Partscaster die X-te | Hilfe bei der Umsetzung benötigt

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Mich hat das Bastelfieber mal wieder gepackt… Eine Stratocaster soll es werden... und ich glaub dafür brauch ich Eure Hilfe! :eek2: Sorry auf jeden Fall schonmal, dass der folgende Teil etwas länger wird… Ich dachte, ich versuche direkt am Anfang schonmal so viel Informationen wie möglich in den Ausgangspost zu packen.

Die letzen Monate habe ich viel Zeit damit verbracht meine Gitarrensammlung zu verkleinern um günstige und billige Instrumente, die ich aus diversen Gründen kaum bis nie gespielt habe, abzustoßen. Viele davon stammten aus meiner Anfangszeit, als ich noch auf der Suche nach dem richtigen Typ an E-Gitarre für mich war. Irgendwann bin ich dann bei LP- und SG-Style-Gitarren hängen geblieben und hab mir da auch einige gute Instrumente zugelegt.

Meine erste E-Gitarre, eine Harley Benton ST-Style-Kopie, in die ich über die Jahre viel Geld und Zeit in Modifikationen investiert habe, hab ich trotzdem immer wieder gerne in die Hand genommen. Mit der Zeit steigen dann halt aber doch irgendwie die Ansprüche, vor allem wenn man auf der anderen Seite auch den direkten Vergleich zu hochwertigeren Gitarren hat. Außerdem machen sich langsam Abnutzungsspuren bemerkbar, die wohl auf die billige Grundsubstanz der Gitarre zurückzuführen ist. Gerade die Bünde in den niedrigen Lagen haben mittlerweile schon recht deutliche Spielspuren, die sich bei Bends negativ bemerkbar machen… Es würde also demnächst wohl ein Fret-Job anstehen… Machen wir es kurz - bevor ich jetzt hunderte Euro ins Abrichten oder einen neuen Hals in eine (ursprünglich) 80 € Gitarre investiere, fange ich lieber ganz von vorne an und baue mir eine Strat, die im besten Fall nicht nur den gestiegenen Ansprüchen gerecht wird, sondern auch von vornherein ne solide Basis hat.

Über mich | Zur Einordnung

Meine präferierten Genres sind Classic-Rock, Rock’n’Roll, Alternative und ab und an auch mal Pop, für die ich mich weitestgehend zwischen Clean und Mid-Gain bewege. Mein Lieblings-Setup für meine abzulösende Strat war bisher eigentlich immer entweder direkt in meinen Fender Super Champ oder zuhause über BIAS FX in eine JTM45-Simulation mit Greenbacks oder G12-65’s, wenns bisschen britischer sein soll. Letztlich liebe ich es einfach mit der Dynamik der Gitarre und des Amps zu spielen. Daher verwende ich auch relativ häufig den Lautstärkeregler an der Gitarre selbst. Außerdem bin ich ein notorischer “Thumb-Over-Fretboard”-Spieler, der offene Chords liebt und Barrés vermeidet, wo es nur geht. Beim Fingerstyle spielen neige ich dazu der Gitarre viel “Snap” mitzugeben - gerade bei meiner Strat.

Warum eine Partcaster?

Ich denke das lässt sich relativ einfach auf den Punkt bringen: Ich mag Strats im Allgemeinen, sowohl ergonomisch als auch klanglich. Die Instrumente, die ich in den Läden bisher in der Hand hatte, die mir auch zugesagt hätten, waren aber alles keine Standard-Serien, sondern Custom-Shop-Modelle, die mir mit weit mehr als 5000 € einfach zu teuer sind. Gerade bei der Player-Series z.B. gefällt mir die Haptik der Hälse überhaupt nicht. Außerdem hätte ich bei Custom-Shop-Modellen immer gewisse vorbehalte hinsichtlich Modifikationen…

Was will ich erreichen?

