Noten lesen - Software

von Buzztell, 08.10.19.

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  1. Buzztell

    Buzztell Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.19   #1
    Hallo zusammen,

    für alle die Probleme mit dem Lesen von Noten haben oder es lernen wollen, habe ich eine Software entwickelt.

    [​IMG]

    Ihr schliesst euer MIDI-Keyboard an (geht aber auch mit der Computer Tastatur, falls ihr kein MIDI-Keyboard habt) und spielt die Noten auf dem
    Notenblatt nach.

    Die Anwendung ist kostenfrei. Der Link zu dem Programm ist https://github.com/BurningDev/PianoNoteCoach. Ihr klickt dann einfach auf "Releases" und ladet euch die aktuellste .zip Datei. Der Downloadlink von der aktuellsten Version (Stand 08.10.2019) ist https://github.com/BurningDev/PianoNoteCoach/releases/download/1.0/2019-10-08_Release.zip.

    Ich hab die Software entwickelt, weil ähnliche Programme Geld kosten oder nicht mit MIDI-Keyboard funktionieren und ich finde es wichtig, dass man auch die Handbewegungen verinnerlicht.

    Bisher habe ich noch keine Bugs gefunden, aber falls bei euch das Programm nicht funktionieren sollte, könnt ihr mir das gerne mitteilen.

    Ich hoffe ich konnte einige damit helfen :)
     
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  2. chick guevara

    chick guevara Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.19   #2
    Coole sache.
    Check ich mal
     
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  3. Buzztell

    Buzztell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.19   #3
    Dankeschön :)
     
  4. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.19   #4
  5. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.19   #5
    Die Benutzung von Flash Anwendungen sollte man abwägen.

    Flash ist ein Risiko für den PC Benutzer, weil seine Sicherheitslücken von Adobe nur unzureichend gepatcht werden.
    Das ist eine Einladung an Cyberkriminelle.

    Deshalb sind vernünftige Browser schon seit Jahren aus der Unterstützung von Flash Anwendungen ausgestiegen und lassen sie nur auf ausdrückliche Anforderungen des Users zu.

    Gruß Claus
     
  6. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.10.19   #6
    Oops, sorry. Als Linux-User vergesse ich so etwas immer wieder ... :embarrassed:

    Den Autor des Notenspiels kenne ich übrigens persönlich und lege meine Hand für ihn ins Feuer. Ich weiß aber nicht, ab das für die Flash-Sicherheitslücken relevant ist.
     
  7. thelimp

    thelimp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #7
    Hallo,

    erstmal vielen Dank für Deine Mühe, das zu entwickeln.
    Ich habs mal getestet und finde es gar nicht so schlecht, insbesondere dass es im Gegensatz zur genannten Flash-Seite mit dem Midi-Keyboard funktioniert (oder ich hab einfach keine passende Einstellung gefunden).

    Da kann ich als Informatiker nur sagen: Dann hast Du nur noch nicht genau genug geschaut. :) Siehe auch Lubarsky´s Law of Cybernetic Entomology.

    Ein paar Sachen sind mir aufgefallen:

    1. Wenn man das Ding unter Windows mit dem Total Commander der Ordnung halber in den Programme-Ordner kopiert und dabei die Admin-Authorisierung gibt (geht sonst nicht) und es dann als normaler Nutzer startet (lesen darf man ja), ist erstmal soweit alles ok. Wenn man Optionen setzen will, wird auch behauptet, dass die erfolgreich gespeichert worden, während im Java-Fenster eine "Not Authorized"-Exception durchrauscht und die Werte eben nicht gespeichert wurden. Abhilfe brachte hier, config.properties für alle Nutzer schreibbar zu machen. Ich vermute mal, dass es beim Entpacken/Kopieren mit dem Windows-Explorer ähnlich ist, hab ich aber nicht ausprobiert.

