Pitch-Bender Howto?

von daybyter, 21.06.08.

  1. daybyter

    daybyter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.08   #1
    Hallo!

    Gibt es irgendwo Tipps zur Benutzung des Pitch-Benders? Also zum richtigen Timing, richtige Wahl des Sounds? Gute Einstiegsstücke o.ä.? Hab schon gegoogelt, aber noch nichts guts gefunden...

    Vielen Dank im Voraus,
    Andreas
     
  2. SiedlerGuitar

    SiedlerGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.08   #2
    Hey,
    das ist eine super Frage, daran bin ich auch interessiert.

    Eine Idee:
    Man könnte sich am Bending beim E-Gitarren Spielen orientieren.
    Dafür gibt es auch Literatur.
    Typischerweise wird da die Pentatonik-Skala benützt und dann wird zum nächsten Ton (oder zusätzlich 5-) der Skala innerhalb einer Phrase gebendet.
    Ausserdem gibt es noch den Smear, das ist ein kleines Verziehen der Note, hauptsächlich bei der 3.

    Oder wie ein Bläser (Saxophon, Trompete), aber da kenn ich mich überhaupt nicht aus.

    Also ich denke die Pentatonik ist ein guter Startpunkt für eigene Experimente. Geht dann allerdings Richtung Blues.

    Gruß
     
  3. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 21.06.08   #3
    Hi
    EInfache Effekte waeren Hawai Gitarre (kommt wirklich gut) oder ein "Motor aus" (Bender 2 Oktaven) beim Hammond Sound. Fuer den ist Bender ansonsten tabu,
    ebenfalls Klavier. Trompeten ziehen den Ton nicht kontinuierlich. Da ist der Bender nur ein schlechter Ersatz. Einen Analobrassakkord mit sehr schnellem Bendervibrato versehen ist aber ein ganz guter Effekt. Auch fuer Posaune ist der Bender ok.
    Auf der Blues Harp kann man nur den Ton nach unten ziehen. Fuer Harp solos ist der Bender sehr gut geeignet.
    Man muss sich einfach etwas an die Originale halten.

    Und ideal ist der Bender wie Siedler schon bemerkte fuer Gitarrensolos und Pentatonik. Und da z.B ein Moog Lead Sound aenlich ist auch hierfuer. Am einfachsten ist es wenn der Bender um einen ganzen Ton verstimmt. Nehmen wir mal eine dm Sololine.
    D F G A (As, B) C D
    Bis auf F und A kann man hier harmonisch die Toene sowohl nach unten als auch oben ziehen.
    Probiers einfach mal aus. Bei F den Bender nur halb nach unten betaetigen. Bei A halb nach oben. Dann passt es auch. Oder statt halb eben gar nicht. Eine Line waere z.B. Bender bei jedem Ton D F G vorher nach oben betaetigen und dann den Ton nach unten biegen. Oder zuvor dopplter Anschlag.Beim zweiten schnell Bender up dann down. Beim oberen C bietet sich eher von Mitte aus nach oben aufs D biegen an.

    Ein schoener Effekt ist auch Toene leicht nur nach UNTEN biegen.
    Zudem der einfachste Effekt.
    Manfred Man macht das sehr gerne :
    http://www.youtube.com/watch?v=uAuvaGk5go8
    (am Ende die leichten down bendigs )
    Bei dem kann man viel abschauen und auch bei Gitarristen.
    Den gebendeten Ton kann man neu anschlagen. Das ergibt einen anderen Charakter als ohne Anschlag. The Looner von Gary Moore ist auch recht gutes Anschauungsmaterial.
    Auch mal drauf achten wann er den Ton neu anschlaegt.
    http://www.youtube.com/watch?v=hapJe1qeVZs&feature=related
    Gitarristen koennen dabei sowohl mit dem Vibratohebel Benden (up down) als auch indem sie die Seiten verziehen (up).

    Und man kann beim Solo immer bischen am Bender rumwackeln um den Ton lebendiger zu machen. Sogar Vibrato geht. Den Bender dabei nicht festhalten.