Mir geht es hier nicht darum ein möglichst authentisches Replik einer 50’s oder 60’s Strat zu bauen oder irgend ein Instrument eines Künstlers möglichst detailliert zu kopieren, sondern eine solide Basis zu schaffen, die es mir ermöglicht zukünftig weiter Anpassungen und Upgrades durchzuführen, damit mich das Instrument möglichst lange in meiner musikalischen Laufbahn begleiten kann und mit dem ich auch klanglich und haptisch zufrieden bin :engel:

Rein klanglich habe ich keine direkte Referenz im Kopf - am ehesten Fallen mir vielleicht spontan noch Mark Knopfler und Buddy Holly ein. Mir ist es nur wichtig, dass die Gitarre selbst durchsetzungsfähig und klar in den Mitten und Höhen ist und keinen Matsch produziert. Gern darf es auch ein wenig mehr “twangy” werden, als es für ne Strat vielleicht üblich ist. Sustain ist mir hierbei nicht wichtig - dafür hab ich meine LPs...

Haptisch wäre mein Ziel einen unlackierten Hals auf die Gitarre zu bauen. Ich mag Nitrolack am Hals nicht und mit Polylacken bin ich irgendwie auch nie so warm geworden, weil die sich “in meinen Händen” immer so kalt anfühlen, falls ihr versteht was ich meine :whistle: Im besten Fall sollte die Gitarre darüber hinaus am Ende nicht über 3,5kg wiegen...

Welches Budget steht zur Verfügung?

Für alle Teile, die angeschafft werden müssen, hatte ich mir als eine Grenze von 1.200,00 - 1.400,00 € gesetzt. Ein Body ist schon vorhanden, fliest also nicht mit ins Budget ein.

Was bringe ich schon mit?

Voll ausgestattete Werkstatt, Werkzeuge, handwerkliche Erfahrung und den Body… Alles andere müsste ich noch besorgen.

Was bringe ich NICHT mit?

—> Ahnung von Strats. Klingt erstmal doof und vielleicht auch etwas übertrieben, aber ich hab tatsächlich wenig Plan was bei einer Strat die relevanten und klangbildenden Komponenten sind und worauf innerhalb der Hardwarekategorien im besten Fall zu achten ist. :censored: Nach der Recherche im Internet hatte ich das Gefühl mich auf kürzestem Wege zu verrennen und den Überblick zu verlieren....

Wobei brauche ich Unterstützung?

Im Kern lässt sich das Wohl auf folgende Dinge einschränken:
  • Die Wahl der Hardware
  • Die Wahl der Pickups
  • Hilfe bei der Wahl eines passenden Halses
Am wichtigsten ist mir wohl ein bisschen Input bei der Wahl des richtigen Halses zu bekommen. Ich habe keine Ahnung, welches Profil für mich wohl am ehesten in Frage kommen würde und leider kann man Hälse ja auch nicht einfach mal im nächsten Musikladen um die Ecke ausprobieren. Darüber hinaus fehlen mir komplett mögliche Anlaufstellen, wo man qualitativ hochwertige Hälse innerhalb von Europa herbekommt. Klar, Warmoth wird immer wieder genannt, bringt aber einige Implikationen mit sich: Hoher Versandkosten, Zoll, usw… Für ein paar Anlaufstellen und Infos wäre ich sehr dankbar… Prinzipiell hab ich auch kein Problem damit das Finish des Halses vollständig selbst zu machen. Mir ist nur wichtig, dass die Bundierung sauber gemacht wurde und das Holz passt.

Bei der Hardware geht es mir in erster Linie um das Tremolo. Wie wichtig ist die Wahl des richtigen Materials fürs Tremolo wirklich? Oder reden wir hier dann auch nur von Nuancen? Ursprünglich hatte ich beim Tremolo-Block wegen des Gewichts Alu im Blick. Wenn man im Internet so liest könnte aber man fast den Eindruck gewinnen, dass jeder, der keinen Stahl-Block verwendet nach Ansicht der Kommentatoren nicht ganz richtig im Kopf ist :devilish:

Bei den Pickups selbst wäre ich einfach für ein paar Vorschläge dankbar: Nix mit fancy, muss nicht noiseless sein, sollte einfach nen angenehmen Stratsound liefern können. Normaler Output, nicht zu heiß…

Wie gehts weiter?

