Shark Guitars - (un)interessante Innovationen, Konzepte?

  • Ersteller Ersteller ck45
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  • #21

  • #22
Hab mir ein paar Modelle von denen auf dem Guitar Summit 24 angesehen, sehr wertige und gut durchdachte Konstruktion, klar ein Nischenprodukt. Die Idee, mit einem Stecksystem Pickups einfach austauschen zu können ist schon eine sehr gute.
 
  • #23
Ich wünsche denen ja alleine schon deshalb Erfolg, weil dem Gitarrenmarkt mMn wirklich mal ein bisschen frischer Wind guttun würde. Und ein paar Sachen sind ja auch durchaus nachahmenswert.
Realistisch betrachtet denke ich aber, dass das leider eine komplette Nischennummer bleiben wird.

Nur mal am Rande, man muss es sich mal vorstellen: Bis zum heutigen Tag gibt es ja noch nicht einmal ein einziges wirklich sauber funktionierendes Vibrato-System, welches die Lock-Funktion des Steinberger TransTrems adaptiert hätte. Also einfach so, dass der runtergeklappte Arm das ganze System automatisch in Nullposition arretiert. Jeder, der einmal so'ne Steinberger benutzt hat (ich ärgere mich immer noch, meine seinerzeit verkauft zu haben), weiß, wie geil das ist.
- Deutlich schnellerer Stimmprozess (da mit feststehender Bridge).
- Keine Angst vor Saitenriss bei gleichzeitiger "free floating" Operation. Mit einer gerissenen Saite kommt man halt oft noch durch die gerade dargebotene Nummer, wenn der Rest in Stimmung bleibt.
- Double Bends ohne Tuning-Stress.
- Bendings gehen bei arretiertem System leichter von der Hand.
- Womöglich besseres Sustain und generell bessere Schwingungsübertragung (keine Ahnung, wie sehr sich das wirklich auswirkt).

Trotz all dieser Vorteile gibt es aktuell nicht ein System, welches das kann (also zumindest keins, welches als "Drop In" stressfrei zu installieren wäre). Wäre aber an sich technisch ohne Probleme möglich.
Da ist es dann relativ klar, dass so einer kompletten SciFi Gitarre vermutlich keine sehr großen Erfolge beschieden sind.
 
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  • #24
Ich kann mir vorstellen, dass die auswechselbaren und verstellbaren Bünde für andere Hersteller interessant sein könnten.
 
  • #25
Ich war leider nicht am Sharlk-Stand während des Guitar Summits. Aber 21 - 24 verschiedene Bünde herstellen stelle ich mir doch als logistische Herausforderung vor. Und mal eben überstehende Bundenden ein wenig anzupassen wird wohl auch nicht ganz so einfach sein.
Mit so wenig Toleranz, dass man nix Störendes an der Griffbrettkante fühlt, kann doch keiner auch nur eine kleine Serie von Griffbrettern herstellen.
Den abnehmbaren Hals dagegen finde ich richtig klasse.
Bei den Schnellwechsel-Pickups bin ich noch unentschieden ;)
 
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  • #26
Das Video mit Dweezil Zappa hat mich fast umgehauen.

Ich find's geil. Die Bünde und die Effekte(-karten) jucken mich persönlich nicht, aber das restliche Konzept find ich klasse.

Aber wie jemand vor mir schrob: Erinnert an Relish. Super Idee, aber Look (meiner Meinung nach) total Banane und Preis auch happig für "mal probieren!?". Die Relish Gitarren fand ich leider auch ultra-hässlich und überhaupt nix, mit dem ich auf ner Bühne gesehen werden will (Achtung: Meinung!)

Ich wäre der Sache sicher angetan, wenn's einfach ne "normale" Form wäre (der Headstock ist leider besonders hässlich) und um die 2000€. Fast 3000€ ausgeben für eine Gitarre, die mir optisch nicht gefällt ist nicht drin.

