Wenn du dich bei den Multis schon informiert hast dann ist das auch ok keines zu nehmen, hatte nur den Eindruck dass du da vorschnell entschieden hast aufgrund von schlechter Erfahrung mit irgendwelchem Billigmüll.
Die Frage ist jetzt noch - willst du es so haben dass alles Presetbasiert ist (d.h. du programmierst die einzelnen Loops und den Ampkanal auf eine nSpeicherplatz und rufst diesen per Midi Leiste auf) oder möchtest du einen Stompboxbetrieb (d.h. du kannst mit der Midi-Leiste jeden Loop einzeln aktivieren), was im Grunde nichts anderes wäre als würden die Effekte vor dir liegen. Der Vorteil bei den Presets ist das man gleichzeitig mehrere Loops an oder ausschalten kann und den Ampkanal wechseln kann - mit nur einem Fußtritt - während beim Stompboxbetrieb jeder Effekt einzeln geschaltet wird. Für letzteres bräuchtest du eine Midi-Leiste die CC (Continous Control) Befehle senden kann, und das können gerade bei den kleinen Leisten nur sehr wenige. Meine Empfehlung ist die Presetvariante - der programmieraufwand hält sich bei einem Looper ja sehr in Grenzen und ist daher schnell erledigt - die Steuerung am Ende komfortabler.
Du hast eine bessere Übersicht wenn du alles per Midi steuerst - wenn du einen Looper wie den RG-16 nimmst kannst du alles mit einem Fußtritt umschalten - das ist eine Wohltat wenn man Live spielt. Programmieren musst du die Presets für das RG-16 so oder so, von daher ist der Aufwand derselbe. Wie gesagt, das RG-16 und auch die Loops beim Patchmate können einen Fusschalter ersetzen. Du hast am Ende weniger aufwand beim Aufbau und musst dir auch keine Gedanken über Stepptanz machen - eine Taste gedrückt und schon steht der neue Sound. Das ist für viele Leute eigentlich einer der Hauptvorteile von MIDI.
Zur Wahl der Midileiste wäre meine Empfehlung, wenn es kompakt und einfach sein soll, immer noch das Boss FC-50. Man bekommt sie gebraucht recht günstig und sie ist auch sehr robust. Batteriebetrieb ist Möglich und die halten auch lange. Auf dem Fuß hat man auf die schnelle 10 Presets pro Bank - die Bänke muss man über kleine Schalter per Hand wechseln, das ist der Nachteil - es sei denn man schält einen Fusschalter dafür an die Leiste an - das ist zusätzliches Geraffel und selten erwünscht. Aber in der Regel reichen die 10 Presets für einen Song auch gut aus.
Als Rack reicht dann wohl ein 4HE Rack - oben die Stromleiste (damit würde ich dann alles mit Strom versorgen, auch den Amp - so hat man einen zentralen Schalter) als 2. den Looper und die unteren 2 HE für die Effekte die man am besten auf einer herausziebahren Ablage platziert damit man Parameter gut verstellen kann. Sollte ein Preamp dazukommen sind 4 HE schon wieder zu wenig und du müsstest auf 6HE gehen. Solltest du also schon stark mit dem Gedanken spielen dass noch irgendwas dazukommt nimmst du lieber mehr HE als zuwenig - der Preisunterschied ist eher marginal, dafür kostet ein weiteres Rack viel mehr.
Nun noch zum Preamp - programmierbar, analog - fallen mir jetzt auf die schnelle nur der Sansamp PSA-1, ADA MP-1, ADA MP-1 Classic, ADA MP-2 und Marshall JMP-1 ein. Gibts alle gebraucht zwischen 200-400€. Ich hatte schon den PSA-1 und den ADA MP-1 - beides gute Preamps aber sehr verschiedene Charakter. Der PSA ist etwas schwierig - den Sound muss man mögen, was auch sehr drauf ankommt was man so damit spielen will. Der ADA war recht universell - der typische 80's Sound - für Rock und Metal, aber auch Blues war er ziemlich gut. Eigentlich beide recht universell - aber da kommt man ums selber testen nicht rum. Der günstige Gebrauchtmarktpreis ist da vorteilhaft, man bekommt sie auch meistens ohne Verlust wieder verkauft.
Ein weiterer Preamp ist eigentlich ein vollwertiger Verstärker möchte ich sagen - du hast dann einen weiteren Verstärker mit eigenen Sounds zur Verfügung den du per Looper ohne viel Aufwand in ein vorhandenes Setup integrieren kannst. Da kann ich nur zum fröhlichen Preampkaufen und testen anregen - ich bin jetzt beim Mesa Boogie Studio Preamp gelandet und kann sagen dass ich meinen Preamp damit gefunden habe - das nächsthöhere wäre vllt mal ein Triaxis aber der ist eben nicht für unter 400€ zu haben - und klingt auch nicht besser als der Studio..dafür eben programmierbar mit 8 Voicings. Wo ich grade vom Triaxis rede - der ADA MP-1 ist sowas wie der Triaxis für arme mit 2 Röhrenvoicings und einem Transistorvoicing dass hervorragende Cleansounds liefert.