Precision Mexiko oder USA?

von Hias, 10.11.09.

  1. Hias

    Hias Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.09   #1
    hallo,
    könnte zwar sein, dass es so einen beitrag schon gibt, aber ich hab ehrlich gesagt keine lust mich durch gott und die welt zu lesen.
    also ich will mir in naher zukunft einen fender precision als zweitbass zulegen. ich hab mittlerweile schon fast alle für mich interessanten modelle angespielt und bin immer noch zu keiner eindeutigen entscheidung gekommen.
    der road worn hat mir vom sound sehr gut gefallen allerdings ist mir da der hals fast etwas zu breit. der standard aus mexiko war vom sound her etwas anders allerdings auch gut und hat halt einen schmaleren hals. der american standard hat sich vom sound her schon deutlich von den mexikanern unterschieden, vorallem mit tone. klang irgendwie precieser. dafür nicht so vintage ohne tone. von der verarbeitung natürlich schon ein anderes level als der mexiko.
    ich bin mir halt nicht sicher ob mich ein mexiko auf dauer zufriedenstellt. andererseits hat mich der usa auch nicht so beeindruck, dass er mir gleich das doppelte geld wert wäre.
    was würdet ihr mir raten, bzw. welche erfahrungen habt ihr?
    eine option wäre halt noch ein gebrauchter usa, aber da wirds halt schwierig mit soundvergleich.
    freu mich auf viele antworten

    gruß hias
     
  2. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 11.11.09   #2
    Hallo Hias,

    wieviele Mexican Standards hast Du denn angespielt?
    Eigentlich dürfte keiner wie der andere sein?!

    Es kommt/käme halt darauf an, dass man den richtigen findet ...

    Allerdings nutzt es nichts, wenn Du immer das Gefühl hättest einen "Billigbass" zu spielen.
    Logik lasse ich bewusst außen vor! Menschen sind unlogisch (und Frauen sind noch unlogischer als Menschen :D ). Daher solltest Du eingehend deine Gefühle hinterfragen.

    Solange Du weder mit Mexican, noch mit USA zufrieden bist: Lass es sein!

    Ich habe mich auch lange gefragt, ob ich mir einen Mexican 70s Jazz Bass kaufen soll, oder einen Fender USA (das aber nur kurz). Ich habe gewartet, weil "der Richtige" nicht da ist. Leider werden einige Japan-Modelle hier ja nicht angeboten.
    Derzeit stünde ein MARUSZCZYK Elwood ganz oben auf meiner Wunschliste; klassisch Fender mit interessanten Abwandlungen. Preis zwischen Mexican und USA - und aus Deutschland ...

    Würde vermutlich schwer für Dich einen anzutesten? Weiß nicht, wo Du wohnst.
    Da Du einen P suchst, wären die Jakes dein Ding: http://public-peace.de/index.php?option=com_content&view=article&id=318&Itemid=310

    Ich rate Dir aber solange zu warten, bis dein Herz den richtigen findet!
    Das kann dann durchaus ein Mexican Standard sein! Ich habe selbst eine tolle Mexican Nashville Telecaster.

    Gruß
    Andreas
     
  3. ratking

    ratking Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 11.11.09   #3
    Die größte Schwäche der Mexikaner ist meiner Meinung nach die wirklich billige Blechwinkel-Brigde, und viel vom Soundunterschied bei den US-Precis kommt durchaus von der solideren Brückenkonstruktion. Ich hab' meinen MiM-Preci gebraucht gekauft, und ihm für lau 'ne solide Gotoh-Bridge verpasst ... könnte nicht zufriedener sein :) War drauf und drann, auch den PU auszutauschen - aber wüsste nicht mehr, warum, das is tjetzt der perfekte Preci. Für MICH - das ist das ausschlaggebend. Wie Cadfael ganz richtig sagt - beim Precision muss es der richtige welche sein, und wenn's net Fender sein muss - wie sagt man doch so schön, auch andere Mütter haben schöne Bässe :D

    Jedenfalls kann ich das mit dem Billigbass-Feeling beim MiM in keinster Weise bestätigen, mein 50s Classic ist sogar auf allerhöchstem Niveau, was Verarbeitung, Sound und Bespielbarkeit angeht ...
     
