Neuer Seymour Duncan Pickup: SC, P90, HB in einem

  • Ersteller lax_flow
  • Erstellt am
Oh man, da hab ich ja schon Workshops gesehen, die kürzer waren. Aber was vie schlimmer ist, ist dass das (also der Teil den ich beurteilen kann) auf den ersten Blick auch noch Sinn macht. :screwy:

MfG: rob
 
Dazu müsste man wissen, welche Adern zu welcher Spule führen und ob sich die Kontakte im Schalter in derselben Richtung bewegen wie der Potiknopf oder gegenseitig dazu. Ersteres kannst Du mit dem Schraubenzieher-Klopftest (2 Adern und den Stecker des Gitarrenkabels mit einer Hand zusammendrücken, gleichzeitig mit einem Schraubenzieher auf die Pole klopfen) feststellen. Die Spule, die im Splitbetrieb aktiv sein soll, darf nicht kurzgeschlossen werden. Die andere wird über das Push-Pull-Poti im Splitbetrieb kurzgeschlossen.
 
Nun die Frage:
http://www.seymourduncan.com/support/wiring-diagrams/schematics.php?schematic=2h_1v_1t_3w_1pp
Hab ich, wenn ich den so verschalte, beim P-Rails den P90 im gezogenen Zustand des Push-Pulls?
Meiner Meinung nach sind für die volle Funktionalität des P-Rails (Single Coil, P90, Humbucker) entweder

:: 1 x On-Off-On-Schalter oder
:: 2 x Push/Pull-Potis

notwendig. Mit dem von Dir verlinkten Schaltplan kannst Du nur 2 Coil-Varianten des P-Rails verwenden (wobei die P90-Variante bei gezogenem Poti grundsätzlich möglich ist, dadurch der P-Rails aber nur zu 2/3 genutzt wird).

Schau Dir mal diese beiden Pläne an, um die Funktionsweise des P-Rails und dessen Verdrahtungsmöglichkeiten zu verstehen:

:: http://www.seymourduncan.com/support/wiring-diagrams/schematics.php?schematic=prails_wiring
:: http://www.seymourduncan.com/support/wiring-diagrams/schematics.php?schematic=2_prails_1v_1t_3w_2pp
 
Ich will den ja nur als Hummie und P90. Nichts sonst. Normal als Humbucker und bei gezogenem Push-Pull den P90. Mehr nicht. Den SC brauche ich ja nicht und den ganze Rest^^
 
Aus dem Wissen um die Funktionsweise eines DPDT-Switches (On-Off-On) ...

switch-dpdt1.jpg
switch-dpdt0.JPG
switch-dpdt2.jpg


... und der Verdrahtung des P-Rails ...

prails_wiring.jpg


... lässt sich die Antwort auf die Frage sicher auch ohne Klopftest herleiten.
 
Aus dem Wissen um die Funktionsweise eines DPDT-Switches (On-Off-On) ... und der Verdrahtung des P-Rails ... lässt sich die Antwort auf die Frage sicher auch ohne Klopftest herleiten.
Das einzige, was ich hier erkenne: Die grüne Ader gehört zur "Strat-Spule" und die schwarze zur "P90-Spule". Wo rot und weiß hingehören, sieht man híer immer noch nicht. Und welche der Spulen dieselbe magnetische Polung hat wie der Gibson-PU, wissen wir immer noch nicht. Bezüglich der Funktionsweise zweipoliger Umschalter bin ich mir auch nicht sicher. Da soll es mehrere Lösungen geben. Sobald die Funktionsweise des Schalters bekannt ist, reichen diese Erkenntnisse aber für Bommels Zwecke aus.

Für die Schaltung von Roseblood11 bringt das nicht viel, da hier parallel, out of phase und schließlich die Kombination mit einem Fremd-PU vorgesehen ist.

Was heißt eigentlich DPDT?
 
Das einzige, was ich hier erkenne: Die grüne Ader gehört zur "Strat-Spule" und die schwarze zur "P90-Spule". Wo rot und weiß hingehören, sieht man híer immer noch nicht.
Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass Seymour Duncan beim P-Rails von seinem Standard-Farbschema abgewichen ist - also gehört

:: grün/rot zur "SingleCoil-Spule"
:: schwarz/weiß zur "P90-Spule"

Was heißt eigentlich DPDT?
DPDT = Double Pole Double Throw (Doppel-Pol doppelt umlegend)
 
So, d.h. ich müsste weiß und schwarz zusammen haben, wenn ich das Push-Pull ziehe, damit ich den P90 habe, was aber doch unmöglich ist, wenn ich im Normalfall immer den Hummie (schwarz an den dreiweg) haben will. Was habe ich denn, wenn ich einfach rot und weiß an dem Push-Pull in die Mitte löte und den dann ziehe? Also welche spulen laufen dann wie? (Vom P-Rails, der SH-6 komt nicht ans Push pull)
 
@ Bo\m/\m/eL

Dein Vorhaben sollte sich mit der ersten Variante dieses Planes realisieren lassen.
 
