Speaker/Amps für Live-Gigs einer Rock Cover Band - was ist empfehlenswert?

epivox
epivox
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
23.02.23
Registriert
11.03.09
Beiträge
36
Kekse
135
Ort
Mettmann
Hallo zusammen,

nach lander Zeit bin ich mal wieder hier um eine für mich neue Welt zu erobern. Hintergrund ist, daß ich vor einigen Monaten in eine neue Band eingestiegen bin und wir vor ein paar Tagen einen grandiosen Gig hatten - jedoch den Soundmann extern eingekauft haben. Sound war gut - nur leider bleibt dann die Kohle für den Gig zum größten Teil NICHT bei der Band hängen. Kurzum, wir brauchen eine "anständige" PA. Wir haben zwar schon einiges an Equipment, aber ich meine das reicht nicht aus. Was wir suchen soll für Live-Gigs in kleineren bis mittleren Locations bis ca 300 Leute sein. Wir machen Covermusik von reinen akkusischen Sachen bis zum Rock der 70er - 90er. Und da lassen wir es auch richtig krachen. ABER: Kein Heavy Metall oder sowas in der Richtung.

Vorhandenes Equipment:

2x EV SX300+ (Fullrange Tops)
1x Power maxx 6500 (Music Store Endstufe mit 2x590 Watt(4Ohm)
Das ganze hängt an einem Yamaha Mixer
Es soll alles über die PA laufen: 2x Gitarre, Bass, Drumm, Voice.

Jetzt die Frage:

Macht es Sinn das vorhandene Zeug zu integrieren und erst mal durch Sub und Amp zu erweitern? Oder sollte man sagen - alles muß neu!!!

Jetzt die wichtigere Frage:

welche Subs bzw Amps machen hier Sinn. Habe mir diverse Sachen im Netz angeschaut und bin nicht wirklich zu einem Resultat gekommen. Vielleicht noch einige zusätzliche Fragen:

- sollte man eher aktive Komponenten verwenden
- machen passive Speaker + Amps mehr Sinn (auch bezüglich Flexibilität)

Budget für komplett neue PA (neu oder gebraucht) so bis 2000€ :gruebel:
nur Verstärker und Sub (oder aktiver Sub) so 1000 - 1500€

Hier ein paar Ideeen von mir. Wichtig ist aber, daß für Live Gigs und nicht für DJ Einsätze benutzt wird.:

Subs:
- RCF ESW 1018, AER AS550, HK Audio, EV
Amps:
- Tamp3000/2700, Tamp D3400, Yamaha P7000/5000, Amerivan Audio Serie


Macht das irgendwie Sinn oder heißt es hier Finger Weg und andere Wege denken?
Wir verdienen zwar mit unserer Musik kein Geld (sprich wir sind HobbyMusiker), aber der Sound sollte schon so sein, daß das Publikum zufrieden ist. Möglichst laut genug um ein Konzertfeeling zu haben aber nicht kreischend daß einem die Ohren abfallen - wenn Ihr wisst was ich meine.

Bin für jeden Tipp dankbar - aber bitte keine unqualifizierten Diskussionen. Nur wirkliche Erfahrungen und kein "Glauben" posten.

Danke vorab
epivox​
 
Eigenschaft
 
2x EV SX300+ (Fullrange Tops)

Bist Du Dir da sicher? Soweit ich mich erinnere, gab es nur eine Sx100+. Die aktuelle 300er heißt Sx300E.
Wenn es eine 300er ist: Keine Einwände. Sollte es eine 100er sein: Wird eng.



Subs:
- RCF ESW 1018, AER AS550, HK Audio, EV

Aus der Aufzählung definitiv den ESW. Billig, laut und für den Preis wirklich gut.


- Tamp3000/2700, Tamp D3400, Yamaha P7000/5000, Amerivan Audio Serie

Peavey CS4080HZ. Einen Hinkelstein habt Ihr ja eh schon, da machen die 20kg dann auch nichts mehr. Dafür liefert die Peavey dann aber auch genügend Leistung für 4 EWSs ohne zu zicken.
Leider schweigt sich der Kölner darüber aus, was der Amp wiegt und welche Leistung da an 8 Ohm rauskommen soll...



