Standby Schalter bei kleinen Röhrenamps

  • Ersteller doccauldron
  • Erstellt am
@J.B. Goode es heißt Stanby und nicht Standbuy



Dazu sag ich mal gar nichts J.B. Goode,
ich weiß ja nicht,
wie erfahren du in diesem Bereich bist,
aber ich weiß wie fit OneStone auf dem Gebiet ist,
Guck einfach mal in sämtlichen Threads,
oder les den Verstärkerbaukurs von OneStone.

Technisch gesehen,
hab ich auf dem Gebiet recht wenig Ahnung,
muss aber sagen,
dass ich sowohl Amps mit und ohne Standby-Schalter hatte,
und die Röhrenhaltbarkeit hier recht gleich ist,
war!

Gruß
Jonathan

Warum ist dann z.B. der Peavey Classic 30 ohne Standby als Röhrenfresser bekannt? Standby Scalter haben schon ihren Sinn.

@OneStone
Du willst also sagen dass etablierte Marken wie Fender, Marshall, Mesa, Orange,... Die über ein halbes jahrhundert Erfahrung auf diesem Gebiet haben einfach zum Spass den Standbyschalter verbauen? Mag sein dass die Standbyschaltungen die, die Anodenspannung wegnehmen schlechter sind als die von dir beschriebenen Schaltungen die, die halbieren, aber dass "normale" SB-Schaltungen unsinn sind und mehr Schaden als nützen finde ich doch zu hochgegriffen.
 
Warum ist dann z.B. der Peavey Classic 30 ohne Standby als Röhrenfresser bekannt?

Ehrlich??? Schluck... Woher hast Du das? Ich bin CL 30 User...

Ich dachte immer, das die kleineren Röhrenamps das deshalb nicht brauchen, weil die Endröhren einer "Schlafkrankheit" unterliegen, wenn ein existierender Standby zu oft eingesetzt wird.

Habs mal irgendwo gelesen.
 
Nee, will er nicht (die sehen schon einen Sinn darin, machen es nur falsch). Und es ist auf keinen Fall zu hoch gegriffen :p

Das mit dem Peavey is so nicht richtig. Es ist möglich, dass der Amp einfach mit einem ungünstigen Arbeitspunkt läuft, mit dem Standby hat das nix zu tun.

Warum es die Hersteller machen? Weils alle so machen? Nur.. nur weils alle so machen, muss es noch nicht richtig sein ;) Think about it ;)

Lg Stefan :)
 
Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe...

Amps ohne Standby-Schalter sind mir eigentlich nur von solchen mit EL84-Endröhren bekannt. Während z.B. 6L6_Amps immer einen haben. Kann mir jemand den Grund nennen, warum das ausgerechnet bei dieser Bestückung offenbar keine Rolle spielt? Sind Heizverhalten und Aufbau da grundsätzlich anders? Am Preis kann's ja net liegen, denn es gibt ja seit Jahrzehnten auch teure EL84er Amps ohne STby.

Der Engl Savage 60 (6L6) hat z.B. keinen Standby. Muss also an was anderem liegen; aber dennoch gute Beobachtung!:great:

Mein Bandkollege hat einen und auch öfters mal Probleme mit den Endstufenröhren. Hat aber bis vor kurzem auch noch ein Instrumentenkabel als Boxenanschluss benutzt, der Idiot. Vielleicht wirds jetzt besser. Oder kann jemand bestätigen, dass der Savage 60 auch ein "Röhrenfresser" ist? Das würde dem Sinne eines Standby (s.o.) zusprechen.
 
Warum ist dann z.B. der Peavey Classic 30 ohne Standby als Röhrenfresser bekannt? Standby Scalter haben schon ihren Sinn.

Der Peavey Classic 30 läuft mit dermaßen heißem Ruhestrom, dass das wohl kein Wunder ist. Außerdem sind die Schirmgitter sehr hart an der Hpchspannung dran und dazu kommt noch, dass die Betriebsparameter der Röhren in Bezug auf die zulässigen Spannungen überschritten werden. Mit dem Schalter hat das genau garnichts zu tun.