    Ich verwende den Bender fuer schnellen Einsatz so:
    Bender up mit Mittel + Ringfinger oder alle Fingern
    Bender down mit dem Daumen.
    Hat man mehr Zeit kann man auch die Hand flach auf den Bender legen, dass er zwischen Daumen und Zeigefinger liegt. Oder sogar in der Handmitte. So gehen Vibratos am besten. Damit hat man auch mehr Kontrolle, da die Hamd aufliegt.
     
  4. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.06.08   #4
    Benden kann man am besten von den Gitarristen abschauen. Im Normalfall (Bender +/- 1 Ganzton) gibts zwei Möglichkeiten, um den Pitchbender brauchbar einzusetzen: Einweder zieht man zum Zielton hin oder vom Zielton weg. Das kann entweder "in time" oder rubato erfolgen. Wenn du in time spielst, ist das Bending im Prinzip nix anderes als das übliche Hinspielen auf den Zielton, nur dass du den Ganztonsprung fließend vollziehst, was am Tasteninstrument sonst ja nicht möglich ist.

    Welche Sounds du verwendest, ist eigentlich egal. Mit einem Lead kannst du den Bender auch mal auf eine Oktave einstellen :D, was beim Klavier vielleicht nicht so toll klingt, aber prinzipiell setzt nur dien persönlicher Geschmack die Grenzen. Auf jeden Fall solltest du Mut zum Experiment haben. Ich hab auch 'ne Weile gebraucht, um mich mit dem Teil anzufreunden.
     
  5. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 22.06.08   #5
    Hier paar Beispiele auch mal mit und ohne Bender zum obigen Text.
    Fuer die Praxis alles bischen zu uebertrieben.
    http://home.arcor.de/richardon/2008/pitch.mp3
    Vibrato kann man auch mit dem Mod Rad reindrehen. Aber mit Pitch geht alles auf einen Schlag und klingt fast organischer.
    Denke die wenigsten benutzen den Bender aber fuer Vibrato.

    1) Polybrass vibrato Funk Guitar Mitte up down (bischen akrobatisch vom Zugriff)
    2) Gitarrensound D F G C D
    3) Pitch down C up
    4) Doppelanschlag Pitch up Down
    5) Tiefer Vibratoeffekt + chromatische Tonleiter mit Pitch Bender
    6) Vornehmlich pitch down, Triller mit Pich up, Bender Vibrato
    7) Blues Harp abwechselnd clean Vibrato Pitch down

    Die Mundharmonika ist eigentlich ein Akkordeonsound :-)
     
  6. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.08   #6
    Ich finde, daß der Sound einem sagt wann man den Bender einsetzen kann. Ich habe ihn eigentlich nie benutzt, bis ich mehr durch Zufall diesen Sound im Micron entdeckt habe.

    http://www1.inf.tu-dresden.de/~s6126982/synth/bend1.MP3

    Ich ziehe den Bender beim Anschlagen des Tons voll nach unten und lasse ihn dann schnell wieder los, dadurch kommt dieser Effekt zustande. (Die Soundqualität bitte ich zu entschuldigen, ich habe grad nur meinen MP3 Player als Aufnahmegerät zuer Verfügung :p)

    Damit kann man übrigens auch sehr pervers Klavier spielen, einfach mit jedem Anschlag gleichzeitig den Bender voll hochreißen und dann langsam wieder runter lassen - klingt irgendwie nach winselnder Gitarre oder sowas :rolleyes:
     
  7. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 22.06.08   #7
    Hey klingt gut. Besonders in den tiefen Lagen. Hat was vom "Runnig up that Hill" Sound von Kate Bush.
     
