OM2 vs. SM58

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Gast116632
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Hallo Gemeinde,

ich brauche mal wieder eure Hilfe. Hier können mir wahrscheinlich am besten Sänger helfen.
Ich brauche für meinen Bestand weitere Mikrofone. Alles ist für mich klar, nur mag ich außer meinen
momentanen SM58ern vielleicht noch ein drittes dazu. Noch ein SM58? Von der Stabilität der Mikros bin ich immer noch begeistert. Nur der Klang ist vor allem in den Tiefmitten ausbaufähig. Man braucht ein vollparametrisches Pult um ein SM58 gut auf einen Sänger anzupassen. Daher die Idee mit dem OM2. Katie Melua arbeitet mit Audix. Nur nicht mit dem OM2. Von diesem Klang bin ich begeistert. Ist das OM2 im Vergleich zum SM58 besser.

Denkt dran, dass mir ein "das kommt auf die Stimme an" wenig bringt, da es für unterschiedliche Menschen gebraucht wird. Deswegen habe ich SM58er. Die klingen schon von natur warm. Wenn es zu viel ist bei einem Mann, kann ich einfach bei 300Hz bis 400Hz beschneiden.

Helft mir im Dschungel der Mikrofone!

SM58
OM2 kein Link im MS

Hörtest einfach bei Mikros->Audix durchklicken:)
 
Eigenschaft
 
In dem Fall geht Probieren über Studieren, was dank Fernabnahmegesetz auch gut geht. Von den Soundbeispielen her gefällt mir das OM2 besser.
 
Hallöchen, Lukas,

einerseits ist es sicher nicht verkehrt einen bereits bestehenden Bestand mit "artgleichen" Mikros aufzufüllen. Andererseits ist das OM2 aber ein wirklich sehr gutes bühnentaugliches Mikro, das deinen Bestand durchaus aufwerten kann.

Die Charakteristik ist eher warm, also mit kräftigen Tiefmitten, bei zugleich aber saubereren Hochmitten und sauberer Präsenz als man es vom SM58 gewöhnt ist. Damit kann man die Stimme live schön präsent und voll nach vorne holen.
Zugleich ist die Feedbackunterdrückung und die Seitwärts-Rückwärtsdämpfung sehr gut, das Mikro läßt sich daher auch für weniger Geübte sauber und sicher im Monitoring fahren, auch wenns mal lauter wird. Das gilt ja eigentlich als Domäne des SM58, aber das OM2 ziehe ich da persönlich eindeutig vor.
Das OM2 ist nominell ja eine Hyperniere, die rückwärtige "Keule" ist aber nicht ausgeprägt und läßt auch Monitoring direkt von hinten problemlos zu.
Die Griffgeräusche sind praxisgerecht niedrig und eher in nicht störenden, leicht auszufilternden, tiefen Frequenzbereichen
Und zu guter letzt ist das Mikro sehr robust und unanfällig...

Insgesamt also ein gutes praxisgerechtes Mikro ohne erkennbaren Nachteil und immer einen Versuch wert!

Ciao, Deschek
 
Und ansonsten kannst du ja vielleicht auch das Beyerdynamic TGX-48 / 58 (mit Schalter) in Erwägung ziehen. Liegt auch in der Preisklasse und ist denke ich qualitativ durchaus mit dem Audix zu vergleichen.
 
Danke für die Antworten,

wie stehts mit dem Pop-Schutz. Ich meine unschön viele Pops bei Katie Melua gehört zu haben. Könnt ihr das bestätigen? Hat ein Sänger das OM2 als Standardmikro?

Bis jetzt siehts aber nach einem neuen OM2 aus.Ist der 40€ Aufpreis zum OM3 gerechtfertigt? Wäre das auch noch eine Alternative oder nicht?

Danke schon mal für die tollen Antworten.
 
Hallöchen, Lukas,

sorry, aber du vergleichst da Äpfel mit Birnen.
Katie Melua singt über ein VX5, ein Supernieren-Condenser. OM2 und OM3 sind dynamische Mikros.

