Recording im Proberaum

von MrMojoRisin666, 18.07.17.

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  1. MrMojoRisin666

    MrMojoRisin666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #1
    Hi,
    wie der Titel schon sagt, wir würden uns gerne im Proberaum selbst aufnehmen. Wir haben dabei wirklich null Erfahrung.

    Also einmal würden wir gerne unsere Performance einfach aufnehmen, um mal im Nachhinein zu checken, was wir eigentlich so treiben.

    Gestern mal probiert. Einfach mal ein Mikro zentral platziert, hat eigentlich gut funktioniert und alles wurde rel. gleichlaut aufgenommen und die Sachen die nicht, da wars am Aufstellen der Boxen gelegen. Also prinzpiell würden wir das so machen, außer es gibt bessere Vorschläge, wie man einfach das Gesamtwerk aufnehmen kann.

    So, wie ist es aber, wenn wir z.B. die Instrumente einzeln aufnehmen wollen. Bassistin ist derzeit nicht Verfügbar und Schlagzeuger haben wir nicht, wenn dann eh mit E-Drums wegen Lautstärke da wo wir proben. Daher behelfen wir uns mit Backing Tracks und Guitar Pro. Ich Gitarre, Kumpel auch Gitarre und ab und an Keyboard. Dazu eine Sängerin, er singt auch ab und an. Entweder als zweite Stimme oder Backing Vocals.

    So, bekommt man das alles einigermaßen hin, dass man separate Spuren bekommt? Bevor wir fleißig Equipment kaufen und dann merken, das kann ja gar nicht gehen.

    Ich hätte jetzt als Laie die Amps mit Mikro abgenommen, so eingestellt vom Pegel, dass sie möglichst wenig andere Geräusche mit aufnehmen (möglich?). Gesang geht in Interface. Problem sind halt die anderen Instrumente oder ist das einfach nicht möglich und man spielt einmal einen Song gesamt und dann jeder einzeln seinen Part?

    Jetzt egal wie es ist und wir es brauchen, wir haben mal kurz recherchiert zwecks größerem Interface mit mehr Eingängen.

    Da wurde ich nicht ganz schlau drauß, was der Unterschied ist, da für mich das eine Teil mehr kann, aber 200€ kostet, das andere 400€. Wo ist da praktisch der Unterschied?

    https://www.thomann.de/de/presonus_audiobox_1818vsl.htm

    https://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_x1222_usb.htm

    Ich mein, die offensichtlichen Unterschiede sind mir schon klar. Aber wo ist da der Haken. Einmal 6 Eingänge mit Mischpult, einmal 8 Eingänge mit weniger Reglern. Wie gesagt, wir kennen uns da nicht wirklich aus, was Sinn macht.

    Danke euch schon mal und viele Grüße
     
  2. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #2
    Hallo,
    der Unterschied im Kern ist: das eine ist ein kleines Mischpult mit der Option die Stereosumme auf einen Rechner aufzuzeichnen, das andere ein ausgwachsenes Interface mit 8 analogen Eingängen und der Option 8 weitere über adat einzubinden (und einer ausgewachsenen DAW als Dreingabe).
    Grüße
     
  3. MrMojoRisin666

    MrMojoRisin666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #3
    Ah ok, gut DAW bräuchten wir nicht. Stereosumme heißt, es ist nicht möglich jeden Kanal einzeln in der DAW aufzunehmen, oder?
     
  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #4
    Genau. Meines Wissens nach kann nur die Summe ausgegeben werden.
    Die "Artist"-Version ist auch interessant, weil jede Menge (einige GB) an Samples damit einherkommen.
     
  5. siebass

    siebass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #5
    moin,
    bevor ihr euch gedanken im detail macht, was seid ihr bereit auszugeben?
    wenn du einzelne kanäle aufnehmen willst mußt du eine DAW verwenden. da führt kein weg dran vorbei.
    ich bin halt ein fan von: reaper
    und: wenn einzelspuren, dann geht auch an einem interface kein weg dran vorbei, wobei inzwischen die grenze zwischen interface und mischpult sehr verwischt ist. etliche mischpulte, auch kleinere, sind inzwischen als vollwertige interfaces zu verwenden.
    aber auch das ist abhängig von euerer budget-antwort.
    wie du schon selber gemerkt hast: mit einem mikrofon geht schon was wenn ihr 'den richtigen' standort experimentell herausfindet.
    wie das ergebnis dann klingt hängt natürlich auch von der raumakustik ab.
    ihr könnte doch mal ein wenig experimentieren und überlegt euch beim anhören der aufnahmen, was ihr anders hören wollt. legt also euren focus (noch) nicht auf die hardware, sondern auf das ergebnis das ihr haben wollt (weniger raum, die instrumente präsenter, effekt auf dem gesang ... ?)
    horst
    ach ja, nachtrag: unterschätzt nicht den aufwand an zeit die ihr braucht , um euch in solch ein system einzuarbeiten. das ist lange und mühsam!
     
