Proberaum Umbau

GieselaBSE

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Moin. Wie letztens schon angedroht, will ich euch mal die Entwicklung unseres Proberaums präsentieren.

Einleitung:

Ursprünglich haben wir in einem Hamburger Bunker geprobt wie so viele von uns.
3. Stock, kleiner Raum, geteilt durch wer weiß wie viele Bands. Und da wir bei Incantatem nun mittlerweile 6 Personen sind, war das nicht wirklich zufriedenstellend, zumal ich ja ein Equipmentfreak bin und in solchen Proberäumen ja meistens eine Grotte steht, die von jedem mal befummelt wird.

So war es denn auch bei uns. Da unser Dudelsackspieler in Berlin studiert, proben wir immer gleich ein ganzes Wochenende, dafür aber meist nur einmal im Monat.
Und dann in einem solchen Bunkerloch ein ganzes Wochenende zu verbringen ist wirklich nicht Stimmungsfördernd.

Idee:

Ich wohne recht ländlich ausserhalb von Hamburg mit grossem Garten und Obsthöfen ringsherum, und direkt nebenan steht eine alte Scheune mit einem Partyraum drin.

Da habe ich den Besitzer gefragt, ob wir den nicht mieten können und vielleicht für unsere Zwecke ein bisschen modifizieren. Das hat er aber leider verneint. Doch in der Scheune war noch ein Raum frei. Dort haben früher Obstpflücker gehaust, ein Raum mit ca. 5x5m. Den könnten wir günstig mieten und umbauen. Das war doch schon was. 5x5m ist zwar nicht soo groß, doch für uns 6 Leute geht das kuschlig.

So sieht es von außen aus:

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Und so war der Stand der Dinge bei der ersten Besichtigung:

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Sogar mit kleiner Duschkabine ;)

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--- Beiträge wurden zusammengefasst ---

Aufgabe:

Erstmal leerräumen und alles rausreißen, was da nicht reingehört.

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Recht marode alles, die Holzdecke mussten wir auch rausreißen. Darüber teilweise lockere Steine, die habe ich mit Mörtel wieder befestigt. Der "Fußboden" besteht vom Prinzip her aus Steinen die lose auf den Erdboden gelegt wurden, recht fußkalt das Ganze.

>>> zur Forsetzung
 

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Schöner Thread. :-)

Bin sehr gespannt, was daraus wird! Vor Allem weil ich mich (wie du ja mitgekriegt hast) auch gerade mit akustischem Ausbau beschäftigt habe, bzw. noch tue, wenn auch in anderem Umfeld. ;-)

Liebe Grüße,
Bacchus
 
Hochinteressant! :weird: Bitte mehr davon! Und was für ein Projekt! :eek:

Alles Liebe,

Lim
 

  • Ersteller
  • #4
Ich arbeite in einer Rollendruckerei und die Papierrollen kommen liegend auf Paletten bei uns an.
Damit sie fest verzurrt werden können, liegen obendrüber Spanplatten. Immer in verschiedenen Farben und Stärken.
Die müssen wir normalerweise entsorgen, diesmal habe ich sie in den Proberaum an die Decke geschraubt.
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Die Fenster sind von aussen zu öffnen und eher rustikaler Bauart.
Deswegen haben wir die Fenster vergittert und von innen mit einem zusätzlichen Klappfenster ausgestattet (nicht im Bild).
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Den Fußboden haben wir mit einer Schicht Paletten ausgelegt (von unten mit Gummimatten in etwa in der Höhe ausgeglichen), auch eine Gratisdreingabe meiner Firma
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Darüber 2 Schichten Spanplatten (dafür hatte ich extra gleiche Platten rausgesucht)
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--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Die Elektrik musste auch komplett neu, da die bisherige Verkabelung an einer 10A-Sicherung hing.
Dafür haben wir die danebengelegene Kühlhalle angezapft. (Natürlich alles vorher abgeklärt und mit Stromzähler sowie ausreichend Absicherung versehen).
Zum Glück kennen wir genug Elektriker, so konnten wir die Kosten wieder sehr gering halten.


