[Pickup] Pickup Special - Wolfetone Pickups - Boutique Made in USA

  • Ersteller Armin H.
  • Erstellt am
So,
weil ich es Armin versprochen und ausserdem Langeweile im Hotel habe, gibt es mal ein kleines Update zu meinen Legends (natürlich vom freundlichen Herrn A. aus B. :D)
Am Samstag kam das Wolfpäckchen pünktlich zu meiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub an. Nachdem ich erstmal Koffer auspacken und weitere, eigentlich überflüssige Dinge erledigen musste, um mir die Gunst der holden Weiblichkeit nicht zu verspielen ging es, nach gefühlten 17 Stunden, an den Einbau der "Legendären" in meine R8.
Dabei habe ich festgestellt, dass mein Lötkolben mit 20 Watt zu wenig Leistung hat, um das Originale Gibson-Lötzinn (ich glaub das war in den 50ern auch ein anderes) auch nur oberflächlich anzuschmelzen. Nützt ja nichts, also wurden die Kabel der Burstbucker kurzerhand gekappt. Das sieht jetzt zwar aus wie Kraut und Rüben im E-Fach, aber egal, es geht um den Klang!
Nach dieser, länger als erwartet dauernden, Einbauaktion waren nur noch ca. 15 Minuten zum Testen übrig bevor wir zum Jahreswechsel feiern gehen mussten.
Erstes Resümee: Das nervige klingeln auf den hohen Saiten ist verschwunden insgesamt erscheint das Klangspektrum wesentlich ausgeglichener!
Leider bin ich seit Neujahr ziemlich verschnupft und kann nicht vernünftig hören, so dass mit gemütlichem Testen erstmal Essig war. Jetzt bleibt mir nur noch das Warten auf das Wochenende damit ich endlich in Ruhe probieren kann.
Meine Eindrücke werde ich dann natürlich hier noch genauer darlegen.

Gruss,
Flo
 
So,
weil ich es Armin versprochen und ausserdem Langeweile im Hotel habe, gibt es mal ein kleines Update zu meinen Legends (natürlich vom freundlichen Herrn A. aus B. :D)
Am Samstag kam das Wolfpäckchen pünktlich zu meiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub an. Nachdem ich erstmal Koffer auspacken und weitere, eigentlich überflüssige Dinge erledigen musste, um mir die Gunst der holden Weiblichkeit nicht zu verspielen ging es, nach gefühlten 17 Stunden, an den Einbau der "Legendären" in meine R8.
Dabei habe ich festgestellt, dass mein Lötkolben mit 20 Watt zu wenig Leistung hat, um das Originale Gibson-Lötzinn (ich glaub das war in den 50ern auch ein anderes) auch nur oberflächlich anzuschmelzen. Nützt ja nichts, also wurden die Kabel der Burstbucker kurzerhand gekappt. Das sieht jetzt zwar aus wie Kraut und Rüben im E-Fach, aber egal, es geht um den Klang!
Nach dieser, länger als erwartet dauernden, Einbauaktion waren nur noch ca. 15 Minuten zum Testen übrig bevor wir zum Jahreswechsel feiern gehen mussten.
Erstes Resümee: Das nervige klingeln auf den hohen Saiten ist verschwunden insgesamt erscheint das Klangspektrum wesentlich ausgeglichener!
Leider bin ich seit Neujahr ziemlich verschnupft und kann nicht vernünftig hören, so dass mit gemütlichem Testen erstmal Essig war. Jetzt bleibt mir nur noch das Warten auf das Wochenende damit ich endlich in Ruhe probieren kann.
Meine Eindrücke werde ich dann natürlich hier noch genauer darlegen.

Gruss,
Flo

Hallo Flo, zuerst einmal ein Gutes Neues und dass Du bald diesen lässtigen Schnupfen loswirst, damit du dein Werk vollenden kannst. Zumindest wissen jetzt schon einmal, dass die Legends nicht nervig klingeln in den hohen Saiten. Ich denke Du wolltest uns damit sagen, nicht so wie die Gibson Burstbucker 1 und 2. Allerdings wirst Du mit der Aussage, dass sich ein Chaos im E-fach nicht auf den Klang auswirken würde, hier viele Andersgläubige finden. Ich und sicher auch einige andere freuen uns schon auf die Fortsetzung und Dein Fazit, gerne auch mit einem hübchen Bild der schicken R8. :)


PS.: Einige wenige Sets Wölfe gibt es noch. Bei Interesse einfach eine kurze PN an mich.
 
