Genauso wie ein HCA, HFU oder MOD, obwohl die beiden letzten, genauso wie das Karma, gar nichts aussagen müssen über deine Kompetenz.
Sorry, strep, dass du jetzt herhalten musst, ist aber nicht auf diech persönlich bezogen.
Ich schweife mal kurz vom Thema ab, aber indirekt hat es schon was mit der Diskussion hier zu tun.
Mir fällt schon seit langem auf, dass das Wort Kompetenz hier im Board ein bisschen fehlinterpretiert wird.
Kompetenz wird hier in erster Linie mit Fachkompetenz gleichgesetzt, was in meinen Augen allerdings nicht ausreicht, um dem eigentlichen Sinn dieses Begriffs gerecht zu werden.
Vielleicht ist es angebracht, den Begriff mal zu analysieren.
Macht man z.B. einen Ausbilderschein, lernt man den Begriff Handlungskompetenz kennen.
Dieser Begriff wird bei Wikipedia folgendermaßen definiert:
wikipedia schrieb:
Handlungskompetenz wird verstanden als die Fähigkeit des Einzelnen sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht, sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten (Kultusministerkonferenz (KMK), 5. Februar 1999)
Um tatsächlich dieser Definition gerecht zu werden, setzt Kompetenz also etwas mehr voraus, als ein fundiertes Fachwissen.
Ein Fachwissen muss auch vermittelt werden können, muss der Zielgruppe entsprechend dargestellt werden und muss sich auch kritischen Stimmen gegenüber vernünftig verhalten können.
Handlungskompetenz teilt sich in vier Bereiche auf:
· Fachkompetenz
· Methodenkompetenz
· Sozialkompetenz
· persönliche Kompetenz
Erst wenn alle vier Bereiche in geforderten Maß erfüllt sind, spricht man von einer Handlungskompetenz.
Dass nicht mit jedem Beitrag auf jeden dieser vier Punkte eingegangen werden kann ist völlig klar, aber es verdeutlicht meines Erachtens nach recht schön, dass alleine Fachkompetenz nicht als Maßstab herangezogen werden kann.
Für ein funktionierendes Miteinander sind all diese Bereiche von entscheidender Bedeutung. Eine reine fachliche Kompetenz ist nutzlos, wenn die Methodenkompetenz fehlt, um dieses Fachwissen zielgruppengerecht zu vermitteln und ist ebenso unnütz, wenn der situationsbedingt falsche Ton angeschlagen wird. Ein patziger, vor Fachbegriffen strotzender, stichwortartig verfasster Beitrag wird trotz seiner fachlichen Richtigkeit nicht das erreichen, was er eigentlich sollte.
Bitte, liebe HCAs, versteht das nicht falsch. Ihr seid mit diesem Beitrag nicht angesprochen, wenngleich ihr diese Auszeichnung hauptsächlich für eine überdurchschnittliche Fachkompetenz erhalten habt. Ihr hättet ihn aber mit Sicherheit nicht erhalten, wenn ihr dieses Fachwissen nicht auch gepaart mit den drei anderen Merkmalen vermitteln könntet, bzw. würdet.
Auf was ich hinaus will ist vielmehr, dass man auch die Arbeit von Moderatoren, oder HFUs, als auch der übrigen User durchaus wertschätzen kann und ich die anderen drei Kompetenzbereiche neben der fachlichen Kompetenz als gleichberechtigt betrachte.
Nicht alles was dazu beiträgt, eine Diskussion wieder in geordnete Bahnen zu lenken, oder für einen angemessenen Ton innerhalb eines Diskussion beiträgt, sollte mit ist zwar nett, hat aber sonst nix drauf abgetan werden. Auch für solche Dinge, bedarf es eines besonderen Maßes an einer oder mehrerer dieser vier Kompetenzen. Ich finde man sollte es genauso wertschätzen, wenn jemand ein überdurchschnittliches Maß an sozialer Kompetenz mitbringt (wie es beispielsweise ein Moderator zweifelsfrei tun muss), wie wenn jemand mit überdurchschnittlichem Fachwissen aus der Menge heraussticht.
Nix für ungut, Leute....aber vielleicht regt es mal kurz zum Nachdenken an.