Ja, Innovation und Qualität kostet Geld (und ersteres haben sie scheinbar - zweiteres muss sich beweisen), aber das Gesamtpaket muss einfach stimmen. Das Auge hört nun mal mit für uns Wochenend-Rockstars.

Falls aufgrund einer karmischen Bewegung die Entwickler das jemals lesen: (Leicht abgewandelte) Les Paul Form (auch gerne mit gerader Decke) und gscheiter Headstock. Shut up and take my money.
 
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  • #28
@ShelbyMustangGT ich stimme zu. Ich persönlich finde das Ding auch hässlich. Das trem gefällt mir optisch aber.

@Dancing Fool hat sicherlich auch was mit den Patenten zu tun. Ibanez* hat die Produktion von ihrem ZR Trem auch nur deswegen aufgegeben. Auch wenn es eigentlich eine elegante Lösung ist.
Aber die Hersteller müssen die Kosten niedrig halten um konkurrenzfähig zu bleiben.

Das hilft uns Verbrauchern leider nicht.
 
  • #29
ich stimme zu. Ich persönlich finde das Ding auch hässlich. Das trem gefällt mir optisch aber.
Ich finde die komplette Idee wirklich super. Mich interessieren neue Ideen eh immer. Aber es ist halt irgendwie wie (neuen) Autos: Muss das denn SO aussehen? Konnten wir es wirklich nicht normaler wirken lassen? Für viele braucht Innovation scheinbar neue Designideen. Aber mich holt das halt nicht ab.
 
  • #30
Viele eigentlich interessante Ideen scheitern an einem übermotivierten Ingenieursgeist. Technische Brillanz allein reicht jedoch bei weitem nicht aus, um mit einer Idee erfolgreich zu sein. Es genügt nicht, lediglich ein Problem des Kunden zu lösen. Man muss ihn genau dort abholen, wo er gerade steht – und ihn so führen, dass er am Ende das Gefühl hat, er habe das schon immer gewollt. Erfolgreiche Produkte wecken Emotionen.

Ich finde es z.Bsp. auch schade, dass Thomas Blug mit seinem Amp1 nicht so erfolgreich ist, wie er hätte sein können. Und warum? Weil Marketing und gutes Produkt Design nicht seine Welt sind. Er ist besessen von der technischen Umsetzung und repräsentiert auch noch seine Produkte. Was in meinen Augen ein großer Fehler ist.

Ich arbeite täglich mit wirklich brillanten Entwicklern, die ich bewusst bremsen muss. Nicht, weil ihre Ideen schlecht wären, sondern weil sie den User mit zu viel Innovation auf einmal überfordern würden – und damit eher verwirren als begeistern.

Ein gutes Beispiel dafür ist Apple. Viele ihrer Produkte basieren auf Ideen, die es zuvor bereits gab. Deshalb behaupten manche, Apple habe „nur geklaut“. Was dabei jedoch oft ignoriert wird, ist, dass erst Apple diese Ideen tatsächlich zur Marktreife bringt. So war es mit der Maus, mit dem iPhone, mit dem iPad – und mit vielen anderen Produkten.
 
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  • #31
@Dancing Fool hat sicherlich auch was mit den Patenten zu tun.

Ich habe gerade letztens irgendwo etwas gelesen, die Steinberger Patente sind anscheinend schon geraume Zeit abgelaufen.
Abgesehen davon denke ich nicht, dass man sich eine solche Funktion patentieren lassen kann (lediglich die konkrete Art und Weise). Gab ja auch Ansätze, bspw. selbst von Wilkinson, war nur schreiend schlecht umgesetzt (Arretierung hinten in der Vibratoabdeckung - die man aber zur Justierung der Federspannung abnehmen musste - kannste dir gar nicht vorstellen, was das für eine Sechs war).
 