Hier mal ein schoenes Beispiel, das zeigt, dass die Marshallheads durchaus nicht nur braten koennen ... schoen gespielt in einer geilen Gitarre!

 
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Endlich konnte ich ausgiebig testen!
Zuerst noch ein kleiner Nachtrag zu meinem vorangegangenen Geschreibsel:
Das Chaos im E-Fach ist jetzt nicht soo dramatisch, da im Endeffekt nur zwei je ca. 1cm Stückchen von der Metallgeflechtummantelung der originalen PU-Kabel auf den Potis draufpeppen. Dieser Umstand wird aber noch behoben. Die optische Unordnung kommt eher davon, dass ich die Kabel der Legends nicht gekürzt habe.

Nun zum interessanten Teil, den Wölfen :great:
Wie Armin schon richtig geschrieben hat, waren in meiner Les Paul 1958 V.O.S. Re-Issue ein Burstbucker 1 am Hals und ein Burstbucker 2 am Steg verbaut. Grundsätzlich gefiel mir meine Gitarre ohne Änderungen schon extrem gut, aber es gab da immer dieses bereits oben beschriebene "Klingeln" auf den höheren Saiten, was in Zusammenarbeit mit meinem recht höhenreichen Nighttrain schon nerven konnte. Die Höhen am Amp rausdrehen hat nicht wirklich gut geklappt, da auch die Hochmitten beschnitten werden und somit auch starken Einfluss auf die Zerrcharakteristik haben. Mit dem Tonepoti habe ich natürlich auch gespielt, aber da wurde der Klang dann schnell muffig. Nachdem ich durch Armins hervorragendes Review auf die Wolfetone PUs gekommen bin und mich auch anderweitig informiert habe, dachte ich mir, ich gebe Legends mal eine Chance.
Ich bin echt überrascht, wie die den Klang meiner Paula aufwerten:
1. Das Klangbild ist irgendwie homogener, sprich keine Überbetonung der drei hohen Saiten. Jetzt weiß ich auch, was glockige Höhen sind. Die Höhen sind ungemindert da, aber längst nicht so dominant und plärrig, wie ich es gewohnt war.
2. Ich habe das Gefühl, dass in den Tiefmitten eine Schippe mehr draufgelegt und dadurch so ein "growl" dem Ton hinzugefügt wurde, klasse!
3. Die Reaktion auf das Tonepoti hat sich auch sehr zum positiven verändert. Der aktive Regelbereich hat sich nach meinem Gefühl verbreitert, so dass man bessere Kontrolle über den Zerrbereich hat. Ich habe das Gain am Nighttrain ein gutes Stück hochgefahren und nutze das Poti jetzt viel mehr.
4. Einen ähnlichen Effekt habe ich beim Tonepoti bemerkt. Ich kann es endlich bestimmungsgemäß nutzen :)
5. Der grundsätzliche Charakter des Instrumentes wird weiter hervorgehoben. Das Holzige, was ich an meiner Paula so schätze wird noch präsenter. Es mag Einbildung sein, aber ich glaube, daß sie auch sustainreicher geworden ist.
6. Die Legends reagieren sehr viel dynamischer auf die Spielweise, als ich es von den Burstbuckern gewohnt bin. Also auch hierüber kann man toll auf den Zerrgrad einwirken.

Fazit:
Die legendären Wölfe haben sich bei mir defintiv gelohnt :great:
Die R8 klingt irgendwie lebendiger und facettenreicher. Die Paula singt wie nie zuvor und ich bin glücklich. Ich hätte so einen Unterschied nicht erwartet. Wer auf der Suche nach einem Klangveredeler erster Güte ist, hat hier beste Karten.
Hier nochmal einen Dank an Armin zum Einen für das tolle Review und zum Anderen für den tollen Support beim Kauf!

P.S.: Fotos muss ich nachreichen, sorry!
 