Nun aber zur Akustik:
Wir haben in der Firma gerade eine Zwischenwand eingerissen, so daß wieder Material für lau frei wurde:
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Damit habe ich in einer Raumecke eine dicke Bassfalle errichtet (ist hinter dem Drumset).
Oben in der Ecke sind auch noch alte Akustikelemente an die Wand gekommen (Bin nicht sicher ob die jetzt so richtig effektiv sind, aber schaden tun sie bestimmt nicht)16.webp 17.webp 18.webp
Mit rotem Stoff verkleidet (hatte meine Mutter noch übrig / Budget ;) ) sieht das doch recht schick aus.

Auf der anderen Raumseite habe ich die restlichen Matten zusammengerollt und in die Ecke geschraubt.
Das war das einzige was möglich war, da die restlichen Raumecken später zugestellt sind oder anderweitig gebraucht wurden.
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Das waren die Akustischen Maßnahmen auch schon fast, ein paar Akustikplatten hängen noch an der Decke weil die durch die beschichteten Platten sehr viel Hall verursacht haben. Dann noch 2 große Schaummatten an die Wände geklebt (aber nur weil wir sie noch hatten) und fertig.
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Und schon sind wir eingezogen8-)
Das Drumset stand auf den Fotos nur provisorisch, mittlerweile sind die Becken etwas anders positioniert und ein Teppich liegt unter dem Set. Besser ist das;-)

Die Akustik im Raum ist für meine Empfindung genau richtig. Ich habe den Raum jetzt nicht ausgemessen. Wollte ich ursprünglich machen, habe ich aber dann doch nicht gemacht, aufgrund von Faulheit und weil ich den Raumklang gut finde. Soll ja kein Studio bzw. Abhöre werden...
Während der Probewochenenden fühlen wir uns im Raum wohl (nicht zu tot) und trotzdem hören wir alles gut ohne allzu große Feedbackgefahr.
 
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Hast du die Bassfalle in der Ecke nur verkleidet oder doch noch mit Folie eingepackt?

Geile Nummer :-)
 
Danke für die schöne Dokumentation! :great:
 
  • Ersteller
  • #7
Die Bassfalle habe ich nicht mit Folie eingepackt weil der Stoff ziemlich dick ist und ich gerade keine Folie zur Hand hatte.
Also wieder nur eine Zeit und Faulheitsmaßnahme. Ich gehe jetzt mal davon aus, daß da keine Fasern rauskommen dürften.

Die Wirkung dieser Maßnahmen sind allerdings immer wieder beeindruckend, besonders wenn man die vorher/nachher Akustik im Raum miterlebt hat.
Gerade die Holzplatten an der Decke haben sehr viel Hall im Raum erzeugt (im Vergleich zu den Rundungen vorher).
Bassfallen in der Raumecke sind immer die erste Maßnahme die ich machen würde, erst danach lausche ich ob es Probleme in den Höhen gibt.
Meistens nicht oder eher wenig, da der Bassbereich echt besser hörbar ist.
 
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Hi,
wow, toller Bericht, ich wünsche dir und deinen Bandkollegen viel Spaß im neuen Raum.
Ich hab meinen auch vor kurzem fertiggestellt und das macht einfach Spaß, wenn alles neu, sauber und vor allem trocken (also der Raum ;-)) ist.

Gruß
Bruzzi
 
Aloha und erst einmal Glückwunsch zur erfolgreichen Umbauaktion!
Ich möchte dir einen Ratschlag ans musikalische Herz legen: Pack die Mineralwolle luftdicht in Folie ein!
Leider ist es möglich, dass sich zwischen Wand und Mineralwolle Schimmel bildet, wenn sich z.B. Kondenswasser bildet.
Das jeweilige Temperaturgefälle zwischen Außen- und Innenwand sollte beachtet werden.
Die vorhandene Dämmschicht erhöht das Risiko der Kondenswasserbildung, gerade wenn sie, die Dämmwolle, direkt und ungeschützt an der Wand anliegt und unter anderem dadurch keine Luftzirkulation möglich ist. Das Thema kann schnell umfangreich werden...

Lange Rede kurzer Sinn:
Dämmwolle nochmal raus....... vakuumieren und wieder rein... vorher natürlich auf Restfeuchte achten...

Viel Spaß und Erfolg beim Proben!
 