Du willst also sagen dass etablierte Marken wie Fender, Marshall, Mesa, Orange,... Die über ein halbes jahrhundert Erfahrung auf diesem Gebiet haben einfach zum Spass den Standbyschalter verbauen? Mag sein dass die Standbyschaltungen die, die Anodenspannung wegnehmen schlechter sind als die von dir beschriebenen Schaltungen die, die halbieren, aber dass "normale" SB-Schaltungen unsinn sind und mehr Schaden als nützen finde ich doch zu hochgegriffen.

Standby hat einen Sinn, wenn man ihn richtig verbaut. Nur wie ich oben geschrieben habe - was du offensichtlich nicht gelesen hast - tun die meisten Hersteller das nicht. Es ist sinnlos zu diskutieren ob die Schaltungen, die die großen Hersteller fast ausschließlich verbauen, gut sind, weil sie es eben nicht sind, was man ganz einfach anhand anderweitiger Ingenieursleistungen nachprüfen kann. Wenn du mir nicht glaubst, dann glaube mir nicht, aber dann muss ich dir sagen, dass eben in allen Geräten, die ich kenne, in denen Röhren verbunden mit relativ geringen Nutzungszeiten (also vielleicht 5-10% der Zeit, die die Dinger eingeschaltet sind, liefern die Röhren Leistung) betrieben werden, eben keine solchen Standbyschaltungen eingebaut sind. Die einzigen ernstzunehmenden Industrie-Leistungsverstärker, bei denen man da schaltet, sind solche, die einen Schalter für Wartungsarbeiten oder quecksilberdampfgefüllte Gleichrichter, die eine Vorheizzeit von über einer Minute benötigen, haben.

Naja, ein wenig grosszügiger hättest Du dein Wissen ja ruhig ausschütten können, ein einfaches JA/NEIN zu jeder Frage hätte gereicht... :D

Bei so langen Pausen halte ich es für sinnvoll, den Amp einfach auszuschalten :D Das habe ich oben auch mit dem Autobeispiel ausdrücken wollen, nur habe ich eben die übertragene Bedeutung nicht hingeschrieben.

Warum es die Hersteller machen? Weils alle so machen? Nur.. nur weils alle so machen, muss es noch nicht richtig sein ;) Think about it ;)

Exakt! Wie gesagt, die Lücke zwischen Industrie und Kommerz ist schon groß. Das Problem ist, dass man über den Kommerz erst dann urteilen kann, wenn man auch die industriellen Geräte kennt, weil die einfach nachweislich besser entwickelt und besser gebaut sind...

MfG OneStone
 
Es kann natürlich auch einen geringfügigen Unterschied machen ob ich einen Verstärker (und die Röhren) mit 5W in Class A belaste oder mit 150W in AB oder eine Flughafen PA mit 15kW...

Ich halte mich da an die Faustregel die mir der Mesa Techniker empfohlen hat:
- Pausen von unter 30min -> Standby
- Pausen über 30min -> Ausschalten
Beim Einschalten 2min Vorglühen.

Hatte damit bei keinem meiner Amps je Probleme und die Röhren haben die vom Hersteller angegebene Lebensdauer meist um das doppelte Überschritten...
 
Es kann natürlich auch einen geringfügigen Unterschied machen ob ich einen Verstärker (und die Röhren) mit 5W in Class A belaste oder mit 150W in AB oder eine Flughafen PA mit 15kW...

Ja, von den dreien verreckt die mit 5W in Class A nämlich am schnellsten...

Die Sache mit den 30min ist nicht schlecht, das kann man als Richtlinie nehmen :great:

MfG OneStone
 
Hmmm, heisst das nur, dass Standby in (zu langen) Pausen schlecht ist?

Oder willst Du (OneStone) damit ausdruecken, dass auch Vorheizen durch den Standbyschalter schaedlich ist?
 
Vorheizen ist absolut ok ;)

lg Stefan :)
 
Oder willst Du (OneStone) damit ausdruecken, dass auch Vorheizen durch den Standbyschalter schaedlich ist?

