Review Marshall JCM 25/50 Silver Jubilee 2554 (Combo)

von brown sugar, 03.12.07.

  1. brown sugar

    brown sugar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.07   #1
    Review Marshall JCM 25/50 Silver Jubilee 2554 (Combo)


    Info:

    Die Silver Jubilee Serie wurde nur in den Jahren 1987 und ’88 mit dem berühmten silbernen Tolex und vor allem mit den legendären Drake- Transormatoren gebaut. Es handelt sich bei dieser limitierten Marshall Sonderauflage um einen etwas modifizierten JCM 800, der über etwas mehr Gain verfügt. Dies sind zumindest die Unterschiede, welche ich kenne. Einzigartig sind weiterhin die Chromplatte und die Wattregulierung. In diesem Falle, ist der JCM 2554 von 50 auf 25 Watt schaltbar. Die Jubilee Serie umfasste, wenn ich mich nicht irre, 5 verschiedene Modelle.
    3 Tops: Den JCM 2555 (später neu aufgelegt als JCM Slash) mit 100/50 Watt, den JCM 2553 mit 50/25 Watt und den 2552, wenn ich mich nicht irre, baugleich mit dem 2553 für Mini Stacks.
    2 Combos: Einmal den 2553, um den es hier geht. Einen 1x12 Combo der baugleich mit dem 2553 ist, sowie den 2558, einen 2x12 Combo. Beide verfügen über 50/ 25 Watt und haben Vintage 30 Speaker. Die Jubilee Serie gilt noch heute, nicht nur wegen Ihres warmen, damals Marshall untypischen Clean Sounds und dem brachialen, cremigen und puristischen Overdrive als Meilenstein im Verstärkerbau. Folglich gibt es auch noch heute einige berühmte Vertreter, die diese Amps benutzen. Der bekannteste ist wohl Slash.


    Fakten:

    - 1x 12 Celestion G 12 Vintage (Vintage 30) Spekaer
    - 3 Vorsufenröhren ECC 83 (Phase Inverter als nächste zu den Power Tubes)
    - 2 Endstufenröhren EL 34
    - Drake Hauptransformator
    - Drake Output Transformator
    - Kein Choke (entgegen zu den ersten Silver Jubilees)
    - 50/25 Watt Reguierung
    - Push Pull Poti
    - serieller Einschleifweg
    - zweiter Lautsprecheranschluss für die Topnutzung (laut amerikanischen Foren, ist der 2554 vom Aufbau und den Features identisch mit dem 2553 Topteil)
    - silbergraues marshall- typisches Tolex
    - Chrome Pannel
    - Prsence, Bass, Middle, Output Master, Input Gain, Lead Master, Treble
    - 17,5 kg schwer
    - 2 Kanäle Clean (wird per Pull Poti auch zum Crunch) und Lead


    Testgitarre:

    Gibson Les Paul Standard mit Burstbuckern, 60’s neck und Ernie- Ball Seiten.


    Sound:

    Der Sound ist gigantisch!!! Der Amp hat einen drückenden, von wummernden Bässen und scharfen Mitten durchzogenden, agressiven puristischen Sound. Cremig und doch messerscharf, so dass es einem das Blut in den Adern gefrieren lässt und man sich an die Use Your Illusion Tour erinnert fühlt. Was aber noch stärker auffällt, ist, dass trotz aller Schärfe ein Klasse- Röhren- Sound erhalten bleibt. Das Signal, welches von den zwei EL 34 ausgeht, könnte nicht stärker und röhrender :-))) sein.
    Auch im Clean Kanal überzeugt der JCM 2554 mit einem warmen und klaren Sound. Für Marshall zu dieser Zeit eher untypisch ist der Sound warm, klar und weich.

    Ich habe auch noch einige Videos gemacht, die den Sound sehr sehr gut wiedergeben. Sie können bei Youtube angeschaut werden. Hier sind die Links:

    http://youtube.com/watch?v=dnIkKsmz1jo

    http://www.youtube.com/watch?v=KIMKeFFO9TE


    Fazit:

    Wer einen ungeheuer auf Rock, Blues und Metal Sounds zugeschnittenen Combo sucht, der sich auch gegen ein Top durchsetzen kann, ist hier genau richtig. Der Combo ist dank seiner Watt Schaltung auch schon bei kleineren Lautstärken in die Endstufenzerrung zu bringen. Jedoch kann man das aber auch mit der richtigen Einstellung des Output Masters bei der 50 Watt Einstellung gut hinbekommen. Ich habe meinen JCM 2554 mit einem Marshall JCM Slash Signature verglichen. Es gibt keinen klanglichen Unterschied. Ich würde fast behaupten, dass mein Combo noch besser klingt. Nicht nur für Liebhaber, Sammler, Slash Fans und Marshall Fetischisten stellt dieser Amp eine gute Alternative dar. Dank seine überragenden Klangs gehört er zu den beliebtesten Amps der Welt. Wohl dem, der einen hat. !!!:)
     
  2. Markus Gore

    Markus Gore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #2
    schönes review :) ich habe immoment auch einen 2555er der Silver Jubilee von 1988 zuhause bzw auch im proberaum stehen . Es ist leider nicht mein eigener, aber ich weiss jetzt schon ich muss den amp auch haben :)

    Über den combo weiss ich nicht viel aber laut deinem review und deinen video´s ist der ebenfalls ziemlich fett

    Mich interresiert aber mal, warum hast du dir einen combo besorgt und dein top verkauft ? oder irre ich mich da ?
    ich meine du hattest ein inserat im flohmarkt welches ich bei meiner siche nach nem silver jubilee gesehen habe.
     
  3. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #3
    Ich habe das Top nicht richtig nutzen können. Habe leider nie richtig aufdrehen können, da ich keine Zeit habe, in einer Band zu spielen. Von daher brauchte ich eine Lösung, die ich auch zu Hause voll einsetzen kann. Dazu ist dieser Amp ideal. Sollte ich mich irgendwann mal wieder nach meinem Top sehnen, kann ich ihn auch als Top nutzen, denn er hat zwei Speaker Anchlussbuchsen und ist baugleich mit dem Marshall Silver Jubilee 2550.
    Da die Preise für Tops und Amps überhaupt gerade nicht allzu hoch sind (leider aus meiner Sicht) könntest Du bei den Silver Jubilees ein echtes Schnäppchen machen. Du kommst an einen JCM Slash ohne Probleme unter tausend Euro ran. Das ist, verglichen mit dem Preis, den man noch vor einem Jahr zahlen musste, gelinge ausgedrückt, günstig!!!
     
  4. spikke

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    Erstellt: 05.12.07   #4
    schoenes review - und der sound gerade vom 2 clip ist sehr aussagekraeftig, natuerlich kommt der bassdruck bzw punch nicht so richtig rueber - was zu erwarten war...
    feil noch etwas am spiel dann bekommst du nur noch positives feedback ;)


    :great: :rock:
     
  5. toxx

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    Erstellt: 05.12.07   #5
    Hey, sehr schön, geiler Amp, gutes Review :great: !!

    Darf man die Amp-Settings bei den Viedeos erfahren?
    Danke!!
     
  6. brown sugar

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    Erstellt: 09.12.07   #6
    Na klar doch!
    Die Amps Settings bei den beiden Videos sind folgende:

    Input Gain: 7
    Lead Master: 2
    Output Master 10
    Treble: 7
    Middle: 5
    Bass: 7,5
    Presence: 7,5

    Alles natürlich im Lead Kanal gepielt.

    Kein Effektgerät, kein eingeschliffenes Signal. Einzig eine Gibson Les Paul Standard.
     
  7. toxx

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    Erstellt: 09.12.07   #7
    Danke, sehr schön ...

    Hat das dann nicht arg viele Höhen? Den Slash Sig. den ich mal gespielt habe hatte ich als ziemlich grell empfunden... aber im Videofile stimmts ja :great:!
     
  8. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.07   #8
    Es sind gewisse grellere Höhen da, jedoch kommt es auch auf die Speaker an. Der Vintage 30 gibt dem Sound dann noch einen drückenden, agressiven Charakter. So grell, wie Slash's Solo in Tokyo, ist er aber mit dieser Einstellung nicht. Da muss man wohl die Mitten und den Presence Regeler noch etwas weiter drehen. Jedoch finde ich diesen Sound, den er am Ende von The Godfather Theme in Tokyo hat, gar nicht schlecht.
    Habe lange gerätselt, ob er diese Einstellung auch für Paradise City auf dem Freddy Mercury Tribute benutzt hat. Denke aber eher, dass er damals einen JCM 900 benutzen musste. Weiss jemand darüber etwas bestimmtes? Wenn Du Dir diesen Sound anhörst, wirst Du auch nicht mehr wissen, ob es nun ein Silver Jubilee, oder ein 900 er ist. Würde mich mal sehr interessieren.
     
  9. toxx

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    Erstellt: 10.12.07   #9
    Interessante Frage.
    Was hat Slash überhaupt gemacht, nachdem nach St. Louis seine Amps ruiniert waren? Soweit ich weiß hatte er danach nur noch zwei Silver Jubilees. Beim Freddie Mercury Tribute hat er aber soweit ich sehe rechts vier Marshall JCM Fullstacks stehen, daneben sind Gilby's Vöxe. Auf der linken Seite sind Duffs G&K-Stacks und daneben steht nochmal ein Marshall JCM Fullstack.
    Youtube - Guns N' Roses - Paradise City (Live Freddie Mercury Tribute)

    Laut dem Marshall-Forum ist der Slash Sig. aber erst 1996 rausgekommen. Hat Slash also den Rest der Zeit bei den Gunners andere Amps gespielt (also keinen Jubilee?) oder hat er sich in der Zwischenzeit doch einige andere Jubilees geholt?

    Wenn nein - welche Amps hat er benutzt?
    Slashs Gewohnheiten zufolge sollten es eigentlich am ehesten JCM800-Modelle gewesen sein. Wie kommst du auf die Idee es handele sich evtl. um 900er, wenn man fragen darf ;)?

    Rein akustisch - ich weiss, aufgrund der schlechten Qualität, generell der Tatsache das es eine Aufnahme ist, kann man das schwer ableiten ...
    ...aber für mich klingt das mal als erstes nach "typisch Slash", besonders der Clean-Sound.
    Wenn man jetzt ganz genau hinhört, merkt man, dass evtl. (das kann auch an den Aufnahmen liegen!!!!!) der Clean-Sound noch etwas perkussiver als sonst ist und der Lead-Sound möglicher Weise "etwas" weniger Gain als bei den meisten anderen Aufnahmen hat. Ausserdem ist der Sound recht "offen"... Da wäre also evtl. die Vermutung auf einen JCM800 gar nicht falsch.
    Allerdings kann man fast unmöglich wirklich den Charakter eines Amps bei so einer Aufnahme einschätzen... man hört den Marshall, mer kann man eindeutig natürlich nicht sagen. Ausserdem macht es die Tatsache, dass Slash eben immer wie Slash klingt, wirklich schwierig ;).

    Wenn jemand bessere (Video-)Aufnahmen hätte, könnte man ja die Zahl der Potis am Amp erkennen, und damit das Geheimnis lüften. Der 800er hätte 6, der Jubilee 7 und der 900er 8+ Potis.

    Der Marshall links wird Duffs sein. Zumindest wissen wir, dass er bei Velvet Revolver ab und zu einen Marshall für "kantigere" Sounds einsetzt, und es gibt ja auch JCM Bassamps.
     
  10. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.07   #10
    Den Klang als sehr offen zu bezeichnen, wird wohl eher stimmen. Außerdem hatten die JCM 900 wohl auch, wie ich mal gehört habe, deutlich mehr Gain.
    Ich habe noch die Original Aufnahme auf VHS, die werde ich mir mal angucken. Diese vier Fullstacks, neben den Vox Verstärkern stehen, standen schon von Anfang an da. Kann gut sein, dasss jeder Musiker eines dieser Fullstacks benutzt hat, denn es sind alle vier Stacks abgenommen worden.
    Wenn ich richtig informiert bin, hat Slash auf der UYI Tour nach St. Louis folgendes Equipment gehabt.

    2 Silver Jubilees für die verzerrten Sounds.
    1 JCM 800 modifiziert mit KT 66 (?) Röhren für die Cleans Sounds.
    1 Silver Jubilee 50 Watt für die Talkbox.

    Die beiden Silver Jubilees hat er aber ganz sicher noch eingesetzt, da man sie bei einer Doku in Portugal deutlich sehen kann.
    Vielleicht hat er sich aber auch einige Tops noch nachgekauft. Vielleicht auch Jubilees mit schwarzem Tolex.
     
  11. toxx

    toxx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.07   #11
    Vielen dank, sehr interessant mal wieder :great:!

    Besonders das mit dem 800er mit den KT66ern drin... not bad, und coole Idee - ist übrigens die Röhre, die Kerry King jetzt in seinem Sig.-800er auch drin hat.

    Und bestätigt mich in meinem Entschluss, das mein Traumsetup als Clean-Amp einen JTM-45 mit KT66ern enthalten wird ;).
     
  12. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #12
    Habe mir jetzt nochmal das Video aus dem Wembley Stadion angesehen. Es handelt sich bei den Amps, nicht um die ganz alten 800 er, denn sie haben mehr als 5 Potis. Es könnte sich bei den Tops also um andere aus der JCM 800 Serie handeln, oder aber um 900er. Allerdings tippe ich sehr darauf, dass Slash trotz allem seine Silver Jubilees verwendet hat. Vielleicht war die Einstellung anders, oder er war nicht so gut abgemischt wie sonst auch. Ich habe letztens an meinem 2550 Top mit Vintage 30 Speakern die Slash Einstellung mit dem Input Gain auf 4 ausprobiert. Da der Lead Master auf 5 stand, sind mir zwar fast meine Trommelfelle geplatzt, jeodch hatte ich den gleichen Sound, wie Slash bei Rock in RioII und auf dem Freddy Mercury Tribute hatte. Die Amps auf dem Tribute standen aber von Anfang bis Ende des Konzerts an der selben Stelle. Gut möglich also, dass die eigentlichen Amps der Musiker gar nicht zu sehen waren.
     
  13. Real-JJCale

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    Erstellt: 24.12.07   #13
    Hy B.S.

    bin ebenfalls glücklicher Eigentümer dieses Combos (der mittlerweile in meiner "Vitrine" parkt, zu schade zum Herumschleppen...) und kann deine Begeisterung nachvollziehen.

    Allerdings war dieser Amp für mich immer nur ein "1-Kanaler", will heissen, die Stärke des Amps ist dieser typische, fett-verzerrte Marshallsound, mit Zusatzbox einfach gigantisch.
    Der Clean-Kanal ist für (Röhren-) Marshalls beinahe Referenz, aber dennoch kein Vergleich zum Clean meines 96er HRDs (o.k., sehr unfairer Vergleich ;), aber da ich sie beide habe, müssen sie sich auch messen lassen.

    BTW: Umgekehrt klingt mein HRD plus Marshall Drivemaster 1 oder The Guv'nor 1 über P.A. genau wie mein 2554 :cool: )

    Was mich an diesem kleinsten, echten Marshall auch immer gestört hat, war zum Einen sein Nebengeräuschverhalten, das live o.k. ist, aber Studioaufnahmen problematisch macht.

    Zum Zweiten hat mich von Anfang gestört, dass alle Potis so fummelig leichtgängig sind, zumindest bei meinem.

    Und Drittens halte ich die 25/50 W Umschaltung für ein überflüssiges Gimmick, da er bei 50W einfach viel besser klingt.

    Das sind nun drei "Negativpunkte", die dennoch die Qualität dieses Amps nicht schmälern!

    Ich wiederhole mich hier gerne: dieser 2554 ist in der Abteilung "verzerrter Marshall-Sound" eine klare Referenz und defintiv ein Amp, den man in seiner Sammlung haben sollte!

    LG & frohe Festtage
    RJJC

    edit: -> besseres Pic (klick auf Marshall-pic): https://www.musiker-board.de/vb/git...st-rker-topteile-vs-combos-2.html#post2299952
     

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  14. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #14
    Ehrlich gesagt, stehe ich sowieso nicht so sehr auf cleane Sounds. Mich interessiert eher der Overdrive eines Amps. Jedoch ist am 2554 mit dem Gitarren Poti auch im Overdrive Kanal ein sehr klarer Clean Sound kreierbar. Was den Clean Kanal angeht, ist es wie gesagt, Ansichtssache. Der Sound erinnert halt sehr an den Song Paradise City. Da dies, wenn überhaupt mein Clean Sound ist, bin ich rundum zufrieden. Zum Rauschen: Welcher Amp rauscht nicht? Warum nicht mal ein Noise Gate vorschalten? Man muss den Lead Master ja nicht auf 12 Uhr stellen.:D
    Hast Du in Deiner Sammlung eigentlich auch einen 2550 Silver Jubilee stehen und kannst Du über den etwas sagen? Er soll ja eigentlich der am besten klingende Marshall Silver Jubilee sein. Ich habe gelesen, dass der 2550 und der 2554 baugleich sind. Somit also beide identisch klingen müssten. Jedoch dürfte das Top natürlich mit einer 4x12 im Vorteil sein. Ist dies aber Deiner Erfahrung nach bei einem 2554 Combo mit Zusatzbox auszugleichen?
     
  15. toxx

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    Erstellt: 25.12.07   #15
    Zum Thema Cleansounds:

    Ich war vom Cleansound eines Slash-Sigs echt richtig angetan, genau mein Ding.

    Es bleibt doch immer Geschmacksfrage, was einem nun gefällt. Ich persönlich mag beim Hören einiger Sachen "den" Fender-Clean-Sound wirklich richtig gerne, ist natürlich irgendwie "feiner"/weicher als ein Marshall-Clean.
    Allerdings könnte ich selbst mit so einem Sound nichts anfangen. Ich brauche für mein Spiel einfach diesen stabilen, durchsetzungsfähigen Marshall-Clean-Sound. Mit einem Fender würde ich nicht zurechtkommen.
     
  16. brown sugar

    brown sugar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.07   #16
    JCM 2553 und Combo 2554 sind baugleich. Das JCM 2550 Top ist baugleich mit dem 2555. Das nur so am Rande. Der Fehler ist mir gestern aufgefallen. Ich bevorzuge auch den Marshall Clean Sound, da er warm und durchsetzungsfähig ist. Viel wichtiger ist mir aber der Lead Kanal, da dieser mein bevorzugtes Terrain ist.
     
  17. toxx

    toxx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.07   #17
    Ist leider Quatsch :D ... der 2550 hat 50 Watt und der 2555 hat 100 Watt, d.h. 2 Röhren mehr...
     
  18. Real-JJCale

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    Erstellt: 26.12.07   #18
    @ brown sugar,

    den 2550 habe ich nicht in meinem Fuhrpark, hatte aber vor Jahren die Gelegenheit meinen 2554 plus 4x 12er mit einem 2550 plus 4x 12er vor einem Soundcheck zu vergleichen.

    Trotz Modellgleichheit der 4x 12er-Boxen klangen beide Amps sehr verschieden. Mein Zwerg hat den 2550 in puncto Soundqualität völlig überflügelt.
    Allerdings muss hier auch erwähnt werden, dass mein Amp gerade frisch eingespielte Röhren hatte und der Bias optimal (2x) eingestellt war, der 2550 dagegen schon ziemlich lieblos "abgewrackt" war, insofern ist mein damaliger Direktvergleich absolut nicht aussagekräftig.

    Dazu kommt, dass mein Combo mit einer 4x 12er dennoch 5 speaker hat, was gerade in der Höhe einer 4x 12er sehr viel ausmacht. Den internen speaker hatte ich dann auch mal -rein testweise- ausgestöpselt, was aber dem Head auch keine Punkte brachte.

    Ich bin allerdings überzeugt, wenn der 2550 ebenfalls gerade optimal eingestellt und bestückt aus der Werkstatt gekommen wäre, hätten sich beide Amps sehr verschieden angehört, die zusätzlichen 50W Röhrenpower des Heads lassen eine 4x 12er einfach anders klingen (muss def. nicht "besser" heissen...).

    Die Umschaltmöglichkeit eines 100W/50W Amps auf 50W eingestellt, "färbt" den Sound erheblich und lässt auch keinen direkten Vergleich zu einem max. 50W-Amp zu. Es gibt hier im Forum einige, die das (Röhren-)technisch auch genau verbalisieren können, ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung als Praktiker.

    Zum Nebengeräuschverhalten: es gibt durchaus röhrenbestückte Amps, die wesentlich weniger rauschen, als die (SJ) Marshalls. Meine beiden alten Bradleys z.B. die sich soundmässig sehr an Marshall orientieren (und meine Fender -2x HRDs und Pro Reverb- sowieso).

    Nochmal zur "Gängigkeit" der Potis: gehen die bei deinem Amp auch so super leicht, wie ausgelutscht ? Der 2550 unterschied sich darin auch nur wenig, aber dessen Potis boten etwas mehr "Widerstand".


    @ toxx

    ich gebe dir völlig Recht:
    Cleansounds sind wesentlich mehr eine persönliche Geschmacksfrage, als die grosse Zerre.
    Mir ist der Marshall Cleansound einfach zu harsch/unharmonisch.

    Ich mag durchaus auch sehr klare und differenzierte, beinahe kalte Cleansounds, wie z.B. den meines JC120, aber der Marshall-Clean (meines 2554) ist mir zu sehr "weder Fisch, noch Fleisch".

    Hier sind für meine Ohren meine Fender einfach ideal, wobei mein Pro Reverb hörbar "kälter" klingt, als meine HRDs. Der Pro ist ein neutraler "Ehrlicher", meine HRDs färben mit ihrem fetten, warmen, schmatzigen Charakter "schön".

    Aber genau das ist der Cleansound, den ich liebe...:D

    LG
    RJJC
     
  19. DoneBone

    DoneBone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #19
    Hey!

    Gutes Review, mein Senf dazu:

    Mein Gitarrenlehrer hat eines der wenigen noch komplett erhaltenen SilverJubilee Minifullstacks: Daher kann ich auch recht gut über den Sound des Amps urteilen. Ich muss sagen, der Amp ist wirklich klasse, wenn man nach einem erdigen, rockigen Sound sucht. Aber ich würde nicht wie oben genannt sagen, dass der Amp für Metal geignett ist. Ich bin selber eher der Fan der Mesa-Ecke und komm daher mit dem Amp weniger gut klar. Ich find des sollte erwähnt werden, um Missverständnisse zu verhindern.

    Und ich hab etz mal ne Frage: Stimmt es, dass in dem Amp in der VORstufe Halbleiter für den Leadsound verwendet werden? Des Gerücht hab ich glaub ich auch mal hier im Forum augeschnappt, bin mir aber nich sicher, deswegen will ich etz mal niemand anklagen, aber mich würde interessieren ob da was dran is. Mein Lehrer is leider nich so der Amp-Guru, daher konnte er mir da keine Auskunft geben.

    Gruß
    Martin =)
     
  20. spikke

    spikke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.12.07   #20
    ja die jubilees haben zumindest in der 100watt version zwei dioden für rhythm clip / drei dioden und zwei LEDs in der lead-zerre
     
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