Solo bauen

von scavenga, 18.07.06.

  1. scavenga

    scavenga Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #1
    Servus ihr Gitarrenhelden,
    bin gerade dabei ein Lied zu schreiben und nu hänge ich am Solo fest.
    Habe die Akkordfolge:
    G em d G
    C em C d
    Mein erster Versuch war nun das aufzunehmen und dann bei laufender Akkordfolge irgend etwas zu improvisieren, da das aber mühseelig ist und lange dauert, habe ich mir gedacht, befragste mal die Profis.
    Da wird es ja sicherlich ne passende Tonleiter für geben die alles auch leichter macht.
    Hoffentlich ist mein Text nicht zu unmisserverständlich.

    erstmal Danke
    Scav
     
  2. gouraud

    gouraud Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #2
    Habs mal in GP eingegeben und als mögliche, nicht allzu perverse Tonleitern schmeißt er raus:

    C - Lydisch (C D E F# G A B)
    D - Mixolydisch (D E F# G A B C)
    E - Moll (E F# G A B C D)
    G - Dur (G A B C D E F#)
     
  3. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.06   #3

    Vorsicht, die kann man nicht einfach so bedenkenlos verwenden.


    Tonart der Akkordfolge ist C-Dur.

    Also würde sich hier als erstes natürlich die C-Dur-Tonleiter anbieten, oder schlicht die C-Dur bzw. A-Moll-Pentatonik.

    Die oben angegeben Tonarten kann man zwar über die AKkorde G , e und C spielen, aber nicht über d, da die kleine Terz von d-moll f ist. Das würde sich mit dem f# in den oben angegebenen Tonleitern beißen.

    Wenn mannicht genau weiß, wann und warum man die Modi einsetzen kann, lieber erstmal bei Dur/Moll oder Pentatonik bleiben.
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.07.06   #4
    Rüchtüch. Wobei es sich scavenga zusätzlich schwer gemacht hat.

    Wenn in die Gundtonart (hier C) in den ersten 4 Wechseln nicht ein einziges mal auftritt, ist es nahezu unmöglich, zu diesem unschlüssigen Ablauf eine funktionierende Melodie zu erfinden.

    Vorschlag: Aus

    G em d G
    C em C d

    folgendes machen:

    C em d G
    C em F G

    oder noch besser:

    C em d F
    am em F G

    Dann fällt die Melodiebildung schon deutlich leichter :) .
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.07.06   #5
    ich kapier gerade nicht wie man darauf kommt dass da C die Grundtonart ist... hmm oder bring ich nun Grundton und Tonika durcheinander? :confused:
     
  6. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.06   #6
    Der Hans hat ja auch GrundTONART geschrieben, nicht GrundTON ;)
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 19.07.06   #7
    Weil alle aufgeführten Akkorde = Dreiklänge aus dem Tonmaterial von C-Dur sind:

    C = CEG (I.Stufe, Tonika)
    G = GHD (V. Stufe, Dominante)
    Em = EGH (III. Stufe, Mollparallele von G)
    Am = ACE (VI. Stufe, Mollparallele von C)
    Dm = DFA (II.Stufe, Mollparallele von F)
    F = FAC (IV. Stude, Subdominante)
     
  8. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.07.06   #8
    Okay..

    Dass das lied in C-Dur ist wissen wir nun und ab nun gilt es herauszufinden was uns das bringt :) !

    Grundsätzlich bedeutet das, für die solo-git.:
    Am-pentatonik oder (so mach ichs: C-Tonleiter)
    Unterschied: Pentatonik 5 Töne, Tonleiter 7!!!

    Um das herumbasteln -was sehr zeit aufwändig sein kann (das war doch auch eine Frage, oder?)- wirste nicht rumkommen...

    Meine Erfahrungen:
    Dazu zu improvisiren ist sowiso das einzige was dir übrigbleibt, außer du "höhrst" die Töne zuerst im kopf un spielst sie dann nach :rolleyes: , naja geht teilweise ~~!!

    Das beste was ich mal getan hab war, ich habn aufmahmeProg. mit mehreren Spuren und ich habe improvisiert und es mir ein paar tage später runterhören können; naja ...

    lg Melody
     
  9. TMike

    TMike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.06   #9
    hello!!!!

    Beschäftige mich auch grad zum thema Improvisieren. Ihr habt doch gemeint das es in C-Dur steht....aber in C-Dur gibt es doch keine D-Dur akkord sondern nur D-moll.....oder habe ich was übersehen.....oder nicht richig verstanden...bitte um aufklärung :D
     
  10. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.07.06   #10
    also TMike du hast recht das es in C-Dur liedern kein D-Dur gibt (ist mir auch schon aufgefallen..)

    also entweder ist das Lied in G-Dur (nicht C-Dur)

    oder -so hab ich das verstanden- ist das Keingeschriebene "d" ein zeichen für moll..