  8. TastenTier

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    Erstellt: 22.06.08   #8
  9. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 22.06.08   #9
    @Tastentier
    Super Video zu dem Thema.
    Und prima Idee von Rudess den Pitch dowm z.B auf -12 (-1 Oktav) zu stellen.
    Dazu benoetigt man keinen Moog Phatty, denn es geht auch bei jedem modernen Synth up und down veschiedene Ranges zuzuordnen.
    (Meist im Programm Modus voreinstellbar. Beim Trinton in der Combi Beder Range dann auf PRG stellen)
    Up wuerde ich auch +2 empfehlen (1 Ganzton). Anderes waere nur fuer sehr Fortgeschrittene, wegen der mangelnden Kontrolle.
    Wozu die Oktav down ? Damit kann man wie das Video zeigt ein Portamento ersetzen ohne dieses staendig ein und ausschalten zu muessen.
    Super ist der Effekt bei dem er einen Akkord arpregiert und den Bender genuesslich nach unten zieht.
    Ich dachte schon es wuerde hier jemand meckern, dass ich ein Pitch Bender Vibrato vorgeschlagen habe. Aber Rudess vertritt die selbe Meinung, dass dies weniger statisch klingt. Meine Handhaltung dabei betraf uebrigends einen horizontalen Bender.
    Der LE oder TR Bender ist besonders luxierioes, denn er funktioniert in x und y Richtung.
    Mir kommt gerade noch eine Idee, die aber etwas Programmierarbeit erfordert.

    Rudelss Arp mit Bender down wuerde mir mit Bender up noch besser gefallen.
    Dafuer kann man am Triton die -y +y AMS missbrauchen , indem man diese im Programm auf den Pitch legt. Da mir Russels Einstellung -12, +2 so gut gefaellt fuer den y Bender dann einfach -2 +12.
    Probier ich gleich mal aus :-)
    Wer mit dem Bender nicht zurechtkommt oder keine Hand frei hat, kann diesen auch ueber Controler und Velocity switch automatiiseren. Das hatte ich hier schon mal vorgeschlagen.
     
  10. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.08   #10
    Bitte mit Klangbeispiel :)
     
  11. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 22.06.08   #11
    @Leef
    Bin grad am schrauben. Das Rudess Video inspiriert. Und auch der Gig mit meiner Rockband Glashaus heute. Super Wetter und total skuril, dass das Kurparkpublikum (um die 50-60) nicht gefluechtet ist sondern richtig mitging :-)
    Dabei haben wir brachial zugelangt. he he.
    Die 40 er Sounds meines Trirons sind ja nicht gerade kurparkfreundlich he he.
    Vorweg:
    Die verschiedenen up und down Werte kann man beim LE TR nur im Programm Modus setzen. Und im Pitch Menue gleich danben den AMS auf z.B +y stellen und den Wert auf +12.
    Dann hat man am Triton einen horizontal 1 Oktave up Bender.
    Bei -x gehen uebrigends bis -60 Halbtonschritte. (Wer mal Boxen durchblasen will :-)

    Nen richtig geilen Synthie Solo Sound hab ich bisher nur an der Xp60.
    Der Gary Moore Sound ist vom Triton x50. Hab mir gerade mal ueberlegt mal
    beides zu morphen.
    Unsere Gitarrist meint auch immer: Hey richy kein Solo mit Gitarrensound !
    Wenn ich jetzt das Overdrive Sample durch einen Saegezahn ersetze und so bearbeite
    dass es AEHNLICH wie ne Gitarre klingt. Ist das dann immer noch ein Gitarrensound ?
    Der Phatty geht ja auch in diese Richtung.
    BTW: Hab den schon probegespielt. Ist ok aber hat mich nicht gerade umgehauen.
    Was Rudess da spielt natuerlich schon :-)

    Transponiere deinen Bender Sound mal um eine oder zwei Oktave nach unten.
    Dann kann das ein ganz irrer frecher eigenstaendiger Sound geben.
     
  12. waldorfer

    waldorfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.08   #12
    Vibrato - ja klar - habe ich auch immer gesagt, es ist organischer, als ein LFO - siehe Wiederholungstheorie - im einem anderen Thread.
    Ich mache das aber fast noch lieber mittels Aftertouch. Wobei die Tastatur bzw. die Druckpunktqualität eine große Rolle spielt. Mit am schönsten ist für solche Spiele sicherlich der SY 99. Der eben auch solche Sachen wie "nur untersten Ton modulieren" usw. zu lässt.
    klingt ziemlich gut, wenn man eine Sekunde oder eine Halbe zu einem Ton werden lässt.