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  • #10
Hi BlackSun,
ich habe bei meinem Umbau auch keine Folie (nur am Boden) verwendet.
Ich dachte, dass dann die Feuchtigkeit nach dem Proben nach außen diffundieren kann
und nicht im Raum bleibt.
Ich habe also genau falsch gedacht??
Ich stelle meinen Umbau (neuer Thread) mal hier ein, dann kannst du dir mal ein Bild machen und deine Meinung zu der Isolierung mitteilen.
Gruß
Bruzzi
 
  • Ersteller
  • #11
o.k. das habe ich nicht bedacht. Danke für den Hinweis.
Allerdings geht die Bassfalle in der Ecke nicht bis zum Boden (hört ca. 15cm über dem Boden auf) und die Ecke wo sie sitzt ist keine Aussenecke.
Ist das dann trotzdem nötig?

17-jpg.395149


Evtl. dürfen wir die Wand hinter dem Schlagzeug auch noch wegreissen und den Raum so ca. verdoppeln, dann werde ich das auf jeden Fall nachrüsten.
Vorher hoffe ich einfach mal daß wir da kein Schimmelproblem bekommen.
 
  • #12
Die Schimmelbildung als Problem sollte man über einen längeren Zeitraum betrachten.
D.h. wir reden nicht von heute oder morgen bis die Sporen gesundheitsschädlich sein können... eher über Wochen, Monate bis Jahre. Des Weiteren sieht Schimmel nicht hübsch aus und kann stinken.
Somit sei nochmal kurz zusammengefasst: Wenn du noch in nächster Zeit bauliche Veränderungen umsetzen willst, kein Problem! Denk einfach nur daran gleich die Mineralwolle o.ä. vollständig "einzutüten" und auf Nummer sicher zu gehen. Dein Körper wird es dir danken (in dem er etwas später anfängt zu quängeln... ^^)

Bezüglich deiner Frage zum Bassabsorber: Nun ja, das Riskio der Kondenswasserbildung besteht weiterhin, somit "Ja, dass solltest du nochmal nacharbeiten.".
Im Zweifelsfall: Hol dir einen fähigen Handwerker deines Vertrauens und lass dich beraten.

MfG Majo
 
  • #13
Ein schöner Übungsraum und sicher 1000x besser als im Bunker. Aber bei nur 25 qm fällt mir auf, dass das riesige Sitz- oder besser Wohnelement doch wohl eher auf einen zünftigen "Partyraum" hindeutet? Welche Instrumente/Gerätschaft werden denn im Raum stehen (müssen)? Und "donnert" der Fußboden nicht?
 
  • #14
… eigentlich machen sie ja gar keine Musik, weisst Du :D
 
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  • #15
...und Obstplantagen im Umfeld lassen vermuten, daß die "Brennerei" auch nicht weit weg ist.

Zumal auch nur einmal im Monat (siehe Eingangsthread) geprobt wird. Na, da wäre ich auch gerne mal "Probeverkoster" ! :tongue:

(Nix für ungut...., gute Musiker brauchen halt nicht viele Proben.)
 
  • #16
Cool ein Hamburger Adoro Drumset :)
kriegen ab Februar eins, seid ihr zufrieden und ist die geringere Lautstärke gravierend? Kommt man auch ohne Drum Shield gut mit der Bühnenlautstarke klar?

Gruss
 
  • #17
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  • #18
meinte es auch eher allgemein und bezogen auf gigs :)

Die Adoros sind ja auch extra auf diese Ansprüche konzipiert.
 
  • #19
Extrem Geil!!!

Udn noch ein Danke für den Artikel ^^
A
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
uf jeden Fall sehr schöner raum gweorde. Ich arbeite mit meiner Band auch Grad drann.
Hab mir mal n paar Sachen abgeschaut xD

LG Nico ;)
 
  • #20
Wirkt denn die Mineralwolle überhaupt noch als Bassfalle, wenn man sie eintütet? Ich würde vermuten, die Tüte reflektiert dann einfach das meiste.

Auf den Boden würde ich noch nen Belag machen, die Spanplatten halten zu viel Bier bestimmt nicht gut aus. 8-)

Grüße
Schwob
 

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