Wertschätzung von E-Gitarren

Sie sieht nach einer 60-s Reiussue aus Japan aus. Schade, dass sie so modifiziert wurde. Das ist hier massiv Preismindernd. In gutem Originalzustand dürfte sie im hohen 3Stelligen Bereich befinden

EDIT: Ich würde sie selbst spielen, weil es eine hervorragende Basis ist und wer die Modifikationen mag wird ein SUPER Instrument haben.

EDIT2: ne, das Decal passt nicht für das Reissue-Modell.
 
Vielen Dank für Eure Einschätzungen @Prospero und @Alex_S.! Dann werde ich sie wohl nicht gegen eine Villa am Starnberger See eintauschen können. Versuch ichs halt mit der Mikkey Dee Motörhead Signature Snare ;)

Edit: Danke auch an Dich @frama78
 
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Hallo zusammen,

ich weiß, dass selbst die frischesten Einträge in diesem Beitrag schon einige Jahre gealtert sind, aber ich hoffe, das meine "Flaschenpost" doch noch bei jemandem aufploppt, der mir eventuell helfen kann. Meine Frage passt so schön in diesen Beitrag (so hoffe ich zumindest), so dass ich kein neues Fass aufmachen möchte.

Ich beschäftige mich gerade mit der (Wert)Ermittlung meiner Epiphone Les Paul und konnte bereits, auch aufgrund der tollen Erklärung am Beginn dieses Beitrages, das Geburtsjahr und Herstellungsort meiner Gitarre ermitteln (Unsung Plant, Korea, April 1996).

Was mich aber wundert ist, dass ich bei der weiteren Recherche aktuell nur auf Bilder bzw. Beschreibungen dieser Serie treffe, bei denen sich die Seriennummern an der Kopfplatte (bzw. irgendwelchen Aufklebern) befinden. Bei mir ist sie auf einer Metallplatte am Body angegeben und mit dem Zusatz "Hand-Crafted in Korea by Epiphone" versehen.

Bezüglich einer allgemeinen Suche zu diesen Metallschildern bin ich auf den Passus "Ein Metallschild am Body deutet meist auf spezifische Limited Edition-, Signature- oder ältere Modelle hin" gestoßen. Ich habe die Gitarre gebraucht erworben, kann aber den Vorbesitzer (mangels Kontaktinfos) dazu nicht mehr befragen. Vom Bildervergleich her, sieht meine Gitarre aber definitiv nicht nach "besonders" aus. Wäre das dann eher ein Zeichen für ein Fake?

Hat jemand von euch noch eine zielführende Idee, wie ich mich der Bestimmung (Fake oder ggf. doch nicht "Standard") auf andere Weise annähern kann? Oder wurden die Metallplatten in Korea vielleicht doch random auf alle möglichen Gitarren aufgebracht?

So, jetzt heißt es für mich Daumendrücken, ob sich das hier jemand durchliest und idealerweise einen Hinweis für mich hat.

Ich bin höflich genug um mich schon jetzt vorab für eure Überlegungen zu danken.

Viele Grüße
Thommy
 
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Hat jemand von euch noch eine zielführende Idee, wie ich mich der Bestimmung (Fake oder ggf. doch nicht "Standard") auf andere Weise annähern kann?
Ja, du kannst hier ein paar Fotos der Gitarre einstellen.
 
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Hallo, vielen Dank für eure ersten, schnellen Reaktionen.

Ja sorry, auf die Idee mit den Fotos hätte ich selber kommen können. Sind nun angefügt.

Und vielen Dank für das Verschieben meiner Frage in eine etwas "frischere" Umgebung. Passt ja nun noch viel besser.

Viele Grüße
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Hilft nicht weiter, aber genau so eine Epiphone Les Paul mit Schraubhals hatte ich auch mal.
 
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Bin da kein Spezialist aber scheint eine sogenannte Les Paul 300 zu sein. Da gibt es viele Bilder im Netz.
z.B.
Epi 300.jpg

Epi 300 2.jpg
 
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@thommy2305
Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, kannst du für mehr Details im Epiphone Talk Forum nachforschen/nachfragen.

Die Epis mit geschraubten Hälsen sind meines Wissens eher im Einstiegsbereich angesiedelt.
Was genau "Hand crafted" bedeuten soll ist mir bei Epi auch schleierhaft. Und auch ob dies als wertsteigernd zu betrachten ist?