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Hallo Plojan, danke für deinen ausführlichen Bericht, es freut mich, dass Dir die Legends so gut gefallen. Ich habe mich nun doch dafür entschieden die Paula zu behalten, aber ich möchte mir von Frank Deimel, Gitarrenbauer aus Berlin, gerne eine Stratocster aus Mahagoni mit einem Hals aus Wenge bauen lassen. Er hat eine ähnliche Stratocaster, eigentlich optisch mehr eine Jazzmaster, für den Gitarristen von Sonic Youth gebaut. Dafür habe ich mir extra ein Set Dr. Vintage aufgehoben. Nun müssen allerdings noch einige andere Gitarren von mir gehen, Klasse statt Masse. Letztes Jahr waren es noch mehr als zwanzig Gitarren, die sich nun auf einen gesunden Stamm von 5 bis 6 gesund geschrumpft haben. Âllerdings stehen bei Dir, wie Du richtig erkannt hast, noch ein paar schöne Fotos aus. Warte nicht zu lange, das gerät schnell in Vergessenheit. :)
 
Moin Leute,

es hat zwar etwas länger gedauert aber hier sind die Fotos von meiner R8 mit den Legends:
IMG_0478.jpgIMG_0482.jpg
Hätte ich besseres Licht und eine bessere Kamera, wären die Fotos auch standesgemäß. Glaubt mir bitte, in echt sieht sie viel besser aus:D
@Armin: Ich hab mir gerade mal das Sonic Youth Modell auf der Seite vom Frank angeschaut: die hat ja richtig was:great:
+1 für die Entscheidung eine Paula zu behalten! Sowas braucht man immer im Haus;)
Achja, herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Amp! Dann hast du ja deinen Puristen-Traum gefunden!
Gruß,
Flo
 
Die matt Covers sehen ja richtig lecker aus, ich glaube die hat Wolfe von illegalen Mexikanern mit der Hand schleifen lassen. Tolle Paula, ach wär´ich nur ein ..., aber ich habe es wirklich versucht. Jetzt bekam ich ein Angebot, dass ich beim besten Willen nicht abschlagen konnte. Ein Gibson Fan ohne Gibson. Ich denke, ich versuche es mal mit einer Explorer. ;) Ich habe mir trotzdem 2 Sets aufgehoben, Marshalls und Dr. Vintage. Freut mich, dass sie Dir gefallen.

LG, Armin :great:
 
Hi,

ich frag mal ganz blöde in die Runde.

Meine ESP Eclipse spiele ich jetzt seit 2007, und ich bin auch zufrieden mit ihr. Es stört mich rein gar nichts, auch nicht am Sound. Verbaut sind ein Seymour Duncan SH1 am Neck, und ein SH4 am Steg. Trotzdem stelle ich mir aber die Frage, ob ein PU Tausch den Sound noch verbessern würde. Ich hab da ehrlich gesagt etwas Muffensausen.

Allerdings steh ich halt auf Experimente. Kennt denn jemand die SH1 SH4 Kombi, und kann in irgendeiner Form beurteilen in welche Richtung welcher Wolftone im Vergleich dazu tendiert? Also wird ein Legend sehr viel bissiger, dreckiger klingen, oder sogar ähnlich? Oder würden die Marshalls eher in diese Richtung tendieren? Meine SDs klingen weder bissig/giftig, noch in irgendeiner Form plärrig. Sagen wir mal so: ich mag deren Leadsounds, recht warm und cremig. Einzig bei viel Gain fangen sie etwas an zu muffen, und die Nebengeräusche nehmen ordentlich zu.

Ich steh ja z.B. total auf den Freischladersound, ich weiß, dazu gehört 'ne dickere Paula, ein ordentlicher Amp, und vor allem die beiden Hände vom Henrik (die Linke würde mir schon reichen), aber dieser warme Ton am Neck ist schlicht umwerfend. Ich weiß das ich den mit keinem Equipment auf diesem Planeten ertönen lassen könnte. Aber wenn mir jemand sagt, mit den Seymour Duncans kriegste das schon mal gar nicht hin, und ein Satz Wolftone *** würde schon eher in diese Richtung gehen, dann wäre ich für so ein Experiment offen.

Aber: ich hab Schiss, dass die Gitte danach sogar schlechter klingen könnte (verzeiht mir meine mangelnde Erfahrung).

