Sollte man als E-Gitarrist auch schrauben können?

von Uwe G, 18.01.20.

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  1. Uwe G

    Uwe G Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #1
    Hallo Freunde der E - Gitarre,

    was habt Ihr für eine Meinung über schrauben und basteln/umbauen/einstellen an der Klampfe?

    Nach meiner Auffassung sollte man Setup wie Saitenlage, Intonation und Halsgrümmung selbst vornehmen können.

    Im Gitarrenunterricht könnten die Gitarrenlehrer diese Fertigkeit vermitteln. Aber soweit ich weiß ist das nicht üblich.

    YouTube ist da sehr hilfreich.

    Was das Thema Umbau betrifft ist man da als Handwerker klar im Vorteil, ich habe zb. ausfräsungen in einer Les Paul vorgenommen um einen HB einzubauen aber Lehrgeld beim löten zahlen müssen (Poti gegrillt).

    Bin auf Eure Meinungen gespannt.
     
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  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Gesperrter Benutzer HFU

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    Erstellt: 18.01.20   #2
    Jeder sollte sein Hobby so betreiben dürfen, wie er Spaß daran hat.
    Ob der da immer schraubt, oder die Gitarre zum Stimmen zum Techniker schleppt, ist doch seine Sache :nix:
     
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  3. Theo Retisch

    Theo Retisch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #3
    Auf jeden Fall. Alleine was das alles an Zeit und Geld kosten würde, für jeden Kleinkram zum Gitarrenbauer zu fahren :rolleyes: Ich hab im Laufe der Jahre auf meiner Strat x Mal die Saitenstärke von 09er bis 12er rauf und runter gewechselt. Das bisschen Drehen am Truss-Rod kriegt man mit ein wenig rudimentärem Verständnis der Mechanik selber hin. Selbiges gilt im Grunde ja auch für alle anderen beweglichen Parts (Saitenreiter etc.).

    Im Zweifelsfall müsste man mal explizit danach fragen, dann erklärt er/sie einem das mit Sicherheit gerne. Ich habe es bei meinem Lehrer damals tatsächlich auch nicht beigebracht bekommen, aber gerade durch das Internet (Board und YouTube) gibt es eigentlich jede nötige Information jederzeit auf Abruf.

    Löten, Fräsen usw. ist sicherlich etwas anderes als ein einfaches Setup, aber auch da gibt es ja eine Menge Material online. Ich hab mir das Löten von Potis, PUs etc. jedenfalls auf dem Weg beigebracht. Erneut: Beim Gitarrenbauer kann man das natürlich auch erledigen lassen, aber es ist ja nun wirklich kein Hexenwerk, deshalb mache ich es lieber selbst. Ich finde es zudem auch ganz interessant, sich mal im Detail mit den eigenen Instrumenten auseinanderzusetzen, indem man sich bspw. mal die Innereien anschaut, statt sie "nur" zu spielen.

    Also um die Frage im Thread-Titel zu beantworten: JA! ;)
     
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  4. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #4
    Natürlich ist es von Vorteil, aber ich finde es ist kein Muss
     
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  5. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #5
    Man kann sich auch einfach eine neue Gitarre kaufen, statt Saiten zu wechseln:D
     
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  6. Bobgrey

    Bobgrey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #6
    Muss ich eigentlich Mechaniker sein wenn ich Auto fahre?
    Billiger wärs, notwendig ist es nicht.

    Wer gerne an Gitarren schraubt soll es machen.
     
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  7. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #7
    Müssen muss man gar nichts. Für die Credibility hilft es auch nicht. Es schadet aber auch nicht.
     
  8. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #8
    ... sollte im Sinne von "wäre gut, wenn":
    Grundsätzlich ja, weil Gitarrentechniker nur bei den Profis am Samstag abend vor dem Auftritt zur Verfügung stehen und viele Minimalprobleme mit ein paar Handgriffen erledigt sind. Wobei Halskrümmung einstellen nicht immer soooo einfach (und jedenfalls nix für kurz vor dem Auftritt) ist...

    ... sollte im Sinne von "muss": Jedenfalls nein, da stimme ich den Vor-Postern zu.

    Nein, aber sowas wie die Scheibenwaschanlage auffüllen oder den Reifendruck prüfen (tanken sowieso) sollte jeder Autofahrer (m/w/d) drauf haben.
     
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  9. Uwe G

    Uwe G Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #9
    ....passender Vergleich:great:
     
  10. rmb

    rmb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #10
    Ich frage mich, was so manche mit ihren Gitarren anstellen????
    in meinem langjährigen Gitarristendasein musste ich an meinen Gitarren ausser Saiten wechseln nix machen. Bei neuen Gitarren konnte es am Anfang Probleme geben, die hat mein Gitarrenhändler flux behoben, und dann war es gut. Wer an den Gitarren rumbasteln will, sollte natürlich auch entsprechend Ahnung von dem haben, was er da tut. Aber meine Antwort ist ein klares nein, man sollte sich aufs spielen konzentrieren, an eine Gitarre kommt normalerweise nichts dran, wenn man sorgsam mit ihr umgeht:rolleyes:.
     
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  11. dubbel

    dubbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #11
    Saiten wechseln ist imho ein Muss, aus ganz pragmatischen Gründen.Dann schadet es nicht, wenn man auch Saitenlage, Pickup-Höhe und Intonation einstellen kann.
    Mehr muss aber nicht sein. Insofern sehe ich das wie crazy-ivan.
     
