Baubericht Nr. 10
Hallo zusammen,
ich dachte es wäre an der Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben.
Der Bau ist nicht etwa eingeschlafen, nur fehlte mir leider ein bisschen die Zeit um mich ausgiebig meinem Bass zu widmen.
Ein paar Kleinigkeiten, über die es sich eigentlich nicht lohnt zu berichten, habe ich in den letzten 2 Wochen zwar gemacht, aber ich bin erst heute Abend einen erwähnenswerten Schritt weiter gekommen.
Entgegen meinem ursprünglichen Plan den Hals einzuleimen, habe ich mich nun doch für einer Schraubvariante entschieden. Grund dafür ist die eigene Unsicherheit, was den richtigen Halswinkel und somit die spätere Bespielbarkeit angeht.
Sagen wirs mal so: Ich traue mir selbst nicht so ganz.

Wie auch immer, jetzt ist es sowieso zu spät sich noch den Kopf darüber zu zerbrechen, die Löcher sind drin und es gibt auch kein Zurück mehr.
Der klangliche Unterschied zwischen geleimt und geschraubt dürfte wahrscheinlich sowieso eher marginal sein und wenn nicht, werde ich es wohl nie erfahren...
Wie schon beim ersten Bass kamen auch hier wieder Rampamuffen und Maschinenschrauben zu Einsatz. Diesmal habe ich mich aber mit M4-Schrauben und auch nur 4 Stück davon begnügt und habe nicht 6 M5er reingehauen, wie beim weißen Donnerkeil (das ist übrigens der Name, den der Bass nun endlich auch bekommen hat. Immer nur über den ersten Selbstbau zu reden wird der Sache einfach nicht gerecht und Donnerkeil spiegelt den Charakter der Basses wunderbar wieder

. Das aber nur am Rande...)
Zurück zum eigentlichen Thema. Ich muss mir nun noch Gedanken über den Hals-Korpusübergang machen, der nun wahrscheinlich anders ausfallen wird, als wenn ich geleimt hätte. Ganz schlüssig bin ich mir noch nicht, entweder es wird einfach und kantig, wie mans von Fender kennt, oder es wird noch ein Stückchen an den Halsfuß geleimt, dass dann fließend in den Korpus übergeht. Das hängt davon ab, ob das kleine Stückchen Verschnitt des Halsrohlings dafür ausreicht.
Ach ja, den Übergang zur Kopfplatte habe ich auch noch ein bisschen zurecht geschliffen und ärgere mich da über die unsaubere Leimfuge, die einen hässlichen dunklen Fleck hinterlässt. Mit Schleifen bekommen ich das nicht weg, im Gegenteil, das wird es sogar noch schlimmer. Hat jemand einen Tipp, wie man das kaschieren kann ohne ein Furnier drüber zu leimen?
Bild 51: Beim Einschrauben der Rampamuffen. Das Metallstücken dient dabei als Führung um die Muffen senkrecht einschrauben zu können.
Bild 52: Die eingesetzten Muffen.
Bild 53: Nochmal der Halsfuß samt Muffen und Schrauben.
Bild 54: Der angeschraubte Hals, allerdings noch ohne die sog. Halspitten, sprich die Beilagscheiben, die später bündig mit der Korpusunterseite abschließen werden.
Bild 55: Der Übergang vom Hals zur Kopfplatte. Ist ein bisschen schlanker geworden, hat aber immer noch ganz gut Fleisch.
Bild 56: Hier ist mein Ärgernis ganz gut zu erkennen. Wie gesagt, über Tipps zum Kaschieren dieser optischen Fehlstelle wäre ich sehr dankbar.
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