Ich werde mir nach und nach die Teile zusammen kaufen und im Sommerurlaub dann die Werkstatt meines Vaters in beschlag nehmen, um mich an die Umsetzung zu machen. Zwischendurch werde ich natürlich versuchen das Forum auch auf dem laufenden zu halten :sneaky:

Danach werde ich mich wohl am einem anderen Herzensthema zuwenden, welches seit mittlerweile 7 Jahren aus diversesten Gründen in der Versenkung verschwunden ist. Das wäre dann aber ein Thema für einen andere Thread.
 
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Der Vollständigkeit halber: In meiner Harley-Benton-Strat sind bisher Fender Tex Mex und ein Gotoh Vintage Tremolo mit DieCast Tremolo-Block und Steel-Plate verbaut. Fand ich dafür bisher klanglich auch ganz okay. Nur für den Eigenbau hatte ich das Gefühl, dass da durchaus noch Luft nach oben ist.
 
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Bei Parts-Castern kann man vorab nicht sagen, wie das zusammengebaute Instrument von der Grundsubstanz her klingt. Ggf. hast Du dann unnötig Geld in nutzlose Teile investiert.
Ich würde mir ein neues oder gebrauchtes Instrument suchen, das bereits ohne Modifikation passt. Daran kann man dann weiterarbeiten.
 
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Legst du auf den originalen 7ender Headstock wert?

Meine Lieblingsstrat ist eine optisch
runtergerockte CG Winner von Anfang 80
Mit spitzem Headstock

Die klingt direkt und Twangig wie sie soll. Ist Brilliant und hat ein sehr rundes aber direktes Siundbild und spricht fantastisch an.
Der Korpus ist zweiteilig, Vollholz.
Hab ich bereits entlackt gekauft und dann sehr dünn neu lackiert.
Der Hals, ein Traum.
Ist allerdings noch mit dem Originallack versehen, dieser ist aber sehr dünn und gut aufgetragen.
Herrlich Resonant, du kannst die Töne spüren und er hat ein sehr angenehm schlankes Profil.
„Thumps over Fretboard“
Schon eher schlank aber auch keine Sportgitarre.

Nachgerüstet/ergänzt wurde:

Sattel
- ersetzt durch Grafitsattel

PUs Seymore Duncan Lipsticks (!)
Klingen unglaublich toll und in Verbindung mit guter Potiarbeit ein wirklich vielfältig sehr sehr feiner Stratsound. Twangt, schmatzt, brilliert mit eleganter Durchsetzungskraft und Charakter.
https://www.thomann.de/de/seymour_duncan_ssls1_lipstick_tube_pickup_chrom.htm

Mechaniken von Schaller

Tremolo ist ein Fender US Tremolo.
Welches genau kann ich gar nicht sagen, hatte mein Tech noch und es passte ohne Stress.Aluguß Block.

Klassische Strat - Schaltung


Warum komme ich darauf:


Deine Nutzungs-, Soundbeschteibung

Bei EK gibts gerade nen Hals für 40,- ->
Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s...buttons&utm_medium=social&utm_content=app_ios
 
