Schweres Holz ==> Schlechtes Holz?

von Raffl, 02.03.05.

  1. Raffl

    Raffl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #1
    Hoi Leute...

    Ich meditier grad über ne krasse Frage nach:

    Klingt schweres Holz schlechter als leichtes (natürlich der gelichen Holzart)?

    Bei ner fetten Les Paul kann ich verstehen dass da jedes halbe Kilo mehr in den rücken geht, aber bei relativ leichten Gitarren wie SGs oder Strats, macht des da nen klanglichen unterschied? wenn ja, was für einen? einen Unterschied wo man überhaupt sagen kann besser/schlechter???

    Soll ja mit wasser im holz oder so zu tun ham, aber ich kann mir schlecht vorstellen wie sich des auf den klang einwirkt...
     
  2. DEADskinMASK

    DEADskinMASK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #2
    Naja holz ist ein lebendiger werkstoff....hat eine merkfähigkeit...
    und wirkt sich auf den klang aus.
    Holz hat je nach holzart verschiedene Dichte , Wassergehalt , Härte
    und Oberfläche...in folge hast du verschiedenes auswirkungen auf den schall...

    ...ob jetzt leichtes besser als schweres kling ist geschmackssache!!

    ..am ende ist es eh nur wichtig ob das holz die konstruktiven und finanzielen
    Wünsche erfüllt...
     
  3. Raffl

    Raffl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #3
    Achso, nochmal ums hervorzuheben, ich meinte die selbe Holzart...
    Also dass sich Mahagonie anders verhält wie Esche bei Ansprache sustain und so is mir schon klar, gibt ja irgendwo ne page wo des en gitarrenbauer super erklärt hat, mit elastizität, dichte und so...
    mir gehts jetzt aber um den unterschied zwischen Mahagonie und Mahagonie oder Esche und Esche...
    Wie halt grad dieses Gibsondingens mit den Löchern ums gewicht zu reduzieren weil des leichte mahagonie net mehr so verfügbar is...
    is da aber nur der tragekomfort unterschied zwischen so leichtem oder schweren Mahagonie, oder gibt es große unterschiede die über die natürlichen Schwankungen vom Naturmaterial Holz drüber hinausgehn, wo man direkt sagen kann dass es eben am gewicht liegt? also so richtige klangveränderungen wegem Gewicht...

    mit klangveränderung mein ich jetzt die wertung: besser oder schlechter (ich weiß kann man nie wirklich sagen weils ja alles geschmackssache is) aber ich mein halt sperrholz klingt garantiert schlechter wie irgendein Super abgelagertes edles Holz, kann man so auch sagen schwereres Holz klingt schlechter? oder klingt es einfach nur bissl anders aber qualitativ gleichwertig?
     
  4. ray-78

    ray-78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #4
    Ich weiß jetzt nicht ob es das ist was Du meinst, aber bei Deinem Bsp. Mahagonie -> Mahagonie, SG zur Les Paul

    Der Gewichtsunterschied der beiden Gitarren liegt wohl weniger im eigentlichen Gewichtes des Holzes, sondern mehr darin das ne SG viel dünner ist (und keine Ahorndecke hat), sprich es wurde viel weniger Holz verbaut.
     
  5. PerregrinTuk

    PerregrinTuk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #5
    Hey,

    schweres Holz hat gleichzeitig eine höhere Dicht und somit ist es "in sich" stabiler. Das bedeutet letztlich das der Ton mehr Farbe hat und es nicht so svhnell matscht. ABER leichtes Holz ist dirketer und somit für schnelles sauberes spielen besser.

    Also

    Schweres: Solies, Metal, NuMetal, Jazz, Blues

    Leichtes: Punk, Grunge, ...
     
  6. Raffl

    Raffl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.05   #6

    Wow... krass, nee, det hatt ich eigentlich net gemeint, abba trotzdem danke... ich hatt viel eher den unterschied gemeint wenn ne Gibson Les Paul Standard 4,8 Kilo wiegt und ebenfalls ne Gibson Les Paul Standard nebendran nur 3,5 Kilo wiegt oder so... (beides ohne diese komischen Tonechamberlöcher)
    halt beim allerselben Modell gibts ja auch schwankungen und unterschiede vom Gewicht trotz exakt gleicher maße und Holzart... wie sich diese schwankungen auf den Ton auswirken meinte ich... es wiegt ja net jede Paula exakt 3 Kilo und 864 Gramm oder so...

