Wertschätzung von E-Gitarren


  • #10.162
Hier muss man aufpassen - die Gitarre von @meovar ist die 60-S5470K-KB und das ist ein Spot Production Modell, welches von der Firma Meinl als Jubiläumsausgabe beauftragt wurde. Der Unterschied zur serienmäßigen S5470K-KB (Japan Domestic Market, 2010) liegt in den speziellen Griffbretteinlagen.

Die Seriennummer der Gitarre F11... weist auf das Baujahr 2011 hin, das ist exakt 60 Jahre nach der Gründung der Firma "Roland Meinl Musikinstrumente" anno 1951 - daher stammt das Präfix der Modellnummer.

Der Gebrauchtpreis ist sehr schwierig zu taxieren. Neu lag sie UVP bei gut EUR 2.100,- und wurde für ca. EUR 1.850,- verkauft. Als Daumenregel würde ich mal zwei Drittel des Straßenpreises als VHB ansetzen und dann gucken, ob sich was tut.
 
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  • #10.163
Bei der Suche findet man:

Ibanez 60-S5470K-KB Prestige - ltd. Edition

1783355876749.webp


seinerzeit in dem verlinkten Shop zuletzt für 1.899 € angeboten.

Bei Gitarren, die wenig bis nicht gehandelt werden, findet man natürlich keine Vergleichsangebote auf dem Gebrauchtmarkt. Niemand von uns kann in eine Glaskugel schauen. Ob das jetzt das Hyper-Sammlerstück ist, nachdem sich die Leute verzehren und das den doppelten Neupreis bringen kann, oder ob es halt eine gebrauchte Gitarre ist, für die man 1/2 bis 2/3 des Neupreises kriegen kann, hängt davon ab, dass jemand morgens aufsteht und festlegt, dass er dieses Modell haben muss und dann auch noch das eine Angebot findet.

Ibanez* steht aber halt nicht so sehr für Sammlergitarren - allenfalls irgend welche Signature-Modelle, denen berühmter Gitarristen nachempfunden. Nur weil ein Anbieter ein limitiertes Sondermodel herausbringt, will der "normale" Sammler sein Fan-Tum für diesen Anbieter nicht explodieren lassen. Und Leute, die Gitarren als Investment sehen, haben auch eine große Auswahl von eher sicher von Wertzuwachs profitierenden Gitarren.

Probieren kann man natürlich alles - hängt davon ab, wie schnell die Gitarre weg und das Geld her muss. Insofern kann man die Gitarre - wenn man wenigstens etwas Zeit hat - ja mal für 2.500 € anbieten, darf aber nicht enttäuscht sein oder Anfragen als blöd betiteln, wenn sie zu diesem Preis nicht weggeht oder eben deutlich weniger geboten wird. Vielleicht ist so ein Aufhänger auch geeignet, dass Interessenten durchaus an ihre Obergrenze gehen oder zu bringen sind. Man kann dann nach einer kleinen Pause, wenn sie gar nicht loszuschlagen war, das Ganze nochmal mit 1.300 € VB probieren, wie @gitarrero! auch in meinen Augen richtig schreibt. Dann wird man schon sehen, was passiert. Bedacht werden sollte aber, dass Liebhaber solcher Gitarren nicht auf Bäumen wachsen und gut über 1.000 € teure Gitarren ganz gute und viel nachgefragte Modelle beinhalten.
 
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  • #10.164
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Rückmeldungen zur Ibanez* S5470K.
Werde die Gitarre dann vorerst nicht verkaufen und weitere 10 Jahre einlagern.

Stattdessen möchte ich den Verkauf von anderen Gitarren priorisieren und wäre auch hier für eine realistische Einschätzung dankbar.