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Bei Parts-Castern kann man vorab nicht sagen, wie das zusammengebaute Instrument von der Grundsubstanz her klingt. Ggf. hast Du dann unnötig Geld in nutzlose Teile investiert.
Ich würde mir ein neues oder gebrauchtes Instrument suchen, das bereits ohne Modifikation passt. Daran kann man dann weiterarbeiten.
Danke für deinen Input. Ich denke das Risiko werde ich trotzdem in Kauf nehmen... Hab halt schon nen Body und den Fingern gelüstet es nach basteln und ausprobieren. Vorteil wäre natürlich, dass ich den Hals vorher ausprobieren könnte und man klangliche Profil schon erahnen kann. Wie gesagt - bin ich halt bisher leider noch nicht fündig geworden.
Legst du auf den originalen 7ender Headstock wert?
Nein, nicht zwangsläufig. Hätte nur gerne einen Headstock ohne Finish auf das ich gern mein eigenes Decal aufbringen würde. Hab mir den Hals in deinem Link mal angeschaut. Sieht auf jeden Fall interessant aus - danke dafür! Der Lack vom Headstock müsste aber auf jeden Fall runter - der Body ist nämlich Olympic White. Glaub die Info hatte ich vergessen - sorry.
Ist allerdings noch mit dem Originallack versehen, dieser ist aber sehr dünn und gut aufgetragen.
Herrlich Resonant, du kannst die Töne spüren und er hat ein sehr angenehm schlankes Profil.
Das ist schonmal gut - dann wahrscheinlich eher ein flaches D?
PUs Seymore Duncan Lipsticks (!)
Klingen unglaublich toll und in Verbindung mit guter Potiarbeit ein wirklich vielfältig sehr sehr feiner Stratsound. Twangt, schmatzt, brilliert mit eleganter Durchsetzungskraft und Charakter.
Das hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm! Die Bewertungen lesen sich aber echt super vielversprechend! "Teletwang" aus ner Strat klingt eigentlich schon fast nach genau dem klanglichen Profil, das ich suche :mmmh: Kommt auf jeden Fall auf die Merkliste, danke dir - werde ich mir mal anschauen.
 
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Der Lack vom Headstock müsste aber auf jeden Fall runter
Sollte recht schnell machbar sein.
Glaub mir der Hals ist die 40,- auf jeden Fall Wert.
Ganz vergessen.
Hatte auch mal eine zweite, das gleiche Modell, am Flohmarkt erstanden. Die war etwas schwerer und noch im Original Zustand. (30,-)
Kurze Einstellarbeiten und siehe da, auch dieser Hals war ein Traum. Nahezu identisch mit dem meiner Lipstick Strat. Selbst mit den Original PUs / Parts eine schöne Strat. Seither mein „Geheimtipp“
für klasse Hälse / tolle billig Strats.
Hab sie inzwischen einem befreundeten Musiker als Dauerleihgabe vererbt.

Lass dir allerdings die Maße des Halsfuß mal durchgeben.
Mir ist als sagte mir damals jemand, dieser sei insgesamt minimal schmaler, als der eines übliche Strathalses. Ob das tatsächlich so ist kann ich nicht sagen. Kann auch leider gerade nicht nachmessen da meine aktuell in Wien im Studio ist.

dann wahrscheinlich eher ein flaches D?
Vermutlich ja. Ich bin da gar nicht so firm. Ich fasse an, spiele, dann passts oder passts nicht.
aus ner Strat klingt eigentlich schon fast nach genau dem klanglichen Profil, das ich suche :mmmh:
Dachte ich bei deiner Beschreibung auch. Deswegen kann ich darauf dir diese „ spezielle“ Kombi zu empfehlen.
 
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Ich denke auf den Hals kommt es besonders an. Hier würde ich nicht sparen. Ich würde keinen Hals wählen, den man zur Trussrod Einstellung abschrauben muss.
 
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Lass dir allerdings die Maße des Halsfuß mal durchgeben.
Mir ist als sagte mir damals jemand, dieser sei insgesamt minimal schmaler, als der eines übliche Strathalses.
Ja, okay. Zusätzlich ist die Frage halt gerade bei gebrauchten Hälsen immer noch, wie die Bünde beinander sind, funktioniert das TrussRod, usw. Klar sind 40€ da kein großes Risiko.