Wir verdienen zwar mit unserer Musik kein Geld (sprich wir sind HobbyMusiker), aber der Sound sollte schon so sein, daß das Publikum zufrieden ist. Möglichst laut genug um ein Konzertfeeling zu haben aber nicht kreischend daß einem die Ohren abfallen - wenn Ihr wisst was ich meine.

Dann würde ich vorschlagen zwei ESW, eine 4080HZ, einen DCX2496 und einen Tontechniker anzuschaffen.
Wenn Ihr das eh hobbymäßig betreibt, lasse ich das übliche "Tonmensch/Technik darf nicht mehr Geld kriegen als die Band" nicht gelten. Das funktioniert je nach Veranstaltung nichtmal bei Profis und im Hobbybereich schon gleich garnicht.
Warum soll es bei Hobbymusikern anders sein als bei Fotografen, Modellbauern oder Reitern? Von denen erwartet auch keiner Geld für die Ausübung (s)eines Hobbys zu bekommen - im Gegenteil, da wird richtig viel Geld für ausgegeben.

Ich kenne ehrlich gesagt nur sehr sehr wenige Bands, die in der Lage sind sich von der Bühne aus so zu mischen, dass der Saalsound annähernd an den eines halbwegs brauchbaren Tonmenschen herankommt.
Zufällig bin ich ja hauptberuflicher Sound Engineer und selbst als solcher fühle ich mich auf der Bühne deutlichst wohler, wenn ein Kollege am Pult steht und sich um Ton und Licht kümmert.
 
@Sebastian,

ja da sprichst Du etwas Wahres aus mit dem Satz:

"Ich kenne ehrlich gesagt nur sehr sehr wenige Bands, die in der Lage sind sich von der Bühne aus so zu mischen, dass der Saalsound annähernd an den eines halbwegs brauchbaren Tonmenschen herankommt.
Zufällig bin ich ja hauptberuflicher Sound Engineer und selbst als solcher fühle ich mich auf der Bühne deutlichst wohler, wenn ein Kollege am Pult steht und sich um Ton und Licht kümmert."

Ich persönlich kümmer mich auch nicht gerne um Dinge die ich während eines Gigs nicht kontrollieren kann - ist der Sound schlecht bleibt er es auch.

Aber da Du Ja diesen Job scheinbar machst habe ich mal unverfänglich eine Frage:

Wieviel sollte ein Soundmensch der eine PA mitbringt und die Backline dann mikrofoniert und während des Gigs mischt denn an Euros bekommen. Gibt es da irgendwelche Richtpreise? Oder besser gesagt, ab wann verstößt es gegen gute Sitten. Voraussetzung: Equipment ist entsprechend professionell.

Oder hat jemand sonst hier Erfahrungen in welchem Bereich sich das abspielt?

Ach übrigens haben wir 2x SX300E - hab ich gerade gecheckt.

Grüße
Eternalduc
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es da irgendwelche Richtpreise?
nein

Und es kommt immer auf den Aufwand drauf an. Und ob du es professionell machst oder nicht. Wieviele Leute bringt der PAler z.B. zum Schleppen und Verkabeln mit. Was für Material hat er überhaupt. (t.bone-Boxen oder was amtliches? Behringer-Mischpult oder was richtiges? Das ist ja nicht unerheblich für den Preis) Wie lange ist er dort zwecks Soundcheck. Bringt er das Licht auch noch mit. usw.usw.usw.
Ich mach z.B. im Januar für 3 Schülerbands den Toni. Absolut gar nix professionelles. Im Foyer des Gymnasiums. ca. 200 PAX - die zahlen Eintritt - Bude gerammelt voll.
Mitbringen tu ich alles - d.h. 4 Subs (db technologies), 2 Tops (RCF), 4 Monitore (RCF+FBT), Yamaha-Mischpult, 24er Multicore-Trommel, 2 Riesen-Kisten mit Kabeln, kleines Licht (d.h. 16 PAR-Strahler mit DMX-Pult, nix bewegtes). Wir kommen zu zweit. Aufbau am Tag vorher.
Den Schülern ist es 500 Euro wert. Das nehm ich dann auch. Der Preis kommt nicht von mir. Das ist ihr Budget und ich mach das dann weil ich die Jungs halt kenne.
 
Ich persönlich kümmer mich auch nicht gerne um Dinge die ich während eines Gigs nicht kontrollieren kann - ist der Sound schlecht bleibt er es auch.