Als da wären u.a.:
1. Gibson Les Paul Slash Rosso Corsa, Baujahr/Kaufjahr 2013

Anhang anzeigen 1037041
Die Gitarre wurde 2013, direkt als das Modell erschienen ist, beim Music Store in Köln gekauft. Sie war ebenfalls in den letzten zehn Jahren in einem Self-Storage-Raum eingelagert.

Der Zustand ist insgesamt sehr gut. Auf der Rückseite gibt es sichtbare Gebrauchsspuren, ansonsten macht die Gitarre einen nahezu neuwertigen Eindruck. Sie wurde wenig gespielt und hat sogar noch diesen typischen „neue Les Paul“-Geruch. Originalkoffer und Unterlagen sind vorhanden.

Ich meine, damals ungefähr 2.800 EUR bezahlt zu haben. Aktuell habe ich bei eBay eine Anzeige um ca. 3.160 EUR gesehen, wobei mir natürlich bewusst ist, dass Angebotspreise nicht automatisch real erzielte Verkaufspreise sind.

Was wäre eurer Meinung nach ein fairer und realistischer Privatverkaufspreis für dieses Modell in Deutschland bzw. Europa?

2. Fame Forum Custom Flamed Maple TSB / Tobacco Brown Sunburst

Anhang anzeigen 1037042
Die Fame wurde 2014 ebenfalls beim Music Store in Köln gekauft. Der damalige Kaufpreis lag meiner Erinnerung nach bei ungefähr 1.500 EUR - aktuell 1.931.90 EUR (https://www.musicstore.com/en_OT/EUR/Fame-Forum-Custom-Flamed-Maple-TSB-Tobacco-Brown-Sunburst/art-GIT0004014-001)

Auch diese Gitarre wurde fast nicht gespielt und war seit über zehn Jahren eingelagert. Der Zustand ist aus meiner Sicht nahezu neuwertig. Koffer bzw. Zubehör sind vorhanden, soweit auf den Fotos zu sehen.

Da ich für dieses Modell ebenfalls kaum belastbare Vergleichspreise finde, würde mich interessieren, welcher Preisbereich realistisch wäre.

Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen!
 
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  • #10.165
vielen Dank für eure Rückmeldungen zur Ibanez S5470K.
Werde die Gitarre dann vorerst nicht verkaufen und weitere 10 Jahre einlagern.
Ich glaube nicht, dass der erzielbare Preis dadurch steigen wird - musst Du aber selbst wissen. Wenn es Dir auf finanziellen Gewinn ankommt, dann würde ich die verkaufen und das Geld in eine Gitarre mit echten Wertzuwachsaussichten investieren.

Stattdessen möchte ich den Verkauf von anderen Gitarren priorisieren und wäre auch hier für eine realistische Einschätzung dankbar.
Jetzt hier listenweise Werte einschätzen zu lassen ist m.E. nicht der Sinn des Threads. Wir helfen hier in unserer Freizeit. Andere lassen sich Wertermittlungen bezahlen, weil es nicht einfach eine Liste gibt, in der man nachschauen kann, sondern man Zeit aufwenden muss, um Vergleichsangebote und Infos zum Modell zu suchen...

Die Gibson Les Paul Slash Rosso Corsa, Baujahr/Kaufjahr 2013 wurde in den letzten Jahren gelegentlich von Händlern im Bereich von gut 3.000 € verkauft. Als Privatanbieter bekommt man weniger.

Wenn Du schon selbst ein ebay Angebot gefunden hast, dann solltest Du uns nicht zusätzlich Arbeit machen, es suchen zu müssen, sondern die vorhandenen Infos (Link) mitteilen. Ich hab nur diese hier gefunden: Gibson Slash Rosso Corsa Les Paul 2013 E-Gitarre- mit dem zum Abfragezeitpunkt umgerechneten Preis von EUR 3.162,54 und AUS JAPAN! Die im Land der aufgehenden Sonne aufgerufenen Preise sind regelmäßig ca. 20 % höher als das, was man in Europa bekommt. Zwar ist Angebotspreis nicht gleich Verkaufspreis, aber Händler lassen die Anzeigen halt laufen, bis jemand kauft (ein Bisschen Spielraum ist schon, aber sicher nicht so viel wie bei einem Privatanbieter).

