Proberaum mit Nachbar - wie dämmen?

  • Ersteller Ersteller rosali9502
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  • #21
das ist eine Faserplatte, die hinter Gipskarton angebracht wird.
Ein Schallschutz funktioniert i.d.R. aufgrund mehrerer entkoppelter Schichten (ausser bei einer massiven Betonwand). Wenn Du eine Schicht von einem besseren Material hast, macht das oft gar nicht so viel aus. Sieht man an diesem Beispiel: 2x2 Schichten Rigidur H (Dichte: 1.2t/m3) sind gegenüber 2x2 Schichten hundsnormaler Rigips Bauplatte (Dichte 0.85t/m3) nur 8dB besser. Die 63dB der Rigidur H erreichst Du aber gemäss Tabelle auch mit ner hundsnormalen Rigips Bauplatte, wenn Du den Abstand von 75 auf 100mm erhöhst. Die Konstruktion ist also entscheidender, als dass Du super spezielles Material verwendest, weil es sowas nicht gibt.


Rigips.webp
 
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  • #22
Schließen die Fenster noch gut? Wenn Nein bringt hier Fensterdichtband (Teas Moll) auch schon was.
Ansonsten finde ich den Vorschlag die Fenster durch OSB Platten ode ähnliches Temporär zu verschließen auch sehr gut und einfach umsetzbar.


Könnt ihr Eure Probe nicht auf eine Wochentag zu Zeiten legen wo laute Geräusche unkritischer sind?
Nein. Weil da lauter Berufstätige sind (teils mit Sa-Arbeit) und ich als Alleinerziehend darauf angewiesen bin, dass die Großeltern das Kind betreuen. Und die machen das nicht spät in der Nacht, denn das Kind liegt 18:30 im Bett und dahin muss es erstmal kommen. Früher anfangen geht nicht, weil die Hälfte noch arbeitet.

Wir proben alle 2 Wochen nur diese 2 Stunden.
 
  • #23
Ich würde es mit einer Matratze versuchen, die groß genug ist damit es in den Fenster-Ausschnitt der Wand stramm rein passt. Wichtig wäre für mich da, dass die Matratze leicht aufs Fenster drückt damit das nicht schwingen kann. Und wenn sie stramm da drin sitzt, dann fällt sie auch nicht so leicht raus, ist aber nach der Probe leicht zu entfernen. Das Lüften des Raums muss ja ohnehin außerhalb der Probezeit erfolgen, denn dazu müsste ja das Fenster geöffnet werden. Aber wenn der Dämmblock im Fenster-Ausschnitt nur rein gesteckt wird, dann geht das ja ratz fatz. Das hatte mal vor Jahren ein Jugendzentrum hier bei uns auch so gemacht. Schalldämmung war notwendig wegen der Nachbarn und es musste schnell und billig gehen um während Konzerten den Veranstaltungsraum zu dämmen. Die hatten danach nur mehr mit notorischen Nörglern ("Ich kanns zwar nicht hören aber die machen da sicher Krawallmusik drin, die G'fraster") ein Thema, das aber die örtliche Polizei dann regelte.

Ein Vorhang innen hilft da nicht wirklich, wenn der dicker ist (Molton) und in großen Wellen aufgehängt ist, kann der im Raum die Akustik verbessern (weniger Raumhall) aber die Schallübertragung nach außen wird da praktisch gar nicht verringert.
 
  • #24
Hallo,

ich würde sowas wie Akustik-Dämmwolle ("Steinwolle"...?) oder Akustik-Dämm-Schaumstoff-Blöcke passend zurecht schneiden und in den "Fensterkasten" einsetzen.
Damit es nicht rausfällt, eine Platte aus OSB-Plattenmaterial o.ä. passend zurecht sägen so dass die Fensterausparung gut überdeckt wird.
Die Platte würde dann am das Fenster umgebende Mauerwerk festgeschraubt werden.
...

@rosali9502 - so ähnlich hat das die Band gemacht, deren Proberaum ich hin und wieder für meine Workshops anmiete: Akustik-Dämmwolle auf einer passenden OSB-Platte befestigt, um damit das Fenster abzudichten. Der Unterschied ist, sie haben Griffe an die Platte gemacht damit man sie herunternehmen kann, um das Fenster zwischenzeitlich mal zu öffnen.