    Ansonsten gibt es für mich kaum Vorgaben. Auch das Piano wird bei mir schonmal bebendet - als bewusstes Stilmittel.

    Bei Roland geht der Bender sehr gut für wirklich schnelle Bendings. Das Rad ist nicht immer optimal und ich wäre froh, wenn in Zukunft alle Keys einfach mehr übergreifende Contr.-Konzepte und überhaupt mehr bieten würden.
     
  13. derLouis

    derLouis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.08   #13
    Ich hoffe ich hab das jetzt nicht irgendwo überlesen:
    Gut kommt finde ich auch, einen Ton zu halten und dann rhythmisch mit dem Bender nach unten "zupfen".
     
  14. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 24.06.08   #14
    @waldorfer
    Bei Aftertouch hab ich immer das Prob dass man z.B bei Roland oder Korg mit der Brechstange druecken muss und im Gegensatz dazu bei Yamaha schon bei normalem
    Spiel der Aftertouch ausgeloest wird, was unverzoegert natuerlich ziemlich unkontrollierte Resultate liefert. Gegen solche Zufallsergebnisse habe ich ja keineswegs etwas.
    Ich moechte aber wenigstens kontrollieren wann ich dem Zufall freien Lauf gewaehre.
    Und da hab ich beim Aftertouch gewisse Probleme.

    @Louis
    gibt es fuer das nach unten zupfen :-) ein Soundbeispiel ?

    Meine Begeisterung fuer Rudess Vorschlag den Pitch down pauschal mit einer Oktav zu belegen hat sich inzwischen auch etwas relativiert. Sicherlich auch mehr oder weniger ein Werbegag. Weil der Phatty das nun mal beherrscht. Jede Workstation kann das aber noch besser.
    Mit der Rudess Einstellung geht der Manfred Man Effekt verloren den Ton ganz leicht nach unten zu biegen. Ein sehr ausdrucksstarker Pich Bending Effekt, den ich fuer wichtiger halte als Rudess Oktav Down.
    Zudem ist Rudess Einstellung eine halbe Sache. Wenn schon, dann zwei Oktaven down.
    Dann ist nouanciertes Spiel mit "Bender down" aber natuerlich ueberhaupt nicht mehr moeglich.
    Und was soll ein ein oder zwei Oktav Bender down im Bassbereich ?
    Dann liefert der Synthie ein Knacken oder fast eine Gleichspannung.

    Soll ich mir jetzt also merken im Bassbereich den Bender down nicht zu betaetigen ?
    Alleine schon um die Boxen nicht abzublasen.
    Was soll ich mir denn noch alles merken ? :-)

    Die Loesung liegt fuer einen Multisound auf der Hand.
    Funktioniert daher auch nur auf einer Workstation und keinem Moog Phatty.
    Man gestaltet das Verhalten des Benders einfach abhaengig von der Note,
    dem Key Zone Bereich.
    In den obersten zwei Oktaven waehle ich zum Beispiel einen Ganzton fuer Pitch
    down. Den Manfred Man Effekt. Darunter Rudess Einstellung noch verschaerft :
    2 Oktaven down.
    Im Bassbereich vielleicht eine Oktav down. Im untersten Bassbereich zwei Oktaven up.

    Ich habe mit dem Prinzip mal bischen experimentiert. Scheint mir eine sehr gute Loesung.
    Mit dem LE Joystick kann man fehlende Ranges dann durch die Vertikal +/- Y Funktion
    ergaenzen.
    Ich verwende also auch die Y-Funktion eines X-Y Joysticks als Pich Bender.

    Beim LE kann man dies im Programm wie folgt realisieren :
    Pitch Menue :
    "Rechts" neben Pitch Slope kann man eine AMS Funktion verwenden.
    Z.B. JS +Y WERT: +12
    Betaetige ich nun den Joystick in Y Richtung wird der Sound um eine Oktave nach oben gestimmt.

    Wie realisiere ich zusaetlich einen Y-Pitch down Controller ?
    Das ist auch sehr einfach. Ueber den Pitch EG.
    Hier stelle ich als AMS Quelle JS -Y ein.
    Im Pitch EG stelle ich alle Levels auf -99
    Die Attack Zeit auf +99. Fertig ist der -Y Pitch Bender.