Vielleicht sagt ihr aber auch "lass den Quatsch, wenn du mit der Gitte gut zufrieden bist", womit ich auch gut leben könnte.


LG Klaus
 
Wenn du Experimente magst und löten kannst, dann mach doch ruhig. kann man ja wieder rückgängig machen.
Die SDs, die du hast empfinde ich persönlich als das Gegenteil von Vintage, sehr klar, outputstark, glatt. (Ich persönlich finde sie fast leblos und charakterschwach)
Nicht falsch verstehen, die sind echt toll aber für mich wären sie für eine eher bluesig klingende Paula, schön warm aber auch rotzig, nicht die erste Wahl.

Die Wolftones kenne ich nicht, ich wollte dich hier eher zum Ausprobieren ermutigen, auch wenn ich finde, dass der PU-Markt furchtbar unübersichtlich ist...
Aus meiner Sicht können die PUs auch bei "schlechteren" Gitarren (zu denen deine ja nicht zählt) viel rausholen, ich hab z.B: meine Sperrhlozgitte, die hat mich nach einem Wechsel mit einem warmen, sahnigen Sound belohnt, dass ich wirklich zuhause keine andere mehr brauche.

Es kann sich lohnen, zumindest zum Horizont erweitern.
 
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Haha, dann lass den Quatsch doch, wenn Du mit der Klampfe zufrieden bist :D

Am ehesten in die Richtung gehen die Wolfetone Marshallheads, vielleicht eine Mischung aus einem Marshallhead an der Bruecke und einem Dr. Vintage am Hals. Objektiv schlechter oder besser gibt es da ja eigentlich nicht, in so fern ist Dein "lass den Quatsch, wenn du mit der Gitte gut zufrieden bist" schon ganz richtig. Was zaehlt, ist was Dir gefaellt. Da ist die Gefahr, dass Dir irgendwelche Tonabnehmer nicht soooo gut gefallen immer da.

Der SH4 ist ein ziemlich mittenbetonter Pickup, der jahrelang meine No. 1 in meiner No. 1 Paula war. Verzerrt kommt der 1A. Sobald es aber cleaner wird, das Vol.poti runtergedreht wird, etc., da zeigt sich dann der Unterschied zu einem Wolfetone (z.B.). Die bleiben immer musikalisch und klar, egal, wie weit das Vol.poti aufgerissen ist oder wie JC120-clean-maessig man unterwegs ist.

Ich sag mal, mit oben genannter Kombi kann man eigentlich nix falsch machen. Ob sich der Tausch aber lohnt, wenn Du eigentlich zufrieden bist, ist hier die Frage.
 
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Vielen Dank euch beiden.

Tja, ich sag ja selbst, dass ich nicht sicher bin ob das überhaupt Sinn ergibt. Aber was ergibt bei Gitarristen schon Sinn? Manchmal gibt man Geld aus, und merkt dann "hmm, hätte nicht unbedingt sein müssen", und sagt sich dann "nächstes mal mit dem Kopf denken, und nicht mit dem Herzen". Aber hin und wieder findet man das ein oder andere Teil, welches einem dann doch den gewünschten Effekt bringt. Und das findet man halt nur durch ausprobieren raus.

Aber so unschlüssig wie bei einem PU Wechsel für meine Eclipse war ich noch bei keinem anderen Equipmentteil. In der Regel schlag ich zu, probier es aus, behalte es, oder gib es wieder zurück. Bei meiner Tele hab ich nicht mal 30 Minuten drüber nachgedacht, und die originalen gegen ein paar Häussels getauscht. Die Gitte hatte dadurch definitiv gewonnen, aber mit der war ich ja auch nicht gerade bestens zufrieden. Das war 'ne andere Situation.


Der allseits bekannte Spruch "never change a running system" trifft hier ja auch schon recht gut zu.
 
Da muss ich Sebastian ausnahmsweise mal Recht geben. :D Was macht es für einen Sinn die Duncan auszutauschen wenn Du damit 100 %ig zufrieden bist? Ich hatte für meine Thinline schon Austausch Pickups hier liegen und der Lötkolben war schon vorgeglüht und als sie dann da war, waren das für den Augenblick erst mal die richtigen Pickups für diese Gitarre. Nicht so nervend blechern wie man es von vielen Telecaster Singlecoils kennt, vor allen Dingen den Günstigeren, aber auch nicht so übertrieben mittig und fett, wie es bei vielen Humbuckern der Fall ist. Längerfristig bin ich allerdigs auf der Suche nach einem Orig. Set Wide Range, denn mit denen haben die nicht sehr viel gemeinsam, sie klingen im Höchstfall ähnlich.