OM2 und OM3 sind sich sehr ähnlich, allerdings hat das OM3 den etwas ausgedehnteren Nutzbereich sowohl im Hochton, als auch im Bass. Das OM3 hat etwas mehr echten Bass, das OM2 hat etwas mehr oberen Bassbereich und Grundton, dadurch klingt das OM3 vielleicht etwas neutraler und ist dadurch vielleicht etwas vielseitiger. Beide Mikros brauchen echte Nahbesprechung, das empfinde ich beim OM3 noch etwas ausgeprägter, dafür ist der Gain before Feedback auch nochmal etwas höher. Ob dir die Unterschiede den Aufpreis wert sind, kannst nur du entscheiden.

Ciao, Deschek

PS: Und nein, eine in irgendeiner Form ausgeprägte "Plop"-Neigung kann ich keinem der beiden OMs attestieren.
PS2: http://www.audixusa.com/cgi-bin/audix_coranto/viewnews.cgi?id=EkEVZEkZkAJeLicVDF
http://de.wikipedia.org/wiki/Endorsement ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh tschuldigung,

ich habe immer gedacht, das wäre ein OM6 oder ähnliches. Die sehen sich aber auch so ähnlich.:D:gruebel::confused:
Ich glaube, da lohnt sich das OM3.

Danke. Über weitere Ergänzungen bin ich dankbar.
 
Danke für den Link.

Nur deine Wikipediaerklärung:confused:.
Ich blicke den Zusammenhang nicht, außer du magst mir sagen:gruebel: ,dass Katie Melua einen Vertrag mit Audix hat.
 
Hallo,

ich habe gerade Angst mit meiner Kaufidee bekommen:eek:.

http://www.youtube.com/watch?v=s7pWHCZbiSE

Da geht jemand anderes als Sieger heraus.:confused:

Das Audix klingt überspitzt und sehr luftempfindlich im Vergleich zum SM58.
 
Ich weiß, aber Angst macht mir der extreme Unterschied schon.

Wenn das SM58 auch sch... klingen würde...ok aber das SM58 klingt sogar richtig gut.
 
Der Test ist sehr fragwürdig. Gleicher Gain und feedbacktest? Wissen die nicht dass Mikrofone unterschiedlich empfindlich sind und unterschiedliche Nahbesprechungseffekte hat?
Vielleicht hat das OM2 einfach mehr Output von Haus aus, koppelt deshalb eher weils schon höher verstärkt wird?
Außerdem seh ich während der VErgleiche keine EQ Einstellungen. Und der Sound des SM58 deckt sich nicht mit dem was ich live erlebt hab, das könnte aber auch an der schlechten Aufnahme liegen.
Außerdem möchte ich hinzufügen dass das SM58 viel amerikanischer klingt. Für amerikanische Aussprache mag das ganz gut klingen, für deutsche Aussprache (die auch fast alle deutschen beim Englisch sprechen haben) stellt sich das für mich immer eher als unschön dar.

Und trotzdem würde ich nach dem Video dem SM58 kein Vorzug geben. Das OM2 klingt selbst bei der schlechten Aufnahme transparenter und musikalischer...
 
Ich finde halt das viele Ploppen und Zischen des OM2 fragwürdig.

@MHumann:
Besitzt du das OM2? Wenn ja, heißt das für mich kaufen. Denn:

-Du gibst 95€ für ein OM2 aus
-Ein SM58 kostet 99€
-Du empfehlst das OM2

Wenn das so ist, gibt es für mich keinen Grund weitere SM58 Mikros zu kaufen.
 
