Prinzipfrage bei endstufe

von animalcracker, 06.11.03.

  1. animalcracker

    animalcracker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.03   #1
    tag allerseit

    in nem anderen thread wurde gesagt, das "billige" und "teure" endstufen "eigentlich" nicht viel unterscheidet!
    lediglich das QSC,Digam usw. in sachen dauerbelastbarkeit,2Ohm stabilität besser sind!und mit schaltnetzteil auch wesentlich leichter!
    eigentlich ja gute eigenschaften!
    aber macht es wirklich sinn sich mörderteure endstufen zu kaufen,
    wenn man um weniger geld viel mehr "billigwatt" kriegt?
    bei einer festinstallation (oder wenn nicht oft bewegt) kann man mit niedrigerem geldaufwand genügend t-amps (als beispiel) kaufen um nicht überlasten zu müssen und auf 4Ohm zu fahren!und 10h halten die bekanntlich auch aus!viele "billigere" endstufen werden dann nicht so stark belastet wie wenige "teure"? macht es dann sinn 5000€ für eine markenamp auszugeben wenn ich darum 12 t2400/CROWN XLS 602 zu bekommen!
    was machen da die viel teureren amps noch so viel her das sich die investition für jemanden der nicht verleiht noch lohnt???

    bitte zerreist mich nicht in tausend fetzen :oops:

    mfg man
     
  2. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.11.03   #2
    Hi,

    du musst mal die Verhältnisse sehen.
    Wenn du auf Tour bist brauchst du einfach am besten 110%ige Qualität, denn du bist immerzu dabei die Kisten in den Truck/Bus/Bulli rein und raus zu karren. Und wieder einstöpseln und wieder wegpacken und so weiter. Und wenn wirklich mal was passieren sollte, dann musst du in der Lage sein schnell durch den Service Ersatz dafür zu bekommen, Ersatz der ins Setup passt (vorrausgesetzt die Reserve-Amps sind auch hin...).
    Und du musst bedenken, dass die Dinger dann nicht nur für die Stunde Auftritt laufen sondern noch im Vorprogramm, später noch eine ganze weile, und die Soundchecks und das fast jeden Tag. Da kommt einiges an Strapazen zusammen für die Endstufe.
    Außerdem arbeitest du mit ganz anderen, viel teureren Boxen bei denen sich dann in Anbetracht auch der vorher genannten Aspekte sich dann der Betrieb über die teuren Markenprodukte lohnt. [2ohm Nutzt man aber auch bei Markengeräten eher kaum...]

    Wenn du nun hin und wieder mal einen Gig mit deiner Band hast für drei vier Stunden und die Dinger sonst einmal die Woche im Probenraum genutzt werden, dann wären die teuren Amps sicherlich unverhältnismäßig teuer. Da hätte man das Geld lieber in ein anständiges Mikrofon für den Leadsänger stecken können. Und für sowas sind die T-Amps und DAPs auch ideal und auch gedacht. Denn allein vom Kostenfaktor ausgehen ist es für eine Band die mal im Monat einen Auftritt macht kaum möglich sich Markenamps zu kaufen. Und da es auch nicht notwendig ist (denn keine klanglichen Einbußen, denn auch Lautsprechersysteme sind meißt keine highendprodukte) kann man die T-Amps gut und gerne kaufen, denn ihr Geld sind sie auf alle Fälle wert. gleiches gilt natürlich auch für die hier vertriebenen DAPs.
     
  3. tanzbubi

    tanzbubi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.03   #3
    ja das thema passt genau zu mir!!!!!
    du sprichst mir aus der seele:
    verständlich ist das bei mobielen discos oder reisenden nuterhaltern die endstufen auch gewichtsmäßig eine rolle spielen!!
    die antwort eben hat den punkt festeinbau völlig überlesen.
    ZB bei mir werden die endstufen einmal in das mischpult eingebaut und bleiben da drin bis sie kaputt gehen oder durch bessere (wenn mal geld da ist) ersetzt werden.
    sprich, mir ist es total egal ob ne endstufe 15 KG oder 35 kg auf die waage bringt.
    also laßt doch bitte mal den punkt gewicht einfach weg und beantwortet die frage bezüglich qualität der endstufen in punkto klang und belastbarkeit????

    danke
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.11.03   #4
    Das Problem dürfte sein, dass die T.Amps und DAPs hier noch keiner unter wirklichen Langzeitbedingungen getestet hat.

    Es ist ja weder nur die Zeit, die eine Endstufe "am Stück" packen muss, noch ist es nur der Transport.
    Tourbetrieb oder aber auch Festinstallation mit regelmäßigem Einsatz (sprich mehrere Veranstaltungen/Woche mit jeweils eingigen Stunden) verlangen ja auch dem "Betriebsstundenzähler" (sozusagen) einiges ab.
    Speziell in deinem Fall (Tanzstudio), wo die Pegel moderat bleiben sollen, kann ich mir vorstellen, dass die günstigemn Amps da durchaus tun - eine Disco, wo dreimal die Woche von 20h bis Sonnenaufgang "voll Power" gefahren wird, würde ich damit nicht ausrüsten wollen.