  • #32
in dem Fall von Ibanez* sagt die wiki Seite:

"The ZR/ZR2 was discontinued after 2015. This decision seems to have been made due to a patent claim by Geoffrey Lee McCabe against some aspects of the ZR design.[2] With the Floyd Rose patents having lapsed several years prior, it seems that rather than pay royalties to license McCabe's patents the decision was made by Ibanez* to simply switch back to knife edge pivot designs (such as the Edge) for which royalties were no longer required."
 
  • #34
Dieses Video ist schon mal viel informativer als das erste Video.
Es zeigt auch gewisse Schwachstellen, etwa die Kontakte der steckbaren Pickups.
Und diese scheinen auch eher "nur" Adapter für herkömmliche Pickups zu sein...?

Die Pickups, integrierten Effektgeräte-Steckkarten oder die Hälse lassen sich anscheinend sehr leicht tauschen.
Nur, wie häufig macht man das in der Praxis wirklich? Wenn der erste Bastel-Spieltrieb vorbei ist? Theoretisch könnte man auf der Bühne zwischen jedem Song einen anderen Pickup einstecken ... aber will man das wirklich machen...?

Mit den integrierten Effektgeräte-Steckkarten legt man sich auf die Effekte fest, die der Gitarrenhersteller liefert. Und auf die Reihenfolge bzw. das Routing, das eben in der Gitarre drin ist.
Wie aber könnte man etwa zwischen in der Gitarre integriertem Verzerrer und integriertem Hall/Delay-Modul seinen eigenen Flanger einschleifen?
Oder einen Gitarren-Synthesizer verwenden, der in der Send-Return-Schleife die integrierten Effekte der Shark-Gitarre haben soll?
Gibt es integrierten Stereo-Chorus für diese Shark-Gitarren?
Immerhin bewegen sich die Preise der Effekt-Module nur auf dem "mittelgünstigen" Niveau herkömmlicher Pedale, also zwischen 50 und 90 Euro.
Ganz ohne externe Effekte kommt man aber wohl nur bei "Butter-und-Brot"-Effekten aus.

Als vorteilhaft sehe ich, dass die Elektronik ganz ohne Apps und Internet funktioniert.

Durch "umgedrehtes Einstecken" der Pickups kann man sie von in-phase auf out-of-phase umschalten - auf der Brian-May-Gitarre geht das noch einfacher über kleine Schalter.

Die Elektronik hat wohl einen Pegel-Ausgleich für Single-Coil-Pickups, so dass diese nicht leiser klingen als Humbucker. Das ist schon ein Vorteil.

Die per Inbus einstellbaren Bünde sind durchaus fein ausgedacht. Wie häufig aber muss man bei einem vergleichbar hochwertigem Instrument seine Bünde "justieren" bzw. abrichten?
Allerdings, laut Video ließ sich ein Deadspot durch einfache Schraubjustage eines Bundes beheben. Das ist schon recht gut.

Der abnehmbare Hals ist sicher gut für Leute, die häufig im Flugzeug verreisen, oder die häufig zwischen bundiertem, unbundiertem oder ge-scalloptem Hals wechseln möchten, und dafür keine extra Gitarre sich kaufen möchten.

Die dort verbaute Vibrato-Bridge soll laut Video sehr stimmstabil sein. Sie ist auch als Nachrüstteil für herkömmliche Gitarren erhältlich.

Die Preise sind nicht billig. Für das, was sie an Engineering hineingesteckt haben, erscheinen mir die Preise aber auch nicht überzogen zu sein, wenn denn die Fertigungsqualität dauerhaft auf einem der Konstruktion angemessenem hohen Niveau ist und bleibt. (Die Rollen der Rollerbridge sollen laut Video einzeln kugelgelagert sein ... und sowas kostet nun mal auch etwas...wenn es präzise gefertigt ist.)

Vergleicht man die Preise der angebotenen Gitarren (ab etwa 2300 Euro bis etwa 4200 Euro) mit "herkömmlichen" Gitarren dieser Preisklassen, so scheint man bei Shark mehr "Engineering" fürs Geld zu bekommen. Und diese Gitarren sind wohl in Europa gefertigt.

