Pick-Up Umbau ESP ltd EC-330 für Les Paul Klang

von Gimmelgrumm, 18.09.18.

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  1. Gimmelgrumm

    Gimmelgrumm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #1
    Hi,
    ich hatte mir vor Jahren mal eine ESP ltd EC-330 gekauft. In der Gitarre sind die ESP ALH-200 Pick-Ups verbaut. Ich spiele nun mit dem Gedanken, die Pick-Ups auszutauschen und einen Les Paul ähnlicheren Klang zu bekommen... (Die ESP ltd Modelle haben da ja schon einige Unterschiede)

    Lohnt sich ein Umbau überhaupt?

    Welche Pick-Ups könnte ich denn da nehmen?

    Hat da vielleicht schon Jemand Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße
     
  2. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #2
    Bei der EC330 handelt es sich doch um eine Schraubhalsvariante, ohne Ahorndecke, oder? Das erzielbare Ergebnis eines Umbaus wird Dir höchstwahrwschenilich nicht gefallen. Es ist natürlich auch die Frage welchen Les Paul Sound du erreichen willst. Den einen LP Sound gibt es nicht.

    Ich würde mir das Geld sparen und eine vernünftige Les Paul/Kopie in einem für dich bezahlbaren Preissegment kaufen.
     
  3. Gimmelgrumm

    Gimmelgrumm Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #3
    Sollte einfach les-paul-ähnlicher werden. Hatte ich mir schon fast gedacht. Wollte meine ESP auch schon verkaufen bzw tauschen.
    Gibsons sind mir dann zu teuer. Also wird's ne Epi oder die Cort, denk ich. Oder ne gebrauchte
     
  4. Alex_§270

    Alex_§270 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #4
    Ich würde behaupten, dass eine Epi dir auch nicht DEN LP-Sound bringt. Gefällt dir deine Gitarre den optisch und der Bespielbarkeit gut? Dann würde ich es einfach mit andere PUs probieren, denn ich nehme mal an du hast aktive EMG (oder billige nachbildungen davon) in der Gitarre und die sind in dem Vorhaben wahrscheinlich das mit dem größten Einfluss. Meine alte Epi habe ich damals mit Seymour Duncans aufgewertet. Übliche häufig angewendete Kombi aus SH-4 und SH2. In deinem Fall vielleicht auch sinnvoller ein SH-1 statt SH2, denn dieser soll angeblich dem Hals PU der ´59er LP nachgebildet sein. Mit etwas Geduld kann man diese gebraucht beide für sehr guten Preis finden und wenn sie nicht passen, relativ einfach wieder weiterverkaufen ohne große Verluste.

    Du könntest damit einen lebhafteren Klang bekommen und ein Stück Richtung LP-Sound gehen, aber erwarte dir nicht all zu große Veränderungen. Den Grundsound einer Gitarre kann man nur schwer verändern und LP-Sound macht eben nur eine LP von Gibson, oder qualitative Kopien davon. Und selbst bei Gibsons LP gibt es nicht den LP Sound da diese sogar innerhalb der selben Produktion unterschieldich klingen können, nicht zu sprechen von verschiedenen Baujahren oder Serien.
     
  5. V Twin

    V Twin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #5
    Genau, sieht aus wie eine Les Paul, ist aber keine

    Da möchte ich vorsichtig wiedersprechen;)

    Ich wollte mal meine alte Cheri Les Paul (mit Ahorndecke und eingeleimtem Hals) mit einem SH4 aufwerten, bin aber mit dem Sound nie warm geworden. Duncans klingen schon anders als z.B. 59Classic oder 59Classic+ Hunbucker von Gibson.
    In meiner Ibanez PS120 (Mahagoni, Ahorndecke, eingeleleimter Hals, aber ganz andere Form) hab ich den originalen Duncan SH5 Custom gegen einen Gibson 59Classic+ ausgetauscht und die kommt jetzt soundmäßig verdammt nah an meine Gibson Les Paul.

    Kurzer Sinn: Sparen und Gibson 59Classic+ kaufen. Selbst wenn der die LTD nicht zur Les Paul macht, wenn die nächste eine Epiphone oder so wird, wird er dir noch gute Dienste leisten.
     
  6. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #6
    Das kommt immer auf den gesuchten Sound an. Eine Tribute+ ist immer noch eine sehr gute Gibson LP Alternative (wenn man LP Standard Sound sucht, nicht Custom) und kostet nicht die Welt.

    [​IMG]
     
  7. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #7
    Die ESP hat auch 'nen dünneren Body als 'ne Paula. Substanz ist nie verkehrt.
    In die klanglichen Regionen einer Gibson Les Paul wirst du mit dem Teil wohl kaum vordringen.
    Günstiges Pickup-Upgrade wären zum Beispiel Tonerider. Denke da an die Rocksong. Auch die AC2 könnten was sein.
     
  8. V Twin

    V Twin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.18   #8
    Meiner Erfahrung nach sollte man an Pickups nicht sparen. Klar, es ist nicht annähernd so sexy in ein Stück Draht zu investieren wie in eine Gitarre mit etwas mehr BlingBling, aber es lohnt sich.

    Wie ich drauf komme? ich hab (oder hatte) Pickups von Epiphone, Cheri, Harley Benton, Agile, GFS (5 Stück) und 2 Duncans die alle in Schubladen liegen oder in Spaß- und Bastelgitarren stecken. (bis auf einen P90 von GFS, der klingt geil).
    Aber zum selber ausprobieren würde ich dir Pickups von Guitar Fetish (GFS) empfehlen. Die musst du zwar in den USA bestellen, aber die sind ganz gut und günstig genug um einfach mal welche auszuprobieren. Zur Not wirst du die zu einem passablen Kurs bei Ebay wieder los, weil viele scheinbar die Bestellung in den USA abschreckt.
     