    2. In den oberen Lagen stimmen die Noten ab E öfter mal nicht, siehe z.B. folgenden Screenshot. Das würde ich schon als Bug bezeichnen. :-) Sollte dringend repariert werden, eh sich Leute damit Unfug angewöhnen, da man auch in der Darstellung ohne Notenbezeichnung die falsche Taste am Keyboard betätigen muss.
    upload_2019-10-10_1-33-6.png

    3. Die zweite Hilfslinie beim unteren A fehlt (ich glaube durchgängig, bin aber nicht sicher). Auch hier ist wieder das F-Problem zu sehen:
    upload_2019-10-10_1-46-12.png
    4. Eine Fehlermeldung im Java-Fenster, wenn man eine Taste auf der Tastatur drückt, die per Definition keiner Note entspricht, kann man machen, obwohl ich das eher unter Debug-Info einsortieren würde. Aber "doesen`t" mit dem e und dem verkehrten Apostroph schmerzt irgendwie beim Draufgucken. :-)
    upload_2019-10-10_1-42-49.png

    5. Es wäre natürlich schick, auch den Bass-Schlüssel üben zu können.

    Ciao
    Jan
     
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  8. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.10.19   #8
    ... und das "s" bei doesn't exists" ebenfalls!
     
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  9. Buzztell

    Buzztell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #9
    @thelimp

    Hallo Jan,

    vielen Dank für dein ausführliches Feedback, das hilft mir sehr weiter! :)

    Die Bugs (Punkt 2 - 4) habe ich gefixt.

    [​IMG]

    Diese sind auch im aktuellen Update drinnen. Falls jemand die Software nutzt, empfehle ich das Programm zu aktualisieren. Der Downloadlink ist folgender: https://github.com/BurningDev/PianoNoteCoach/releases/download/1.1/v1.1_Release.zip.

    Das mit dem Bass-Schlüssel habe ich mir auch überlegt, ich weiß allerdings nicht wann ich das machen werde, aber ich denke ich füge dies noch hinzu.

    Punkt 1 muss ich bei mir noch ausprobieren. Aber ich vermute es gibt keinen anderen Weg, als der config.properties Schreibrechte zu geben, wenn man die Software unter Programme speichern will.

    Nochmals, vielen Dank, so eine detaillierte Beschreibung plus Screenshots ist sehr hilfreich! :)
     
  10. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 10.10.19   #10
    Jetzt fängt die Arbeit an! :D
     
  11. thelimp

    thelimp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #11
    :great: Das ging ja echt schnell.

    Das wäre großartig. Ich habe vermutlich zumindest kurzfristig leider keine Zeit, mich da einzubringen. :(

    Falls Du das Ganze ausbauen möchtest hätte ich noch ein paar Ideen:
    1. Zumindest im Modus ohne Notenbezeichnungen die Notenköpfe bzw. die ganze Darstellung etwas kleiner machen (oder gar das gesamte Fenster skalierbar, ich weiß jetzt nicht, wie Du den graphischen Teil realisiert hast), damit man näher an die übliche Größe bzw Darstellung eines Notenblattes kommt - das ist es ja, was man schlußendlich lesen können möchte und womit zumindest ich als Anfänger immer noch gut zu tun habe (also nicht im Prinzip, sondern halbwegs schnell erkennen).
    2. Rein zur optischen Veränderung auch mal halbe/achtel Noten anzeigen, ohne dass man gleich einen Rhythmustrainer einbaut. Gehört in gewisser Weise zu 1. und dem Ziel "echte" Notenblätter schneller lesen zu können.
    3. Notenkombinationen (= Akkorde) übereinander statt nur einzelne Noten. Da hat man natürlich das Problem, dass da nur bestimmte Sachen überhaupt sinnvoll sind bzw. mit zufällig generierten Sachen im schlimmsten Fall anschließend ein Besuch beim Orthopäden ansteht. :) Daher:
    4. Im weitesten Sinne eigene Noten anzeigen lassen können. Für die Definition kanns ja ein ganz einfaches Text-File sein (es sei denn es gibt z.B. bereits nen Midi-Parser als java-lib), da gibts glaub ich sogar bereits diverse Formate. Würde ich insbesondere für die Punkte 2 und 3 recht cool finden.