    Jens
     
  5. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.11.03   #5
    ACK @ Jens
     
  6. animalcracker

    animalcracker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.03   #6
    tag allerseits

    danke für die umfangreichen antworten sehe es ja eigentlich genauso! der service bei den markenamps ist wohl extrem wichtig (falls mal was schief geht)!man muss wohl selbst abschätzen können was sich rentiert!
    aber danke für eure aspekte!gute argumente!

    mfg man
     
  7. S.L.E.D.

    S.L.E.D. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.03   #7
    @Jens.
    hallo..
    was verstehst du unter dauerbelastung, wie lang muss sowas sein?

    gruß
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.11.03   #8
    Eigentlich so, wie ich es oben geschrieben habe... ;-)

    Es gibt bei Endstufen (wie auch bei anderen Geräten aller Art) diverse Qualitätskriterien. Zum einen müssen natürlich die technischen Daten eingehalten werden und das ganze Ding muss "tun". Dann sollte speziell eine Endstufe auch mal klaglos mehrere Stunden unter Vollast laufen können, ohne wegen z.B. Überhitzung irgendwelche Zicken zu machen. Eine Endstufe, die das nicht erfüllt, ist eigentlich sofort disqualifiziert.
    Das leisten aber z.B. die hier gerne empfohlenen "Billig"-Teile wie T.Amp und DAP Palladium (zumindest scheint es da von Kundenseite keine größeren Beschwerden zu geben, und auch die Leute aus dem Forum, die diese schon getestet haben, waren wohl zufrieden) durchaus.

    Die nächste Frage ist aber (und da stehen Erfahrungen noch aus), wie sich die Teile bei regelmäßigem Einsatz über Monate oder länger machen. Bei QSC, Bell, und wie sie alle heißen, weiß man das aus jahrelanger Tourerfahrung bzw. aus Festinstallationen. Die DAPs und Co. bindet sich aber (aus einem gewissen berechtigten Misstrauen) eigentlich kein Profi ans Bein, so dass solche "Feldversuche" kaum zu machen sind. Eine Endstufe kann locker 10 Jahre zufriedenstellend arbeiten, wenn sie "nur" wöchentliche Proben und ein paar Handvoll Gigs im Jahr "ableisten" muss. Bei allem, was darüber hinausgeht, trennt sich die Spreu vom Weizen - weswegen man als kleine Band jedoch trotzdem u.U. mit einer "günstigen" gut beraten sein kann, eben weil solche Extrembelastungen nicht auftreten.

    Ein gutes Beispiel sind vielleicht Hausgeräte wie Waschmaschinen, Staubsauger, Öfen etc.: Auch gute und solide Markenware, die den typsichen Haushaltsbetrieb locker bewältigt, ist im industriellen (Dauer-)Einsatz fehl am Platze. Schau dir mal die Staubsauger von Gebäudereinigungsfirmen, die Waschmaschinen im öffentlichen Waschsalon oder die Öfen in einer Pizzeria an, dann weißt du, was ich meine.

    Genaue Zahlen oder Zeitdauern kann ich dir nicht nennen, da sind die Grenzen fließend...

    Jens
     
  9. S.L.E.D.

    S.L.E.D. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.03   #9
    also zum test der Tamp 2400 kann ich nur eines sagen..
    bis jetzt keine problem..
    sie läuft als festinstallation gebrückt in einer disco für den bass..
    auslastung ca. 80%, seit ca. 1 jahr...

    die disco spielt party und chart hits do. fr. und sa. von 22°° bis 4 °°

    also bis jetzt bin ich zufrieden..

    gruß
     
  10. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.11.03   #10
    DAS ist die Art von Info, die wir brauchen! ;-)

    Das ist doch wenigstens schonmal ein Anfang; ein paar mehr Meinungen sollten dann bestätigen, ob du Glück gehabt hast, oder die Dinger wirklich auch Langstreckenläufer sind. Statistik brauchen wir... :!:

    Jens
     
  11. animalcracker

    animalcracker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.03   #11
    tag leute

    tja das ist mal ne gute nachricht!hat niemand sonst so eine art von info?
    die t-amps haben doch genügend leute und wenigstens schon ein jahr ist ja nicht so neu wie die daps!
    wie machen sich die leider schweren t-amps im dauereinsatz?das wurde glaub ich noch nicht besprochen?!

    mfg man
     
  12. Larry_Croft

    Larry_Croft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.03   #12
    wenn du dich bis zum 24.12 geduldest hab ich evt. auch eine ;-)
     
  13. ph-showtechnik

    ph-showtechnik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.03   #13
    Hab das mal bei einem großen PA-Verleih erlebt...
    ... es wurden seinerzeit neue Endstufen bei dem Laden eingeführt und es fand eine Teststellung seitens des Herstellers statt.
    Es wurden recht brutale Testmethoden angewandt ( Kurzschluß bei Maximalleistug, Überhitzung.....). Die meisten Stufen gingen nur in den Protectmodus und liefen anschließend weiter ( Teilweise unter 2 OHM).
    Ein Gerät wurde aus 2 m höhe fallen gelassen und außerdem wurden noch Netzspannungsprobleme simuliert.
    Die Kisten die hinterher den Löffel abgeben hatten oder irgendwie komisch reagierten, waren halt nicht tourtauglich. Es wurde dem Hersteller nahegelegt, an der Verarbeitetung und der Schaltung zu arbeiten. Es ging um einen fetten Auftrag ( 200 Endstufen).
    Das würde ich einem T-AMP oder DAP nicht zumuten.
     
  14. animalcracker

    animalcracker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.03   #14
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    die testmethoden kommen mir irgend wie vor wie aus tools4musik!
    hab ich schon öfters wo gelesen das die solche tests durchführen!
    wenn jemand weiß welche ausgabe das war(mit den endstufen) würde mich intressieren!!

    mfg man
     
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