Zwar verdampft das Blei nicht wirklich bei Löttemperaturen, aber es löst sich und das in dem Dampf der beim Löten entsteht. Wenn man Proben von Arbeitsplätzen nimmt an denen gelötet wird ist dort die Bleikonzentration eher hoch.
Och, nu tu aber bitte nicht so, als würde noch irgendwo in der Industrie von Hand gelötet.
Alles, was sich irgendwie auf Platinen packen lässt, wird maschinell bestückt und im Bad oder eben maschinell verlötet.
An den wenigen Ecken, wo man noch nicht auf die Idee gekommen ist, Steckverbinder zu crimpen, oder wo bestimmte Teile von hand gelötet werden müssen, gibt es entsprechende Absauganlagen.
Wie wärs denn damit, gleich noch sämtliche von Hand zu spritzenden Lacke zu verbieten?
Oder Schreinereien?
Mann kan auch übertreiben.
Ein weiteres Problem beim Bleilot ist die Entsorgung. In der Regel geht das ganze einfach schnurstracks in die Müllverbrennung. Von dort wird es über den Kamin fein säuberlich über die ganze Welt verteilt.
Du müsstest wissen, wo "Bleiersatz" wie z.B. Silber herkommt, und wie man es gewinnt.
Cyanid ist besser?
Tonnenweise Blei, das als "Abfall" bei der Silbergewinnung anfällt ist besser?
Ein sinnvoller Ansatz wäre es, den ganzen nicht reparierbaren Chinamüll zu verbieten.
Was ich reparieren kann, muß ich nicht in die Tonne kloppen.
Abgesehen davon ist es Dir, dank neuer Verordnungen, inzwischen verboten, elektrische und elektronische Geräte in den Hausmüll zu schmeißen.
Das Zeug muß zum Sammelhof und wird dann relativ aufwändig recycled.
Die Umsetzung dieser EU-Vorgabe ist in DE allerdings so schwachsinnig gelöst, dass damit mal wieder die Großkonzerne gewinnen und die kleinen Betriebe schnurstracks in die Pleite wandern...
Aber das versteht in diesem Land niemand.