    PS: lol... jetzt weiß ich wenigstens warum mein deutschlehrer mein ich sollt mich klarer ausdrücken :D
     
  7. Raffl

    Raffl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.05   #7
    oh... hab ich jetzt doch alle verwirrt oder will keiner antwortn bzw. weiß es net?
     
  8. ray-78

    ray-78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.05   #8
    Zugegeben, ich weiß es nicht wirklich, würde aber von der Logik her mich der Meinung von PerregrinTuk in etwa anschließen, denke mal daß das schwerere Holz länger schwingt, bzw. einen etwas kräftigeren und bassigeren Ton hat. Aber damit man da wirklich so krass einen Unterschied zwischen ein paar Gramm hört muß man doch wohl schon eher zu den absoluten puristen gehören. Denke mal nicht daß ein paar Gramm Differenz von Les Paul zu Les Paul gleicher Modell- und Produktionsreihe so "direkt" auffallen.

    Und mal von all dem abgesehen, mal angenommen Du spielst eine Gitarre an, dir gefällt der Sound "DIESER" Gitarre und du willst sie kaufen, würdest Du sie dann vorher erst noch wiegen ? ;)
     
  9. ET

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    Erstellt: 03.03.05   #9
    also wenn das Holz schwer ist weil Wasser drinne ist,ist das auch nicht gerade ideal
    gutes Tonholz sollte schon abgelagert sein
     
  10. Raffl

    Raffl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.05   #10
    LOL, Gitarren kaufen wie ander Fleischtheke *G*
    darfs noch was sein? ja bitte noch 200g Wurstsalat zu den 4,2Kg Gitarre...

    Jo ich dacht des kann ja manchmal sogar relativ krasse unterschiede haben so über n halbes kilo, un des denk ich müsste dann doch im gegensatz zu paar Gramm doch hören... wenns am höheren Wasser im Holz liegt oder so... des müsste dann doch irgendwie sowas heißen wie: heißen schlechter abgelagertes Holz --> schlechterer sound oder so
     
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  11. BF79

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  12. pehajope

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    Erstellt: 23.09.17   #12
    Trotz dass sich hier im Fred seit Jahren nichts getan hat, muss ich meine Frage loswerden.

    Ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken zw. meiner Gibson Les Paul Futura 2014.

    Diese Gitarren wurden ja angeblich durch das Käseloch-Rauschneiden (Chambering?) leichter gemacht?
    Da meine Futura aber immerhin noch ca.4,4 kg auf die relativ genaue Küchenwaage bringt bin ich doch am rätseln, was da leichter sein soll.

    Da ich als Holzwurm ein wenig verstehe warum Hölzer der gleichen Art verschiedene Gewichte haben können, denke ich mal dass entweder kein Chambering statt gefunden hat oder der Korpus doch mit einem Mahagoni welches mehr Dichte hat durch sehr langsames Wachstum ? (ja auch das soll passieren) benutzt wurde.Eben wie es die älteren Modell haben.

    Langsam wachsende Hölzer die nicht unbedingt nur zum verarbeiten wachsen durften haben nun mal mehr Dichte und sind somit meist schwerer. Zumindest ist dies bei Hart-Tropenholz, aber auch bei einheimischen Harthölzern so.

    Ich kann mir nur nicht vorstellen das die Streuung des Gewichts innerhalb einer Serie in einem Jahrgang so weit (ca.400g) auseinander driftet.
    Gerade die älteren Modelle sind ja auch überwiegend mit solch einem Gewicht ausgestattet.

    Mich stört es zwar nicht,spiele fast nur im Sitzen und der Klang ist einfach wunnnebar Dennoch wäre ich dankbar, wenn mir jemand genaueres berichten könnte.
     
  13. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.17   #13
    Die Käselöcher sind kein Chambering, dieses Bild dürfte ja bekannt sein:
    [​IMG]

    Wie viele Gitarren produziert Gibson? Wurde glaub ich grad wieder hier irgendwo genannt: Die Marke Gibson vor dem Aus? Ich finds auf die Schnelle nicht, auf jeden Fall war es 'ne ansehnliche Menge. Da kann ich mir schon vorstellen, dass es da deutliche Unterschiede gibt.
     