Bleibt die Frage nach der Haltbarkeit...
Leiert die Halsbefestigung mit der Zeit aus, wenn man tatsächlich den Hals häufig wechselt?
Sind diese einzeln justierbaren Bünde auf Dauer haltbar, samt dem Justagemechanismus?
Wie haltbar ist die Elektronik? Ist die Elektronik leicht reparierbar? Oder ist die Gitarre praktisch ein wirtschaftlicher Totalschaden, wenn die Elektronik nach ein paar Jahren ausfällt, und Ersatzmodule nicht mehr oder nur sehr teuer lieferbar sind?

Wenn diese Shark-Gitarren sehr hochwertig und haltbar gebaut sind, die Vibrato-Bridge hält was versprochen wird, empfinde ich die Preise zwar als hoch, aber nicht als sonderlich überteuert oder überzogen.

Diese Modularität bei den Effekt-Modulen oder Pickups ist eher nur interessant, wenn man auch nach vielen Jahren noch neue Module oder Pickups für genau dieses Modul-System nachkaufen kann.
 
  • #35
Die Pickups, integrierten Effektgeräte-Steckkarten oder die Hälse lassen sich anscheinend sehr leicht tauschen.
Nur, wie häufig macht man das in der Praxis wirklich? Wenn der erste Bastel-Spieltrieb vorbei ist? Theoretisch könnte man auf der Bühne zwischen jedem Song einen anderen Pickup einstecken ... aber will man das wirklich machen...?

Auf der Bühne nicht, im Studio hingegen durchaus vorstellbar.

Ich befürchte nur: Wir Gitarristen wollen am Ende gar nicht so sehr 8 verschiedene Pickups. Wir wollen 8 verschiedene Gitarren mit der Ausrede, dass die ja auch alle verschiedene Pickups haben.

Ich kann jedenfalls sagen, dass es mir (leider) so geht. Ich rede mir ein, dass so eine Gitarre ein Gesamtkunstwerk ist und der P90 nun gerade zur Thinline Tele wie die Faust aufs Auge passt.

So ein Baukasten ist super praktisch, am Ende aber auch super ernüchternd: Weil man merkt, dass entgegen der bisherigen Annahmen die eigene Weltkariere doch nich nur daran gescheitert ist, dass man nicht im richtigen Moment den richtigen Pickup griffbereit hatte.

Oder anders gesagt: Isoliert man einzelne "soundprägende" Komponenten merkt man sehr oft, dass man die Bedeutung vielleicht überschätzt hat.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Die per Inbus einstellbaren Bünde sind durchaus fein ausgedacht. Wie häufig aber muss man bei einem vergleichbar hochwertigem Instrument seine Bünde "justieren" bzw. abrichten?
Allerdings, laut Video ließ sich ein Deadspot durch einfache Schraubjustage eines Bundes beheben. Das ist schon recht gut.

Die Idee ist gut, die Umsetzung wahrscheinlich auch. Mir scheint das aber ein klarer Fall von Over-Engineering zu sein. Einmal abgerichtete Bünde halten mehrere hundert Spielstunden. Und gegen Kerben in den Bünden hilft auch die Höhenverstellung nicht.

Bei mir ist es vor allem so: Wenn ich jeden Bund einzeln einstellen kann, dann mache ich das auch. Und zwar im Zweifel auch zu oft. Ich bekomme hier am Ende zwar mehr Optimierungspotenzial, aber auch mehr Variablen.

Ich möchte das nicht. Und nach meiner Erfahrung ist die Mehrzahl der Gitarristen schon mit den vorhandenen Variablen (Halsspannung, Saitenstärke, Sattel, Bridge) durchaus aus- bis überlastet.

Aber: Das soll alles nicht das Konzept und die dahinterstehende Leistung kleinreden. Was der Markt am Ende annimmt, wird man sehen.
 
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  • #36
Moin,
ich finde die Gitarre auch eher engineered statt crafted. Aber sehr interessant.