Das Duncan Set ist bestimmt nicht das Schlechtesten, aber wie EnglAddict schon sagte, ich finde sie auch irgendwie glatt und ohne Charakter. Ich hatte den SH4 schon in einigen Gitarren und fand ihn auch ganz okay, aber es kommt auch immer darauf an, welchen Ton man sucht. In meiner neuen Hartung sind auch die optimalen Pickups verbaut, die ich um nichts in der Welt ausbauen möchte. Vielleicht wäre ja ein Bare Knuckle der optimale für die Elipse. Soviel ich weiß hat exoslime die beiden Duncan gegen Bare Knuckle ausgetauscht. Ich würde den mal fragen, dem kann man auch immer eine PN schreiben. Der teilt gerne seine Erfahrungen. Andererseits ist es doch so, wenn Du nix Neues ausprobierst wirst Du auch keine neuen Erfahrungen machen. Und wenn es nicht passt, dann baust Du sie einfach wieder zurück oder probierst das nächste Set. Denn ich bin mir sicher, dass Dich ein "Ach, lass doch den Scheiß, wenn Du sie okay findest" auf Dauer nicht befriedigt, denn im Hinterkopf ist doch immer dieses, naja, vielleicht wäre es ja doch eine Offenbarung geworden. ;)

Natürlich kann man auch sagen, wer gar nichts macht, macht auch nix falsch. Ich wusste auch erst entgültig, dass die Gitarren von Gibson, so gut sie auch sein mögen, einfach keine Gitarren für mich sind nachdem ich mir zwei gekauft und ein halbes Jahr gespielt hatte. Du glaubst nicht, wieviele Jahre mich das genervt hat. Ich dachte wirklich irgendwann mit meinen Fingern stimmt was nicht, aber ich konnte auf einer kurzen Gibson Mensur die Töne nie so spielen, wie auf meinen Stratocastern. Obwohl Andere das wahrscheinlich gar nicht einmal gemerkt haben. Am Ende habe ich mit einem sehr erfahrenen Gitarrenlehrer gesprochen und wir haben festgestellt, dass es an meiner Spielweise liegt. Ich benutze nicht mit normalen Pleks, sondern spiele seit Ewigkeiten Derlin Speed Picks, die auf den Daumen gesteckt werden und benutze auch Zeige- und Mittelfinger. Das geht mit den schmäleren Gibson Hälsen sehr schwer und da sich meine Motorik über die ganzen Jahre dann auf die längere 25 1/2" Mensur eingestellt hat, konnt ich irgendwann nicht mehr umlernen. Das ist übertrieben etwa so als solle ein Linkshänder plötzlich rechts schreiben. Klar geht das, aber eben nicht so gut. Jetzt sind wir aber von den Pickups völlig weg.

Ich denke Dir kann da keiner Rat geben, und da sind wir doch wieder dabei, Du musst selbst herausfinden, was Dir am Besten gefällt und was sich in Deinen Ohren am besten anhört. Dann kommst Du irgendwann zu Deinem ganz eigenen Sound, der dann vielleicht gar nicht mehr nach Freischlader-, sondern nach Eggiesound klingt. Den Tag wünsche ich Dir wirklich von ganzem Herzen. :)
 
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Hi Armin,

eben das mit dem "glatt und ohne Charakter" hab ich ja schon des öfteren mal gelesen. Es kann ja auch sein, dass ich mich einfach nur an diesen glatten Sound gewöhnt habe, und alles neue für mich einfach nicht so dolle klingt, obwohl es vielleicht sogar besser klingt (liest sich blöde, aber ihr wißt wie ich das meine).

Ein Austausch wäre ja rein handwerklich gesehen kein Ding, da ich ja einen Löti an der Hand hab. Und wenn der keine Zeit hat geh ich zu Oliver Baron oder Dave von Rare Guitar. Die machen das auch für 'ne sehr schmale Mark (ich mach ja vieles selbst, aber ich kann nicht löten).