    Aber damit kommt man vielleicht vom eigentlichen Zweck "kleines handliches Tool zum Notentraining" weg. Ich wäre auch schon mit dem ergänzten Bassschlüssel happy.

    Gerne doch. Prima, dass Du das so schnell reparieren konntest.

    Ciao
    Jan
     
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  12. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.10.19   #12
    Ich habe es jetzt auch mal getestet.

    Notenschlüssel wäre noch cool. So hängt man etwas in der Luft.
    Keine Vor- und/oder Versetzungszeichen?

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  13. Buzztell

    Buzztell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #13
    Die UI-Elemente werden in einem JPanel in der paintComponent(Graphics) Methode gezeichnet. Das Ding skalierbar zu machen fände ich auch cool, die Buttons und die Status-Anzeige lässt sich auch mit skalieren (ändert sich nicht von der Größe, aber von der Position), aber bei dem Notenblatt könnte es schwierig sein die Größe anzupassen. Da müsste ich in den Einstellungen eine Option für die Größe hinzufügen.

    Das will ich auch noch machen. Ich bin mir aber noch am überlegen, ob der Bassschlüssel dann anstelle vom Violinschlüssel kommt oder darunter. Wenn ich den Bassschlüssel durch den G-Schlüssel ersetze, ist das für den Anfänger einfacher, weil man kann dann seine Hände einzeln trainieren und für mich als Entwickler ist das auch leichter zu Implementieren. Aber da muss ich noch schauen.

    Und danke für die anderen Vorschläge :)

    In Zukunft werden da noch Änderungen kommen. Da das Projekt allerdings ein Freizeitprojekt ist, ist das zeitlich immer was anderes, als wenn ich Software als Angestellter programmiere.
    --- Beiträge zusammengefasst, 10.10.19, Datum Originalbeitrag: 10.10.19 ---
    Hallo McCoy,

    Der Notenschlüssel müsste dabei sein. Hast du die Anwendung vom Zip-Archive gestartet oder hast du die entpackt und danach gestartet?

    Nein, bisher gibt es die nicht. Das ist auch noch etwas, was auf der Liste für die nächsten Funktionen steht.
     
  14. Absint

    Absint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #14
    Hey, das ist super. Ich habe mir schon länger mal vorgenommen, wieder einigermaßen Notenlesen zu lernen. Da kommt das wie gerufen.

    Aber ich habe jetzt mal ein paar dutzend mal auf Start geklickt und... Es ist ok, dass ohne höhere und tiefere Noten das F der tiefste und e der höchste Ton ist, aber... Ganz egal, wie häufig ich drauf drücke, das C dazwischen kommt nicht. Könnte es sein, dass die Wahrscheinlichkeit für ein C zu gering ist?
     
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  15. Buzztell

    Buzztell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #15
    Hallo Absint,

    wenn du die höheren oder die tieferen Noten haben willst, musst du bei "Options" den Haken bei den oberen beiden Einstellungen (siehe Screenshot) rein machen.

    [​IMG]

    Das mit dem C ist ein Bug. Den habe ich lokal bei mir behoben. Beim nächsten Update steht der Bugfix dann für alle anderen zur Verfügung.

    Die Wahrscheinlichkeit ist bei den Noten diesselbe. Also es gibt kein Mechanismus der vorgibt, wie oft ein D etc. vorkommen soll.
     
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  16. Buzztell

    Buzztell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.19   #16
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  17. Exordium

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    Erstellt: 10.10.19   #17
    Was das ganze leider in die Ecke "Unbrauchbar" rückt. Wer installiert/aktiviert freiwillig eine Software die gefühlt 100x mehr Security-Holes als Features hat?
     
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  18. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 11.10.19   #18
    Ich habe das mal unter Linux laufen lassen. Das geht ganz unproblematisch.

    Gibt es eine Liste für Wünsche? Es wäre schön, wenn man neben Zufallsnoten auch Melodien vorgeben könnte, die das Ganze dann etwas musikalischer machen.
     