  4. Lindex

    Lindex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #4
    Ich hab's getan.
    Dem MiM Standard nach der Gotoh noch einen neuen PU verpasst.
    Ich hab längere Zeit hin und her überlegt, welcher es denn nun werden sollte, und ob es denn wirklich nötig sei.
    Der Drang zum Basteln hat gesiegt, in der Auswahl standen der Fender Vintage, der Delano PC 4 AL, der DiMarzio DP-122 und der berühmt-berüchtigte Seymour Duncan Quarterpounder.
    Da man dem Original-PU ja nachsagt, nicht der schlechteste zu sein, habe ich mich trotz einiger Befürchtungen, den typischen Preci-Sound zu verlieren, dazu entschieden, einen radikalen Schritt zu gehen und habe den Quarterpounder geordert.
    Von den anderen PUs habe ich eher geringere Veränderungen des Originalsounds erwartet, da sie ja alle mehr oder weniger dem Fender Vintage nachempfunden sind und ihn nur in Feinheiten verändern wollen.

    Der Einbau war einfach wie erwartet, etwas tricky war nur das Ablöten der Originalkabel am Gehäuse des Volume PU's - da hat mein Lötkolben wohl zu wenig Dampf und das Gehäuse die Wärme zu schnell abgeführt - ich habe es nur geschafft, den Tropfen Lötzinn oben anzuschmelzen, aber nicht, das Kabel freizulegen und es abzuziehen.
    Also kurzerhand ganz kurz abgeknipst und das neue von oben aufgelötet.
    Hält bombenfest und hat Kontakt, passt.

    Saiten wieder drauf und ab geht die Luzi...wow.
    Vom Verlust der typischen Mitten ist mal überhaupt nix zu spüren, ganz im Gegentum!
    Der Kerl röhrt und grunzt jetzt noch mehr, als zuvor, dazu kommt noch, dass er deutlich Fundament und Schub in den tieferen Bässen bekommen hat, und so etwas wie Höhen hat er jetzt auch!
    Zwar nicht ganz so schön weich und glasklar, wie ein Jazz Bass, eher etwas schärfer, passt aber perfekt zum Charakter.
    Meiner Meinung nach kann man jetzt auch die Höhenblende wesentlich schöner einsetzen, weil er nicht so schnell mumpfig klingt, sondern man einen weiteren Regelbereich nutzen kann.

    In der Band kommt er jetzt nochmal ein Stück deutlicher durch den Mix, und gerade der Bassgewinn passt für mich perfekt.

    Allerdings, ganz klar: er klingt moderner, mit Wintätsch hat das nicht mehr viel zu tun.
    Das "Mehr" an Druck, Attack und Kontur hat sich für mich aber vollstens ausgezahlt, und vor allem: klingt immer noch ganz klar nach Preci.

    Daher von mir ein klares :great:
     
  5. ISCREAM

    ISCREAM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #5
    Tja siehste mal, auch mit MiM kann man glücklich werden.
    Ich hab 2 Stück davon und bin mit meinen zufrieden, auch wenn ich den Preci
    mit Stringthrough und neuem Pickguard aufgebrezelt hab, aber bissl individualitätichkeit
    gehört ja dazu ^^
     
  6. hannibalxsmith

    hannibalxsmith Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #6
    Ich würde noch den Fender Highway One ins Rennen werfen.

    Liegt ja preislich zwischen MIM / US Std und ist meiner Meinung nach dem MIM Standard P-Bass um Welten überlegen und dem US Std nicht wirklich unterlegen. Ich habe mich damals bei der Wahl zwischen US Std und Hwy1 für den Hwy1 entschieden.

    Der Highway One kostet ca. 200€ mehr als ein Mexico Standard. Dafür hast du einen besseren Pickup und auch eine wirklich gute Bridge.

    Ich will den MIM Standard nicht schlecht reden, ich habe selber einen MIM P-Bass (mit Seymour Duncan Quarterpounds und der Gotoh Bridge). Ist ein solides Handwerkszeug, aber der "normale" Pickup war mir zu langweilig und die "normale" Bridge hat sich leider bei sehr wildem Stil (mit Plek) immer wieder verstellt.
    Wenn du sofort vorhast den MIM P-Bass "zu pimpen", dann kauf dir den Hwy1, ansonsten ist der MIM P-Bass eine feine Sache und im Regelfall bereust du den Kauf nicht. :)
     
  7. Hias

    Hias Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #7
    danke schon mal für die antworten.
    also ich hab bis jetzt nur einen mexiko standard angespielt und der war ganz in ordnung.
    was mich halt nachdenklich gemacht hat ist die tatsache, dass ich auch einen mexiko jazz bass mit einem usa jazz bass verglichen hab und da waren es wirklich welten.
    beim precision wars bei weitem nicht so viel aber sie waren halt schon anders.
    was für mich nicht in frage kommt, mir jetzt einen neuen mexiko preci zu kaufen und dann nochmal ein paar hundert euro rein zu stecken. highway one hab ich mir auch schon angeschaut, gibts halt leider nicht mit ahorn griffbrett.
    zumindest hör ich bei euch raus, das der mexiko keine fehlinvestition ist.
    ich hab halt nur bedenken, dass ich einen mexiko über kurz oder lang dann doch durch einen usa austausch. aber dann soll es wohl so sein.
    im moment schauts aber trotzdem stark nach was gebrauchtem aus. vielleicht kommt mir ja mal ein günstiger usa unter. ich hab zum glück keinen zeitdruck.
    danke nochmal.
     
