Pfeifen und Piepen im Proberaum, was dagegen tun???

von malte_spalte, 23.01.07.

  1. malte_spalte

    malte_spalte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #1
    Mohoin,
    diese Problem werden evtl. mehrere haben und zwar das gerade bei mehreren Gesängen in einem kleineren Proberaum und etwas größerer PA-Anlage ständig diese
    nervigen Rückkopplungen auftreten, nur was dagegen tun???

    Hab in einem anderen Beitrag gelesen, dass es schon nich so toll is einen Kompressor zu benutzen, den hab ich natürlich drin, auch noch auf allen 4 Mikrofonen.

    Hab mal bei Thomann vorbeigeschaut und das hier gefunden:
    https://www.thomann.de/de/behringer_dsp110_shark.htm

    Weiss auch nich genau, lohnt sich das anzuschaffen und die Rückkopplung is weg oder krieg ich das sogar hiermit weg, steht zumindest drin:
    https://www.thomann.de/de/behringer_fbq3102_ultragraph_pro.htm

    Cheers Malte
     
  2. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.07   #2
    Es gibt mehrere Wege Rückkopplungen zu vermeiden, also die Ursachenbekämpfung erstmal:


    1. Lautsprecher gut ausrichten (möglichst wenig Reflexionen - Mikrofonhinterseite zum Lautsprecher richten)
    2. Den Probenraum etwas dämmen (Anfangs ganz leicht mit ein paar Decken möglich - hilft aber nicht viel)
    3. Richtige Position vom Mikrofon
    4. Tu vll den Kompressor raus wenn du ihn nicht UMBEDINGT brauchst.
    5. Versuchen den Lärmpegel so leise wie möglich zu halten
    6. Eventuell überlegen ob In Ear Monitoring angeschafft werden sollte.


    Nun zu deinen Vorschlägen:
    Der Feedback Unterdrücker funktioniert (immer - egal welcher) nur bedingt.

    Eine gute Idee ist der EQ! Sehr praktisch am fbq System von Behringer finde ich, dass die einzelnen Frequenzen mit ihrer Intensität durch leuchten der LEDs dargestellt werden.
    Wenn mans richtig bedient hilft das Teil (auch wenns von Behringer ist) wirklich!!!

    Probiers vll erst einmal aus bevor du es kaufst. Und bekämpfe erst die Ursachen.
     
  3. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.01.07   #3
    Schalte definitiv den Kompressor aus, den braucht ihr im Proberaum einfach nicht.
     
  4. malte_spalte

    malte_spalte Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.07   #4
    Alles klar, ich werds heute mal gleich ausprobieren!
    Danke shonma für die Tipps!!!

    Cheers Malte
     
  5. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.02.07   #5
    Und, hat's geklappt? Seid Ihr das Feedback los? Man kann Kompressoren übrigens auch so einstellen, dass sie kein Feedback erzeugen - einfach den Gain auf 0 dB lassen. Oder halt so niedrig lassen, dass es eben nicht pfeift.

    Die Tipps von Ulze würde ich nicht nur GENAU SO unterschreiben, ich habe einen kleinen Workshop geschrieben, der in genau die gleiche Kerbe schlägt. Nur geringfügig ausführlicher als bei Ulze ... Guckst Du hier: Mix4Munich - Home -> Portal -> Proberaumaufstellung. Und dann geistert hier im Forum (irgendwo im Bereich "Workshop") eine gute Skizze herum, wie man sich postieren kann.

    Viele Grüße
    Jo
     
  6. ulze

    ulze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.07   #6
    Ja ich hatte leider nicht die Zeit es mit allen Kleinigkeiten zu beschreiben. Jedoch hab ich die (meiner Meinung nach) grundlegensten Ursachen aufgelistet.

    Ich mach mal einen direkten Link zu deinem Teil:
    Mix4Munich - Proberaumaufstellung
    Markus
     
  7. Finchen-86

    Finchen-86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #7
    Hi zusammen,

    das hier zulesene ist von einer kleinen Sängerin die Null-Ahnung von Technik hat (das lasse ich die Jungs machen)

    Ich schnappe ab und zu mal einen Fachbegriff auf und kann damit wenig anfangen!

    Also: Rückkopplungen! Ja, mein großen Problem...

    Habe ein Shure 86 Mokrofon (weiß nicht an das wichtig ist zu wissen)

    Unsere Boxen sind richtig ausgerichtet und mein Mirko steht (so wie es sein muss) mit der Hinterseite zur PA. Schön und gut...sobald ich bisschen rumfuchtel piept und fiept es! Super ich muss mich ja irgendwei bewegen...die Jungs haben an den vilen Knöpfen schon alles gemacht, was möglich ist!