    Dur = immer groß geschrieben
    moll = immer klein
    haste warscheinliche schon gewusst nur trotsdem nochmal

    ....
    aber wieso dann "em" und nicht nur "e" :screwy:

    :rolleyes: haste warscheinlich recht das Lied ist in G-Dur :p :D

    Lg Melody
     
  11. Hans_3

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    Erstellt: 25.07.06   #11
    Rüchtüch und THX :D Sollte so sein. Habe hinter dem kleinen d(moll) das Moll nicht hingeschrieben. Da ich es bei e(m) gemacht habe und bei d nicht, ist das natürlich verwirrend.

    Völlig richtig, wenn ausschließlich auf Tönen von C-Dur aufgebaut wird. Denn der D-Dur Akkord enthält den Ton F#, der in C nun mal nicht drin ist. Aus den Tönen der C-Leiter aufgebaut enthält ein Dreiklang ab D = D F A = d-moll.

    Allerdings kann D-Dur in einem C-Dur Song als Zwischenakkord auftauchen. Er hat dann die spezielle Funktion einer "Zwischendominante". Ziel ist dann, die C-Dominante G7 mit der G-Dominante D gesondert vorzubereiten. Einfach mal spielen (C D G7 C) - dann wird schon klar, was gemeint ist.:D
     
  12. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.06   #12
    tz, also sowas , unerhört ;) :D
     
  13. Hans_3

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    Erstellt: 25.07.06   #13
    Ich freu' mich sehr über solche Fragen. An solchen Feinheiten erkennt man, wer aufmerksam mitgelesen hat und wer nicht :D
     
  14. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.07.06   #14
    jetzt würde mich aber schon mal interressieren ob du (SCAV) schon "gehversuche" unternommen hast?
    Kam was raus, oder hat dich der ganze Notentheorie-Scheiß so verwirrt daste garkeine Lust mehr hast?? :p

    lg Melody
     
  15. Fl4sh_danc3r

    Fl4sh_danc3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.06   #15
    Ich habe auch aufmerksam mitgelesen :D verstehe das aber trotzdem nicht

    "
    C = CEG (I.Stufe, Tonika)
    G = GHD (V. Stufe, Dominante)
    Em = EGH (III. Stufe, Mollparallele von G)
    Am = ACE (VI. Stufe, Mollparallele von C)
    Dm = DFA (II.Stufe, Mollparallele von F)
    F = FAC (IV. Stude, Subdominante)
    "

    auch wenn du es so schön ausführlich aufschreibst :) . (Hatte in der Schule immer Kunst, jetzt könnte ich mir deswegen in den Arsch beißen) ^^.

    Wie ich aus einer Akkordfolge eine gültige Tonleiter zum iprovisieren rauslese, versteh ich beim besten Willen nicht :) (Denke da bin ich hier aber nicht der einzife) hab mir aber dieses Jahr vorgenommen, mit dem Unterricht anzufangen, wäre vielleicht nicht schlecht :D .
     
  16. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.06   #16
    @Fl4sh_danc3r

    Also:
    bedeutet das du bei einer C-dur tonleiter diese Akkorde als begleitung spielen kannst
    und zB.
    bedeutet das der G (- dur) dreiklang aus G (war klar, oder?) und H (das ist die große Tertz)
    und D (die Quinte) besteht...

    bezüglich dem "V.Stufe":
    V.Stufe ist das gleiche wie die Quinte d.h. das G ist die Quinte (oder auch Dominante genannt) von der Tonart in der das lied geschrieben wurde... (bei uns C-Dur)

    was bringt dir das wenn du nun Melodie improvisieren willst...
    naja wenn du weist in welcher tonart das Lied geschrieben ist... nix
    wenn du das noch nicht weist... kannst du es heraus finden indem du dir ansiehst welche akkorde vorkommen und so das genaue gegenteil machst was "Hans_3" davor getan hat..

    Vom Prinzip brauchst du nur die Tonleiter in der das Lied geschrieben ist zu wissen und kannst dann alle diese Töne (ohne große bedenken) verwenden...

    du kanst deine Melodie natürlich an die -in momentan vorkommenden- Töne im Akkord anlehen, wenn du weist welche Töne das sind, und wo sie auf der gitarre umgehn...

    ich selbst weis so gut wie nie welchen ton ich gerade spiele aber zB. die Terz von der Mollparalelle von der Subdominante ist zur grundtonart eine Quinte (also wieder die Subdominante/ die IV.Stufe) :p :p :D

    :eek: , nicht?