Was bei den einstellbaren Bünden auch gegeben ist: Der User kann diese selbst tauschen wenn nötig. Meine Hauptgitarre hat schon 2 Bundwechsel hinter sich, mit den Standardmethoden reinklopfen und rausrupfen geht das halt nur eine begrenzte Anzahl.
Aber wie gut das ganze dann funktioniert bei sich wechselnden Umgebungsbedingungen wäre spannend heraus zu finden.

Ciao
Monkey
 
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  • #37
@wary und @Monkeyinme
Ja, das stimmt, gegen Kerben in Bünden hilft die Höhenverstellung nichts.
Die Bünde sollen ja aus Edelstahl fabriziert sein, was deutlich länger halten soll als Bünde aus Neusilber.
Anscheinend lassen sich die Bünde auch einfach wechseln, sollten sie nach vielen Jahren verschlissen sein.
Allerdings braucht man dann die genau gefertigten Ersatzbünde für genau den jeweiligen Bund und passend für das jeweilige Griffbrett, so wie ich das verstanden habe.

Ich sehe diese Gitarre als eine Art Versuch, alles gute, was möglich ist, in einer Gitarre zu vereinen.

@Dancing Fool hat ja auch eine gewisse Kritik an der Vibrato-Brücke geäußert, oder gewisse Features vermisst. Cool wäre es, wenn es seine vermissten Features auch gäbe.

Ich finde, die ganze Konstruktion, das Engineering bietet viel mehr Möglichkeiten, Ideen und Optionen an, als ein einziger Hersteller (Shark) bedienen könnte.

Am besten wäre es, dieser Hersteller (Shark) würde seine Erfindungen bzw. die "Modularität" an andere Hersteller lizensieren.

Dann gäbe es womöglich kompatible Korpusformen von anderen Herstellern, die vielleicht eher die Traditionalisten unter den Gitarristen abholen würden.
Oder auch kompatible Halb-Akustik-Korpusse für dieses Gitarren-System.

Oder kompatible Hälse mit längeren oder kürzeren Mensuren, Scalloped-Hälse, Hälse im traditionellen Nitro-Finish, mit traditionell lackiertem Griffbrett, in verschiedensten Breiten und Profilen, ...

Die Elektronik sehe ich auch als erweiterungsfähig an.
Zum einen, dass etwa renommierte Effekt-Pedal-Hersteller wie Boss, Ibanez*, Proco/Rat-Distortion, Klon KTR, ... ihre ikonischen Effekte als 1:1-Schaltung in solchen Effekt-Modulen für dieses Gitarren-Elektronik-System produzieren würden.
Oder andere Hersteller etwa Looper, Harmonizer, Auto-Wah, Gitarren-Synthesizer, ... als Effekt-Module anbieten würden - lauter Produkte, die der eine Hersteller in der Breite nicht alleine entwickeln und produzieren könnte.

Zum anderen das Elektronik-Basis-Modul selber. Da passen jetzt eben zwei Pickups dran und 3 Effekt-Module rein.
Ich könnte mir vorstellen, dass dies ganze System attraktiver würde, gäbe es etwa kompatible Elektronik-Basis-Module von diversen Herstellern für 3 Pickups, und für mehr als "nur" drei Effekt-Module. Mit umschaltbarem Routing/Reihenfolge der eingesteckten Effekt-Module auf Tastendruck. Oder anderer schöner Features, an die weder der Hersteller noch ich denken...

Ich könnte mir vorstellen, dass es Gehäuse für Fuß-Pedal-Effekte gäbe, in die man die Effekt-Module einstecken könnte - dann kann man sie wie herkömmliche Effekt-Pedale über Gitarren-Kabel und Patch-Kabel einschleifen und wie herkömmliche Pedale bedienen - wenn man mehr Effekte benötigt, als in dem Elektronik-Modul der Gitarre Platz finden.
Spielt man wieder kleinere Gigs mit weniger Sound-Effekten, steckt man sich die benötigen Effekt-Module aus den Pedal-Gehäusen wieder in seine Gitarre ein.