Diese Rote ist jetzt m.E. nicht so rasend bekannt und Gibson hat Slash Signatures zum Schweinfüttern auf den Markt geworfen. Irgendwann ist auch der letzte Interessent versorgt. Meiner Meinung nach braucht man Geduld und es wird schwer, Deinen bezahlten Preis wieder zu bekommen. Ich sehe die eher bei höchsten 2.500 € VB.

Na, wenn es die Fame Forum Custom Flamed Maple TSB noch neu gibt, dann wird ein Interessent sicher für ein 12 Jahre altes Exemplar (und ohne Garantie wie bim Neuinstrument) nicht mehr als 2/3 bezahlen. Mein Gott, was erwartest Du von so einer tendenziell Allerweltsgitarre? Was sollte jetzt einen besonderen Wert ausmachen? Es ist halt eine gebrauchte Gitarre bestimmter Qualität einer nicht so sehr gefragten Marke.

Auch hier: "kaum belastbare Vergleichspreise finde" - schreib doch bitte, was Du schon weißt und lass uns nicht nochmal arbeiten!!!

Was willst Du eigentlich mit Deinen Überlegungen und Frage? Willst Du Geld verdienen oder brauchst Du Geld? Ich meine, wir wenden Zeit auf und dann schreibst Du, dass Du die Gitarre(n) doch liegen lässt, wenn nicht der riesige Reibach rauszuspringen scheint?

Good Luck!
 
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  • #10.166
+1, bei der Ibanez* S sehe ich keine Wertsteigerung über die Zeit. Ein für Ibanez* eher gediegenes Modell, das Meinl Jubiläum war sicher schön, aber das zugehörige Modell tritt keinen Hypetrain los.
Für Sammler nicht sonderlich spannend (als Ibanez* Aficionado kannte ich das Modell nicht einmal).
Für Player u.a. mit dem ZR-2 auch speziell und eher "inselbegehrt".
Sammler aus dem Meinl-Umfeld könnten zu einem höheren Preis eher Interesse haben als "normale" Gitarristen, weshalb ich mit dem Verkauf nicht warten würde. 2/3 des Neupreises zu erzielen wäre sehr gut.
Euphorie wie bei einer der begehrten JEM oder Universe Modelle löst die an sich sehr schöne Gitarre m.M.n. leider nie aus.
 
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Wizzzzard2000
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  • #10.167
Hallo Board, ich hab beschlossen, mich nach der abgeschlossenen Instandsetzung von meiner Stoll Striker zu trennen.
Was denkt, ihr soll sie jetzt nach der Neulackierung und dem Zusammenbau sowie Service und Reparatur vom Profi wert sein?
Sie ist weitgehend im Originalzustand, Schalter und Schlagbrett wurden getauscht.

Wie bereits im Bassforum, bitte ich, den diesmal auf den Bildern fehlenden Kinderzimmerteppich zu entschueldigen, den hatte meine Tochter gerade besetzt ;)

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  • #10.168
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  • #10.169
Leider habe jedenfalls ich die Daten Deiner Stoll Striker nicht im Kopf und werde sicher das Forum nicht danach durchsuchen. Wäre also schön, wenn Du selbst ein Bisschen mehr dazu schreiben würdest.