  9. bagotrix

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    Erstellt: 19.09.18   #9
    Hi,

    der Austausch der PUs wird in Sachen Paula-Sound leider gar nichts bringen. Mal abgesehen davon, dass Du beim Umbau aktiv/passiv auch noch neue Potis brauchst, was das Verhältnis zum Wert der Gitarre endgültig kippen lässt.

    Vor allem ähnelt die Gitarre baulich nur sehr oberflächlich einer Les Paul, eigentlich nur in der Mensur und dem (angegebenen) Material Mahagoni. Auch da gibt es in Asien zahlreiche Sorten, die oft nur wenig mit den Eigenschaften des Holzes gemeinsam hat, das Gibson verwendet. Dünner Body, keine Ahorndecke, geschraubter Hals und der HalsPU sitzt an der falschen Stelle, weil der Hals 24 Bünde hat.

    Selbst wenn man Original-Gibson-Humbucker in so eine Gitarre baut, bringt das oft eher eine Verschlechterung. Die eingebauten aktiven PUs sind ja schon aus gutem Grund fett und laut. Der klassische Les Paul-Sound basiert auf HB mit eher geringer Ausgangsleistung und schlankem Sound, die auf einer Menge Holz sitzen, das den Saiten überhaupt erst die Möglichkeit gibt, nach dem Anschlag ein sehr stabiles Schwingungsmuster zu entwickeln. Deshalb haben auch praktisch alle "Sport-Gitarren" mit leichten Bodies und dünnen Hälsen (wie zB die Ibanez RG) ausgangsstarke, fett klingende PUs eingebaut. Setzt man Vintage-PUs in eine solche Gitarre, klingt es meist eher dünn und plärrig. Das ist jetzt auch gar nicht abfällig gemeint, diese Gitarren haben natürlich ihre Berechtigung und können auf ihrem Gebiet toll klingen, aber eben nicht wie eine Les Paul.

    Die Epiphone Tribute ist auch mMn eine gute Möglichkeit, in den Bereich klassischer LP-Sounds zu kommen. Da passt das Spielgefühl, die Holzbasis ist ordentlich und die ab Werk eingebauten Original-Gibson-PUs können darin gut arbeiten. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt.

    Was mich immer wieder begeistert, sind die PRS SE-Modelle. Fast immer top verarbeitet und schon ab Werk super eingestellt, sehr gute Bundierung und PUs, die keineswegs gleich nach Austausch rufen und in allen Gain-Bereichen gut klingen, auch Clean und Crunch. Man sollte ja nach Möglichkeit immer anspielen und die einzelne rausfinden, die einen besonders anspricht, aber richtige Ausreißer nach unten habe ich da noch keine gefunden. Gerade die Modelle mit fester Brücke haben meist eine sehr stabile Schwingungsentfaltung, was mMn immer noch das wichtigste ist, um unter dem Strich einen guten LP-Sound zu bekommen. Die SE245 wäre für mich in ihrer Preisklasse die Les Paul-Alternative Nummer 1.

    Soll es noch ein ganzes Stück günstiger werden, wären noch die Harley Benton-Modelle von Thomann zu erwähnen. Ich finde, die haben wirklich große Fortschritte gemacht. Unter 300 Euro kann man keine Wunder erwarten, in der Preisklasse kann die Qualitätskontrolle halt nicht so rigiros sein. Die meisten, die ich in der Hand hatte, haben mich aber eher positiv überrascht. Auf jeden Fall schon viel näher dran am Ziel als Deine LTD:

    [​IMG]

    Gruß, bagotrix
     
  10. Jacky Thrilla

    Jacky Thrilla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.18   #10
    Moin,

    also ich hab schon ein paar Klampfen umgebaut:
    - 2003/4er PRS SE (Korea PickUps --> Seymour Duncan AlNiCo Pro II Set)
    - MIJ Strat (90er Japan PickUps --> Fender Custom 69s Set)
    - 2006er Gibson R7 (USA Burstbucker --> USA Classic 57s)

    Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich diese Umbauten klanglich für mich gelohnt haben.

    Ein Klassiker bei den LTD LPs wären die altbekannten Kombis von Seymour Duncan:
    SH1/SH4 oder
    SH59/SH-JB

    Da ich sie selber verbaut habe:
    APH-2S

    Weil ich sie generell mag:
    Gibson Classic 57s

    Ich hatte mal ne LTD EC-1000 mit dieser Kombi von Werk aus, mit der ich soundmäßig sehr zufrieden war.
    Hier das LH Modell, bitte nicht irritieren lassen, bei LH Gitarren werden die PUs auch andersherum montiert :ugly:*:


    Alle drei Gitarren besitze ich noch, nicht zuletzt weil sich durch den Umbau der Ton am Amp in meinen Ohren deutlich (!) verbessert hat.

    Ansonsten klanglich wird sich sicherlich was tun, aber der Klang einer Les Paul (Original) entsteht nicht durch die verbauten PickUps, da muss man das Gesamtpaket betrachten. Letztendlich musst Du entscheiden, ob es sich für Dich lohnt, neue PickUps in Deine Klampfe einzubauen. @bagotrix hat schon auch recht mit dem was er schreibt, allerdings muss ich in einem widersprechen: Gute Pickups in Kombination mit einer qualitativ guten Elektrik (Potis) haben bei mir stets zu einer klanglichen Verbesserung geführt. Vielleicht hatte ich aber auch nur Glück, wer weiß!

    VG
    JT

    (* Bin mal gespannt, wer auf diesen Witz einsteigt!)
     
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