  8. Moulin

    Moulin Fender Vintage & Reissue Bass HCA HFU

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    Erstellt: 12.11.09   #8
    Hallo Hias,

    welche Musik machst Du denn mit dem Bass?

    Die Mexico Bässe kosten nur 585 Euro, damit bekommt man einen Precision Bass, der ganz ordendlich funktioniert. das Ändern von Pickup oder Brücke ist nur eine Option, die möglich ist, wenn Dir der Bass nach Jahren nicht mehr in der Originalform reichen sollte.

    Die American Standard liegen mit 1175 Euro knapp 600 Euro über dem Mexico Bass.
    Dafür bekommt man einen Fender Koffer, eine massive Brücke, Karbonstäbe im Hals, andere Tonabnehmer und dieses Made in USA.
    Trotz des höheren Preises sollte man nie die Katze im Sack kaufen. Höhere Preise heißen nur teurere Komponenten und nicht bessere verarbeitung. es kann durchaus sein, dass ein Mexico Bass besser verarbeitet ist als ein USA Bass.
    Wenn ich einen Bass in die Hand nehme, weiß ich sofort, ob es mein Bass ist oder nicht.
    Ich habe inzwischen zwei 50s Precision Made in Mexico, die ich niemals gegen andere Bässe eintauschen würde, nicht mal wenn mir jemand ganz neue USA Bässe dafür bieten würde.

    Es ist also völlig egal wie viel ein Bass kostet, man muß den finden, der einem gut in der Hand liegt und den Soundvorstellungen entspricht.

    [​IMG]
    .
     
  9. ISCREAM

    ISCREAM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.09   #9
    Also der hwy1 ist schon ein leckerer Bass. Ich hatte es mir auch überlegt aber es
    waren dann auch optische sachen an denen ich mich ständig geärgert hätte.
    Ich hab auch ohne Zeitdruck nach meinem Precision ausschau gehalten und
    für knapp 300 euro in der E-bucht ein schnäppchen gemacht. Der Bass lag bei
    einem seit 2003 unterm Bett in der Tasche und wurde nie gespielt und ich
    hatte nen vom zustand her Neuwertigen Bass.

    Allerdings war dabei das manko, dass der hals extrem verbogen war.
    Nach ein paar versuchen meinerseits hat es dann nur der Gitarrenbauer
    geschafft ihn wieder schön zu biegen :D, Kostenpunkt 80,- Euro.

    Is halt eben risiko aber ich bin heute so glücklich damit, dass es sich gelohnt hat.

    Muss man halt machen wie man eben drauf is, ob man jetzt ein vermeindliches
    schnäppchen machen will und evtl ärger hat oder ob man in die läden geht
    und nach "seinem" bass sucht is jedem selbst überlassen.
     
  10. Hias

    Hias Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.09   #10
    ich werd mir jetzt weiterhin neue mexiko precis anschaun aber auch nach gebrauchten mexiko und usa ausschau halten. und wenn dann irgendwann der richtige auftaucht wirds so und so eher eine spontane aktion werden. falls ich dann doch einen fehlkauf machen sollte, wird er halt wieder verkauft. allerdings muss ich noch dazu sagen, dass sich billigere musikinstrumente bei mir leider noch nie besonders lange aufgehalten haben.
     
  11. trimmtrab

    trimmtrab Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.10   #11
    ich weiss, dass wir das hier schonmal hatten, aber ich finde den beitrag nicht mehr.
    welche pickups sind im fender american standard precision bass verbaut ? sind es die vintage p-bass pickups ?
     
  12. Köpenick

    Köpenick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.10   #12
    fender.com hat die Antwort: 1 American Standard Precision Bass Alnico 5 Split Single-Coil Pickup

    "Vintage" und "American Standard" sind zwei Begriffe, die sich in Fenders Produktpalette gegenseitig ausschließen.
     
  13. trimmtrab

    trimmtrab Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.10   #13
    danke !
     
  14. Rickenslayer

    Rickenslayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.10   #14
    auch hier möchte ich wieder anmerken, dass man die Fender MIA Bässe bei den "üblichen Verdächtigen" in England für deutlich unter 1000 Euro bestellen kann.

    Die "böse" Globalisierung funktioniert auch für den Verbraucher, man muss sie einfach nur ausnutzen ;)
     
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