    Jetzt kann ich alle X,Y Bendings und natuerlich noch sehr viel mehr im Combi Modus
    ueber die Tastatur verteilen. Mittels den Combi Funktionen reichen da lediglich zwei Programme.

    Soundbeispiel im naechsten Thread :-)
     
  15. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 25.06.08   #16
    @ Richy
    Im SY 99 gibt es ein Poti im Gerät. Man sieht das auch sofort wenn mans aufschraubt, wo die Aftertouchkabel hingehen. Hier kann man sich den Arbeitspunkt einstellen., was ich dann auch gemacht hab.
    Evtl. geht das bei den anderen Yamahas auch - mal als OT-Tipp

    Ja das Mann Bending gefällt mir auch sehr gut.
     
  17. SiedlerGuitar

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    Erstellt: 25.06.08   #17
    Also hallo Herrschaften.

    Zurück zum Topic:
    Wie lernt oder übt man das Benden?

    Wenn ich die Sprache Französisch lernen will, dann kommt auch nicht jemand und zeigt mir ein Video einer Rede des französischen Staatspräsidenten und sagt: "Ganz einfach, so musst du das machen!"

    (Die Videos sind trotzdem klasse! Kann jemand das transkripieren, was der Herr Rudess da spielt? ;-) )

    Es gab ein paar gute Ansätze:
    1.) Pentatonik benützen
    2.) Wie Gittaristen benden
    3.) Standard Setting des Benders ist ein Ganzton nach oben und unten

    Aber wie übe ich jetzt Bending?

    Eine Idee von mir:

    Eine einfache Phrase in der Pentatonik nehmen.
    Erstmal ohne Bending spielen.
    Jetzt versuchen bestimmte Töne nicht mit neuer Taste anzuschlagen sondern durch Bending der vorhergehende spielen.

    Einfaches Beispiel (BU/BD = Bend Up/Down):
    a-moll Pentatonik, aufsteigende Achtel:
    a c d e g a g

    Das d nicht durch Anschlagen der Taste d spielen sondern durch BU vom c.
    Das hohe a durch BU vom g und das g wieder durch Release des BU.

    etc...

    Gruß
     
  18. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 25.06.08   #18
    Hatte ich die Pentatonik nicht sogar mit Soundbeispiel reingestellt ? :-)
    Nummer 5 geht uebrigends sehr viel besser wenn man ein "eine Oktave up" Bending benutzt, Z.B. am +Y Joystick oder Mod Wheel.
    Der Solosound sollte monophon sein, dann geht Nr 5 besonders einfach.
    Z.B G mit dem Daumen druecken Mit dem Mittelfinger ein Triller auf Gis erzeugen.
    (Den Daumen kann man bei einem monophonen Sound dazu liegen lassen)
    Jetzt nach oben biegen.
    Also genau umgekehrt wie in meinem Soindbeispiel.
    Da erzeuge ich den Triller als Vibrato ueber den Pitch Bender und erhoehe den Ton ueber die Tastatur. Sehr viel schwieriger und unexakter.

    Das waere auch in etwa der Effekt, den der Gitarrist im Man Video bei California spielt.
     
  19. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.06.08   #19
    Der Vergleich hinkt. Pitchbenden ist ja wohl nicht so komplex wie eine Sprache. Wenn du das Erlernen eines Musikinstruments insgesamt damit vergleichen würdest, gut. Aber nicht "nur" Benden. Ein bisschen Wille zum Experiment muss schon vorhanden sein. :rolleyes:
     
  20. SiedlerGuitar

    SiedlerGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.08   #20
    @Jay
    Hast Recht, ist nicht ganz so komplex.
    Aber ich denke, man muss mit einfachen Dingen beginnen und erstmal das "Grundvokabular" lernen, hängt natürlich auch vom eigenen Level ab.

    @richy
    Sorry, hat ich überlesen.
    Aber auf die Transkription des Rudess Solos mit Bendings warte ich noch ;-)
     
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