[Sammelthread] Bass-Preamps und passende Endstufen

Guter Preamp und etwas schwere, aber taugliche Endstufe - Fazit: viel Spaß damit! :great:
 
11 kg bei 1 kW finde ich jetzt nicht besonders schwer...

Grüße, Pat
 
Wollte damit nur ausdrücken, dass es auch leichtere geben würde, beispielsweise die Synq Digit, die nur ein drittel wiegen. Kosten halt dann auch wieder bisserl mehr.
Natürlich ist der t.amp nicht wirklich schwer, verglichen mit den richtigen Eisenschweinen.
 
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Eine Frage hätte ich da noch; nur zum richtigen Verständnis. Rein theoretisch könnte auch mein bisheriger Amp, Hartke HA 3500, die Rolle des Verstärkers übernehmen? Also den Sansamp Klinkenausgang mit Effekt Return des Hartke verbinden, und dadurch umgehe ich den Vorverstärker des Topteils? Funktioniert das so rein theoretisch auch mit dem Hartke?
 
Ja, habe ich auch einige Zeit so gemacht, kein Problem!

[E] Da war @disssa schneller.
 
Okay, danke für die schnellen Antworten. Da bin schon echt auf den Sansamp gespannt.
Danke Leute...
 
Gibt's eigentlich (noch) Bass-Aktivboxen?? Oder wäre eine PA-Aktivbox noch eine denkbare Alternative???
 
Meinst du mit Bass-Aktivboxen Bass-Combos? Die gibt es noch von allen erdenklichen Herstellern.
PA-Bass-Aktivboxen gibt es auch, z.B. von Line6 StageSource L3s:

280411.jpg
 
Nein, sorry, da habe ich mich unklar ausgedrückt ... es geht mir weder um Bass-Combos noch um reine Subwoofer, sondern Boxen für die E-Bass-Wiedergabe, bei denen die Endstufe bereits eingebaut ist.

Also statt der "klassischen" (vereinfachten) Kette:
Bass => Effekte => (Topteil + Passiv-Bass-Box) oder Bass-Combo

Auch nicht die hier im Thread diskutierte Variante:
Bass => Effekte => Preamp => PA-Endstufe => Passiv-Bass-Box

Sondern das hier:
Bass => Effekte => Preamp => aktive Bass-/PA-Box.

Also alles, was mit Klangveränderung (EQ, Effekte, Preamp, etc.) zu tun hat, komplett von der reinen Klangverstärkung (Endstufe) zu trennen.

Hätte imho den Vorteil, ein (relativ leichtes) Rack für Studio / Silent Rehearsal / IEM zu haben, und nur bei Bedarf die Aktivboxen mitzunehmen.

Ich find's übrigens schade, dass die "klassischen" Preamps anscheinend immer weniger werden ... da geht 'ne Menge Flexibilität flöten ...
 
Ich hab vor kurzem einen kleien Test in Sachen Fullrangeboxen für Bass gemacht:

http://www.bassic.ch/threads/aktive-boxen-für-den-bass-ev-zlx-15p.14844781/page-4

Inzwischen bin ich eher auf dem Trichter, mir von Hans (FMC) eine möglichst neutrale Box (z.B. 1153 Pro) mit Rackeinschub bauen zu lassen, in die man eine leichte Endstufe (z.B. Synq 1k0) reinsetzen kann. Preislich wäre man damit auf ähnlichem Niveau wie eine gute PA-Box, aber auf das Impulsspektrum vom E-Bass besser zugeschnitten. Laut eigenen Angaben entwickelt er derzeit auch eine 3-Wege-Boxenserie ("Lomax") nach dem fEARful-Prinzip, in dem der Tieftöner (mit viel Xmax) ab unterhalb von 1kHz abgeschnitten wird und dort der Mittelhochtöner und anschließend das Horn übernimmt. Ergebnis wäre eine extrem neutrale Bassbox.

