Sicherung für Röhrenheizung defekt

von Ralfi1975, 08.08.08.

  1. Ralfi1975

    Ralfi1975 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.08   #1
    Hallo
    habe hier einen Valvestate65 zur Reparatur.

    Als defekt konnte ich eine Sicherung für die Röhrenheizung ausmachen (250mA, fest eingelötete Sicherung)

    Mit einer neuen Sicherung (hatte nur 200mA da, hält aber vorerst) geht alles wieder, bis auf die tatsache, das der verstärker ab und zu knackst, das aber aufhört wenn er ne weile läuft.

    Mit einer zwei anderen Röhren (Valvo ECC83) habe ich das knacksen nicht festgestellt, es ist eine Marshall gelabelte ECC83 eingebaut

    Die Heizwicklung des Trafos hat 12,3V, laut Datenblatt brauchen die in reihe geschalteten heizwicklungen dann 150mA

    Ist es denn üblich, das dort eine Sicherung eingebaut ist, die "Handverdrahteten Geräte" haben sort sicher keine Sicherung...

    [​IMG]


    Zuviel Gain für meinen geschmack hat das Teil auch, mehr wie auf 12 uhr brauche ich eigentlich nicht und untenrum ist es schwer einzustellen

    Mach es Sinn, eine ECC81 einzusetzten die etwas weniger verstärkung hat ?
    [​IMG]


    Danke !
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.08.08   #2
    Ganz ungewöhnlich ist es nicht, wenn eine ältere Feinsicherung irgendwann den Geist aufgibt. Allerdings stirbt sie dann selten an Dauer-Überlastung, sondern am Einschalt-Peak durch die Trafo-Wicklung. Wenn du Bedenken hast, daß die angegebene Gesamt-Stromstärke beider Fäden nicht stimmen könnte, ersetze doch die Sicherung mal durch ein Multimeter im Wechselstrombereich. Die Aufnahme wird vermutlich nach einer gewissen Anheizzeit noch zurückgehen. Welchen Fehlerfall die Sicherung allerdings abfangen soll, ist mir auch nicht ganz klar, da außer den beiden Heizungen ja kein anderes Bauteil an dem Kreis beteiligt ist, wobei bei einem Trafodefekt dessen Primärsicherung geht und der einzige denkbare Fehlerfall der Heizfäden deren Durchbrennen wäre.

    Wenn die ECC81 exakt kompatibel ist (was ich momentan nicht im Kopf habe), also auch mit den Spannungen, und sich lediglich in der Verstärkung unterscheidet, probier es doch einfach aus. Gibt heutzutage noch wenige Fälle, wo das so einfach ist, wie durch einfaches Röhrenziehen.;)
     
  3. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 08.08.08   #3
    Die ECC81 kannst Du ruhig probieren. Von den Werten her passt es auf jeden Fall. In den Fällen, wo man die Verstärkung reduzieren möchte, macht man das ganz gerne so.

    /V_Man
     
  4. Ralfi1975

    Ralfi1975 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #4
    Habe jetzt nun mal das ding durchgemessen mit einem Signalgenerator und einem Oszi.

    Die vorstufe VOR der röhre übersteuert auch schon bei GAIN ab 10:00 Uhr

    Also der Sinus Ausgang von IC4 wird schon "Rechteckig" ab dieser gainposition mit einem der Gitarre vergleichbaren pegel.

    Da wird eine Röhren mit weniger verstärkung wohl nicht viel bringen.

    Da das Teil sowieso eigentlich zu viel gain hat für meinen geschmack, könnte ich ja ein anderes Gain Poti einbauen.

    VR5 mit 1MOhm Regelt ja die Gegenkopplung am Op-Amp.

    Wenn ich diese auf einen Gesamtwiderstand von 200kOhm begrenze (270kOhm parallel zum Poti) reicht die Verzerrung immer noch dicke aus und lässt sich besser einstellen.

    Ist es stattdessen besser ein richtiges 200Kohm Poti einzubauen ?
     
  5. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.08.08   #5
    Wenn der Aufwand vertretbar ist, würde ich auf jeden Fall das Poti wechseln.

    Parallelwiderstand kann man im Ausnahmefall bei einem Trimmer auf der Platine machen, aber 'besser einstellen' läst sich der Wert mit so einer Hilfskonstruktion mit Sicherheit nicht, weil du die Kennlinie des Potis dadurch komplett veränderst. Letztlich bist du ja nach wie vor mit dem Schleifer nur auf dem 1M-Widerstand, wodurch das Gesamtregelverhalten dann eine ganz eigenartige Kurve bekommt.

    Was bestenfalls dagegen spricht, wäre die Tatsache, daß du durch diese Umrüstung die Originalschaltung veränderst und der Amp dadurch beim Verkauf prinzipiell als 'verbastelt' gilt (allerdings träfe das auf den Parallelwiderstand auch zu, nur ließe sich das durch einfaches Durchknipsen wieder ungeschehen machen).:rolleyes:
     
  6. Ralfi1975

    Ralfi1975 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.08   #6
    So ein Poti lässt sich ja auch einfach wieder entfernen.

    Leider sind es solche spezialpotis, die ich nicht vorräitg habe und extra bestellen müsste.

    Jetzt mid dem Parallelwiderstand ändert sich halt von 12 uhr bis maximalanschlag nicht mehr viel, weil ja der 1MOhm schon an der grenze ist.

    Der vorteil vom Parallelwiderstand ist, man könnte ihn durch einen Relaiskontakt schalten und eine Boost-Schaltung hinzufügen, da müsste aber noch mehr gebastelt werden....


    Andere Frage:

    Wo kann ich denn in der schaltung messe (mit dem oszi) wieviel und welche verzerrung die Röhre hinzufügt ?

    Mit Röhren kenn ich mich nicht so aus, die Spannung ist auch recht hoch, aber irgendwann muss ja das nutzsignal ja wieder durch einen OP-Amp bei der Klangregelung oben rechts.

    Das Signal am ende der verstärkerkette sieht halt aus wie eine mischung aus Sinus und rechteck, also steiler anstieg und weiche rundung
     
  7. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.08.08   #7
    Ups, ich hatte jetzt vorausgesetzt, daß du in Röhrentechnik fit bist..:o

    Da das nicht mein Spezialgebiet ist und wir bei der ECC83 afair von mindestens 250V Anodenspannung sprechen, werde ich mich dann mit weiteren Kommentaren zurückhalten. Vllt schaut ja Vintage_Man nochmal in den Thread, der wird dir sicher alles darüber sagen können.
     
  8. Ralfi1975

    Ralfi1975 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #8
    Es sind sogar 350Volt, aber diese werden immer sachgemäs entladen bzw. geprüft bevor ich dran "rumlöte"

    Den Messpunkt, wo ich die Hochspannung überprüfen kann wurde als erstes gesucht.

    Nur kenne ich halt die röhrentypischen ein und ausgangsbeschaltungen nicht.

    Aber ist eigentlich auch egal, die Sicherung habe ich nun gegen eine 500er ausgetauscht, steckbar mit sockel.



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