Vor ca. einen Jahr hat jemand seine 93er Stoll Striker inklusive Case gleichzeitig bei Reverb und facebook für 1250 € eingestellt (Internetrecherche) und laut aktualisiertem facebook Beitrag verkauft. Den tatsächlich erzielten Preis hat er natürlich nicht genannt.
https://reverb.com/de/item/86844496-stoll-guitars-striker-nr-160-2-from-1993

View: https://www.facebook.com/stollguitars/posts/verkauftstoll-striker-e-gitarre-von-1993-mit-einzelpickups-und-einzelschalter-in/1200392475428269/

Jetzt kann eine "Überholung" wertsteigernd oder wertmindernd sein, was im Wesentlichen von der Sichtweise des Interessenten abhängt. Grundsätzlich hängt das, was jemand bereit ist zu bezahlen, und das würde ich jetzt mal als "Wert" bezeichnen, von Vergleichsangeboten ab, was natürlich bei wenig bis keinen Angeboten kaum zu beziffern ist. Wenn etwas auf dem Markt nicht auftaucht, kann man keine Erfahrungswerte gewinnen und damit auch keine begründeten Angaben machen. Für mich ist Deine Gitarre so ein Fall. Alles, was hier irgend jemand von uns sagen wird, ist aus dem Bauch heraus und nach persönlichem Geschmack.

Das ist jetzt wirklich nicht böse oder herabwürdigend gemeint, sondern mein höchst persönliches Ergebnis aufgrund der Datenlage: Mir wäre die Gitarre nichts wert und ich würde sie im Bereich von ausstattungsmäßig gleichen Neuinstrumenten einordnen, so dass ich da einem Interessenten irgendwas im Bereich von 200 bis 500 Euro nennen würde (wahrscheinlich war die Rechnung vom Fachmann höher). Aber wie gesagt einzig und alleine meine persönliche Sicht. :prost:
 
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  • #10.170
Bilder mögen täuschen, aber der Lack des Bodies sieht orangenhäutig aus. Wurde hier bewusst eine Struktur/Textur angestrebt?
Auf den ersten Blick sieht der Lack zumindest wertmindernd aus.
Beitrag automatisch zusammengefügt:


Bevor Christian Stoll mit Stoll Guitars als reiner Akustik- und Bass-Spezialist weltbekannt wurde, war er in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren als freier Entwickler und Meister im Gitarrenbau extrem umtriebig. [1]
Als die Marke Claim (entwickelt von Werner und Braun) mit der Firma Sonor fusionierte, wurde die Produktion der hochwertigen High Line- und Custom Line-Modelle professionalisiert. Christian Stoll war damals zeitweise als Produktionsleiter und Qualitätsmanager für den Bau der Claim-by-Sonor-Gitarren zuständig. [1]

Warum sehen manche Modelle absolut identisch aus?
Es gibt aus dieser Ära exakt zwei Gründe für die optischen Zwillinge:
  1. Die Prototypen und Kleinserien: Bevor Sonor den Vertrieb komplett übernahm (oder als die Marke 1993 wieder aufgelöst wurde), wurden einige dieser hochentwickelten Superstrat-Modelle direkt in Stolls Werkstatt fertiggestellt. Diese tragen teilweise das originale Stoll-Logo auf der Kopfplatte, nutzen aber exakt dieselben Korpusformen, die markante 5-Punkt-Halsverschraubung und die Schaller-Hardware der Claim-Gitarren. [1]
  2. Die „Stoll Ersatzteile“: Nach dem Ende von Claim by Sonor im Jahr 1993 blieben viele bereits gefräste Hälse und Korpusse (Bodys) im Werk oder bei den Entwicklern zurück. Christian Stoll hat in den Folgejahren einige dieser verbliebenen Originalteile verwendet, modifiziert und unter eigenem Namen als Edel-E-Gitarren auf den Markt gebracht oder repariert.
 
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  • #10.171
Die Form der Kopfplatte und die Art der Halsbefestigung schreien geradezu nach "Claim by Sonor" - hat die Firma Stoll damals irgendwelche Restbestände aus der Claim-Produktion aufgekauft oder so?
Als ich die Gitarre damals entdeckt habe, habe ich vorm Kauf, Herrn Stoll kontaktiert, um mal nachzufragen. Ich hab grad die E-Mails von damals rausgesucht.
Er hat zwischen 93 und 96 35 dieser Gitarren gebaut.
Die Kopfplattenform hat er mit Einverständnis der Urhber genutzt, damals gab es die Gitarrenmarke Claim schon nicht mehr, so seine Auskunft von damals.