Nein, Vorheizen ist nicht schädlich. Aber Amp einschalten, 2h stehenlassen und losspielen irgendwie dann schon wieder :)

MfG OneStone
 
Hmmm... die Frage fuer mich ist eher, ob das 2std auf Standby schaedlicher ist, als den Amp die 2std einfach ganz anzulassen ;)...
 
Na sicher ist das schädlicher. Vom ausgeschaltet rumstehen ist bisher noch kaum eine Röhre verschlissen ;).
 
Liest nochmal schnell meinen letzten Post? :p
 
Ja, 2h auf Standby sind definitiv schädlich bei den verbreiteten Konzepten.

Lg Stefan :)
 
LOL. Die Frage war, ob die 2std Standby schaedlicher sind, als den Amp einfach ganz anzulassen ;)...
 
Ja, jetzt lese ichs auch richtig. Jetzt stellt sich mir allerdings die Frage, warum ihn überhaupt 2 Stunden anlassen? Mach ihn doch einfach aus. Die Röhren kühlen in der Zeit ganz locker flockig wieder auf Raumtemperatur runter und aufgeheizt sind sie dann auch wieder in wenigen Sekunden.
 
Sry! :redface: Ich würde die ganz an Methode bevorzugen, allerdings ist die ganz aus Methode die Beste ;)

lg Stefan :)
 
Ja, jetzt lese ichs auch richtig. Jetzt stellt sich mir allerdings die Frage, warum ihn überhaupt 2 Stunden anlassen? Mach ihn doch einfach aus. Die Röhren kühlen in der Zeit ganz locker flockig wieder auf Raumtemperatur runter und aufgeheizt sind sie dann auch wieder in wenigen Sekunden.

Naja, 2st ist uebertrieben - mir geht's eher um die 20min Kaffeepausen usw. ;)

Sry! :redface: Ich würde die ganz an Methode bevorzugen, allerdings ist die ganz aus Methode die Beste ;)

lg Stefan :)

Dann werde ich wohl den Amp in Zukunft die ganze Probe ueber einfach ganz anlassen... danke Dir. :)


-edit-

So, ich hab nochmal die Suchfunktion bemueht, und habe in irgend nem Thread diesen Link gefunden: http://www.elektronikinfo.de/strom/roehrenirrtum.htm#Betrieb

Was sagt Ihr dazu? :)

Laut der Seite ist es wichtiger, dass man den Kathodenverschleiss durch Ausschalten der Anodenspannung (also Amp auf Standby stellen in Spielpausen) verhindert, als dass man durch komplettes anlassen des Amps die Zwischenschichtbildung verhindert...

Allerdings entsteht, wenn man Röhren mit einer Katode, die mit einem Erdalkalioxid beschichtet ist (das ist bei allen modernen Röhren der Fall), sehr lange ohne Anodenspannung betreibt (d.h. kein Strom fließt), eine sogenannte Zwischenschicht, die die Emission der Katode verringert. Dieser Effekt tritt aber nur dann auf, wenn die Anodenspannung bei eingeschalteter Heizung sehr, sehr lange abgeschaltet ist. Für z.B. eine Übungspause von vielleicht 2 Stunden lohnt es sich nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen; in diesem Fall ist es auf jeden Fall sinnvoll, die Heizung eingeschaltet zu lassen und die Anodenspannung abzuschalten.


Wieso ist alles in der Roehrenwelt eine halbe Glaubensfrage? Irgendwie geht's mir aufn Keks, dass jeder was anderes behauptet ;)
 
Fachpublikationen hierzu liegen mir momentan nicht vor, daher kann ich dazu nichts sicher sagen. Und den Barkhausen lese ich jetzt nicht nochmal komplett durch :)

MfG OneStone
 
Was sagt Ihr dazu?
Wir leben in einer Demokratie. Du hast also die Wahl: Kathodensyph vs. Schaltstreß (oder Du sagst Deinem Roadie, er möge während Deiner Kaffepause solange das Smoke-On-The-Water-Riff üben).

M.E. ist es völlig egal, ob Du Deinen Amp füpr die Dauer von 20 min. weiterlaufen läßt oder den Standby-Schalter umlegst.
 

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