Schmerzen bei Downstrokes - noch nach Jahren?

von sTyleFree, 30.11.08.

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  1. sTyleFree

    sTyleFree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.08   #1
    Hallo erstmal,

    ich hab mich schon einige Zeit mit der SuFu rumgeschlagen. Sollte ich den entsprechenden Thread echt übersehen haben tut's mir leid.

    Und nun zu meinem eigentlich sehr simplen, aber doch hinderlichen Problem: Ich verkrampfe scheinbar bei Downstrokes. Generell bin ich nach ungefähr 4 Jahren immernoch kurz hinterm Anfang, was Downstroke-Geschwindigkeit betrifft. Achtel bei 180 BPM sind Maximum, wirklich lange halten ist nicht drin. Nach kürzester Zeit verkrampfe ich irgendwie, in jedem Fall habe ich immer stärker werdende Schmerzen im Unterarm, die Anschläge werden dann zunehmend langsamer und verkrampfter bis ich irgendwann keine 100 BPM mehr sauber begleiten kann. Mittlerweile geht es so weit, dass mein Gitarrenschüler (sofern man das so nennen kann) schneller ist als ich, und das nach gut 4 Monaten.
    Weder "Üben, üben, üben" half hier - blankes Downstroke-Runterrattern a la Metallica wurde jahrelang zum Umkippen geübt - noch ein Wechsel der Anschlagtechnik (auf Petrucci-Haltung) führte zur Besserung. Mittlerweile hab ich meine Downstrokes praktisch aufgegeben und bin komplett zum Wechselschlag übergegangen, was bei sehr Thrash-lastigen Songs natürlich auch recht..bescheiden klingt. Es "drückt" einfach nicht.

    Sollte ich zum Arzt gehen? Zu tief hängende Gitarre kann ich praktisch ausschließen, abgesehen davon scheint es bei tieferer Gitarre eher leichter zu sein, schnelle Downstrokes zu spielen.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Hoffe, man kann trotzdem annähernd was rauslesen :x
     
  2. Sureshot

    Sureshot Guest

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    Erstellt: 01.12.08   #2
    ich gebe nur ein Zitat meines Gitarrenlehrers wieder:
    "Downstrokes sind nicht wirklich "gitarristisch", Wechselschlag hingegen ist eine Offenbarung fürs Handgelenk"

    also zieh dir dickere Saiten drauf und machs mit wechselschlag ;)
    mach ich auch so :p

    (achja und nicht wundern mein Gitarrenlehrer ist ein bisschen durch den wind und koffeinsüchtig :D)

    Gruß Yannick
     
  3. skaguitar

    skaguitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.08   #3
    Habe ich auch so gemacht.
    Fürs richtig schnelle "Downstroken" fehlt mir irgendwie ein Gen oder Gelenkschmiere^^ Hab auch alles probiert. Gitarre oben, gitarre unten, verschiedenste Haltungen etc.pp. Aber wenn ich wirklich schnell spiel is spätestens nach 30 Sekunden schluss...
     
  4. Absint

    Absint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.08   #4
    Ich mach' fast alles mit Wechselschlag, sogar das Introriff aus "Number of the beast"... und selbst da hat sich noch niemand beschwert, dass das nicht drücken würde...
    Es klingt halt anders, nicht so homogen, aber doch nicht minder rockig.

    Also ist's nicht so schlimm... Bin auch ein Downstroke-Lahmer.
     
  5. TomC

    TomC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.08   #5
    Hm entweder das, oder du fängst an an deinem Handgelenk und deiner Unterarmmuskulatur zu arbeiten... Geniales Gerät, das ich letztens für mich wiederentdeckt habe ist dieser Gyrotwister. Gabs einen ziemlichen Boom eine zeitlang, da gabs Kopien schon für 10€, die auch wirklich gut funktioniert haben. Bisschen Übung braucht man dafür, aber es hilft tatsächlich... Mir zumindest... Vorteil ist, dass du das Ganze immer machen kannst, wenn du deine rechte Hand nicht brauchst...