Kann man den Gewindekopf des Truss denn einfach entfernen? Ansonsten wäre das fürs entfernen vom Lack ein schwieriges Hindernis. Nachdem die Rückseite von dem Hals außerdem auch lackiert ist, weiß ich nicht, ob mir das nicht vielleicht sogar ein bisschen zu viel Aufwand wäre den Hals dann in den gewünschten Zustand zu versetzen - zumindest im Vergleich dazu direkt einen neuen Hals ohne Finish zu kaufen.
Selbst mit den Original PUs / Parts eine schöne Strat. Seither mein „Geheimtipp“
für klasse Hälse / tolle billig Strats.
Ich hoffe du meinst „günstig“ 😜
Ich denke auf den Hals kommt es besonders an. Hier würde ich nicht sparen. Ich würde keinen Hals wählen, den man zur Trussrod Einstellung abschrauben muss.
Also in meiner Kalkulation hatte ich vorher aus dem Budget vorher zwischen 4-500€ für den Hals ohne Mechaniken, Sattel und Finish eingeplant.

Der Body hat zwischen der Fräsung des Neck-PU und der Halstasche theoretisch schon nen Kanal. Wenn man dann nen Hals mit 21 Bünden und ein Pickguard mit Zugang wählt, sollte das doch keinen Unterschied machen wo der Gewindekopf sitzt, oder?
 
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Am wichtigsten ist mir wohl ein bisschen Input bei der Wahl des richtigen Halses zu bekommen. Ich habe keine Ahnung, welches Profil für mich wohl am ehesten in Frage kommen würde und leider kann man Hälse ja auch nicht einfach mal im nächsten Musikladen um die Ecke ausprobieren. Darüber hinaus fehlen mir komplett mögliche Anlaufstellen, wo man qualitativ hochwertige Hälse innerhalb von Europa herbekommt. Klar, Warmoth wird immer wieder genannt, bringt aber einige Implikationen mit sich: Hoher Versandkosten, Zoll, usw… Für ein paar Anlaufstellen und Infos wäre ich sehr dankbar… Prinzipiell hab ich auch kein Problem damit das Finish des Halses vollständig selbst zu machen. Mir ist nur wichtig, dass die Bundierung sauber gemacht wurde und das Holz passt.
Du siehst ja bei Warmoth schon, was es alles an Auswahlmöglichkeiten gibt. Zum einen muss das Teil zum Korpus passen. 3, 4 oder keine Schrauben und selbst machen. 21, 22 oder 24 Bünde und wo liegt dann der Hals Pickup und passt das Schlagbrett. Format der Halstasche (Strat vs. Tele) und so weiter. Alle Geometrien kenne ich nicht, aber es hat halt Auswirkungen.

Zum Spielgefühl: Das halte ich für mit das wichtigste und da ich selbst mal einen Ersatzhals gesucht habe, ist das nicht ganz einfach. Wenn Dir die Standard C-Profile von Squiers und Fender Player passen, ist die Auswahl groß und da kann man dann drauf hoffen, dass man was ähnliches findet. Wenn Dir eher dickere oder dünnere Hälse gefallen, wird es schwieriger und uneinheitlich in den Beschreibungen. Welcher die gefällt, kannst Du aber wirklich gut im Laden testen. Squiers haben ein ähnliches Profil, mit Unterschieden ob nun noch ein Griffbrett draufklebt oder nicht. Aktuelle Players und Professionals von Fender haben unterschiedliche Profile, die Professionals haben ein Deep-C Profil. Aber auch hier: Wenn Du was spezielles willst und nach den Beschreibungen gehst wird es ganz schnell undurchschaubar und uneinheitlich und einfach nur ein Buchstaben-Profil (C, D, V) reicht oft gar nicht aus um zu wissen, was man da bekäme. Wenn es Maßzahlen zur Dicke und Breite gibt, wird es wenigstens vergleichbar. Da finde ich die Angaben und Auswahl bei Warmoth schon ganz praktisch.

Bei EK gibts gerade nen Hals für 40,- ->
Gerade bei #eBayKleinanzeigen gefunden. Wie findest du das?
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Auf den Fotos sieht man halt, dass die Bünde schon ziemlich abgespielt sind.
 
Tomcat
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+1 für den Warmoth-Hals.