Leider habe jedenfalls ich die Daten Deiner Stoll Striker nicht im Kopf und werde sicher das Forum nicht danach durchsuchen. Wäre also schön, wenn Du selbst ein Bisschen mehr dazu schreiben würdest.

:prost:
Meine Gitarre wurde 1994 gebaut, war ursprünglich mal seaforam/surfgreen/swimmingpoolgreen, Hardware Schaller, Tonabnehmer Seymour Duncan, Verkaufspreis 1990 DM.
Erlebody, Palisandergriffbrett auf Ahornhals.
Die Inserate auf Reverb hatte ich auch schon gesehen. Da mir auch schon klar war, dass das wahrscheinlich tatsächliche Verkaufspreis sein wird, hatte ich auf Eure Einschätzungen gehofft.
In diesem Fall war die Instandsetzung eine Aufwertung zu dem Zustand, in dem ich sie erhalten habe. Damals war sie schrecklich überlackiert.

Bilder mögen täuschen, aber der Lack des Bodies sieht orangenhäutig aus. Wurde hier bewusst eine Struktur/Textur angestrebt?
Auf den ersten Blick sieht der Lack zumindest wertmindernd aus.
Also die Lackierung ist glatt und war eine Projektarbeit unter Aufsicht in einer Berufschulklasse von Lackierern.
Das Bild täuscht, es ist ein dunkles pink metallic.
 
  • #10.172
Die Kopfplattenform hat er mit Einverständnis der Urhber genutzt, damals gab es die Gitarrenmarke Claim schon nicht mehr, so seine Auskunft von damals.
Joa, klingt ein wenig ausweichend. Die Aussagen, die @Prospero zitiert, decken sich mit meinem Verdacht. Die extrem enge optische Verwandtschaft mit Claim-Gitarrenmodellen und speziell die besondere Halsbefestigung mit dem Metallriegel sind aus meiner Sicht "dead giveaways". Das ist per se überhaupt nicht verwerflich, wenn durch eigene Veredelungsmaßnahmen wie beispielsweise Anpassung des Halsprofils, Bundierung, Lackierung, Elektronik und Setup eine "echte" Stoll-Gitarre daraus entsteht. Andere Gitarrenbauer verfahren ja auch so und nutzen beispielsweise vorgefertigte Teile von Warmoth, Allparts, Mighty Mite usw.
 
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  • #10.173
Bisher war meine Annahme, dass die Gitarre von Grund auf in Stolls Werkstatt gebaut wurde.
Auch weil die Claims, die ich bisher in der Hand hatte, deutlich anders gemasertes Holz hatten.
Man lernt nie aus.
 
  • #10.174
In diesem Fall war die Instandsetzung eine Aufwertung zu dem Zustand, in dem ich sie erhalten habe. Damals war sie schrecklich überlackiert.
Auf- oder Abwertung muss man natürlich in Relation zum einwandfreien Originalzustand sehen und nicht relativ zu einem Wrack ;) (letzteres interessiert ja einen Kaufinteressenten nicht, schreckt aber eventuell ab).
 
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  • #10.175
Auch wenn Claim jetzt nicht wirklich bekannt ist, die Gitarren waren wohl nicht schlecht. Ich hab selbst eine HSS Strat Superstrat von Claim und finde die tatsächlich gut.

Was übrigens noch für eine Nähe zu Claim spricht ist beim Body die Gestaltung der Armauflage mit dem sehr geraden und geometrischen Übergang.

Muss alles nichts heißen. Könnten weiterverwendete Teile von Claim sein, könnten aber auch Bauten nach gleichem Muster sein.
 
