Orgeln an Stagepianos oft eine Oktave zu tief?

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Mir ist schon an einigen Stagepianos aufgefallen, dass einige bis alle der Orgeln eine Oktave tiefer klingen als die anderen Instrumente.
Wenn Zugriegel da sind, kann man das natürlich ändern, aber die meisten, die ich bis jetzt hatte, hatten keine Zugriegel.

Ist das so, oder täusche ich mich? Und wenn ja, warum?
Ich musste dann immer eine Oktave höher spielen oder wenn vorhanden die Oktavierungstaste benutzen.
 
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einige bis alle der Orgeln
Bei den Pipe-Orgel Sounds sind häufig 16" Register im Sample erhalten, wodurch der tiefste Ton tatsächlich jeweils eine Oktave unter dem gespielten Ton liegt. Dadurch klingt es zwar fetter/eindrucksvoller, aber eben auch tiefer. Bei Stage-Pianos ohne tiefere Bearbeitungsmöglichkeiten der Samples lässt sich das leider auch nur durch Oktavierung des gesamten Sounds um eine Oktave "beheben". Die hohen Töne werden dabei oftmals grell - wenn das Stage Piano eine Möglichkeit für einen Tiefpassfilter bietet, ist dieser eine gute Stellschraube, um etwas entgegenzuwirken.

Ähnlich sieht es bei den Hammond-Presets aus (viele Stage Pianos haben leider keine editierbaren Zugriegel, wie du ja auch schon geschrieben hast). Die typischen Presets nutzen aber meist Einstellungen mit voll ausgezogenem 16" und häufig auch 5 1/3", wodurch das ebenfalls eine Oktave unter dem gespielten Ton liegt...
 
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Danke! So verstehe ich es.
Wäre natürlich schön, die hätten jeweils noch ein gleiches Sample, nur ohne den 16'.
 
Nebenbei, das "funky" Clavinet könnte eine Oktave höher klingen, als es die Taste vermuten lässt.
 
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Moin!

Bei 8' würde ich Äquallage erwarten, d.h. ein c' ist auch ein c'.
Beim 4' halt eine Oktave höher (gedrücktes c' = klingendes c''), beim 32' zwei Oktaven tiefer (gedrücktes c' = klingendes C).

IIRC verhält sich meine Zugriegelabteilung auch so, wenn nicht sonst Oktaviereungen eingestellt sind.

Grüße
Omega Minus
 
Ja, so ist es ja festgelegt.
Bei den Sounds steht leider nicht dabei, welche Länge sie beim sampeln genommen haben.
 
Wenn du von Hammond-Sounds sprichst, kann ich das bestätigen. Aber eher im Sinne von "gehört so".

Ist nicht nur bei (guten) Stage-Pianos mit festen Orgelsounds so, sondern auch bei vollständigen Hammond-Klons oder einer Original-Hammond. Hängt, wie @Attack erklärt, damit zusammen, dass bei einer Hammond der dritte Zugriegel den Grundton darstellt, der erste und zweite den Subbass zufügen. Ganz grob ist es so, dass du eine Oktave höher spielen musst, wenn der erste Zugriegel weiter draußen ist als der dritte bzw. über der Hälfte draußen ist (du also den Sound auf dem ersten Zugriegel aufbaust und nicht nur ein bisschen dazufütterst). Ich bilde mir ein, dass ich diesen Hinweis auch schriftlich in Dave Liminas Orgelschule gefunden habe (Organ complete).

Ist also nicht grundsätzlich so, aber ein Punkt, den du als Organist beim Registrieren beachten musst.
 
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Anders ausgedrückt: Wo man auf einer Orgel hingreift, scheint ganz allgemein von den Registern abzuhängen - auf der Orgel gibt es wohl nicht so etwas wie ein Schlüsselloch-C. Ich hatte allerdings nie Orgelunterricht, so dass ich das so allgemein nicht bestätigen könnte.

Da ich mich dran gewöhnt habe, geht es mir umgekehrt so, dass ich mich wundere, wenn ich auf einem Digitalpiano mit Orgelsound mal nicht eine Oktave höher greifen muss - weil der Sound schon transponiert und auf das Schlüsselloch-C angepasst ist.
 
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Anders ausgedrückt: Wo man auf einer Orgel hingreift, scheint ganz allgemein von den Registern abzuhängen - auf der Orgel gibt es wohl nicht so etwas wie ein Schlüsselloch-C. Ich hatte allerdings nie Orgelunterricht, so dass ich das so allgemein nicht bestätigen könnte.

Aber auch Orgelmanuale sind ja meist so gebaut, dass eine Oktave in der Mitte der Tastatur liegt - um den erlernten Gewohnheiten von Tastenspielern entgegenzukommen. Und das c dieser Oktave wird schon regulär als c' notiert. Also falls Noten oder irgendwelche schriftlichen Aufzeichnungen im Spiel sind: zumindest das Verhältnis von Notation zur gegriffenen Taste ist schon fest. Und jeder Tastenspieler, der die Orientierung auf einer Tastatur ausgehend von einer mittleren Oktave gelernt hat, wird diese Gewöhnung auf jeder Tastatur wiederfinden wollen und intuitiv zur Orientierung priorisieren.

Darüber hinaus stimme ich dir voll zu, alles weitere hängt von der Registrierung ab. Ich hatte auch nie Orgelunterricht, aber oft mit Organisten und Orgelnoten zu tun und spiele/arrangiere immer wieder gerne selbst. Und ich programmiere meine Orgelsounds auf Workstations meist auch so, dass c' in der Mitte liegt :)
 
Genau: Notiert wird in klassischer Orgelliteratur "normal", also klingend 8". Üblicherweise (also bei Lied-/Chorbegleitung) registriert man auch ab 8" im Manual und ab 16" im Pedal.
Man kommt ja auch nicht auf die Idee, ein Orgel-Stück für ein höheres Flötenregister (z. B. 4") eine Oktave tiefer als "normal" zu notieren ☺️

Auf der klassischen Orgel wird auch nicht unbedingt eine Oktave höher gegriffen, wenn im Manual 16" Register dabei sind, da das häufig einen tiefen (und ggf. gewaltigeren) Klang adressiert. Nach oben wechseln wäre da kontraproduktiv.
 

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