Steg gebrochen – tauschen oder kleben?

von .s, 29.03.16.

  1. .s

    .s .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    16.210
    Zustimmungen:
    2.427
    Kekse:
    47.438
    Erstellt: 29.03.16   #1
    Hallo Akustikgemeinde,
    bei meiner DDR-Meistergitarre ist der Steg an zwei Stellen gebrochen. Wohl Altersmüdigkeit. Der Zustand ist wohl schon länger so, hat also bisher keine Defizite gebracht, wurde nur erst jetzt bemerkt, als ich die Saiten wechseln wollte.

    Nun ist die Frage, ob man den ersetzen sollte, oder aber einfach die gebrochenen Teile abknipsen und mit Sandpapier schleifen und hoffen, das nichts weiter passiert?

    Was meint ihr?

    Bridge.jpg
     
  2. Ruhr2010

    Ruhr2010 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    08.01.10
    Beiträge:
    3.842
    Zustimmungen:
    1.944
    Kekse:
    26.495
    Erstellt: 29.03.16   #2
    Du wirst um einen Tausch nicht herum kommen, zumal das Material an den jetzt bereits gebrochenen Stellen ja geschwächt ist und weiter bröseln wird.
    Da hilft auch kein Kantenschleifen mehr, um den derzeitigen Saitensatz noch ein bisschen zu schonen. :rolleyes:
     
  3. .s

    .s Threadersteller .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    16.210
    Zustimmungen:
    2.427
    Kekse:
    47.438
    Erstellt: 29.03.16   #3
    Hatte ich befürchtet. Schade, aber ist ja ok, ist auch schon fast 40 Jahre auf der Welt. :)
    Ist auch nicht so schlimm, so teuer ist das sicher nicht. Sollte man das selbst tun oder einen Fachmann zwecks Anpassung zu Rate ziehen?

    Bzw: Der jetzige Saitensatz hat die Wende miterlebt. ;)
     
  4. Ruhr2010

    Ruhr2010 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    08.01.10
    Beiträge:
    3.842
    Zustimmungen:
    1.944
    Kekse:
    26.495
    Erstellt: 29.03.16   #4
    Ich hab's machen lassen für €40 iirc, weil ich keine Lust auf die Fieselei bei der Anpassung hatte, aber hier gibt es sicher viele, denen das Spaß macht und die gute Tipps für Dich haben, falls Du es doch selber machen möchtest.
     
  5. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.01.10
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    4.764
    Ort:
    Cork
    Zustimmungen:
    1.656
    Kekse:
    17.273
    Erstellt: 29.03.16   #5
    Eben. Neuen Steg - am Besten dann auch Knochen und nicht so ein Plastik - und gut is'. No biggie.
     
  6. .s

    .s Threadersteller .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    16.210
    Zustimmungen:
    2.427
    Kekse:
    47.438
    Erstellt: 29.03.16   #6
    Ne, Knochen gibts aus Überzeugung nicht. ;)
     
  7. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.01.10
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    4.764
    Ort:
    Cork
    Zustimmungen:
    1.656
    Kekse:
    17.273
    Erstellt: 29.03.16   #7
    Wenn das eine "Meistergitarre" ist, dann ist die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit sowieso mit Knochenleim gebaut worden.
    Veganismus ist gut und schoen, aber im Instrumentenbau eher kontraproduktiv. Das Finish vieler hochwertiger Instrumente ist aus toten Laeusen gewonnen, hochwertige Klebstoffe sind aus Knochen und Hufen gewonnen, das ist alles nicht wirklich vegan.
    Viele Instrumente asiatischer Produktion enthalten dann nur noch Holz und Chemie, aber ich will nicht wissen, wie das Holz geschlagen wird und wie viele Tiere indirekt ihre Lebensraeume verlieren oder direkt von den Waldarbeitern "aus dem Weg geraeumt" werden.
    Als Veganer bleiben da tatsaechlich nur die Gitarren von Rainsong und Emerald. Die sind aus 100% Chemie. Und die klingen sogar super.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  8. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

    Im Board seit:
    18.10.06
    Beiträge:
    5.198
    Ort:
    Dortmund
    Zustimmungen:
    1.517
    Kekse:
    51.097
    Erstellt: 29.03.16   #8
    Nimmste Mammutknochen von Viechern die vor tausenden Jahren friedlich verreckt sind ;-)
    (Gibt es wirklich)