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  6. MrMojoRisin666

    MrMojoRisin666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #6
    Also gut, DAW ist ja vorhanden Tracktion/Waveform vor zwei Jahren oder so angeschafft, jetzt kommt es endlich mal zum Einsatz. Reicht uns bisher völlig aus.

    Gut, aber richtig sinnvoll ist es nicht, wenn wir im Raum aufnehmen die einzelnen Instrumente einzeln aufzunehmen oder? Ich mein, ich hab ja überall auch die anderen mit drin. Kannst ja nix mit den Spuren anfangen würd ich behaupten oder mal eine neu einspielen.

    Ich denke für das Live Recording im Proberaum würde ich 1 Mikrofon gut positionieren, muss man sich halt ranarbeiten.

    Und wenn wir eigene Sachen aufnehmen wollen, würde ich einmal die Instrumente zusammen aufnehmen und dann spielt jeder einzeln dazu seinen Part ein.

    Sinnvollere oder bessere Lösungen, wie gesagt, kenne mich nicht aus. So würde ich das jetzt als Anfänger betreiben.
     
  7. Captain-P

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    Erstellt: 18.07.17   #7
    Wenn ihr eine DAW ums verrecken vermeiden wollt, nehmt doch wenigstens in Stereo auf. Ein Mikro/Mono ist schon arg spartanisch. Heutzutage machen selbst Kinder fette Aufnahmen, da kann man mit sowas echt nicht ankommen.
    Entweder halt 2 Mikros vernünsftig Positionieren (Dann bitte über Stereo-Mikrofonie schlau machen)
    oder z.B: sowas hier verwenden: https://www.thomann.de/de/zoom_h1_m...MI4afArumS1QIVr7vtCh06fARoEAQYASABEgLS6_D_BwE
    Positioniert die Instrumente sinnvoll im Raum und ab dafür.
     
  8. MrMojoRisin666

    MrMojoRisin666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #8
    Ich glaub, dass mit der DAW kam vorhin falsch rüber. Die Aussage:
    bezog sich darauf, dass bei dem Presonus eine DAW dabei ist, aber wir schon eine haben, mit der wir uns auch schon bisschen auskennen. :D

    Ja, wie gesagt, deshalb bin ich ja hier, um mir Anregungen zu holen. Stereo, ja klar. Wie gesagt, kompletter Neuling, gestern erstmal gefreut, dass wir überhaupt was aufgenommen bekommen haben, aber keine Gedanken über Stereo/Mono usw.

    Das Zoom Teil hört sich interessant an.
     
  9. Vinterland

    Vinterland Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.17   #9
    Hallo MrMojoRisin666

    Also für mich stellt sich jetzt erstmal die elementare Frage,....Was wollt ihr mir dieser Aufnahme erreichen ?......
    wenn es wirklich nur darum geht, reicht auf jeden Fall solch ein Handrecorder, wie von @Captain-P empfohlen.
    Darf es etwas besser sein, dann würde ich dir den Tascam DR-40 mal empfehlen.

    [​IMG]

    Hier kannst du auch noch Mikrofone anschließen. Dynamische wie auch Kondensator Mikros, falls die internen Mikros nicht ausreichen sollten.
    Den DR-40 habe ich selber und kann den nur wärmstens empfehlen.


    Theoretisch funktioniert sowas sogar mit einem kleineren Interface, welches nur zwei b.z.w. vier Eingänge hat.

    Sowas hier.....

    [​IMG]

    Mit solch einem Interface nehme ich zu Hause komplette Bands auf....Allerdings nur mit E-Drum, weil ein akustisches Drum nun doch etwas zuuu laut wäre.
    Und was noch hinzu kommt, das dass richtige Mikrofonieren eines akustischen Drumsets einiges an KnowHow benötigt, welches ich in dieser Richtung nicht habe.

    Das E-Drum nehme ich zu Hause per Midi auf und den finalen Sound erzeuge ich dann mit dem PlugIn "Addictive Drums".