Guggsu daaaaa!
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prailswiring2tn2.png


Gezogen müsstest Du den Humbuckerklang bekommen, gedrückt den P90-Klang. Wenn Du die grünen und blanken Drähte oben statt unten anlötest, ist es genau umgekehrt.

Im Prinzip ist das die Schaltung, die Hilmi01 rausgesucht hat, nur ist hier der zweite Humbucker mit eingezeichnet und dafür die Potisektion nicht.
 
Vielen Dank ihr beiden! Dann kann ich's heute verlöten und endlich gescheit Krach machen :D
 
Ich möchte aber mit nur einem Vol Poti alle sounds abrufen können.
Es ist mir egal wieviele schalter ich montieren muss. ich kann auch ein push/pull poti verwenden.

Frage: Ist es möglich mit einem Volumen Poti und beliebigen schaltern alle 4 Sounds hinzubekommen? Wenn ja, wie?

Ich habe jetzt nicht tiefer über Deine Frage nachgedacht, jedoch denke ich, daß der Artikel "Tri-Sound für einen Humbucker mit zwei Schaltern" (hier besonders Kapitel 3) in diesem Zusammenhang hilfreich sein könnte.

Ulf

EDIT: Uups, da hat einer meinen Artikel schon vor mir gepostet...
 
Und wie klingt der Krach? :)

Das wird sich heute und morgen zeigen. Ich hatte keinen millimeter Draht mehr...ich kam nicht mehr vom Hot Out des PU-Schalters an die Ausgangsbuchse...:(:screwy::D
Dementsprechend wird sie erst heute fertig und morgen im Proberaum laut. Aber eines steht fest: sie sieht jetzt nach Rock aus mit dem schwarzen Pickguard. Das weiße war einfach daneben...(Gibson SG-3 Special Faded WE)
 
Da ich nicht mehr editieren kann...

Klingt ziemlich, geil, brummt aber. In allen Schalt-Stellungen. Und es liegt NICHT an Masse-Problemen, der SH-6 brummt nämlich nichtmal gesplittet. Aber so bin ich sehr zufrieden mit dem P-Rails. Vor allem gesplittet gefällt mir der Sound wahnsinnig gut, heult nett in hohen Lagen und taugt für geiles Rhythmusspiel wenn man ihn Clean spielt. Mehr EIndrücke konnte ich noch nicht sammeln^^
 
hallo!
auf meine gitte würde der pickup vom design nicht wirklich draufpassen, pickupkappen fallen wohl weg(wieso eigentlich??), deswegen meine frage, ob man das ding nicht mit blattgold vergolden/veredeln könnte?
verändert das ganze den sound maßgeblich??(die blade sc spule(den schwarzen streifen) und die magnete vom p-90 natürlich abgeklebt)

grüße
 
Bezüglich des Brummproblems weiß ich nicht weiter. Durch die beiden unterschiedlichen Spulen ist der PU zwar in allen Schaltstellungen für Einstreuungen empfänglich, und ein typischer P90 brummt ohnehin mehr als ein PU mit geringerer Ausgangsleistung. Aber in einer Umgebung, in der der andere Humbucker gesplittet nicht brummen, sollte das eigentlich nicht vorkommen.

Zum Thema Blattgold: Wenn da wirklich Metallpartikel drauf kommen, wirken diese wie eine Metallkappe und müssen Masseverbindung haben. Eine Metallkappe wirkt als kurzgeschlossene Sekundärwicklung, in der Wirbelströme fließen. Das beeinflusst die Klangfarbe, wenn auch nicht extrem. Die ansteigende Flanke der Resonanzüberhöhung wird dadurch bedämpft, so dass die Resonanzfrequenz geringfügig höher liegt, aber dafür im Pegel um ca. 1 dB reduziert ist. Der Tonabnehmer klingt also etwas dunkler. Trotzdem hat er mehr Twang, während ein Tonabnehmer ohne Kappe neutraler klingt.

Diese Aussage gilt für die Mehrzahl der Gebrauchsmetalle, weil diese den Strom in erster Näherung ähnlich gut leiten. Für einigermaßen ideale Isolatoren gilt das nicht. Bei Metallen mit weit unterdurchschnittlicher Leitfähigkeit dürfte sich ein Mittelding zwischen den genannten Auswirkungen einstellen, so dass die klangliche Veränderung nur noch gering ausfällt. Metalle dieser Art sind z. B. Titan und die Legierung Konstantan. Kappen aus diesen Materialien dürften also kaum noch in hörbarem Ausmaß Höhen schlucken, was auch von Neusilber behauptet wird. Daraus wäre zu schließen, dass die Leitfähigkeit von Neusilber ähnlich gering ist wie die von Konstantan. Ob sie es ist, weiß ich nicht, aber in der Zusammensetzung der beiden Legierungen bestehen derartige Parallelen, dass Ähnlichkeiten bezüglich der Leitfähigkeit erklärbar wären.
 
ah, ok, danke!
mhh, vielleicht kann man sich aus kunstoff ne kappe bauen?!?
bzw. warum gibt es denn für diese blade pickups keine kappen?
 