    =) Ich stell mir grad ein Gitarren-Workout vor... Linke Hand Gripmaster, rechte Hand Gyrotwister und auf gehts... Allerdings hat man dann garkeine Hand mehr frei also kann man gleich Gitarre spieln... Wär aber was für Nicht-Fahrer auf langen Autofahrten... oder im Zug...
     
  6. Sureshot

    Sureshot Guest

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    Erstellt: 02.12.08   #6
    Geniale idee :D
    ich hab sogar ein original Gyrotwister noch irgendwo in der Garage rumfliegen :D
    muss ich mal raussuchen vllt gehts beim wechselschlag dann noch ein bisschen schneller :)
     
  7. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.08   #7
    Also ich finde 8tel bei 180 bpm schon eine recht schnelle Geschwindigkeit für Downstrokes, die längere Zeit gehalten werden sollen.

    Klar mal kurz drei Stück sind auch bei 16tel auf 130bpm kein problem aber wirklich ein paar Takte durchhalten tu ich es auch maximal bis 200bpm (8tel). Und da werde ich spätestens nach vier Takten ungenau und verkrampfe auch. Und ich spiele seit über 10 Jahren.

    Ich denke, das ist eigentlich auch ganz normal und wenn man das Problem weg bekommen will, muss man das intensiv trainieren. Üben würde ich das dann nicht mehr nennen, denn da geht es nur noch um körperliche Fitness.

    Du siehst, du bist nicht abnormal schlecht sondern eher ganz normal.
     
  8. ToS_Maverick

    ToS_Maverick Guest

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    Erstellt: 07.12.08   #8
    Ich hab auch seehr lange gebraucht den sprung von 160 zu ~180+ zu schaffen...

    das was ich empfehlen kann ist einfach, kopf frei machen, locker bleiben und ohne zwang schnell spielen zu müssen, üben.

    hab letzens ein gutes video von dave mustaine gesehn, kann man mal ausprobieren:
    http://www.youtube.com/watch?v=bKxOFYkjEeo

    ich hab für mich den teil mit dem pick parallel halten sehr gut empfunden, da ich für die iced earth riffs die ich spiele, nun noch weniger kraft benötige. ich versuche stets die wege ( = kraft) die ich zum spielen benötige, zu reduzieren.

    aber keine sorge, MoP mit 220 bpm downstrokes schaff ich auch noch nicht :p
     
  9. RollingStones

    RollingStones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.08   #9
    interessantes thema...da kann ich mich doch leider auch irgendwo wiederfinden...es ist immer von "bpm" die rede...mit wie vielen bpm wird denn bspw. der verse von "the kids aren't alright" von the offspring gespielt? sind das 180 bpm? für mich sind das auf jeden fall sehr schnelle downstrokes, und das auch noch abgedämpft. da bekomm ich zB. öfter probleme.
     
  10. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.08   #10
    Eigentlich hat jedes Metronom eine Tap-Funktion.
    D.h. um rauszufinden, wie schnell ein Lied ist, nimmst du einfach dein Metronom und tappst das Lied einen Takt lang möglichst exakt mit. Dann hast du das Tempo.

    BPM bedeutet "Beats per minute" d.h. bei 60 bpm kommt genau ein Beat pro Sekunde.
    Wenn du auf 250bpm 16tel durchspielst, hast 1.000 Töne pro Minute.

    Nur um es etwas zu veranschaulichen.
     
  11. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.08   #11
    Was bei der Anschlagtechnik hilft wenn es nicht ziviler geht: das Handgelenk der rechten Hand mit Gaffa fest an die Gitarre kleben, so dass man definitiv nicht aus dem Ellenbogen spielen kann, sondern ausm Handgelenk spielen muss. Somit lernt man es am schnellsten, auch wenn es eine eher brachiale Methode ist. Und dabei immer daran denken, je kleiner die Bewegungen umso schneller kann man spielen.

    Auch wichtig, lernen mit wenig Anschlag zu spielen - die meisten hauen in die Saiten rein wie bei einer Akustikgitarre, was ja voll daneben ist. Es wird dann automatisch vieles einfacher.
     
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