    Lg Melody

    Ps: frag wenn du's nicht verstanden hast einfach nochmal genauer nach..
     
  17. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.06   #17
    Und parallele Tonart bedeutet, dass es bei Dur die Molltonart ist, welche das selbe Tonmaterial wie die Dur-Tonart enthält und umgekehrt.


    Beispiel :


    C-Dur : C D E F G A H C

    die parallele Molltonart ist A-Moll, da sie genau die gleichen Töne enthält, nur in anderer Reihenfolge :

    A-Moll : A H C D E F G A

    So hat man bei einer Tonart schonmal 6 verchieden Akkorde zur Verfügung, die man spielen kann.


    Quintenzirkel - Wikipedia

    Hier ist das alles nochmal erklärt und anschaulich dargestellt, wie man mit Hilfe des Quintenzirkels die Tonart bestimmen kann und passende Akkorde findet.
     
  18. Fl4sh_danc3r

    Fl4sh_danc3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.06   #18
    Hm, danke erstmal.
    Das bringt mich aber leider nicht wirklich weiter :( .

    Also wie Akkorde gebildet werden, darüber bin ich soweit im Bilde.
    Ich verstehe trotzdem noch nicht, wie man aus diesen Akkorden:

    C, G, em, am, dm, F

    darauf schließen kann, die C Tonleilter spielen zu können, speziell versteh ich das bei den letzten Akkorden nicht.
    Beim C-dur akkord wars mir klar :) und bei G hab ich es nun auch verstanden (Weil eben der Ton G als Quinte im C-Dur Akkord vorkommt.

    Wenn ich Blödsinn Quatsch bitte drauf Aufmerksam machen, aber mit den musikalischen Fachbegriffen hab ich es so gar nicht :) .

    @ Saitenshamane

    Danke das mit den parrallelen Tonarten war mir zwar nicht ganz unbekannt, aber der Wikpedialink ist recht hilfreich, hab ihn aber noch nicht durchgearbeitet (Sitze grad im Büro, mach ich später zu Hause).

    Was ich aber nicht verstehe, wie kommst du auf 6 Akkorde? Und welche sind das?
     
  19. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.07.06   #19
    Also wenn ich Saitenschamane als ebenfalls theoretischer Laie recht deute, kommen doch in der C-Dur Tonleiter alle Töne vor, die Du in der Akkordfolge anführst:
    Und ich schließe daraus kurz und bündig, dass alle Töne der Tonleiter sich durch die entsprechenden Akkorde zu den einzelnen Tönen untermalen lassen können.

    Wenn das falsch sein sollte, bitte berichtigen, damit ich mir nix falsches merke.

    Danke,

    x-Riff
     
  20. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.06   #20

    Ja.

    Schauen wir uns einfach mal die Akkorde zur Tonika C-Dur an, also aus welchen Tönen sie zusammengesetzt sind ( hat 13.Melody ja auch schon gemacht hatte ich gerade übersehen ) :

    C-Dur : C E G

    A-Moll : A C E


    F-Dur : F A C

    D-Moll : D F A


    G-Dur : G H D

    E-Moll : E G H



    Man sieht, alle Töne sind in der C-Durtonleiter enthalten. Aber vorsicht, das gilt nur für einfache Dur/Moll - Akkorde. Wenn man was komplizierteres wie z.B. Septakkorde verwenden will, dann muss man aufpassen, und sich das Tonmaterial nochmal anschauen, ob es passt.




    Im Prinzip ganz einfach.

    Nehmen wir an, wir kennen die Tonart des Stücks, sie ist C-Dur. Dann gucken wir auf den Quintenzirkel, wo wir C-Dur finden.

    Ganz oben in 12 Uhr-Position.

    Links davon haben wir dann die Dominate ( also 5. Stufe der Tonleiter, Bei C-Dur also G-Dur ), rechts davon die Subdominate ( 4. Stufe der Tonleiter, bei C-Dur also F-Dur ), drunter die entsprechenden parallelen Molltonarten.

    So hat man schon mal drei Akkorde, die zueinander passen ( C-Dur, G-Dur, F-Dur ). Wie du ja schon gemerkt hast, bestehen die parallelen Molltonarten ( bei C-Dur : a-Moll, e-Moll, d-Moll ) aus denselben Tönen wie die entsprechende Tonleiter.

    Deswegen kann man diese 6 Akkorde auch passend zueinander verwenden.
     
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