  12. crazy-iwan

    crazy-iwan Gesperrter Benutzer HFU

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    Erstellt: 18.01.20   #12
    Autofahren betrifft aber viele andere, das macht niemand nur im Wohnzimmer oder ab und an mit Freunden im Bunker :)
     
  13. fly me to the moon

    fly me to the moon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #13
    Sehe ich genau so! Aber das sieht jeder anders. Mein Gitarrelehrer z.B. ist absoluter Profimusiker aber außer Saitenwechseln greift er nichts selbst an.
     
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  14. Monsieur Hulot

    Monsieur Hulot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #14
    Also, zumindest das Einstellen der Oktavreinheit sollte man im Prinzip schon selbst beherrschen, finde ich.
     
  15. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #15
    Können muss man als E-Gitarrist gar nichts und trotzdem schadet es keineswegs, wenn man schrauben, messen, feilen, löten und auch Schaltpläne einigermaßen verstehen kann.
    Als Minimum würde ich Saitenwechsel, Einstellung von Pickuphöhe, Hals und Brücke (Saitenlage, Oktavreinheit), Ampröhrenwechsel, sowie der Austausch einer Klinkenbuchse per Lötkolben ansehen.
    All das sollte eigentlich jeder können, der länger E-Gitarre spielt (!)
    Für Fortgeschrittene käme hinzu: Pickup-, Poti-, Schalter- und Brückentausch (je nach Bedarf), Bundabrichtung, Sattelkerben vertiefen, Effekte zusammenlöten, Kabel bauen
    Experten: Neubundierung, Satteltausch, Griffbrettwechsel, Holzreparaturen bis hin zu größeren Um- oder kompletten Neubauten, Amptechnik (Reparatur, Modifikation, Komplettbau)

    In den 50er und 60er Jahren war das noch relativ üblich, dass man vieles davon als E-Gitarrist beherrschte, weil es mangels fachkundigem Personal zwingend notwendig war.
    So ging Keith Richards nicht ohne Lötkolben zu Auftritten und bastelte auch an Amps herum, manch andere Gitarristen bundierten ihre E-Gitarren sogar selber, weil das sonst keiner machte.
     
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  16. Gast268730

    Gast268730 Guest

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    Erstellt: 18.01.20   #16
    Hab den Eindruck manch einer praktiziert das hier so.:D
    Siehe die zahlreichen Harley Benton Threads
    --- Beiträge zusammengefasst, 18.01.20, Datum Originalbeitrag: 18.01.20 ---
    Macht mitunter heute auch noch Sinn.
    Kenne keinen Gitarrenbauer der einem nachts um 22.30 schnell vor Ort ne Buchse wieder anlötet.

    Ich denke es macht schon Sinn kleine Sachen selbst machen zu können
     
  17. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.01.20   #17
    Etwas zu können ist immer von Vorteil. Das ist eine triviale Aussage, die aber nichtsdestotrotz wahr ist,
    Es ist aber nicht essentiell, handwerklich begabt zu sein, um gut Gitarre spielen zu können!
    Daher klar ist es eben nicht schlecht Basteltalent zu haben, zwingend notwendig ist es aber auch nicht.

    Ein weiterer Gesichtspunkte ist, dass all die Bastler und Frickler, ihre Zeit mit Basteln und Frickeln verbringen, anstatt sich mit Musik zu beschäftigen. Oder derjenige, der sich überhaupt keine Gedanken über den technischen Zustand seines Instruments macht, nutzt auch nicht das volle Potential seines Instruments. Es kommt halt drauf an... Meine Eingangsthese ist aber mein Leitmotiv.
     
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  18. Monsieur Hulot

    Monsieur Hulot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #18
    :D SCNR
     
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  19. Bholenath

    Bholenath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #19
    Es vereinfacht definitiv das Elektrogitarristenleben sehr wenn man sich ein paar essentielle Sachen selbst machen kann.
    Kabel löten, eine defekte Lötstelle finden und den Fehler beheben, Verdrahtungen kontrollieren und gegebenenfalls reparieren.
    So was halt.

    Für die verschiedenen grösseren Sachen brauchts dann halt schon eine Werkstatt und eine Menge verschiedene Werkzeuge. Ich würde das nur ungern in meiner Wohnung machen.
    Das hab ich daher alles nicht.
    Aber ein Freund von mir, der baut Gitarren, da gibts das alles zum mitbenutzen und gleich die Werkstatt dazu. :claphands:
     
  20. rmb

    rmb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.20   #20
    wieso?? wenn ich eine Gitarre habe, an der alles in Ordnung ist, muß ich mir doch weiter keine Gedanken machen, das volle Potential hole ich mit meiner Spielweise raus.
    das halte ich für ein Gerücht, die Leute haben doch nicht alle rumgebastelt, das ganze know how nebst Austauschteile, so wie heute verfügbar, gab es doch noch gar nicht. Ein Les Paul war da doch eher eine Ausnahme, deshalb gibt es ja auch die LP`s. So wie in den seltensten Fällen ein Gitarrist ein guter Gitarrenbauer ist, ist ein Gitarrenbauer in den seltensten Fällen ein guter Gitarrist.
    ja, ist schon richtig, aber wie du dann auch weiter ausführst, stellt sich mir die Frage, interessiert man sich für Gitarren als Selbstzweck oder interessiert man sich für das Musik machen?
    warum sollten sie? Wenn sie das können, ist es ja gut, aber in erster Linie sind sie nun mal dazu da, musikalische Fähigkeiten zu vermitteln.
     
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