    Aber Alternativen gibt's natürlich auch. Sowas wie Tusq o.ä.
    "Plastik" kann durchaus hochwertig sein.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  9. .s

    .s Threadersteller .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    16.210
    Zustimmungen:
    2.427
    Kekse:
    47.438
    Erstellt: 29.03.16   #9
    Was ursprünglich genutzt wurde und eh schon drin ist, und was ich einbau, sind zwei paar Schuhe. Es geht hier um eine bescheidene Brücke aus Kuststoff. Da tut es keinem weh, wenn eine aus gleichem Material wieder reinkommt. :)
     
  10. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.01.10
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    4.764
    Ort:
    Cork
    Zustimmungen:
    1.656
    Kekse:
    17.273
    Erstellt: 29.03.16   #10
    Dann nimm TuSQ.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  11. Andique

    Andique Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.09.12
    Zuletzt hier:
    15.12.17
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Kekse:
    245
    Erstellt: 08.04.16   #11
    Es gibt auch Ebenholzstegeinlagen (Steg ist das gesamte Holzstück, in dem (u.a.) die Stegeinlage sitzt!) und aus Elfenbein.
    Knochen ist auf jeden Fall besser als Plastik. Ich denke nicht, dass extra für Stegeinlagen aus Knochen Tiere geschlachtet werden.
     
  12. .s

    .s Threadersteller .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    16.210
    Zustimmungen:
    2.427
    Kekse:
    47.438
    Erstellt: 08.04.16   #12
    Warum ist Knochen besser? (Ehrliche Frage)
     
  13. Andique

    Andique Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.09.12
    Zuletzt hier:
    15.12.17
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Kekse:
    245
    Erstellt: 08.04.16   #13
  14. Gast 2197

    Gast 2197 Inaktiver Benutzer

    Im Board seit:
    02.04.15
    Beiträge:
    1.363
    Zustimmungen:
    2.345
    Kekse:
    11.082
    Erstellt: 08.04.16   #14
    Unterschiedliche Materialien klingen/schwingen unterschiedlich. Das kann klanglich enorme Unterschiede bewirken. Bei Holz hast du das ja auch. Ich hatte mal einen aus Horn gemacht. Der war klanglich auch sehr gut. Buchsholz, was auch eine hohe Dichte hat, klingt auch prima. Damit und mit anderen Materialien experimentiere ich gerade. Die Unterschiede kann man auch sehr gut mit dem Ohr wahrnehmen.
     
  15. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.01.10
    Zuletzt hier:
    17.06.18
    Beiträge:
    4.764
    Ort:
    Cork
    Zustimmungen:
    1.656
    Kekse:
    17.273
    Erstellt: 08.04.16   #15
    Unterschiede zwischen verschiedenen Stegeinlagen sind subtil, aber durchaus hoerbar. Unterschiede zwischen verschiedenen, gleich gut gearbeiteten Saetteln hoere ich nicht. Saettel wirken eh' nur auf offene Saiten.
    mig in der Dichte.
    Ich koennte jetzt auch hier einen Rant ablassen, von wegen Knochen ist soooo viel besser.
    Guter Knochen ist wirklich besser, aber normaler Knochen und TuSQ ist klanglich eher gleich. Und TuSQ laesst sich besser verarbeiten.

    Knochen ist viel Arbeit und es stinkt. Knochen muss gekocht werden,
    Knochen, guter Knochen, muss tatsaechlich aehnlich wie Holz "quartersawn" geschnitten werden.
    Knochen hat in der Regel keine einheitliche Struktur und wenn dann beim Bearbeiten eine schwache/weiche Stelle gefunden ist, ist die Arbeit umsonst gewesen.
    Habe ich gesagt, dass Knochen stinkt?

    Ich bin zu bequem und empfindlich um 98% Klang von TuSQ und 100% Klang vom Knochen als so wichtig zu empfinden, dass ich mir das antu.

    Bei Binh bestelle ich aber trotzdem immer Wasserbueffelknochen aus dem Oberschenkelhals. Das ist meist hart, fettreich und sehr, sehr einfoermig in der Dichte. Klingt wie Glas, wenn man ihn auf eine Tischplatte fallen laesst.
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping