Musikwissenschaft und Informatik kombinieren?

von Alx312, 23.09.19.

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  1. Alx312

    Alx312 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.19   #1
    Moin,

    nächstes Jahr möchte ich zum Wintersemester Musikwissenschaft in Kiel studieren. Das Fach muss mit einem weiteren kombiniert werden und da ich ein paar Vorkenntnisse in Informatik habe, aber hauptsächlich Musikwissenschaft studieren will hab ich mich gefragt, in wie fern diese Kombination Sinn ergibt.

    Hat jemand diese Fächerkombination eventuell studiert und kann seine Meinung dazu kund geben?
    Was kann man mit dieser Kombination machen?

    Würde mich über ein paar Rückmeldungen freuen.

    Liebe Grüße Alex
     
  2. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.19   #2
    Studiert habe ich (u.a.) MuWi, arbeite aber jetzt als Informatiker... Ok, da war noch etwas Fortbildung dazwischen... Intellektuell macht das schon Sinn (immerhin war ja Musik mit Mathematik mal "wissenschaftsverwandt"), es gibt auch viele Leute, die beides machen. Berufsmäßig würde ich da aber dann bei der Informatik nicht so sehr Compilerbau machen, sondern vielleicht doch eher in Richtung Medien- oder Wirtschaftsinformatik gehen. Audiosuche, Klangsynthese, neue Geschäftsmodelle etc. könnten Punkte im Berufsfeld werden. Wobei man da auch bei MuWi seine Fühler etwas in Richtung systematischer MuWi ausstrecken sollte.
     
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  3. Alx312

    Alx312 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.19   #3
    Danke für die Antwort,

    @rw, hast du beide Fächer gleichzeitig studiert (also Informatik und Musikwissenschaft) und wenn ja, wie sind so die Anforderungen?
    Ist das Informatik Studium einfacher wenn man es als Nebenfach studiert im Vergleich zum Ein-Fach-Bachelor Informatik?
     
  4. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.19   #4
    Nee, erst Muwi und Kommunikationswissenschaft (mit ganz leichten Anklängen an das, was heute Medieninformatik geworden ist). Informatik habe ich erst hinterher gemacht. Der Studienbeginn ist aber fast 40 Jahre her.
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.09.19   #5
    Also da die Fächerkombination total frei ist und wüste Mischungen heraus kommen, sollte man sich hinterher nicht als Musikinformatiker sehen.

    Ich sehe die Stärken eher in der Spezialisierung. Wenn Du, und bei vielen Jung-Studenten ist das NICHT der Fall, schon weißt was Du werden möchtest, dann nimm dier lieber das Fach, dass die meiste "Arbeitsrealität" bedeutet.

    Jemand der ein Notationsprogramm programmiert ist meistens eher ein Informatiker mit einem Musikhobby - als ein Musiker mit einem Programmierhobby. Die Idee kommt von der Musik aber das Handwerk von der IT. Dazu ist die Welt inzwischen einfach zu spezialisiert, als das man alles macht. Wirtschaftsinformatik, wirtschaftsrecht - das sind wiederum sehr interessante Kombinationen. Aber auch hier: einen Wirtschaftsrechtler würde ich eher als einen Rechtswissenschaftler mit Wirtschaftsknow How bezeichnen, als einen Wirtschaftswissenschaftler mit Rechts KnowHow.

    Das kann man aber auch anders sehen.


    Generell gilt: Musikwissenschaft ist die Wissenschaft von der praktischen Musik. Niemals vergessen. Die Wenigsten werden berufliche Musikwissenschaftler sondern arbeiten dann praktisch eher im Kombinationsfach. (Persönliche Meinung:) Daher ist eine Kombination Musikwissenschaft und Kustgeschichte eine tolle Taxifahrerausbildung. Die Kombi MuWi und Informatik finde ich eigentlich ganz spannend und okay. Ich denke aber dass zum Beispiel Native Instruments keinen MuWi sondern lieber einen Bachelor in Informatik einstellt.
    Eine spontane Brainstormingidee dieser Fächerkombi wäre zum Beispiel wenn Du Musik an einer Schule unterrichtest und so ein spannendes Unterrichtskonzept entwickelst. Wie man Schülern Musik nahe bringt mit Apps oder ähnlichem.
    Ungeachtet der Möglichkeiten eines Queereinstiegs mit dem Bachelor (also ohne Staatsexamen) ist da wieder das Problem: Das Handwerk, das einen beruflich interessant macht, wäre in so einem Fall die "Pädagogik". Ein guter Hobbymusiker kann mit einer pädagogischen Ausbildung (oder Staatsexamen Lehramt) für den Musikunterricht an allgemeinen Schulen besser geeignet sein.


    Weißt Du denn wo Du beruflich hin willst?
     
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  6. MS-SPO

    MS-SPO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.19   #6
    Ich entnehme daraus: Zur Musik zieht es Dich hin ... aber wie sieht es bei der Informatik aus? Leidenschaft? Berufung? Zweckbündnis? Plan B?

    Vom Ende her gedacht: Was möchtest Du später einmal, in ca. 10 Jahren, erreicht haben? Und wie führt Dich dieser Weg über Musik+Informatik da hin?
     
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