Ehrlich gesagt bin ich froh (und positiv überascht!), dass Du das nicht in den falschen Hals bekommen hast.


Aber da Du Ja diesen Job scheinbar machst habe ich mal unverfänglich eine Frage:

Nicht nur scheinbar - ich lebe davon. Bzw. muß von dem leben, was einige Leute selbst im Bereich professionell arbeitender Bands für zum Leben ausreichend halten - was all zu oft leider nicht sonderlich viel ist. Das ist aber auch bei einigen Verleihern und Agenturen so. Da geht es teilweise so weit, dass Produktionsfirmen einem Tontechniker (bzw. Operator, also dem, der die Show fährt) 180,- EUR netto für 10h zahlen wollen, während über eine Agentur zugebuchte Helfer flockig mit 25,- EUR pro Stunde berechnet werden (von denen sie selbst dann wiederum nur 10,- bekommen).
Das ist dermaßen pervers, dass mittlerweile viele Kollegen nicht mehr für solche Buden arbeiten (ob nun Agentur oder Produktionsfirma/Verleiher).
Interessanterweise sind selbst einige VPLT-Mitglieder unter den Verleihern oft nicht bereit, auch nur ansatzweise Tagessätze in Höhe der Vorschläge des eigenen Branchenverbandes zu zahlen. Der sagt nämlich z.B. etwas von 350-450,- EUR netto für einen FOH-Operator.


Wieviel sollte ein Soundmensch der eine PA mitbringt und die Backline dann mikrofoniert und während des Gigs mischt denn an Euros bekommen. Gibt es da irgendwelche Richtpreise? Oder besser gesagt, ab wann verstößt es gegen gute Sitten. Voraussetzung: Equipment ist entsprechend professionell.

Puh, das ist schwer zu sagen. Wenn wir mal das Material außen vor lassen, würde ich sagen: 250,- für einen 10h-Tag sind sicherlich angemessen für jemanden, der davon lebt (leben muß) und seinen Job kann.
Ich weiß, wie problematisch das für viele Bands ist, weil die Veranstalter das nicht zahlen wollen, die Band selbst als Veranstalter auftreten muß oder Kneipengigs ohne Haus-PA spielt.
Ich für meinen Teil bin durchaus bereit für eine Band, die mich regelmäßig (korrekt bezahlt!) bucht, "jeden Scheiß mitzumachen", sofern ich im Endeffekt nicht draufzahle und keine normal bezahlten Aufträge dadurch gefährdet werden oder ausfallen - das ist eine Frage der Sympathie.

Als Beispiel: Ich betreue durchaus regelmäßig Bands, die in sehr kleinen Läden spielen und da geht eben die Hälfte der Gage an die Band (Fahrtkostenbeitrag und Proberaummiete) und die andere Hälfte an mich für's Material. Ganz offiziell stehe ich da aber nur höchst zufällig und aus Spaß an der Freude auch während der Show am Pult, ansonsten wäre das einfach nicht machbar. Jedenfalls nicht, ohne Gefahr zu laufen, zukünftig nur noch unbezahlte Jobs zu machen ("Haste doch bei dem und dem auch...").

Sofern ich Zeit habe und eben nicht draufzahle, geht sicherlich so einiges (und ich gehe davon aus, dass das bei vielen Kollegen auch der Fall ist) - allerdings eben unter gewissen Bedingungen:
- Ich mache _jeden_ Gig (eben auch die gut bezahlten!) der jeweiligen Band, sofern ich Zeit habe
- Wenn ein regulär bezahlter Job auf den gleichen Termin fällt, kann ich den Gefallen der Band gegenüber nicht wahrnehmen (wer Sicherheit und Exklusivität haben will/muß, muß dafür eben bezahlen)

Mein Vorschlag für eine Hobbyband wäre: Sucht Euch jemanden, der Spaß an Ton hat und nehmt ihn als Tonmann mit. Evtl. die ersten paar Mal zusammen mit einem zugebuchten fähigen Tonmann, um die Basics zu lernen. Wenn das eigene Material ausreicht, passt das idR. ganz gut und der n-te Mann bekommt eben einen entsprechenden Anteil der Gage.
Oder bucht jemanden mit Material und Ahnung und bezahlt ihn entsprechend. Das finde ich nur fair.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben