Röhren und Leistungsabgabe

von Mr.Randy_Rhoads, 31.05.06.

  1. Mr.Randy_Rhoads

    Mr.Randy_Rhoads Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #1
    Hallo Leute

    Anhand der Suchfunktion hab ich nicht cleveres gefunden bzw. nichts, was das Problem endgültig löst :o

    Muss die Leistung, die in einem Röhrenamp erzeugt wird unbedingt abgegeben werden ?

    Wäre es hierdurch nicht möglich, mit Kopfhörer zu spielen, da dieser diese grosse LEistung nciht aufnimmt ?
    Habe zumindest noch keinen Röhrenamp mit Kopfhörerausgang gesehn :confused:

    Danke Leute !

    Cya
     
  2. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #2
    Gibt es meines Wissens auch nicht. Dazu müsste im Röhrenamp eine separate Einheit eingebaut werden, die das Signal für den Kopfhörer hinter der Vorstufe abgreift, frequenz korrigiert und anschließend für den Kopfhörer verstärkt. Das soweit. Aber betreibe einen Röhrenamp niemals ohne Box!

    Ausserdem würde der Einfluss der Endstufe auf den Gesamtsound wegfallen und Du hättest einen anderen Sound als mit dem "kompletten" Verstärker.
    :great:
     
  3. 6Red6Dragon6

    6Red6Dragon6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #3
    Man muss auf jeden Fall eine Box mit passendem Impedanzwert anschließen, sonst schmort der Ausgangsübertrager durch und sowas wird teuer!
    Eventuell wär's möglich, einen Kopfhörer mit passender Impedanz anzuschließen und den Amp gaaaanz leise zu drehen. Klänge aber bestimmt scheiße. :D
    Röhrenamps haben meistens keinen Kopfhörerausgang, weil, wenn sich einer so ein Teil mit 100Watt kauft, kauft er es nicht zum üben sondern zum ordentlich Krach machen. Für Kopfhörerübungen gibt's Übungsamps.
     
  4. Mr.Randy_Rhoads

    Mr.Randy_Rhoads Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #4
    Schlecht..ganz schlecht :(
    Mein Amp klingt nicht wie ich's haben will, aber das ganze Haus hier ist dankbar, dass ich mir anständige Kopfhörer zugelegt habe.

    Es müsse docch möglich sein, so ein Gerät, wie das MArshall Power Brake mit Kopfhörerausgang zu bekommen. Oder ein Gerät welches die Power ''absorbiert''. Ein Widerstand, der zusammengerechnet mit dem Widerstand des Kopfhörer, den Widerstand einer Box hat ?
     
  5. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 31.05.06   #5
    Das Ding muss nicht nur den richtigen Widerstand haben, sondern auch die komplette Leistung des Amps in Wärme umsetzen können.

    Außerdem wird es beim Verzerren bescheiden klingen, da ein Kopfhörer den kompletten Frequenzbereich überträgt, wogegen ein Gitarrenlautsprecher die Höhen ab ca 8kHz nicht mehr überträgt...
     
  6. Mr.Randy_Rhoads

    Mr.Randy_Rhoads Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #6
    Du meinst, man wird beim Kopfhörer Töne hören, die man an einem Gitarrenlautsprecher nicht hört. Diese Töne sind dann ungewollt und
    stören das Gesamtbild ?
     
  7. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #7
    Es gibt doch aber bei vielen Röhrenamps einen DI Ausgang mit
    Boxensimulation...da müsste man doch theoretisch Kopfhörer anschließen können, oder?
    Aber da tönt dann wahrscheinlich die angeschlossene Box mit, oder?:confused:
     
  8. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.05.06   #8
    Aaalso technisch gesehen geben die net immer die volle Leistung ab, da wird vorher über das Vol-Poti ordentlich runtergeregelt.

    Wenn du jetzt über nen Kopfhörerausgang recorden möchtest brauchst du in aller Regel ein Dummy Load. Also eine Last die in dem Falle eine Box simuliert, eben weil der Ausgangsüberträger sonst durchschlagen kann.

    Es gibt einige Ausgefuchste Amps die haben eine integrierte Dummy-Load wenn das Mastervolume auf 0 ist kann man da über den Line Out gefahrlos recorden.
     
  9. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.05.06   #9
    ...zum Beispiel von Koch, da gab's erst kürzlich einen Thread hier darüber. Der hat ne dummy load + Kopfhörerausgang dabei.

    Das Problem ist, wie schon erwähnt wurde, dass es gar nicht so einfach ist, dem Amp einen Kopfhörerout zu spendieren. Die meisten DI-Buchsen gehen nach der Vorstufe raus, was die wichtigen Elemente des Amps (Endstufe + Speaker) aussen vor lassen. Sowas klingt meistens SEHR bescheiden. Auch nach der Endstufe fehlt immer noch der Speaker, dh. zusätzlich zum Aufwand, das Signal auf Kopfhörerlevel zu bekommen muss auch noch eine Boxensimulation ran. Um dann noch den eigentlichen Speaker "tot" zu bekommen ist auch noch eine dummy-load von nöten!

    Der Aufwand hierfür ist recht hoch u. teuer (relativ zumindest...), deshalb haben echt nur wenige Amps sowas eingebaut. Die meisten Röhrenamps sind halt doch für Live/Studio gedacht, und da braucht niemand einen simulierten Kopfhörersound... :)
     
  10. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 31.05.06   #10
    Davon gibt es tatsächlich einige Geräte, angefangen mit der SE-100 von Marshal - das war der große Bruder der Powerbrakel. Schau Dich mal bei Palmer um. Der Klang ist gar nicht schlecht. Allerdings sind diese Garäte weder besonders günstig, noch macht es viel Sinn mit dem Röhrentop über Kopfhörer zu üben. Kauf Dir doch lieber ein POD, Tonelab etc.
     
  11. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 01.06.06   #11
    Es sind nicht "Töne" sondern Teile des Frequenzspektrums, die den Sound versauen wenn sie mit wiedergegeben werden. Ein Gitarrenlautsprecher unterdrückt das... das ist zB der Grund, warum Gitarrenamps idR (Ausnahme: A-Gitarren) keine Hochtöner haben.

    Die Boxensimulation tut genau, was ich weiter oben erwähnt habe, sie schneidet die Höhen ab. Das ist dann ein erträglicher Kompromiss - und wenn man den Aufwand hoch treibt, kann es sogar über Phones oder direkt ins Pult "ganz ok " klingen...

    Dennoch, ein richtiger Röhrenamp, klingt halt mE nur geil, wenn man Gas gibt. Und soll er über eine PA weiter verstärkt werden, dann mit einem Mikrofon und nicht mit so einem (bei BassAmps ggf durchaus oft sinnvollen) DI-Krimskrams ;)
     
  12. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 01.06.06   #12
    Das ist auch meine Meinung. Ein Powerbrake (o.ä.) wird benutzt, um zB im Proberaum die Lautstärke erträglich zu halten. Diese Dinger sind keineswegs "billig" und es ist ziemlich riskant, da was selbst zu basteln, wenn man nicht 100% Ahnung hat.

    Zum Üben isses in der Tat besser und billiger, das Problem anders zu lösen. Meist schafft man ein Multieffektgerät http://www.musik-service.de/multieffektgeraete-gitarren-cnt1016de.aspx an.

    Neben allerlei anderen nützlichen Funktionen haben diese Dinger heute idR auch einen Phones-Ausgang mit Lautsprechersimmulation zum Üben ohne Amp . . .
     
  13. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.06   #13
    Kleiner Nachtrag: Von Weber gibt's zB so eine Kopföhrer+DummyLoad-Box um 65 Dollar:

    https://weberspeakerscom.secure.powweb.com/weber/hpa50.htm

    Ist allerdings mit Widerständen realisiert u. nicht mit einem Speaker-motor, der sich anders verhält (non-linear). Frequenzkorrigiert ist das ganze (denke ich) auch nicht.
     
  14. Mr.Randy_Rhoads

    Mr.Randy_Rhoads Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.06   #14
    Ok...Also scheint es doch nciht so leicht zu sein.
    Nun gut.
    Noch eine frage:

    Hat man zum Beispiel einen Ein-Kanal Amp, mit 50 Watt. Wieviel Watt Leistung kann man dann an den Eingang hängen ? Auch 50 Watt ?

    Was mich zu der Frage bringt:
    Yngwie Malmsteen spielt ein Kanal Amps. 28 Marshall Mkll mit 50 Watt. Vor diesen 28 Amps hat er eine Marshall Endstufe. Um genau zu sein Marshall 6040 Bass Endstufe mit 400 Watt. gebaut 1985-1992

    400:28 wird etwa 14,3. So denke ich, dass an jedem Amp eine Leistung von 14,3 W am Eingang liegt. Verzerren seine Ein-Kanal Amps daher so wunderbar ?
     
  15. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.06   #15
    ich denke nicht, das er die endstufe auch nur annähernd aufreißt.... wenn da 10 watt rauskommen, würde es mich schon wundern..., dann hätte man ca 0,35 watt pro amp. was kommt da normalerweise rein? richtig giarrensignal, mit ca 100mV (bei malmsteens SC's) und die gitarre (als stromquelle betrachtet) hat nen innenwiederstand von ca 6-7 kohm. da kommen wir anch P=U²/R auf ne maximale leistung von ca 0,1²/6500 Walso 1/650000 W oder ca. 1,5*10^-6 W, das sind eineinhalb tausendstel milliwatt... ausserdem werden röhrenverstärker ja hauptsächlich von der spannung angesteuert, da röhren ja über eine leistungslose ansteuerung verfügen, so dass effektiv noch viel weniger leistung im amp ankommt, da die oft eingangsimpedanzen von 1 Mohm oder mehr haben (enstricht bei 100mV einer leistung von 10^-8 W)..... ich kann das nicht so ganz nachvollziehen

    edit: noch ne rechnung: mal angenomen, die amps haben ne eingangsimpedanz von 1Mohm, dann haben 28 parallel geschaltete eine gesammtimpedanz von ca 35kohm.... ich kenne röhrenendstufe, die so einen ausgangsimpedanz hat. und dann würde da auch weniger leistung rauskommen, wichtig sind ja nur die spannungen... siehe oben
     
  16. Mr.Randy_Rhoads

    Mr.Randy_Rhoads Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.06   #16
    Ich hatte die Endstufe als überdimensionierten Verzerrer verstanden. Da ein Verzerrpedal Das SIgnal der Gitarre ja auch eigentlich nur verstärkt, so dass der Amp übersteuert, oder lieg ich da falsch ?
     
  17. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.06   #17
    jo, da liegst du falsch. ein booster macht das so... ein verzerrer verzerrt schon selber, indem er das signal soweit verstärkt, dass die spannungsspitzen von dioden abgeschnitten werden können, evtl werden dann auch noch transistoren/OPamps übersteuert.

    du meinst also booster.... und ne 400W endstufe wäre echt ein etwas überdimensionaler booster.... normale booster haben nen maximalen ausgangspgel von ca 1V... wenn man die endstufe so einstellt, das die nen ausgangspegel von 1 V liefert könnte das sogar klappen. aber die eingangsimpedanz von den topteilen wäre dann immer noch zu gering und wahrscheinlich würde der OT abrauchen oder sowas... das wäre für die endstufe, die wahrscheinlich auf ne impedanz von may 16 ohm ausgelegt ist praktisch leerlauf.
     
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