  14. Myxin

    Myxin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #14
    Ich hab es schonmal im Forum gepostet, aber hier gerne noch mal:

    [​IMG]

    [​IMG]


    Hatte ich seinerzeit bei Sweetwater gemopst - auch, weil immer wieder behauptet wird "eine SG wiegt soundsoviel", "eine Flying V wiegt soundsoviel" und das halt nicht pauschal stimmt - und hier sieht man deutlich, wie groß Gewichtsunterschiede sein können, sogar innerhalb einer Baureihe aus dem gleichen Jahr. Nimm den prozentualen Unterschied und münz ihn auf im Schnitt schwerere Les Pauls und du weißt, was Sache ist.

    Dass deine Gitarre so viel wiegt, kann auch dran liegen, dass das Holz nicht vernünftig getrocknet wurde. Je mehr Feuchtigkeit, desto schwerer.
     
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  15. pehajope

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    Erstellt: 24.09.17   #15
    @Myxin

    Klar gibt es sowas auch, dass man ein Holz nicht genug trocknen ließ/lässt. Ich denke mal die kann man aber raushören wenn man sich ein wenig auskennt. Ein Holz welches auch noch nicht lang genug zum Trocknen lag, arbeitet auch noch.
    guten Klang kannsté dann vergessen. Ich denke mal, daran liegt es bei diesem Modell nicht. Kann man teils beim Klopfen auch hören.

    Ich will dieses Thema nicht ausweiten und klugschei..... sein, da ich mir dasWissen mit dem einigemaßen Holzverständnisss über zig Jahre durch meine Arbeit mit dem Material selber angeeignet habe und es ganz bestimmt Menschen gibt die da mehr und genauere Aussagen machen können.
     
  16. DirkS

    DirkS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #16
    Ich hab mir das immer ganz plastisch so erklärt, ob es richtig ist, mögen Experten (davon hat ja das Forum zum Glück viele) entscheiden:

    Nimm ein trockenes und ein nasses Stück Papier und häng sie in den Wind: Das trockene schwingt hin und her, jeder feine Windhauch wird in Bewegung umgesetzt, nach einer ordentlichen Böe schwingt es länger nach. Das nasse hängt nur nahezu unbeweglich herunter.
    Ebenso sehe ich das bei Tonhölzern: Wasser bremst die Schwingungen aus. Der Ton, der ein trockenes Tonholz wunderbar lange schwingen lässt, verkommt in feuchtem Tonholz (etwas überspitzt) zu einem "Plopp".

    Das höhere Gewicht kann -muss natürlich nicht- von einer unzureichenden Trocknung stammen. Allein aufgrund dieses Risikos würde ich schwerere Gitarren meiden.
     
  17. pehajope

    pehajope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #17
    Ein Instrumentenbauer aber auch andere seiöse Natur-Holzverarbeiter würden kein nicht genügend trocken gelagertes Holz verarbeiten.
    Ich möchte keinem seriösen Gitarrenhersteller unterstellen, dass er nasses und nicht lang genug gelagertes gutes Tonholz verarbeitet. Schwarze Schafe gibt es aber in jedem Beruf.

    Mir geht es bei dieser Anfrage auch nur darum, ob hier im Board jemand auch ein solches Gerät mit angeblichleichter gemachtem Holz hat die dennoch die 4,4kg ereicht.

    Ich möchte meine Paula trotz oder gerade wg. des Gewichts/Sound (eigentlich) nicht hergeben.
     
  18. CampFire Hero

    CampFire Hero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #18
    Oh Gott, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. :weird:
     
  19. crazy-iwan

    crazy-iwan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #19
    So ganz hinkt das nicht.
    Wasser hat halt andere Eigenschaften bei Schwingungen als was trockenes und starres, der Taschentuchvergleich zeigt grob in welche Richtung das geht.
    Auch wenn der Grund hier das erhöhte Gewicht ist und nicht das Wasser per se... da hinkts dann doch ;)
     
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  20. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.09.17   #20
    Wann ist denn dieser Trocknungsprozess eigentlich abgeschlossen? Oder ist eine lackierte Gitarre so "versiegelt" das da nicht mehr viel passiert? Oder trocknet die "nach" und verändert sich dann der Klang?
    Ich frag jetzt einfach mal aus Interesse...:o
     
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