Wenn dein Budget 1400 EUR ist, und der Body schon vorhanden, dann lieber etwas mehr in den Hals investieren und den genau nach deinen Vorstellungen bestellen. Für Tremolo, Pickups, Elektrik und Mechaniken sollte das Budget dann immer noch ausreichen. Und da hättest du später immer noch die Möglichkeit auf ein Upgrade. Wenn der Hals krumm und schief ist (ich übertreibe) nützt es dir am Ende auch nichts, das Budget für High-End Hardware und Pickups rauszuhauen.

Die Teile meiner Warmoth Hybrid Strat haben damals (2017) in Summe 1460 EUR gekostet - inkl. Zoll und Versand für den Warmoth Body und Hals.
 
thorwin
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Ich würd auch den Warmoth-Hals nehmen. Ich hab 2 hier und würde beim nächsten Projekt wieder dort bestellen. Brauchst halt Zeit, aber die Qualität ist absolut top. Sommerurlaub 2022 könnte dann allerdings knapp werden zeitlich...
 
Salty
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Auf den Fotos sieht man halt, dass die Bünde schon ziemlich abgespielt sind.
Ich würde den, aufgrund meiner persönlichen positiven Erfahrung, dennoch nehmen. 40,- VHB plus Neubundierung sind mir die Dinger Wert.
Evtl. reicht auch abrichten
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ist übrigens nicht meine Anzeige :)

Warmoth ist natürlich auch cool
 
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fmueller1992
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Zum einen muss das Teil zum Korpus passen. 3, 4 oder keine Schrauben und selbst machen. 21, 22 oder 24 Bünde und wo liegt dann der Hals Pickup und passt das Schlagbrett. Format der Halstasche (Strat vs. Tele) und so weiter. Alle Geometrien kenne ich nicht, aber es hat halt Auswirkungen.
Also der Korpus selber sollte von den Maßen her ein Standard 60's F-Strat-Body sein. Die Halstasche selber ist nix außergewöhnliches - 56/76/16mm mit 8mm zur Halspickup-Fräsung. Da sollte jeder Hals eigentlich passen, der auch in ne Fender Stratocaster passt. Die Löcher im Hals würde ich tatsächlich selber bohren - eine dafür benötigte Standbohrmaschine mit Spannvorrichtung ist vorhanden.

Nachdem ich jetzt von eigentlich allen Seiten bisher Warmoth gehört hab, schau ich mir das mal an und würde mich mal durch den Konfigurator klicken. Den Freitag nutze ich dann vielleicht mal um im örtlichen Gitarrenladen ein paar Strats in die Hand zu nehmen. Die Mitarbeiter dort sind eigentlich immer sehr nett - vielleicht lassen sie mich ja sogar Maß nehmen :patpat:

Sommerurlaub 2022 könnte dann allerdings knapp werden zeitlich...

Das wäre halt so der einzige Wermutstropfen an der Sache. Wie lange sind denn normalerweise die Lieferzeiten bei Custom-Necks bei Warmoth so? Und habt ihr Erfahrung, was da Zoll (neben MwSt.) und Versand noch auf mich zukommen würde?

Als mögliche Alternative hatte ich mir auch noch überlegt im Zweifelsfall einfach nen unbehandelten Stock-Hals bei Rockinger zu bestellen, damit ich zumindest schonmal anfangen kann die Elektrik und Hardware am Korpus anzubringen. Dafür müsste ich mich halt vorab schonmal auf eine Sattelbreite festlegen. Parallel könnte ich dann nen Custom-Hals bestellen und im Nachgang den Rockinger-Hals für meine alte Harley-Benton recyclen. Dann taugt die fürs Büro oder die Werkstatt auch noch ein paar Jahre :gruebel:

Als europäische Alternative zu Warmoth hatte ich noch GuitarBuild aus Großbritannien gefunden... Denke die dürften für Custom-Hälse vermutlich ähnliche Lieferzeiten haben und Zoll wird da mittlerweile ja auch fällig. Hat jemand schonmal Erfahrungen mit denen gemacht? Alles in allem würde ich aber vermutlich trotzdem eher zu Warmoth tendieren.