    Der letzte Stand ist: "Singfrau, kauf dir einen Limiter"

    Aja! Könnt ihr mir vielleicht helfen? Was ist das, wie sieht das aus, was macht das? Brignt das was? Wo kommt so ein Ding hin (wo schraub ich das dran)

    Das alles klingt wahrscheinlich sehr unqualifiziert für ne Sängerin....ich gebs ja zu...aber Technik ist nicht mein Ding!

    Wäre schön, wenn sich jemand angesprochen fühlt und mir helfen könnte!
     
  8. tonfreak

    tonfreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #8
    Ein Limiter oder Begrenzer ist ein Effektgerät, das den Ausgangspegel auf einen bestimmten Wert herunterregelt. Limiter haben meistens das 19" Format, sodass man sie in Racks verbauen kann.

    MfG

    Tonfreak
     
  9. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 25.02.07   #9
    Ist wichtig.
    Lass mich raten,es hallt sehr in eurem Proberaum.
    Ihr habt keinerlei Massnahmen ergriffen zur akustischen Dämpfung im Proberaum.
    So Massnahmen wie dicke Teppiche an den Wänden und auf dem Boden und an der Decke.
    Schwachsinn

    Stell dich mal so weit als möglich gegenüber euren Boxen von der Gesangsanlage.
    D.h die Boxen zeigen auf dich.
    Die Wand hinter Dir sollte mit schweren Stoffen(Bühnenmolton gerafft/schwere Teppiche) oder ähnlichen Sachen ausgekleidet sein um Reflexionen der Wand hinter Dir in s Mikro zu vermeiden.
     
  10. FranceArno

    FranceArno Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 25.02.07   #10
    Hallo, Finchen86,

    Tonfreak hat es ja schon erklärt, was ein Limiter macht. Das bedeutet also für Dich und Deine Jungs, dass es bei Einsatz eines Limiters weiterhin in gleichem Maße zu Rückkopplungen kommen wird. Das tolle ist dann aber, dass Du einstellen kannst, wie laut die Rückkopplungen werden dürfen:rolleyes:

    Mal im Ernst: Ein Limiter wird Dich nicht weiterbringen.

    Du hast ein sehr gutes Mikrofon (auch wenn ich eigentlich kein großer Shure-Freund bin). Wir wissen jetzt nicht, woraus Eure Gesangsanlage besteht, daher kann ich jetzt auch nur mutmaßen. Wenn Ihr nicht abartig laut spielt und Ihr keine abartig schlechte Anlage habt, dann sollte man damit einen rückkopplungsfreien Probebetrieb hinbekommen.
    Schmeiss Deinen Kollegen doch mal "etwas weniger Gain am Mikrokanal" entgegen - wenn das noch nicht helfen sollte und tatsächlich alles Machbare aus der Klangregelung harausgeholt wurde (was bei dem Kommentar "Kauf Dir einen Liniter" zu bezweifeln ist), dann könnte ein Equalizer helfen. Hier gibt es eine Auswahl an Geräten, die in den verschiedensten Preisklassen liegen. Vielleicht solltest Du uns vorher verraten, was Ihr an Technik bereits stehen habt.
     
  11. Finchen-86

    Finchen-86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #11
    Also ich versucht mal zu erklären, wie das bei uns aussieht!

    ÜBERALL hängen Teppiche bis auf die Decke, die ist ohne Teppich und ist relativ tief. Also ich kann mit meinen 1,75 an die Decke greifen! Der Boden hat auch Teppichbelag.

    Ich stehe in der Mitte des Ganzen!

    Also: (von vorne nach hinten)

    Links und Rechts die PA-Boxen (auf uns gerichtet), in der Mitte das Ding mit den vielen Reglern und Knöpfen (Mischpult)

    Danach links und rechts die Gitarrenamps...dort stehen ich und die beiden Gitarristen. Bassist steht hinten links von mir und rechts hinter mir der Bassamp.Hinter mir steht bzw sitzt der Schlagzeuger.

    Ob diese Wegbeschreibung bzw. "Wie sieht es in unserem Proberaum"-Beschreibung gut war, müsst ihr beurteilen!

    Werd sozusagen von allem beschallt...

    Hier mal ein Link, das sind unsere 2 PA-Boxen:

    https://www.thomann.de/de/peavey_pro15_messenger_fullrangesystem.htm

    Hier ein Link zu unserem Mischpult:

    https://www.thomann.de/de/mackie_1604_vlz_pro.htm

    Ich hoffe, ich war euch (und somit im Endeffekt auch mir) behilflich...super, dass ich so schnelle Hilfe von Euch bekomme!

    Danke schonmal dafür!