Ich muss mir das einfach mal genauer durch den Kopf gehen lassen.


btw. ich such ja nicht nach dem Freischladersound. Das war jetzt nur mal ein Beispiel, was mir so gefällt. Ich könnte da sicher noch ein dutzend andere Musiker nennen, wie z.B. Gary Moore, Thomas Blug, Andy Timmons, oder Philip Sayce. Die klingen ja auch alle völlig unterschiedlich. Und wenn ich nach einem Vorbildsound suchen müßte, wäre der von Prince ja am logischsten. Aber den will ich gar nicht haben. Ich möchte schon wie du selbst schreibst, meinen eigenen Sound finden.
 
Hallo Eggi,

Also, experimentierfreudig bist du ja, ausprobieren kann man immer, und vielleicht ists auch besser als vorher, aber das Risiko das es dir weniger gefällt ist natürlich auch IMMER gegeben, wenn es dir Wert ist dann kauf dir ein neues Pickup Set, lass es austauschen, und wenns dir nicht gefällt, dann schmeiss die alten Pickups wieder rein und die neuen Pickups wandern in die Bucht, dann schmerzt der finanzielle Verlust nicht so sehr, aber du bist eine Erfahrung reicher und kannst das Thema abhaken.

Ich hab die Pickups meine ESP Eclipse von EMG60/81 auf die EMGs 89 und 81TW getauscht, bin also aktiv geblieben.. oft hätte es mich schon gereizt auch in die Eclipse ein Set Marshallheads reinzugeben, ich hab ja noch ein paar hier liegen, aber ich hab ja mittlerweile in einigen Gitarren schon Wolfetones drin.. und gerade in Kombination mit der Eclipse finde ich die EMGs ganz gut und passend und das hat mich dann immer von einem Wechsel wieder abgetan,
und genau wie du sagst auch, never change a running system.. naja, mit nun bald 14 Gitarren im Haushalt, wobei jede anderes klingt, sogar klingen soll, möchte ich zumindest eine Gitarre mit EMGs nicht missen. Hätte ich noch eine 2te Eclipse, wären definitiv Marhallheads drin!! ;)

Bareknuckles habe ich in meiner Ran Randy Rhoads, und hatte ich früher in meiner Hartung Embrace (zuerst ein Rebel Yell Set, danach Cold Sweat und the Mule).. aktuell ist nun schon seit einigen Monaten ein Legends Set heimisch in dieser Gitarre, davor waren über mehrere Monate Marshallheads verbaut.. egal ob jetzt Marshallheads oder die Legends. beide vertragen sich unheimlich gut mit der Gitarre.. die Marshallheads waren etwas rotziger und wilder.. die Legends klingen etwas braver und gepflegter..

lg
exoslime
 
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Hi exoslime

Danke für die ausführliche Antwort. Braver und gepflegter klingt für mich ebenso interessant wie rotziger und wilder. Zu wild mag ich dann aber auch wieder nicht, genau so wie zu brav.

Ich muss mal ein paar Tage in mich gehen, und denk drüber nach.

LG Klaus
 
Macht es eigentlich Sinn solche Boutique Pickups in Gitarren mit Floyd Rose einzubauen ?
Habe nämlich eine Jackson Soloist SL1 (made in USA) und bin mit dem Sound des Bridge PUs nicht ganz zufrieden.
Ab Werk war ein SD SH-4 drin der hat mir in dieser Gitarre gar nicht gefallen und habe ihn durch eine SD SH-5 ersetzt.
Dies hat mir dann hörbar besser gefallen ist aber irgendwie immer noch nicht das Wahre.
Ich muß dazu sagen das ich die Gitarre einen Ganzton runtergestimmt habe und jetzt eine 010-052 Saitenstärke drauf ist.
Die SL1 hat einen durchgehenden Ahorn Hals mit Ebony Fingerboard.Irgendwie klingts ein wenig harsch und auch wiederum dumpf (schwer zu beschreiben).
Vielleicht bin ich aber auch durch meine Les Paul Standard mit SD Antiquities einfach zu verwöhnt:redface:
Vielleicht kann mir ja jemand ein paar Tips geben.
 