Stainless-Steel Bünde würden sich dann auch direkt anbieten, oder? Neusilber-Nickel spielt sich bestimmt genau so schnell runter, wie die Bünde auf meiner HB...
 
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Stainless-Steel Bünde würden sich dann auch direkt anbieten, oder? Neusilber-Nickel spielt sich bestimmt genau so schnell runter, wie die Bünde auf meiner HB...

Das ist Quatsch.

Ich selbst habe in etwa 45 Jahren noch keine Bünde wirklich runtergespielt und da waren nie Edelstahlbünde dabei, denn die gab es einfach nicht.

MIttlerweile habe ich auch Edelstahlbunddraht verarbeitet. Meine Langzeiterfahrung könnt Ihr dann ja in weiteren fünfzig Jahren hier nachlesen wenn ich selbst hundertzehn bin.

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Ich selbst habe in etwa 45 Jahren noch keine Bünde wirklich runtergespielt und da waren nie Edelstahlbünde dabei, denn die gab es einfach nicht.
Gut zu hören. Also würdest du sagen das Bundmaterial spielt zumindest was die Haltbarkeit anbelangt keine Rolle? Dann mach ich mir deswegen erstmal nicht so nen Kopf.
 
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Ja, kann man ruhig so interpretieren.

Bunddraht, sofern es sich um Markenware handelt ist sehr haltbar, auch wenn es sich um klassischen nickellegierten Draht handelt.

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Also der Korpus selber sollte von den Maßen her ein Standard 60's F-Strat-Body sein. Die Halstasche selber ist nix außergewöhnliches - 56/76/16mm mit 8mm zur Halspickup-Fräsung. Da sollte jeder Hals eigentlich passen, der auch in ne Fender Stratocaster passt. Die Löcher im Hals würde ich tatsächlich selber bohren - eine dafür benötigte Standbohrmaschine mit Spannvorrichtung ist vorhanden.

Nachdem ich jetzt von eigentlich allen Seiten bisher Warmoth gehört hab, schau ich mir das mal an und würde mich mal durch den Konfigurator klicken. Den Freitag nutze ich dann vielleicht mal um im örtlichen Gitarrenladen ein paar Strats in die Hand zu nehmen. Die Mitarbeiter dort sind eigentlich immer sehr nett - vielleicht lassen sie mich ja sogar Maß nehmen :patpat:
Ich hatte den Wunsch, einen relativ dicken Hals für eine Stratocaster zu finden. Fender bietet die selber an und in einem Laden (Beyers Music in Bochum) hängen auch welche. Die sind aber auch relativ teuer und das war es mir dann (so wie bei Warmoth) noch :) nicht wert.
 
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Bunddraht, sofern es sich um Markenware handelt ist sehr haltbar, auch wenn es sich um klassischen nickellegierten Draht handelt.
Ja, das stimmt. Trotzdem kommt es sehr darauf an, wie stark der Griff des Gitarristen ist und ob er viele Basisakkorde in der ersten Lage spielt.
Bei starkem Griff und vielen Basisakkorden werden die ersten 4-5 Bünde auch bei guter Qualität nach ein paar Jahren intensiven Spielens deutliche Kerben bekommen haben!
Ich spreche da aus Erfahrung, denn bei mir und meinen Gitarren ist das so. Nach einigen Jahren muss ich die Bünde abrichten und bei meiner Lowden und bei meiner "Nr.2" habe ich auch schon die Bünde getauscht.
 
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Ich denke auch, dass der Verschleiß der Bünde in hohem Maße vom Spieler abhängt.
V.a Bending in immer der gleichen Lage kann die Sache sehr beschleunigen.
 
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Und habt ihr Erfahrung, was da Zoll (neben MwSt.) und Versand noch auf mich zukommen würde?
Neben Versand und Einfuhrumsatzsteuer (aka MwSt.) kommen da iirc noch 2,7% Zoll obendrauf. Ich meine, der Zoll wird auf den Gesamtpreis (also incl. Einfuhr-Umsatzsteuer und Versand) gezahlt. So war's zumindest 2020 bei meinem letzten Import.
 

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