Ich besitze das OM2 nicht, ich besitze Sennheiser E935, Beyer TG-X 81 und 58 und hab Zugriff auf einige Beta58 aus dem Verleih bei dem ich arbeite.
Allerdings kenn ich das OM2 ganz gut von einigen Bands, die das Mikro mitgebracht haben und kann mich nicht sonderlich beschweren. Nicht herausragend gut, aber auch nicht herausragend schlecht. Unauffällig gut. Ganz anders als die SM58 die mir immer unterkommen :evil:
Und ja, ich bin bekennender Hasser des SM58 ;)
 
Hallo,

Was würdest du als Standardmikro bezeichnen. Außer SM58. Es muss bei mir universell nutzbar sein. Die Standardmikroempfehlungen habe ich gelesen. Deswegen bin ich auf den kleinen Bruder des OM6 gekommen. Was geht am Besten und ist am Stabilsten. Preislimit: 150€-180€. Wie sprichst du vom Beta 58. Stabil ist es schon mal.:)
 
Hallo Lukas,

in der "Einsteiger-Klasse" geht meiner Meinung nach nichts über das schon angesprochene Beyerdynamic TG-X58


(bzw. "48" ohne Schalter)

Wenn's Shure sein soll, hast Du ja selbst schon das Beta 58 ins Spiel gebracht - definitiv besser als das SM58!

Schau Dir auch mal das EV PL 80c


an - damit arbeite ich regelmäßig, und ich finde es sehr brauchbar ;).

Ansonsten kommen in Deinem Preisbereich auch noch folgende Beyerdynamics in Frage:

Beyerdynamic Opus 89


Beyerdynamic TG-X60
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich würde das Beta 58 dem SM 58 immer und jederzeit vorziehen!
 
Langsam gehts in eine Richtung.:D

Was gefällt dir besser. Kriegt man z.B. eine Leadstimme besser in den Vordergrund?
Ist es klarer und untenrum sauberer?

Danke schon mal.
 
Nun, ich kann da glaube ich ganz guten Vergleich ziehen. Ich hab alle halbe Jahre die Band "Hollywood Rose" (Guns'n'Roses Coverband), der Sänger singt immer über sein SM58, Leadgitarrist bekommt das Beyer TG-X 81 und der Rhythumsgitarrist singt über unser Beta58. Die akustische Umgebung ist schlecht, sehr niedriger Club, kleine Bühne, und als PA stehen pro Seite 2 Bässe und ein Top von FAT, auf der Bühne stehen 2 Gitarrenfullstack sowie ein Bassfullstack, also viel zu viel eigentlich.
Wie schon erwähnt, den Sänger bekommt man nicht über die Restlautstärke mit seinem SM58. Es murmelt was vor sich her, aber was der da singt kann man nicht herausfinden. Gain und Kompressor sind alle ordentlich eingestellt, der Kanal läuft kurz vor Feedback. Also alles andere als nen schöner Klang.
Rhythmusgitarrist mit dem Beta58, der auch einige Passagen selber sing, kommt dagegen schon ganz gut raus, man hört was er singt und dass er singt und er kommt viel besser raus aus dem Mix. Aber auch hier läuft der Kanal kurz vorm koppeln und kurz vorm Übersteuern.
Leadgitarrist mit dem Beyer hingegen muss garnicht voll aufgedreht werden. Am Fader steht der auch wenn er Solo singt ca. 3dB unter den anderen beiden klingt richtig gut und kommt voll über den Mix. Teilweise muss ich sogar noch weiter zurück regeln.

Allerdings möchte ich noch zu bedenken geben: Das Beyer üasst nicht zu jeder Stimme. Ich hab es auch schon mit einigen Stimmen untergehen hören, wo dann Beta58 besser passte.

Drum möchte ich meinen. Das Beta 58 ist ein guter Allrounder, passt zu vielen Stimmen. Bessere Allroundfähigkeiten hat noch das Sennheiser E935, wobei das immer eher unauffällig im Mix ist. Es ist da, sticht aber nicht positiv heraus, leistet sich aber auch nie Schwächen. (Und klingt nebenbei richtig geil an der Snare :p )
Das Beyer ist - in Kombination mit der richtigen Stimme, ne richtige Wucht, kann aber mit der falschen Stimme schnell untergehen. Das muss man probieren und die Erfahrung sammeln...
 
Gut, da bestätigt sich meine Kaufidee.

Wenn niemand ein Todesargument hat, haut es raus!!!, werde ich mir wohl oder übel ein Beta 58 holen.
 

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