;-)
 
Hallo ttt,

vielen Dank für den Link zu Deinem, wie ich finde, hochinteressanten Vergleichstest!

In meinen allerallerallerersten Versuchen als Bassist (Schulzeit) hatte ich den Bass auch direkt über die PA laufen lassen; damals hingen Zeck 15/3 dran, und das klang damals schon ganz ordentlich. Von daher kam auch meine Frage nach PA-Boxen für den Basser.

Eine FMC-Box mit Rackeinschub für Endstufe ... hmmmm ... das bringt mich echt ans Überlegen. Vor allem: wenn ich mir die aufgerufenen Preise für z.B. 4x 10er von Ampeg, Markbass, Glockenklang, EBS, ... anschaue, wäre dies auch preislich hochinteressant ... um bei Deinem Beispiel zu bleiben: 300 Euronen je Endstufe, ca. 600 Euronen für jede Box, macht ca. 900 EUR je Stück für absolut basstaugliche Aktivboxen ... vergleich das mal mit einem ausgewachsenen Bassamp plus entsprechenden Boxen ...
 
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Hi,

Vor ein paar Jahren habe ich mir mal eine Bassbox (2x 12" + 6") im Wedgeformat (2 verschiedene Monitorschrägen) mit einem Digitalendstufenmodel von Digisoft drinnen bauen lassen.
Das ist aber leider insgesamt nicht ganz billig. Immerhin hatte ich das Endstufenmodul günstig bekommen.
Echte E-Bass - Aktivboxen sind mir aktuell nicht bekannt. FMC hat solche vor einiger Zeit mal angeboten. Vllt mal dort anfragen?!

Gruß
Ulrich
 
Sondern das hier:
Bass => Effekte => Preamp => aktive Bass-/PA-Box.

Also alles, was mit Klangveränderung (EQ, Effekte, Preamp, etc.) zu tun hat, komplett von der reinen Klangverstärkung (Endstufe) zu trennen.

Hätte imho den Vorteil, ein (relativ leichtes) Rack für Studio / Silent Rehearsal / IEM zu haben, und nur bei Bedarf die Aktivboxen mitzunehmen.

Ich find's übrigens schade, dass die "klassischen" Preamps anscheinend immer weniger werden ... da geht 'ne Menge Flexibilität flöten ...

So ganz verstehen kann ich die Frage trotzdem nicht. Im Prinzip stellt doch jeder Combo eine Art "AktivBox" dar. Viele Combos bieten die Möglichkeit, dass man die Vorstufe umgehen kann. Der dann "überflüssige" Preamp des Combos ist für das Gesamtgewicht eines Combos nicht ausschlaggebend.
Bass-Combos sollten für die Wiedergabe eines Basses konstruiert sein, also macht man wohl keinen Fehler, den Combo rein als "Aktiv-Box" zu nutzen.
Eine reine "Bass-AktivBox" ist mir nicht bekannt. Ich habe jedoch mit einem Line6 L2m sehr gute Erfahrungen als Monitor/Bassverstärkung machen können.
 
Warum sollte man aber den Preamp in einem Combo bezahlen, wenn man ihn gar nicht nutzen will?
Ich verstehe den Gedankengang sehr gut, da ich ebenfalls einen extra Preamp nutze und den eigentlich nur neutral verstärkt haben will. Das Problem mit PA-Aktivboxen ist, dass es eigentlich immer Topteile sind, die für den Frequenzbereich ab 80 Hz aufwärts optimiert sind. Für den E-Bass hätte ich gerne eine Aktivbox, die von 40 Hz bis 6 kHz optimiert ist, also so was wie die fEarful/fEarless-Boxen mit Endstufe. Mit der Endstufe in der Box kann man dann mittels DSP auch noch ganz andere Dinge machen, als mit herkömmlichen Setups, eine optimale Entzerrung der Box nämlich. Das ist ja ein Grund, warum im PA-Bereich aktive Boxen so einen Siegeszug angetreten haben. Per DSP sind die entzerrt und betriebssicher. Klar geht das auch per externem DSP, aber eingebaut ist es einfach praktischer. Es gab mal derartige Aktivboxen, die IP-Reihe von Bergantino. Gibt es leider nicht mehr, aber der Hersteller geht mit seinem neuen B/Amp auch den Weg des DSPs. Und aus meiner Sicht ist das der absolut richtige Weg.