  19. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 11.10.19   #19
    Jede/r soll Spaß haben wie sie/er mag, aber für mich lernt dabei der (Hobby-)Pogrammierer am meisten und für Schüler ist das zeitgeistig, aber ineffektiv. :nix:

    Das Optimum einer "Noten-App" ist der Mensch. Daher schnappt man sich seine realen Übungsstücke und liest sich anfangs die einzelnen Stimmen vor, noch besser wäre es, die Tonbezeichnungen (Notennamen) zu singen.
    Fortgeschritten übt man die Erfassung in Einheiten, dazu braucht etwas Musiklehre wie z.B. Kenntnis von Tonleitern und Akkordstellungen, denn so genügt ein Blick statt "entziffern".
    Das Schöne bei realer Musik ist, dass auch gleich Notenwerte und z.B. Parallelbewegung, Seitenbewegung und Gegenbewegung gelernt werden und man bestenfalls sogar merkt, dass es dahinter einen Plan geben könnte...
    Jedes brauchbare Unterrichtswerk fängt ganz simpel an und es gibt kein Gesetz, dass man es nur mit Instrument benutzen darf.

    Ist eine Note beim Lesen unklar, dann schreibt man sich die Tonbezeichnung mit Bleistift über die Note und auch alles andere, was unbedingt gelernt werden soll.
    So "veraltet" habe ich vor über 50 Jahren Noten und im ersten Anlauf Akkordeon gelernt und vermutlich haben alle Musiker meiner Generation so angefangen.

    Außerdem habe ich über Jahre immer wieder mal Noten aus der Bücherei von Hand abgeschrieben, weil ich mich mit bestimmten Stücken beschäftigen wollte. Später habe ich auch Noten mit der Hand geschrieben, weil ich Aufnahmen transkribiert habe. Noch heute ist ein Aktenordner davon übrig.

    Wenn man eine - pardon - schlichte App zum Üben reizvoller als echte Musikstücke findet, dann wäre das ein Punkt zum Nachdenken.
    Letzten Endes braucht man dann andere Unterrichtsliteratur oder ein anderes Hobby.

    Z.B. ist ein Stück wie BWV Anhang 132 guter Übungsstoff, weil es einfach ist, aber nicht völlig trivial.
    Dank seiner Tonart D Moll kommt gelegentlich ein c# darin vor und einen ordentlichen Ambitus hat es auch, man kann also sehr gut Notenlesen üben und ggf. sogar Einiges über Musik lernen. Selbst wenn man die Ornamentik außer Acht lässt bleiben noch Betrachtungen zur Tonart und Form.
    N.B., im Unterschied zu üblichen Apps ist dieses Stück bezaubernde Musik, auch das könnte für Musikschüler ein reizvoller Aspekt sein. :gruebel:



    Wenn man Noten nicht mit der Hand schreibt, nicht am Instrument erarbeitet und keine Stimmen aus den Übungsstücken anhand der Noten singt, dann kann man m.E. viel schwerer sicheres Notenlesen lernen, denn die dem "old style" entsprechenden starken synaptischen Verknüpfungen werden weniger stark bis gar nicht gebildet.

    Vielleicht gibt es da irgendwann eine selektions-genetische Anpassung, aber bis heute sind wir (zunehmend zivilisationskranke) Steinzeit-Menschen und als solche lernen wir am besten durch Nachahmung und gestaltende Handarbeit.

    Höhlenmalerei.jpg


    Gruß Claus
     
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  20. Exordium

    Exordium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.19   #20
    Tja... und dann gibts noch mich :-) Ich schaue seit 2 Jahren in Notenheftchen und kann trotzdem nicht ordentlich Noten lesen. Dank einer Android-App mit der ich jetzt täglich 1-2x übe, hat sich das deutlich verbessert.
    Von daher würde ich das nicht gleich ganz als Teufelswerk abtun. Damals gab es diese neue Technik eben noch nicht. Da hatte man nur Blatt und Bleistift. Genau wie virtuellen Unterricht per Video, sehe ich das einfach als gute Ergänzung
    und nicht als Konkurrenzprodukt oder Methode.
     
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