Ich könnte mir vorstellen, dass Effekt-Pedal-Hersteller ihre Gitarren-Effekt-Pedale in ihren Gehäusen anbieten, wo die eigentliche Effekt-Schaltung in so einem kompatiblen Effekt-Modul sitzt, die man einfach herausnehmen und in das Gitarren-Elektronik-Modul einsetzen könnte.

Ich denke, wenn man als Hersteller will, dass sich so ein Modul-System auf dem Markt durchsetzt, sollte man die Standards in fairer Weise an andere Hersteller, die teils Unterstützer (für Dinge, die man nicht selber machen kann), teils Mitbewerber sind, lizensieren. Als Erfinder würde man einige Jahre lang Patent-Lizenzen kassieren, einige Jahre lang Marken-Lizenzen für dies Modul-System kassieren, was den Erfindern und Firmengründern Wohlstand bescheren sollte.

Als Käufer hätte man etwas Vertrauen darin, dass so ein Modul-System nicht nur vom Wohl und Wehe eines einzigen Herstellers abhängt, sondern eine Art "Industrie-Standard" ist und von einigen bis vielen Herstellern bezogen werden kann.


Ich sehe viele gute Ideen darin.
Wenn das aber nur von einem einzigen Hersteller kommt, der mit allen "Industrie-Normen" bricht, schätze ich eine solche Gitarre als eher nur schwer bis gar nicht reparaturfähig ein - denn wer weiß, ob es den einzigen Hersteller in 5 Jahren noch gibt, oder ob dieser einzige Hersteller noch die Ersatzteile zu vernünftigem Preis, oder überhaupt noch, anbietet.
Standard-Bunddraht kann man immer kaufen - für diese Spezial-Bünde ist man auf diesen einen Hersteller angewiesen. Das gleiche gilt für die Elektronik; das Elektronik-Basis-Modul als auch für die Einsteck-Module.

Die Idee ist gut, man muss sie halt nur auf mehr Beine als auf nur die des einen einzigen Herstellers setzen.
 
  • #38
Ich bin ein ausgesprochener Techniknerd und finde Innovation immer erst mal spannend und interessant. Gleichzeitig ist KISS (keep it stupid simple) bei Musikgear ein Prinzip, das sich immer wieder ganz von selbst durchsetzt.
All die modularen und multifunktionalen Systeme haben es da schwer. Komplexität ist das eine und Fehlfunktionen das andere. Normale E-Gitarren kann man ohne Probleme 50 Jahre nutzen. Die „Wartung“ ist simpel. „Mir kommt keine 9V-Batterie in die Gitarre!“ ist da IMO kein Vorurteil, sondern eine valide Fehler Risiko Minimierung.
Die Shark Gitarre gewiss spannend und neu, bringt aber eben auch zusätzliche Komplexität mit. Ob die gewonnene Flexibilität das aufwiegt liegt im Auge des Betrachters. Ob das ein „Game Changer“ ist/wird bezweifle ich bzw. hätte ich zwar schon gerne eine zerlegbare Gitarre für Reisen, traue aber zum einen diesem Steckmechanismus nicht, (am Halsfuß darf kein Mikro Meter Spiel sein. Daher wird das auch üblicherweise zumindest verschraubt. Das kann/wird ein Steckmechanismus IMO nicht (auf Dauer…) leisten und auf der anderen Seite brauche ich da nur eine Gitarre und kein „Raumschiff“…
 
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  • #39
Hab mir die Gitarren / Module auf dem Guitar Summit 24 genau angeschaut und war sehr angetan von der Qualität und dem Sound der Dinger.
Ich finde das Konzept sehr interessant und gut.
Hab mir dann aber eine ganz klassische Les Paul als nächstes gekauft 😇
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Warum? Weil ich gerne das komplette LP- oder Stratfeeling erleben möchte, dazu gehört für mich auch die gesamte Haptik incl. Der Optik.
 
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