Ich hab mir schon mal überlegt, eine Bass-Aktivbox selber zu bauen. Es gibt leider nicht viele Ampmodule dafür, aber das Hypex PSC2.400 wäre eine Möglichkeit.
 
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Ich verstehe den Gedankengang sehr gut, da ich ebenfalls einen extra Preamp nutze und den eigentlich nur neutral verstärkt haben will

Und genau deswegen finde ich diesen Ansatz auch so interessant. Praktisch gedacht ist der "Eigenklang" normaler Bassboxen ja kontraproduktiv, weil das Publikum ihn nicht hört, wenn über die PA abgenommen wird. Außer man mikrofoniert, was bei Bass aber eher unüblich ist. Dann einfach per Preamp direkt ins Pult zu gehen und eine möglichst neutrale Monitorbox für den Bass zu nutzen halte ich da für die deulich praktischere Lösung - man hört sich selbst so wie es (in etwa) aus der PA kommt, vor allem, wenn man sich das vom FOH-Mann "verbogene" Bass-Signal als Monitormix auf die Box geben lässt. Das geht so nur mit einer Aktivbox.

Mit der Endstufe in der Box kann man dann mittels DSP auch noch ganz andere Dinge machen, als mit herkömmlichen Setups, eine optimale Entzerrung der Box nämlich.

Was passiert dabei eigentlich und warum gibt es sowas noch nicht im Bassbereich? Der DSP greift ja bei normalen PA-Aktivboxen (so wie ich es jetzt venstanden habe) eher oberhalb von 80Hz.
 
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Und genau deswegen finde ich diesen Ansatz auch so interessant. Praktisch gedacht ist der "Eigenklang" normaler Bassboxen ja kontraproduktiv, weil das Publikum ihn nicht hört, wenn über die PA abgenommen wird. Außer man mikrofoniert, was bei Bass aber eher unüblich ist. Dann einfach per Preamp direkt ins Pult zu gehen und eine möglichst neutrale Monitorbox für den Bass zu nutzen halte ich da für die deulich praktischere Lösung - man hört sich selbst so wie es (in etwa) aus der PA kommt, vor allem, wenn man sich das vom FOH-Mann "verbogene" Bass-Signal als Monitormix auf die Box geben lässt. Das geht so nur mit einer Aktivbox.



Was passiert dabei eigentlich und warum gibt es sowas noch nicht im Bassbereich? Der DSP greift ja bei normalen PA-Aktivboxen (so wie ich es jetzt venstanden habe) eher oberhalb von 80Hz.

PA-Endstufen, z.B. von Crown, bieten Software mit der man dann die entsprechenden Abstimmungen auf das System anwenden kann. Man könnte sogar einen charakteristischen Sound anderer Boxen einstellen. Bei Fearful könntest du dir die Frequenzweiche sparen und das mit dem DSP machen. Das was du mit den DSPs alles machen kannst, ist abhängig von Hersteller und Geldbeutel - also unterschiedlich.

Ich spiele seit einigen Jahren eine Fearful 15/6 und habe immer eine gute Vorstellung davon, wie mein Sound über die PA klingt. Ich gehe immer Post EQ ins Pult - das was meine Endstufe und das Pult sehen, ist identisch. Den DSP meiner Enstufe verwende ich nicht. Hatte dies zwar vor, bin aber soweit sehr zufrieden mit dem Resultat. Ich würde auch einiges an Leistung einbüßen, da ich einen Kanal pro Frequenzband brauche - und das geht gar nicht.
 
