Okko und OCD in Reihe

von Tese, 12.09.07.

  1. Tese

    Tese Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #1
    Hallöchen,

    dieser Thread richtet sich an Leute, die die Pedalle Fulltone OCD, Okko Diablo (oder Diablo +) und Okko Twinsonic kennen und mit ihnen schon ein bischen experimantiert haben.

    Ich nutze in Sachen Verzerrung einen Okko Diablo + und einen Fulltone OCD (V2) in Reihe.

    Dabei setze ich den Diablo (ohne zugeschalteten OCD) als leicht angezerrten Sound gegenüber dem Cleansopund und (mit OCD) als "Enhancer" vor der ruppigen und wenig modulierbaren OCD-Zerre ein.
    Soweit, so prima. Nun hat der Diablo + ja einen zuschaltbaren Boost (vorm Overdrive > also mehr Kompression und Zerrgrad), den ich in der Form nicht wirklich nutze.

    Meine Überlegung ist nun folgende: Da ich live unterschiedliche Gitarren nutze, zum Teil mit sehr outputschwachen PUs), wäre es super anstelle des zweiten Gainreglers einen zweiten Levelregler zu haben.
    Hier würde sich entweder der Okko Twinsonic anbieten (wobei ich da natürlich nicht weiß, ob mir der Grundsound so gefällt wie beim Diablo) oder aber eine Modifizierung meines Geräts.
    Ist das möglich, den zweiten Gain-Regler zu einem zweiten Levelregler zu machen, der dann on top zu/anstelle von Levelregler 1 agiert?

    Oder aben alternativ: Inwiefern unterscheiden sich der Grundsound von Twinsonic und Diablo im leicht angezerrten Bereich bzw. wie würdet ihr den Effekt (wie in der oben beschriebenen Nutzungsvariante) als OCD-Anbläser und Verschönerer/Modulierer im Vergleich zum Diablo einschätzen? Ich konnte in den meisten Reviews (dietside, etc) eher Unterschiede im alleinigen Betrieb und im höher angesiedelten Zerrbereich ausmachen.

    Für mich liegt in der Kombination des Diablos mit dem OCD grad der Reiz, da ich so wohl vintagemäßige Clean und Crunch-Sounds spiele, als auch härtere Sounds, die wohl einige im High Gain Bereich ansiedeln würden (wobei hier bei mir eigentlich nicht der Zerrgrad selbst besonders hoch ist, sondern der Attack in Kombination mit konturierten Bässen/unteren Mitten bei anständig Headroom). In der Rollenaufteilung übernimmt bei mir der OCD die Rolle des "Harten", der Diablo die des "Schönen" - ihr versteht :D
    Daher ist die Zerrreichweite da für mich beim Okko nicht so relevant.

    Da dem Twinsonic eben gerade im Low Gain Bereich seine Stärken und eine besondere Musikalität angedungen werden, denke ich über einen Wechsel nach, da er mit dem zusätzlichen Booster, die oben genannte Problematik lösen würde.

    Für Meinungen und Ratschläge dankbar,

    tese


    Zur Einordnung meines Stiles und der damit verbunden Klangvorlieben hier mal mein Set up:

    Gitarren:
    Fender Telecaster Custom ´52er Replica
    Tokai Goldstar-Sound Stratocaster ´62er Replica
    Epiphone Les Paul Standard

    Amp:
    Orange Overdrive (OR 120)

    Box:
    Marshall 4x12 1960 Lead A

    Effekte (in Reihenfolge Gitarre > Amp):
    Okko Diablo +
    Fulltone OCD (V2)
    Korg DT-10
    Line 6 Echo Park
     
  2. skerwo

    skerwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #2
    Hallo,

    vielleicht kann ich Dir etwas weiterhelfen, was die Charakteristik des Twinsonic anbelangt. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, willst Du den Boost des Twinsonic dazu nutzen, den unterschiedlichen Output Deiner Gitarren wieder auf ein gemeinsames Level zu bringen. Das sollte tatsächlich funktionieren, da Du beim Twinsonic ja zum einen die Stärke des Boosts regulieren kannst und dann im Anschluß das Lautstärkeverhältnis von Overdrive und Overdrive+Boost regulieren kannst.

    Allerdings würde ich den Twinsonic nicht als den "schönen" beschreiben. Das ist ein ungemein ehrliches Pedal, das insbesondere in der 18V-Stellung fast null Kompression liefert und im Prinzip wirlich wie ein aufgerissener Non-Master-Amp klingt, während der Diablo glaube ich eher moderner - smoother - klingen soll (ich habe leider keinen). Rein von den Beschreibungen her denke ich, dass der Twinsonic vielleicht eher wie eine Lowgain-Variante des OCD klingt.

    Genau in dieser 18V-Stellung nutze ich den Twinsonic auch, denn ich liebe dieses direkte und ehrliche Spielgefühl, in Verbindung mit meiner Strat habe ich Gain ca. auf 12 Uhr, das ist crunchig, aber nicht mehr.

    In der 9V-Stellung wird der Ton etwas weicher, runder, allerdings fehlt mir persönlich dann das kantige und ehrliche etwas.

    Soweit meine persönliche Einschätzung.


    Gruß Rainer
     
  3. Tese

    Tese Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #3
    Hi Rainer,

    danke für deine Antwort. Hmmm, klingt plausibel was du sagst. Mit "kantig, ehrlich, 0 Kompression" weiß ich genau was du meinst. Gerade dieses amp-mäßige mag ich ja auch so am OCD. Wenn der Twinsonic tatsächlich annäherungsweise sowas wie eine Lowgaim-Variante des OCD sein sollte, wie du vermutest (an alle zukünftigen Thread-Teilnehmer: ich spreche hier nur vom Verzerrer-Grundsound, nicht von Einstellmöglichkeiten und weiteren Features), würde mich das ja schon beschneiden, wenn ich den Diablo gegen den Twinsonic austauschen würde.

    Hier sind weitere Meinungen / Erfahrungen zu den drei Geräten gefragt...
     
  4. Josh TE

    Josh TE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #4
    Also , das mit der Modifikation wird nichts. Der Boost beim Diablo+ ist nur in Reihe zum ersten Gainregler geschaltet. Das gibt , wie du ja schon sagtest nur mehr Verzerrung aber keinen richtigen Anstieg der Lautstärke.
     
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