Man kann das sicher irgendwie machen, nur muss dann die Fräsung in Korpus und Schlagbrett bzw. PU-Rahmen noch ein wenig größer sein als bei einem normalen Humbucker.

Für den Verzicht auf eine Metallkappe gibt es mehrere Gründe: Ein paar Jahre vor dem Erscheinen der ersten Austauschtonabnehmer entfernten Gitarristen (unter ihnen auch so berühmte wie Eric Clapton) versuchsweise die Metallkappen in der Hoffnung, dass das Signal dann lauter wird. Es wurde zwar nicht hörbar lauter, aber viele waren damals sehr zufrieden mit der Klangveränderung. Außerdem waren viele Gitarristen mit den Gainreserven der damaligen Verstärker unzufrieden.

Ganz folgerichtig hatte dann der erste Austauschtonabnehmer (der DiMarzio Super Distortion) auch eine deutlich höhere Induktivität als das Original. Ein Nebeneffekt ist, dass dabei nicht nur die Resonanzfrequenz absinkt, sondern auch die Resonanzüberhöhung weniger ausgeprägt ist. Letzteres kann durch das Abnehmen der Kappe in etwa kompensiert werden. Außerdem kann eine Metallkappe Mikrofonie begünstigen. Vielleicht wollte der Hersteller auch einfach nur eine andere Optik. Jedenfalls entschied er sich dafür, Tonabnehmer ohne Kappe zu bauen.

Das machten dann in den Siebzigern fast alle Hersteller so. Vielleicht auch deshalb, weil die Kombination aus viel Chrom und kräftigen Farben allmählich wie ein Relikt aus der Surf-Ära wirkte und überhaupt nicht zu den damaligen musikalischen Trends passte.

Bei Tonabnehmern im Klingen-Design liegen die Verhältnisse ähnlich: Die Bleche führen oft zur Bildung von ausgeprägten Wirbelströmen, so dass die Resonanzüberhöhung stärker bedämpft wird als bei ansonsten baugleichen Modellen mit 6 Weicheisenzylindern pro Spule. Und schon diese (also alle "normalen" Humbucker) haben aus technischen Gründen wiederum eine schwächere Resonanzüberhöhung als Modelle mit 6 Stabmagneten (das Gros der höherwertigen Fender-Style-PUs). (Das liegt daran, dass sich der magnetische Fluss innerhalb des Magneten viel weniger ändert als in einem Weicheisenkern.) Nicht zuletzt hat jeder "side by side"-Humbucker (also jeder Humbucker, bei dem es mindestens 2senkrecht zu den Saiten verlaufende Polreihen gibt) aufgrund seines breiteren magnetischen "Fensters" weniger Obertöne als ein Single Coil.

Insgesamt wirkt sich die Klingen-Bauweise wie folgt aus:

1.) Mehrere Polreihen -> Phasenauslöschungen bei hohen Teiltönen
2.) Statt Stabmagneten Polstücke aus Weicheisen, Magnetisierung mittels Balkenmagnet -> niedrigere Resonanzspitze
3.) Ein langes Polstück statt mehrerer kleiner -> ausgeprägtere Wirbelströme, abermals niedrigere Resonanzspitze

Nun sind die Punkte 1 und 2 an sich kein Weltuntergang. Bei handelsüblichen Humbuckern ist alles genauso, so dass nur der Punkt 3 als Unterscheidungsmerkmal zwischen Originalklang und Modifikation noch ins Gewicht fällt. Soll der Tonabnehmer aber einen Strat- oder Tele-Typ ersetzen, dann ergeben sich mit den drei genannten Punkten gleich drei Faktoren, die beim Original nicht vorhanden waren und somit alle beim Klangvergleich zu Buche schlagen, und zwar als Bedämpfung der Höhen. Diese Teile sind also wirklich nicht die richtigen Kandidaten für den Einbau in eine Metallkappe.

Manche Tonabnehmer wie z. B. Gibsons Dogear-Version des P90 gibt es wahlweise mit Kunststoff- oder Metallkappe. Deren Induktivität ist allerdings etwa dieselbe wie beim DiMarzio Super Distortion, so dass es nahe liegt, mal ein Modell mit Kunststoffkappe zu probieren. Und tatsächlich, die meisten P90-Spieler haben genau diese Version.

Und so hat man dem neuen Seymour Duncan gleich die Größe eines Humbuckers mit Kappe gegeben. Auf unter den "Doppelklingen-PUs" für die Strat gibt es fast nur Modelle, die so groß sind wie ein Strat-PU mit der üblichen Kunststoffkappe drauf. Von Joe Barden gibt es allerdings auch ein deutlich kleineres Modell, das in eine Strat-PU-Kappe passt.
 

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