    Zum Ablauf ( nur mal zur Erklärung für dich @MrMojoRisin666 ) .....

    Wenn eine Session ansteht, fange ich mit den Drums an. Dazu bringt der Drummer eine sogenannte "Schmutzspur" mit.
    Das ist zum Beispiel eine Aufnahme mit einem Handrecorder aus dem Proberaum, wo die gesamte Band drauf zu hören ist.
    Diese "Schmutzspur" lege ich dann auf die erste Spur in meiner DAW.
    Auf die zweite Spur, lege ich dann eine Midispur an, in die dann Addictive Drums rein kommt.
    Der Drummer bekommt dann einen Kopfhörer auf, in dem er die "Schmutzspur" und sein Drum hört. Den Drumsound gebe ich ihm erstmal von seinem Modul,
    da ich so alles über Hardware Monitoring laufen lassen kann. Würde er direkt den Drum Sound von Addictive Drums bekommen, hätte ich etwas mit Latenzen zu kämpfen,
    was beim Drum spielen ja nun gar nicht geht. Also deshalb alles über Hardware Monitoring.
    Hat er nach der "Schmutzspur" sein Drum eingespielt, korrigiere ich eben die gröbsten Fehler, wie Taktschwankungen, falsche Schläge u.s.w. Das ist bei Midi ja das geniale,
    alles lässt sich im Handumdrehen korrigieren.

    Sind die Drums eingespielt, kommt der Bass an die Reihe.
    Den Bass lasse ich über den "BassV-Amp" laufen, da ich darüber noch die Möglichkeit habe, den Sound schon vorher ein wenig anzupassen.
    Ausserdem klingt der Bass um einiges besser, als wenn ich den direkt mit dem Interface verbinde.

    upload_2017-7-18_21-58-44.png

    Den V-Amp verbinde ich dann per LineOut R/DI


    Sind Drum und Bass fertig, kommen die Rhythmus Gitarren dran.
    Hier musst du mal schauen, welche Möglichkeiten sich bei dir bieten.
    Theoretisch kannst du, wie von dir auch schon erwähnt, den Amp per Mikro abnehmen ODER du nimmst per LineOut auf, falls die vorhandenen Amps das anbieten.
    Per Mikro sollte aber auch gehen. Habe ich auch schon bei mir zu Hause ausprobiert und es war gar nicht nötig, den Amp volle Pulle aufzureißen.
    Normale Zimmerlautstärke hatte da gereicht um einen vernünftigen Pegel zu bekommen.
    Der Gitarrist bekommt dann auch einen Kopfhörer auf in dem dann das aufgenommene Drum und der Bass zu hören sind.
    Er spielt dann seinen Part auf die jeweiligen Spuren drauf.
    Je nach Musikgenre, lasse ich ihn die Gitarre zweimal einspielen um dann anschließend beide Spuren hart nach rechts und links zu pannen um einen
    schönen fetten, breiten Sound zu bekommen.
    Ich nehme aber meist per DI-Ausgang auf.
    Mein Amp ist ein Line6 SpiderIV75. Der hat einen direkten DI-Ausgang, den ich mit dem Interface verbinden kann.
    Die Aufnahmen sind richtig gut.

    Steht das Grundgerüst, kommen dann die anderen "Spielereien" noch dazu,....
    Leadgitarre, eventuell Keyboard und was sonst noch so rein soll.
    Ganz zum Schluss, kommen dann die Vocals auf den fertig aufgenommenen Song.

    Zum Schluss, Spurbereinigung, Effekte drauf, Abmischen, Mastern....fedisch :D

    Und alles mache ich zu Hause mit dem Focusrite Saffire 6 USB.

    upload_2017-7-18_22-21-52.png

    Also im Prinzip, reicht auch solch ein Interface aus, um eine komplette Band aufzunehmen, wenn man weiß, wie man vorgehen soll/muss.
     
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  10. Signalschwarz

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    Erstellt: 18.07.17   #10
    Beim Aufnehmen gibt es zig Varianten wie man vorgehen kann, wie man mikrophoniert etc. pp. Das ist ähnlich komplex wie Abmischen, da ist es mit einem Thread nicht getan, es heißt auch hier Informationen sammeln, ausprobieren, sich einarbeiten und letztlich die Methode die im Individualfall am besten passt.

    Ein paar verschiedene Ansätze sind hier ja auch schon zur Sprache gekommen, nicht zuletzt von dir selbst, also dran bleiben. :)
     
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