Was passiert dabei eigentlich und warum gibt es sowas noch nicht im Bassbereich? Der DSP greift ja bei normalen PA-Aktivboxen (so wie ich es jetzt venstanden habe) eher oberhalb von 80Hz.
Die wichtigsten Funktionen eines DSPs sind in der Regel die Frequenztrennung, die Entzerrung und die Limitierung.
Ersteres braucht man nur, wenn man Mehrwege-Boxen vollaktiv fährt, also mit eigenem Endstufenkanal pro Weg. Dann kann man sich die oft recht aufwändigen und verlustbehafteten passiven Frequenzweichen sparen, braucht aber eben mehr Endstufenkanäle.
Die Entzerrung ist die Korrektur des Frequenzgangs per EQ. Für eine neutrale Wiedergabe ist dies meist unvermeidlich. Man kann so auch den Tiefgang (zu Lasten des Maximalpegels) deutlich erweitern. Außerdem gehört hierzu auch der Hochpass zum Schutz gegen übermäßige Membranauslenkung, den jeden Bassreflexbox zum sicheren Betrieb braucht. Manche Bassisten helfen sich ja inzwischen mit Geräte wie dem Thumbinator aus, weil diese Funktion in den meisten Amps nicht enthalten ist. Die Grenzfrequenz des Hochpasses muss ja auch zur Box passen.
Beim Thema Betriebssicherheit sind wir auch gleich beim Limiter. Dieser stellt sicher, dass die Box nicht überlastet werden kann. Mit hochwertigen DSPs können sowohl Peak, als auch RMS-Limiter realisiert werden. Es gibt auch Systeme, in denen der Betriebszustand der Box quasi laufend überwacht wird.

Ein solcher DSP ist natürlich nur sinnvoll, wenn seine Einstellungen genau auf die angeschlossene Box passen. In einer Aktivbox wäre die optimale Abstimmung recht gut möglich. In einem Amp einen DSP mit irgendwelchen Einstellungen zu verbauen, bringt nicht viel. Da muss man dann den Weg des Sytemamps gehen, dass heißt, es sind DSP-Einstellungen für bestimmte Boxen (des selben Herstellers) gespeichert.
Dank Limiter müsste man sich dann auch keine Gedanken mehr machen, ob Top und Box von der Leistung her zusammen passen.
Man könnte natürlich auch dem Benutzer die Macht über die Einstellung des DSPs geben. Im PA-Bereich entspricht das den einzeln erhältlichen Controllern. Nur kann man mit einem so mächtigen Werkzeug natürlich auch eine Menge Unsinn einstellen.

Der DSP ist nicht der limitierende Faktor bei PA-Aktivboxen was den Tiefgang angeht, im Gegenteil. In der Regel wird solchen Boxen per Entzerrung zur mehr Tiefgang als ihren passiven Pendants verholfen. Es sind eher die konzeptionelle Ausrichtung der Box und die Eigenschaften der verbauten Chassis, die hier Grenzen setzen. Wenn wir wieder die fEarful 15/6 als Beispiel nehmen, so ist hier ein 15"er verbaut, der auf Grund seiner Eigenschaften im PA-Bereich als Subwoofer eingesetzt wird. Für den E-Bass ist seine Mittenwiedergabe vollkommen ausreichend. Für eine PA-Box, die auch Signale wie die Stimme sauber übertragen soll, wählt man eher andere Chassis, die dafür im Bassbereich Nachteile haben.
 
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Danke für die ausführliche Erklärung. Wieder was gelernt! :)

Da hängen wir Bassisten ja tatsächlich um einiges dem Stand der Technik hinterher. Über den Sinn einer Anschaffung vom Thumpinator hab ich mir auch schon so einige Gedanken gemacht, aber das Thema gehört hier wohl nicht hin. ;) Bass-Aktivboxen mit DSP zur Feinabstimmung wären wohl das Nonplusultra des technisch Machbaren, aber wahrscheinlich auch recht teuer für ein 3-Wege-System wie die genannte Fearful 15/6/1.
 

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