Auf willhaben hab ich ein sehr ähnliches Modell gefunden, das mit 300€ eingestellt war:
 
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Die Modelle waren damals schon der untere Preisbereich (aber keineswegs minderwertig), die besseren Modelle hatten einen eingeleimten Hals, wie beim Original.
Aber nur weil etwas alt oder selten sein soll, ist es nicht automatisch wertvoll, selbst 300€ halte ich für vollkommen unrealistisch, eher die Hälfte - wenn die LP überhaupt verkauft werden soll.
 
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Ich hab auch mal so eine gekauft, die jetzt einer meiner Jungs verheizt (also dann hernimmt, wenn er keine "teure" Gitarre bemühen will). Weder waren die neu teuer, noch liegen sie jetzt preislich über 200 bis 300 € (wenn man viel Glück hat). Zum Spielen sind sie aber u.U. toll (da kann jedes Exemplar anders sein), aber selbst von Epiphone und natürlich auch von Wettbewerbern (z.B. Harley Benton) gibt viel hochwertigere Les Pauls neu für 500 €, so dass für so eine gebrauchte Epiphone mit Schraubhals regelmäßig weniger als die Hälfte bezahlt wird. Daher glaube ich (wie auch @Granufink) auch nicht an 300 € - Vergleichsangebote bedeuten ja nicht, dass es zu einem Verkauf für den aufgerufenen Preis kommt.

Geschraubte Hälse sind bei Les Pauls unterste Qualitätsschiene. Mein Gott, "handcrafted" kann jeder hinschreiben, der in der Produktion auch nur einen von Hand ausgeführten Schritt enthalten hat. Eine ausschließliche Herstellung von Hand, also ohne automatisierte Maschinen, versteht man schon lange nicht mehr darunter. Selbst bei Gibson werden z.B. Bodies von einer Maschine automatisiert ausgeschnitten. Und bei den "Billigherstellern" werden auch viele Tätigkeiten (z.B. einlegen und anschließen der Verkabelung) von Hand erledigt, weshalb man ja auch gerade in Billiglohnländern produziert. Für viele Tätigkeiten bei der Montage einer LP braucht man auch keine spezifischen Fachkenntnisse, sondern ist in 15 Minuten angelernt.

Wenn die Gitarre gut klingt und sich gut spielen lässt, kann ich nur empfehlen, sie zu behalten und eben selbst zu spielen (oder an den Nachwuchs zu geben). Ansonsten wird eben nicht viel dafür zu bekommen sein.
 
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Beiträge und Hinweise. Es hat genau das für mich ergeben was ich erhofft habe, nämlich eine Einschätzung zu meiner Gitarre zu erhalten. Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob wir (die Gitarre und ich) Freunde bleiben, denn reich werde ich durch einen Verkauf offensichtlich nicht. Der Staub auf den Bildern belegt aber auch, dass unsere Freundschaft etwas geruht hat, denn bisher hat ein akustisches Pendant überwiegend den Vorzug erhalten. Aber manchmal erfindet man sich ja neu.

Tolles Forum. Herzlichen Dank und vielleicht bis irgendwann.
 
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.Jetzt muss ich nur noch überlegen, ob wir (die Gitarre und ich) Freunde bleiben, denn reich werde ich durch einen Verkauf offensichtlich nicht.

Wenn sie sich gut bespielen lässt, wären andere Pickups (und evtl Elektrik) eine Überlegung wert.
Die PUs bei den damaligen, günstigen Epis sind ja nicht gerade ein Hit.
 
Hallo zusammen,

ich habe seit ca. 15 Jahren eine hübsche Fender American Telecaster, Baujahr laut Fender 2004.
Der Vorbesitzer hat das natural finish professionell auf Apple Candy Red geändert, wahrscheinlich auch andere Pickups verbaut - die auch gut klingen. Die originalen Stimmmechaniken habe ich noch, ich hatte sie irgendwann einmal gegen Schaller-Locking-Mechaniken ausgetauscht.
Das Schlagbrett habe ich gegen ein neues ausgetauscht, weil bei dem originalen eine kleine Ecke abgebrochen war, das habe ich aber auch noch und könnte es zurückbauen.
Ansonsten schöner Zustand, könnte mal weider geputzt werden, allerdings ein feiner Riss am Halsfuß (hat sich in den 15 Jahren nicht geändert) und eine Macke auf dem Skunkstripe.