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  • #10.176
Wobei ich mich schon frage, warum jemand Claim-Bauteile so perfekt 1:1 kopieren sollte. Soo erfolgreich waren die ja nun wirklich nicht, auch wenn das offenbar keine schlechten Gitarren waren. Es wäre doch viel logischer gewesen, irgendein plakatives Bauteil eigenständig zu erstellen. Man will sich doch einen Namen als Gitarrenbauer machen und nicht als Kopist.
Auch dass dieser Stoll nur etwas über 30 Gitarren produziert haben soll, spricht ev. für einen Aufverbrauch erworbener Teile.

Wobei ich den Umstand, dass es Claim-Teile sind, sogar eher wertsteigernd sehen würde. Den Hersteller Stoll kennt fast keiner, es dürfte also (fast) keinen Sammler geben und niemand weiß beim Namen des Herstellers sofort, ob der qualitativ hochwertige oder eher einfache Materialien verwendet hat. Bei Claim-Teilen wäre das anders, da würde ich gedanklich die Wertigkeit jdf. deutlich oberhalb von Anfänger-Gitarren ansetzen.
Ohne dass ich Stoll-Gitarren kenne oder deren Preisniveau, hätte ich den Wert aus dem Bauch heraus aufgrund der guten verbauten Hardware von Schaller, Gotoh u.a. bei 350 € angesetzt, bei einem Aufverbrauch von Claim-Teilen eher bei 500 €. Eine originale Claim würde ich noch einmal höher einpreisen.
Aber da kann ich auch falsch liegen, da ich all diese Gitarren nie preislich verfolgt habe.

Wenn es aber eine wirklich gute Gitarre ist -das kannst ja nur du beurteilen, wir kennen ja nur die Bilder-, dann kann sie sicher auch mehr wert sein, dann würde ich sie aber eh behalten.
 
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  • #10.177
Hab grad bei Gitarre&Bass gesucht und den Artikel nicht gefunden. Ich erinner mich aber an einen Testbericht Anfang der 90er, da war man schon enorm angetan von so einer Stoll-Superstrat, soll wohl ziemlich edel gewesen sein. Headstock was der Selbe.
 
  • #10.178
Wobei ich mich schon frage, warum jemand Claim-Bauteile so perfekt 1:1 kopieren sollte. ...Wobei ich den Umstand, dass es Claim-Teile sind, sogar eher wertsteigernd sehen würde. ....
Wenn es aber eine wirklich gute Gitarre ist -das kannst ja nur du beurteilen, wir kennen ja nur die Bilder-, dann kann sie sicher auch mehr wert sein, dann würde ich sie aber eh behalten.
Herr Stoll hat mir damals geschrieben, dass er auf die Claimkopfplatte zurückgriff, da er bereits von Fender abgemahnt worden war.
Seine von @gitarrero! angesprochene vorangegangene Tätigkeit für Claim war mir nicht bekannt. Aber es scheint mir zumindest nicht abwegig, solche Merkmale in ein Nachfolgeprodukt einfließen zu lassen. Markterschließung und so.
Der Hals und Korpus sind meiner Einschätzung nach eben keine Claim-Teile. Mir scheinen sie wertiger, das mag aber auch Einbildung sein.
Das mit dem Behalten fällt flach. Ich spiele keine Gitarren mit Floyd Rose, egal ob aufliegend, schwebend oder festgestellt. Das hat klangliche Gründe.
Hab grad bei Gitarre&Bass gesucht und den Artikel nicht gefunden. Ich erinner mich aber an einen Testbericht Anfang der 90er, da war man schon enorm angetan von so einer Stoll-Superstrat, soll wohl ziemlich edel gewesen sein. Headstock was der Selbe.
An den Testbericht kann ich mich erinnern, den hab ich vor einiger Zeit auch online gelesen.

Danke für Eure Einschätzungen.
 
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