Hey javi. Da bin ich mit aber gar nicht so sicher mit dem SH-4. Soviel ich weiß, ist in der Solist vom Werk aus ein TB-4 verbaut und das macht bei einem Floyd auch mehr Sinn, da der TB-4 etwas breiter ist. Guckst Du hier:

http://www.seymourduncan.com/products/electric/humbucker/high-output/sh4_jb_model/

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich mit FR Gitarren überhaupt nicht auskenne. Aber wenn Du hier die SD Antiqiuitäten erwähnst, die Wolfetones sind den SH-55 von der Bauweise schon sehr ähnlich, ungewachst wie Seth Lover seine PAF´s eben gewickelt hat. Allesdings sind die Marshallheads etwas overwound und haben mehr Biss und rocken mehr als die Antiquities. Sehr geile Picks für eine Paula, aber nix für eine Jackson mit Floyd. Ich würde Dir empflehlen den Häussel Trozz XL in der Jackson mal anzutesten, der mumpft nicht so sehr und ist nicht so mittig wie ein SH-5. Ich habe den normalen Trozz B in meiner Hartung und bin sehr angetan von dem Pickup.

Gruß, Armin :)
 
Hey,

ich weiss, was Du meinst - den Teilen geht irgendwie die Musikalitaet ab (egal ob TB-4 oder SH-4). Ich kann Dir (wie Armin) nicht sagen, wie sich ein Wolfetone Marshallhead, Dr. Vintage oder gar Legend auf Deiner Jackson anhoert, bzw. ob das fuer die Musik die Du machst passt. Ich denke mal, dass das garantiert nicht Jazz oder Delta-Blues sein wird ;)

Ich habe mal den Wolfetone Fenris Humbucker in einer Charvel in einem Soldano SLO gehoert und das war schon ziemlich geil. Der hat einen relativ hohen Output aber gleichzeitig mit AlNiCo 2 einen relativ schwachen Magneten (http://www.wolfetone.com/fenris.html#).

Hast Du schon mal an den Crunch Lab von DiMarzio gedacht? Der ist in der MM JP verbaut und den finde ich (fuer die Art Pickup) ziemlich gelungen.
 
- den Teilen geht irgendwie die Musikalitaet ab (egal ob TB-4 oder SH-4).

genau, das ist der richtige Ausdruck.Hatte übrigens den TB-4 ab Werk drin und jetzt einen TB-5 (ich vergess das immer mit der FR Bezeichnung)
Mit der SL1 spiel ich klassischen 80er Hardrock oder Power Metal.Der Pickup sollte vorwiegend fürs Rhythmus Spiel geeignet sein (tightes Palm Muting/Rowerchords...).
Meine LP mit den Antiquities benutze ich für die ganzen Blues u. Clean Sachen.Wobei ich sagen muß das die LP auch tolle Hardrock Sounds kann.
Da kann die SL1 soundlich nicht mithalten.Da klingt alles homogen ohne die störenden harschen Frequenzen.Ungefähr dorthin möchte ich die SL1 hinbringen, wenns mit anderen PUs geht.Das muß jetzt kein Output starker PU sein.Wichtiger ist das er schön ausgeglichen im Klangbild ist.Man kann ja die Verzerrung mit dem Amp & Pedalen nach Bedarf erhöhen.Ich denke die ganzen Boutique PUs klingen in Les Paul artigen Gitarren bestimmt gut.In meinem Fallen handelt es sich halt um eine Kontruktion mit durchgehendem Ahornhals,Ebony Fingerboard mit 24 Bünden, Poplar (Pappel) Body u. FR.Dies macht die Sache ein wenig schwieriger.

Hast Du schon mal an den Crunch Lab von DiMarzio gedacht?
Danke für den Tip.Den werd ich mir mal genauer anschauen.Klingt vielversprechend.
 
Javi,

wie es der Zufall will, habe ich mich gerade gestern mal wieder (zu) ausfuehrlich mit Wolfe ueber Pickups und ... aeh ... Philosophie (oder so) unterhalten. Dabei bin ich auch auf Deine Frage gekommen. Da war er schlagartig in seinem Element :rock: Er meint, dass fuer Dich der Blisterbucker eine gute Wahl waere. Und er meint, dass Dich gerne in diese Richtung beraten wuerde (http://www.wolfetone.com/).
 
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