Reflux / The Illusion of Democracy / 2004 / CD

von fichtenelcho, 28.12.05.

  1. fichtenelcho

    fichtenelcho Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.12.05
    Zuletzt hier:
    13.08.09
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 28.12.05   #1
    [​IMG]

    Genre:
    Metalcore/Progressive Metal

    Erscheinungsjahr: 2004

    Label: Prosthetic Recors

    Laufzeit: 53:53

    Tracklist
    Above the pyramid and the eye
    Thoughts dictate reality
    An ode to the evolution of human consciousness
    The sudden realization...
    ...Of what you were missing
    _=
    [*]=_
    Single file to bliss
    There's no sunlight in my cubicle
    The Keat's Persona
    1984-2004
    Modern day babylon


    Hallo erstmal,
    Ich will euch hier ne Scheibe bzw. ne Band vorstellen, die's wirklich in sich hat und die in diesem Forum bisher immer nur am Rande erwähnt worden ist. Reflux bewegen sich mit ihrer Musik wie bereits erwähnt in einem Grenzbereich zwischen Metalcore und eher experimentellen Musikrichtungen, wobei der Metalcore-anteil eher gering ist und sich hauptsächlich im Gesang niederschlägt, der wohl am ehesten mit Bands wie Remembering Never oder Darkest Hour zu vergleichen ist. Ansonsten stellen die vier Jungs aus Washington eine meiner Meinung nach eher einzigartige Erscheinung dar mit ihrer sehr Ausgewogenen Mischung aus moshigen Parts, fingerverknotendem Gefrickel und Gegniedel und vor allem extrem vertrackten und auf den ersten Blick höchst undurchsichtigen Songstrukturen und für Normalverbraucher nicht nachvollziehbaren Breaks die sich vor Frickelcore à la Dillinger Escape Plan keinesfalls verstecken müssen. Hierbei ist vor allem der Gitarrist hervorzuheben, der seine genialen Riffs gerne mal mit Tapping- und Sweeping- gesättigten Soli verziert.
    Als weitere Wegweiser, um zu diesem Sound zu gelangen, würde ich Bands wie Mastodon und Meshuggah anführen, die ja auch den Metalsound auf ihre eigene Weise interpretieren. Trotzdem blicken während des gesamten Albums immer mal wieder sehr melodiöse und eingängige Parts hindurch (speziell bei meinem geheimen Hit "An ode to the evolution..."), die in Verbindung mit den sehr politischen Texten durchaus zum mitschreien animieren.
    Die Songs auf dem Album bewegen sich meist im 5-Minuten-Bereich, Ausnahmen bilden der (fast) 8-Minuten-Brecher "Thoughts dictate reality", der aus gefühlten 200 Teilen besteht, und die Instrumentalstücke "=
    [*]=_" und "1984-2004", die sich auch auf jedem Mixtape gut als Interlude machen würden. Kurzum würde ich also sagen, dass Reflux eine Band sind, die Genregräßen wie den genannten Bands durchaus das Wasser reichen können, und dass "The Illusion of democracy" ein ganz hervorragendes Debüt-Album ist, das beinahe schon ein Muss ist für jeden, der sich mit experimentellem Metal der neueren Schule beschäftigt.

    Ein besonderes Erlebnis war auch meine erste "Begegnung" mit dieser Band. Reflux spielten (ich glaube) Ende August 2005 in Bochum in der Matrix als eine von vier Vorbands von Darkest Hour. Nachdem die ersten beiden Bands sehr enttäuschend waren, machte ich mir wie viele andere in der Halle keine großen Hoffnungen mehr und wartete nur noch auf den Hauptact. Während des Auftritts von Reflux konnte man spürbar merken, dass diese Stimmung von "Reflux?? Wer??" zu "REFLUX!! YEAH!!" umkippte,und während sich die einen im Pit vergnügten, starrten andere einfach nur ungläubig auf den Gitarristen und waren von der Performance der Band vollkommen glattgebügelt, sodass es nach dem Auftritt zu tumultartigen Szenen am Merch-Stand kam. Ich konnte mir jedenfalls das Album sichern und habe es seitdem nicht bereut. Darkest Hour waren natürlich auch eine absolute Granate, aber Reflux waren an diesem Abend schon eine kleine Sensation!

    Ich hoffe, dass ich euch ein wenig den Mund wässrig machen konnte, es würde mich interessieren, ob's hier noch andere Leute gibt, die diese Band mögen oder vielleicht sogar an besagtem Abend auch in der Matrix waren. In diesem Sinne ciao und viel Spaß beim Hören.
     
  2. Neme

    Neme Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.01.05
    Zuletzt hier:
    4.01.15
    Beiträge:
    161
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    53
    Erstellt: 12.09.06   #2
    Hey, lieber spät als nie ;)

    Ich war damals auch in der Matrix und hab den Mund auch nicht mehr zu bekommen. Am besten fand ich den Drummer. Es war einfach toll ihm zuzugucken weil er sich irgendwie "geschmeidig" bewegt hat, aber trotzdem extrem schnell. Die anderen waren aber auch begnadete Musiker, nur leider gabs ja Soundprobleme beim Gitarristen.
    Naja hab mir daraufhin nen bissl was von denen angehört und fands auf CD nicht so toll wie live, aber muss mich da vielleicht nochmal reinhören :)
     
Die Seite wird geladen...