@wary und
@Monkeyinme
Ja, das stimmt, gegen Kerben in Bünden hilft die Höhenverstellung nichts.
Die Bünde sollen ja aus Edelstahl fabriziert sein, was deutlich länger halten soll als Bünde aus Neusilber.
Anscheinend lassen sich die Bünde auch einfach wechseln, sollten sie nach vielen Jahren verschlissen sein.
Allerdings braucht man dann die genau gefertigten Ersatzbünde für genau den jeweiligen Bund und passend für das jeweilige Griffbrett, so wie ich das verstanden habe.
Ich sehe diese Gitarre als eine Art Versuch, alles gute, was möglich ist, in einer Gitarre zu vereinen.
@Dancing Fool hat ja auch eine gewisse Kritik an der Vibrato-Brücke geäußert, oder gewisse Features vermisst. Cool wäre es, wenn es seine vermissten Features auch gäbe.
Ich finde, die ganze Konstruktion, das Engineering bietet viel mehr Möglichkeiten, Ideen und Optionen an, als ein einziger Hersteller (Shark) bedienen könnte.
Am besten wäre es, dieser Hersteller (Shark) würde seine Erfindungen bzw. die "Modularität" an andere Hersteller lizensieren.
Dann gäbe es womöglich kompatible Korpusformen von anderen Herstellern, die vielleicht eher die Traditionalisten unter den Gitarristen abholen würden.
Oder auch kompatible Halb-Akustik-Korpusse für dieses Gitarren-System.
Oder kompatible Hälse mit längeren oder kürzeren Mensuren, Scalloped-Hälse, Hälse im traditionellen Nitro-Finish, mit traditionell lackiertem Griffbrett, in verschiedensten Breiten und Profilen, ...
Die Elektronik sehe ich auch als erweiterungsfähig an.
Zum einen, dass etwa renommierte Effekt-Pedal-Hersteller wie Boss,
Ibanez*, Proco/Rat-Distortion, Klon KTR, ... ihre ikonischen Effekte als 1:1-Schaltung in solchen Effekt-Modulen für dieses Gitarren-Elektronik-System produzieren würden.
Oder andere Hersteller etwa Looper, Harmonizer, Auto-Wah, Gitarren-Synthesizer, ... als Effekt-Module anbieten würden - lauter Produkte, die der eine Hersteller in der Breite nicht alleine entwickeln und produzieren könnte.
Zum anderen das Elektronik-Basis-Modul selber. Da passen jetzt eben zwei Pickups dran und 3 Effekt-Module rein.
Ich könnte mir vorstellen, dass dies ganze System attraktiver würde, gäbe es etwa kompatible Elektronik-Basis-Module von diversen Herstellern für 3 Pickups, und für mehr als "nur" drei Effekt-Module. Mit umschaltbarem Routing/Reihenfolge der eingesteckten Effekt-Module auf Tastendruck. Oder anderer schöner Features, an die weder der Hersteller noch ich denken...
Ich könnte mir vorstellen, dass es Gehäuse für Fuß-Pedal-Effekte gäbe, in die man die Effekt-Module einstecken könnte - dann kann man sie wie herkömmliche Effekt-Pedale über Gitarren-Kabel und Patch-Kabel einschleifen und wie herkömmliche Pedale bedienen - wenn man mehr Effekte benötigt, als in dem Elektronik-Modul der Gitarre Platz finden.
Spielt man wieder kleinere Gigs mit weniger Sound-Effekten, steckt man sich die benötigen Effekt-Module aus den Pedal-Gehäusen wieder in seine Gitarre ein.
Ich könnte mir vorstellen, dass Effekt-Pedal-Hersteller ihre Gitarren-Effekt-Pedale in ihren Gehäusen anbieten, wo die eigentliche Effekt-Schaltung in so einem kompatiblen Effekt-Modul sitzt, die man einfach herausnehmen und in das Gitarren-Elektronik-Modul einsetzen könnte.
Ich denke, wenn man als Hersteller will, dass sich so ein Modul-System auf dem Markt durchsetzt, sollte man die Standards in fairer Weise an andere Hersteller, die teils Unterstützer (für Dinge, die man nicht selber machen kann), teils Mitbewerber sind, lizensieren. Als Erfinder würde man einige Jahre lang Patent-Lizenzen kassieren, einige Jahre lang Marken-Lizenzen für dies Modul-System kassieren, was den Erfindern und Firmengründern Wohlstand bescheren sollte.
Als Käufer hätte man etwas Vertrauen darin, dass so ein Modul-System nicht nur vom Wohl und Wehe eines einzigen Herstellers abhängt, sondern eine Art "Industrie-Standard" ist und von einigen bis vielen Herstellern bezogen werden kann.
Ich sehe viele gute Ideen darin.
Wenn das aber nur von einem einzigen Hersteller kommt, der mit allen "Industrie-Normen" bricht, schätze ich eine solche Gitarre als eher nur schwer bis gar nicht reparaturfähig ein - denn wer weiß, ob es den einzigen Hersteller in 5 Jahren noch gibt, oder ob dieser einzige Hersteller noch die Ersatzteile zu vernünftigem Preis, oder überhaupt noch, anbietet.
Standard-Bunddraht kann man immer kaufen - für diese Spezial-Bünde ist man auf diesen einen Hersteller angewiesen. Das gleiche gilt für die Elektronik; das Elektronik-Basis-Modul als auch für die Einsteck-Module.
Die Idee ist gut, man muss sie halt nur auf mehr Beine als auf nur die des einen einzigen Herstellers setzen.