Modeller/Profiler zulegen der keine NAM-Unterstützung bietet?
klar kann man das, das Quad Cortex hat ja auch noch keinen NAM support und ich sehe das ding weder als Oldschool noch als Veraltet oder Obsolet.

Aber an sich ist es als Hersteller durch den open Source Code möglich NAM einzufügen, die Architektur scheint derzeit die Beste Abbildung von Rigs zu machen, also Why not, wenn ich das Richtig Mitbekommen habe ist jetzt sogar am AxeFX NAM verfügbar.

Ich sehe da irgendwie keinen Nachteil den ein Hersteller hat wenn NAM integriert wird.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

naja das ist streitbar, beim Pod dachte ich mir damals schon, cool für einen Modeler, aber ein Amp ist das bei Weitem nicht. diese Ganzen POD dinger waren halt geil wenn du ne Marshall* 9100, ne Engl* E840 oder einen anderen Amp als Endstufe drangehängt hast, sonst eher nicht

mittlerweile ist es tatsächlich so, dass ich da bei der Abnahme zwar im Direktvergleich unterschiede Wahrnehmen kann, aber im blindtest könnte ich dir nicht sagen welcher der Amp ist und welcher der Modeler.
 
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  • #77
Mal eine Frage in die Runde: kann man sich heutzutage noch einen Modeller/Profiler zulegen der keine NAM-Unterstützung bietet?
Klar doch die Boss Geräte läßt der NAM-Hype kalt aber falls man Profiling testen möchte kann man sich für kleines Geld eines der vielen kleinen MultiFX aus dem Land der aufgehenden Sonne kaufen. Der große Vorteil von NAM ist halt das jeder Hersteller es zusätzlich in sein Modeling System mit aufnehmen kann und weil es Open Source ist braucht man keine Lizenzgebühren dafür zu zahlen das ist der Grund warum man heute nicht mehr daran vorbei kommt.
 
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  • #78
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