dass ich aller Voraussicht nach wg eines Hörschadens auf Stereo In-Ear angewiesen sein werde:
Ich habe so ein Thema für eine Band, bei der die Sängerin einen massiven Hörschaden erlitten hat, mit einem WING gelöst. So etwas geht auch mit einem X32 noch ganz gut aber nicht mit einem X(R)18 oder einem CQ.
Da habe ich einen Stereo IEM Bus eingerichtet, damit die Sängerin über eine App ihre Mischung für das IEM einstellen kann. Dieser Stereo-Bus geht dann im WING auf zwei Stereo Matrix Wege. Von einer Matrix sende ich nur deren linkes Signal auf ihre Ohren und von der anderen nur deren rechtes Signal. Und dann habe ich die beiden EQs von den beiden Matrix Wegen entsprechend ihrer Hörproblematik unterschiedlich eingestellt und auch die Pegel so angepasst, dass sie so halbwegs auf beiden Ohren etwas gleichwertiges hört. Jetzt fühlt sie sich deutlich besser auch wenn es nicht 100% sind, aber vorher waren es eben für sie gefühlt maximal 5%. Das ist, wie ich finde, schon mal ein Fortschritt. Übrigens muss sie die Matrix Wege selbst gar nicht einstellen, das habe ich quasi als Set-It-And-Forget-It eingerichtet.
Wie gesagt, bei WING einfach, weil man so viele Stereo Busse hat, beim X32 ist es aber, zumindest in eurem Fall, auch so. Beim X(R)18 geht der Trick nicht, weil es keine Matrix-Wege hat. Und das ganze mit zwei Mono-Aux-Wege zu machen, die dann umständlich einzustellen sind um quasi einen Stereo Mix zu erstellen, ist auch nicht soo prickelnd. Ok, man kann beim X-Air noch global die Link-Präferenzen einstellen, damit man z.B den EQ der verlinkten Kanäle nicht verknüpft, also getrennt einstellen kann. Aber das ist dann eben global für alle verlinkten Kanäle und nicht nur für den einen.
Auch unabhängig vom Hersteller Behringer.
Die Sache ist die, dass speziell im unteren bis mittleren Preissegment Behringer, zusammen mit Midas, einfach aktuell den Ton bezüglich Entwicklung angibt. Die bieten einfach Geräte an die ungleich mehr können als die "Marktbegleiter" und das auch wirklich gut und stabil. Und sind dann auch noch so frech, weniger dafür zu verlangen. "Oiso, dei san oba echt fui fix oarg, sog I" wie man in Österreich das ausdrücken würde. Und so ist es schwer um diesen Hersteller herum einen Bogen zu machen. Ich habe nach dem X/M32 gedacht, dass ich auch z.B bei A&H fündig werde. Aber da denke ich mir beim Arbeiten mit deren Pulten immer wieder "Ach warum können die das nicht so wie Behringer machen" oder "da fehlt mir aber das Feature X von Behringer". Irgendwie sind die zwar an sich knapp dran und bauen gute Pulte, die, wäre Behringer nicht da, sicherlich die erste Wahl für mich wären. So aber sind sie nur zweite. Und dann wird es sowieso noch schütterer. Presonus, nein Danke, die haben das nie auf die Reihe gekriegt. Soundcraft wäre digital komplett weg, wenn die nicht das UI24 hätten. Und Yamaha ist für das, was die Teile bieten, einfach hoffnungslos zu teuer.