Mich hat das Partscaster-Fieber etwas gepackt, daher bin ich am Überlegen, diese Tele zu verkaufen und mir eine Wunschgitarre zusammenzubauen.

Gewicht sind 3,6kg.

Was wäre ein realistischer Wert für diese Tele?

Fender_Telecaster_01.jpgFender_Telecaster_02.jpgFender_Telecaster_03.jpgFender_Telecaster_04.jpgFender_Telecaster_05.pngFender_Telecaster_06.png
 
Grund: Bilder eingebunden
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bei einer modifizierten Gitarre ist eine Beurteilung immer auch ein Stück Bauchgefühl, mehr noch als sonst. Das nur vorweg.

American Teles werden meist so ab 1.200 - 1.500 € angeboten, aber ich habe nicht den Eindruck, dass diese Preise oft erzielt werden. Dass der Markt schwierig geworden ist, ist auch keine Neuigkeit mehr. In dem Fall kommen hier die getauschten PUs und ein doch recht tiefer Eingriff in die Substanz dazu, auch wenn es gut gemacht zu sein scheint und mir persönlich die Farbe sehr gefällt. Die Macke im Spielbereich und der Riss, obwohl für die Statik wohl unproblematisch, tun ein Übriges. Auch von einem Originalkoffer schreibst du nichts, lasse ich also auch außen vor.

Um die Gitarre zügig zu verkaufen, würdest du mMn wohl unter der 1.000 €- Schallgrenze bleiben müssen.

Aber mal ehrlich - ich würde es lassen. Wenn die Gitarre dich so lange begleitet hat, spricht doch viel dafür, dass sie für dich einfach gut gepasst hat. Ich denke, du würdest sie vermissen.

Eine kleine OT-Bemerkung noch: Nach meiner Erfahrung kann man gerade so was kaum durch eine Partscaster ersetzen. Obwohl ich einige solcher Gitarren habe, ist mir bisher eigentlich nur eine davon wirklich ans Herz gewachsen. Vielleicht weil man immer im Hinterkopf hst, dass sie vielleicht doch mit einem anderen Hals, oder Korpus, oder sonst was noch besser wäre...

Gruß, bagotrix
 
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Hi @bagotrix,

vielen Dank für Deine Antwort!

Es ist tatsächlich nur ein oller Tweed-Koffer dabei, nicht der originale - ich war jung und wollte die Gitarre. ;)

Eilig habe ich es nicht, nach all den Jahren würde ich sie aber vielleicht tatsächlich vermissen. :unsure: Auch wenn es nicht meine erste "richtige" Gitarre ist, muss ich noch etwas in mich gehen, um die emotionale Komponente abzuschätzen.

Bisher habe ich auch nur eine Partscaster (eine Stratocaster in Seafoam Green) und die ist ganz grandios. Obwohl bei solchen Projekten natürlich auch der Wiederverkaufswert lächerlich ist, da ist es noch mehr eine Anschaffung "fürs Leben".

Wünsche Dir ein schönes Wochenende!

Grüße
Hannes
 
bagotrix
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A
  • Gelöscht von klaatu
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Was wäre ein realistischer Wert für diese Tele?
Für so eine "verbastelte" Gitarre bekommt man deutlich weniger als für das gebrauchte Original.
Ich würde das Ding komplett zerlegen und die Teile einzeln erkaufen - der Mensch ist seltsam, und insgesamt springt dafür mehr raus...
 
Hi @dubbel,

und was für Preise sind für die Einzelteile realistisch?

Heißt für Dich Einzelteile, dass ich auch den Body getrennt von Pickups und Hardware verkaufen soll, also wirklich "nackt"?

Dann wäre das:
Hals
Body
Stimmmechaniken
Pickups
Restliche Elektrik (also Bedienpanel, Potis, Buchse)
Lock-Pins
 
Ich glaube nicht, dass es lohnt diese Tele zu zerlegen. Erstens schon mal, weil es eine Tele ist. Strat-Parts gehen einfach besser, und viele Tele-Parts sind auch nicht so universell kompatibel, angefangen mit der Bridge, die nicht als Ersatz 1:1 auf eine Tele mit Blechwinkel passt. Noch dazu, wo den viele Tele-Fans eh für unverzichtbar halten. Die PUs sind nicht Original, und der Lack auch nicht. Die Teile werden zusammen mMn eher etwas weniger erzielen als die komplette Tele.

Gruß, bagotrix
 
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