Wie ein Kollege sagte, Schall ist wie Wasser, der findet immer einen Weg. Ausserdem: Schall (nicht Körperschall) überträgt sich vorwiegend durch die Luft, wenn Du also Schall stoppen willst, musst Du das Fenster luftdicht und mit hoher Masse abdichten (der abgedachte Vorhänge wird helfen, aber nicht besonders viel). Das Abdichten des Fensters wird die mittleren und hohen Frequenzen, die durch dieses Fenster nach draussen gelangen, zuverlässig reduzieren, aber nicht so sehr den Bass, denn dieser wiederum überträgt sich stärker über "Körperschall", also das Mauerwerk, den Estrich, Rohre, etc. Für letzteres hilft wirklich nur, die Bassenergie zu reduzieren, am besten durch leiser spielen, weniger bassig spielen (ich bin selbst auch Bassist und weiß, dass das in der Übergangsphase weh tun kann), Bassdrum in der Lautstärke reduzieren.

Bei Schall, der durch die Luft übertragen wird, sehe ich bei Euch zwei Probleme, auf die Ihr Euch konzentrieren müsst, Snaredrum und Trompete - diese strahlen sehr laut im mittleren und höheren Frequenzbereich ab, also für diese beiden: Fenster abdichten.
Bass und Bassdrum (und wahrscheinlich die Standtom) sind bassgewaltig, hier müsste Ihr den Körperschall in den Griff bekommen bzw. die vom Instrument abgestrahlte Bassenergie verringern, indem Ihr die Lautstärke reduziert.

Und ja, es wäre am besten, von vornherein mit dem Nachbarn in Kontakt zu treten, vor der ersten Probe, nach der ersten Probe, und dann immer wieder, je nach Stand der Entwicklung.

Such mal hier im Forum nach den Links, wie man eine Snaredrum gut klingend (!) leiser bekommt. Selbiges für die Becken. @nichtrauscher zur Hilfe, bitte erklär mal, wie Du Dein Drumset leiser bekommen hast.

Wenn der Bassist und der Drummer dann jammern: Es gibt Hilfsmittel, wie man bei geringem Basspegel den Eindruck von körperlicher Kraft wieder erzeugen kann.
Für Basser: Das sog. Pleasure-Board. Ein Brett, auf das der Basser sich stellt, und welches vom Bassamp angetrieben, vibriert. https://www.musik-produktiv.de/eich-amplification-bass-board-s.html

Für Drummer: Der sog. Butt-Kicker. Ein Elektromotor, der an den Drum-Seat montiert wird, und der beim Schlag auf die Bassdrum ein wenig vibriert. https://www.thomann.de/de/cat_BF_buttkicker.html*
 
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  • #25
so ähnlich hat das die Band gemacht, deren Proberaum ich hin und wieder für meine Workshops anmiete: Akustik-Dämmwolle auf einer passenden OSB-Platte befestigt, um damit das Fenster abzudichten. Der Unterschied ist, sie haben Griffe an die Platte gemacht damit man sie herunternehmen kann, um das Fenster zwischenzeitlich mal zu öffnen.
So ähnlich hatte ich es in meinem Keller mitten im Wohngebiet auch gemacht, war nicht komplett schalldicht, hat aber die Emissionen deutlich gesenkt. Allerdings war es bei mir keine Akustik-Dämmwolle, sondern normale Steinwolle aus dem Baumarkt, in Plastikfolie eingeschlagen. Ich hatte die Konstruktion mit Scharnieren in dieser Art vom Fenstersturz abgehängt, konnte sie also komplett entfernen oder aber zum Lüften hochklappen.
1778320099410.webp
 
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  • #26
Akustik-Dämmwolle, sondern normale Steinwolle aus dem Baumarkt,
Die Unterschiede sind für diese Anwendung irrelevant. Sonorock ist ziemlich optimal für Hohlräume in Wänden, Bassfallen... Wichtig für die Hohlräume ist die Passgenauigkeit.
 

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