Querflöte und Ocarina

von Mangore, 03.03.19.

  1. Mangore

    Mangore Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.02.19
    Zuletzt hier:
    30.11.19
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Bornheim
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    301
    Erstellt: 03.03.19   #1
    Heute hab ich in der Kirche ein paar Duo-Stücke (von Boismortier) zusammen mit einer Querflöte gespielt. Uns beiden hat es gut gefallen und dem Publikum auch. Der Klang der Ocarina passt gut mit der Querflöte zusammen.
    Ich bin hinterher von einigen Leuten auf das Instrument angesprochen worden. Sie wunderten sich, wie man aus einem so kleinen Instrument so viele (und laute) Töne herausbekommt (es war eine AC Doppel-Ocarina)
    In der Adventszeit hab ich mal mit der Bass-Ocarina ein paar Solo-Lieder gespielt, das ist auch gut angekommen. Damals hat mich ein Koreaner aus dem Publikum angesprochen und mir erzählt, dass er das Instrument aus seiner Heimat kenne ...

    Was mich ein wenig beunruhigt, ist die Neigung dieser Ocarina zum "Heiserwerden", selbst wenn man das Instrument vorgewärmt hat und nicht reinsabbert.
    Weiß jemand, ob die "Forte"-Modelle in dieser Hinsicht weniger problematisch sind?
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.05.13
    Beiträge:
    6.275
    Ort:
    Vorgebirge/Rhnld.
    Zustimmungen:
    3.140
    Kekse:
    50.941
    Erstellt: 03.03.19   #2
    Hallo Mangore
    Das Heiserwerden wird vermutlich durch eine Feuchtigkeitsansammlung im Kernspalt verursacht. Die kann durch ganz unterschiedliche Faktoren begünstigt werden und entsteht durch Kondenswasser (hat also nichts mit Reinsabbern zu tun) vor allem dann, wenn die Umgebungstemperatur beim Spielen kalt ist.
    Von welcher DAC und von was für einem Forte-Modell sprichst Du?

    Der Windkanal muss blitzsauber sein, damit das Kondenswasser gut abgeleitet wird.
    Bei Kunststoff gibt es regelmäßig Probleme, da das Material nicht saugfähig ist. Durchspülen mit Spülmittel soll helfen, weil dann die Oberflächenspannung des sich sammelnden Wassers von den Spülmittelresten reduziert wird und kleine Tropfen besser vom Luftstrom weiter getrieben werden können. Mir schmeckt das nicht. Ich spiele lieber auf Tonflöten.
    Was das nun ausgerechnet mit Forte-Modellen (von welchem Hersteller?) zu tun haben soll, ist mir nicht bekannt.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  3. Mangore

    Mangore Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.02.19
    Zuletzt hier:
    30.11.19
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Bornheim
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    301
    Erstellt: 04.03.19   #3
    Hallo Lisa2,

    vielen Dank für Deine Antwort. - Dass es an der kalten Umgebungstemperatur liegt, hab ich schon am Anfang gemerkt, als ich die Ocarina neu bekommen hate. Ich hab (wegen der Lautstärke) immer im Auto geübt, und bei den winterlichen Temperaturen ist sie dann ziemlich schnell "heiser" geworden. Ich dachte schon, dass irgendwas mit dem Instrument nicht stimmt und wollte sie schon fast wieder zurücksenden, bis ich dann (nach kurzer Internet-Recherche) rausgefunden habe, woran es liegt.

    Also, es ist eine "AC Double Ocarina Regular" von "Stein". Ich hab mir bei unserem Auftritt sicherheitshalber noch eine normale (einfache) 10-Loch-Ocarina (C3) in die Hosentasche gesteckt, um notfalls wechseln zu können, falls die andere streiken sollte.

    Von "Stein" gibt es auch Modelle mit der Bezeichnung "AC Double Ocarina Forte", die lauter klingen und mehr Luft benötigen sollen. Ich dachte mir, dass hier die Luftkanäle vielleicht etwas größer sind und nicht so schnell durch Kondenswasser blockiert werden. Vielleicht probiere ich es mal aus.
     
  4. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.05.13
    Beiträge:
    6.275
    Ort:
    Vorgebirge/Rhnld.
    Zustimmungen:
    3.140
    Kekse:
    50.941
    Erstellt: 04.03.19   #4
    Forte Ocarinas haben nicht zwingenderweise einen weiteren Windkanal. Bei denen ist das Tuning etwas anders. Das ist so eingerichtet, dass die korrekte Tonhöhe erst bei hohem Blasdruck erreicht wird. Das Gegenteil sind die Softblow Okarinas. Bei denen wird die korrekte Tonhöhe bereits mit geringem Blasdruck erreicht. Dass solche Unterschiede möglich sind, hängt mit der Biegsamkeit der Töne zusammen. Die unteren Töne haben einen recht großen Intonationsspielraum. Nach oben hin wird der kleiner.
    Die DAC Regular von Stein habe ich auch in meiner Sammlung.

    By the way - Würde Dich gerne mal spielen hören! :-)
     
  5. Paule_

    Paule_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.12.09
    Zuletzt hier:
    5.07.19
    Beiträge:
    36
    Ort:
    Sachsen
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    10
    Erstellt: 08.04.19   #5
    Das Problem mit dem verschmutzen des Windkanals scheint wirklich weit verbreitet zu sein. Während dem Konzert kann man das Instrument schlecht schnell mal reinigen. Um den Windkanal schnell mal zu befreien, halte ich alle Tonlöcher (Fachbegriff unbekannt) zu und blase stark in das noch offene Loch auf der Unterseite der Ocarina, um den Windkanal in entgegengesetzter Strömungsrichtung einmal freizublasen. Funktionert bei leichter Verschmutzung recht gut.
     
  6. Mangore

    Mangore Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.02.19
    Zuletzt hier:
    30.11.19
    Beiträge:
    6
    Ort:
    Bornheim
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    301
    Erstellt: 08.04.19   #6
    Hallo Paule:

    Vielen Dank für den Tipp. Da es jetzt allmählich wieder wärmer wird, tritt das Problem seltener auf (ich spiele meistens im Auto oder im Freien). Die Bass-Doppelocarina scheint weniger anfällig zu sein (wahrscheinlich weil alles etwas größer dimensioniert ist).
     
Die Seite wird geladen...

mapping