    Grüße, Finchen-86
     
  12. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 25.02.07   #12
    Womit wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben ist folgende Aufstellung
    Wobei der/die Sängerin natürlich mit dem Rücken zur kurzen Wand steht.
     
  13. maracas

    maracas Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #13
    ulze und mix4munich haben es ja schon auf den Punkt gebracht. Hier nur einige Anmerkungen von mir, da einige andere Beiträge das Thema m.E. zu pauschal abhandeln:

    Ein richtig eingestellter und guter Kompressor bekämpft (unter anderem) eindeutig Feedback-Probleme. Wenn ich einen Kompressor aber nur einfach "dazwischenklemme" und hoffe, dass dieses Teil irgendwas positives macht - zumal wenn man sich nicht ausführlich mit der Materie beschäftigt - dann bewirkt dieses höchstens eine "Verschlimmbesserung"...

    Gerade bei sehr dynamischen Sänger(-innen), bei denen der übliche Dynamikbereich bei ca. 30dB oder noch höher liegt schreit es ja förmlich nach Feedback. Sänger(-innen) wollen ja auch - gegenüber der Band - verstanden und gehört werden, auch bei leisen Gesangspassagen > also was passiert? > der Mixer-Faderkanal wird hochgezogen... dann kommt ´ne laute Passage (+20dB) und das Feedback ist perfekt. Deswegen ist bei mir sowohl im Tonstudio, als auch im Probenraum bzw. Bühne die Benutzung von (richtig justierten) Kompressoren pro Sänger(-in) Pflicht!!

    Dieses hat den angenehmen Effekt, das leise Gesangspassagen relativ laut (d.h. also bis kurz vor die Feedback-Grenze) wiedergegeben werden können, laute Signale aber entsprechend der Ratio aber abgeschwächt werden. Was will man mehr...

    mix4minich hat es ja schon gesagt: den Gain-Regler des Kompressors nicht auf zusätzliche Verstärkung einstellen, sondern nur die Gain-Reduction des Kompressors ausgleichen...

    Als Hauptursache von Feedback habe ich bei Bands meistens Folgendes festgestellt:

    a) Viel zu hoher Gesamtpegel der Band-Instrumente, da hat die Sänger-Zunft wirklich schlechte Karten... Ein gewisser Dynamikabstand sollte doch gewahrt bleiben, will man keinen Klangbrei haben...

    b) schlechte bzw. von der Richtcharakteristik ungeeignete Mikrofone

    c) schlechte Aufstellung

    In Kombination der o.g. Sachverhalte ergibt sich eine 100%-Chance auf "erfolgreiches Feedback", welches einem auch in so manchem Fall das wertvolle Equipment "kaputtschießt".


    Fazit: Häufig tritt in der Praxis also mehr als ein Grund für Feedback auf... Auf jeden Fall habe ich persönlich bei Einsatz von hochwertigem Equipment und Einsatz von Kompressoren noch nie Probleme mit Feedback gehabt - weder im Probenraum, noch auf der Bühne - und dort ist es ja bekanntlich doch etwas lauter...

    Tipp: Lieber ein paar Euro mehr in (relativ) wenige und qualitativ hochwertige PA-Komponenten investieren, als 40HE Billig-Peripherie in den Side-Racks zu haben und sich dauernd ärgern zu müssen. Aber diese Erfahrung müssen wahrscheinlich alle Musiker früher oder später machen... :-)

    Mit kreativen Grüßen und gegen jegliches (Audio-)Feedback der Welt

    maracas
     
  14. Finchen-86

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    Erstellt: 01.03.07   #14
    Hallo zusammen,

    da ich ja diejenige war, welche die Diskussion zum Piepen mal wieder aufgefrischt hat, wollt ich mal danken!

    Allen, die mir hier mit ihrem Fachwissen (so ein bisschen versteh ich jetzt auch) weitergeholfen haben.

    @ Rockopa:

    Danke für den Tipp bezüglich der Aufstellung. Wir haben unseren ganzen Kram rumgerückt und ich hör mich super

    (naja, die Jungs sind ja immer noch der Meinung der Gesang ist zulaut und drehen ihn immer runter...aber da ich jetzt weiß welcher Regler meiner ist, kann ich den heimlich immer mal so nen bisschen höher schieben... ;-))

    (die stimmengewalt ist ja auch bei jedem lied anders) nun gut, genug geredet.

    Es klappt bis jetzt (ok, es war eine Probe) ganz gut, bis auf das unser Bassist sich nicht so gut hört, ganz gut! Dieses Problem regeln wir in der nächsten Probe!

    Danke!
     
  15. Rockopa

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    Erstellt: 02.03.07   #15
    Und der Witz an der ganzen Sache ist auch noch,ausser ein bisschen Mühe hat die Sache nichts gekostet.
     
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