Stimmdepressionen

Astray
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Hallo Leute,
ich bin in letzter Zeit wirklich total verzweifelt, da ich mein Tama Superstar einfach nicht gestimmt kriege. Es ist furchtbar. Ich hab die letzten 2 Tage 4 Stunden am stimmen 2er Trommeln verbracht und das Ergebniss ist immer noch grauenhaft.
Es gelingt mir, auf Teufel komm raus, einfach nicht, dass an jeder Stimmschraube ein gleicher Ton produziert wird, dass gleiche Spannung vorhanden ist oder dass das Gesamtpacket stimmig klingt.
Ich hab sogar mir ein Keyboard zu Hilfe geholt, um mich an Noten orientieren bzw. mit ihnen vergleichen zu können, ob ich an einer Stimmschraue hoch- oder runterstimmen muss und habe stundenlang Internetvideos studiert und Texte gelesen aber ich schaffe es einfach nicht.
Mein größtes Problem ist, dass ich nicht mal weiß, worauf ich beim Stimmen achten soll. Konzentriere ich mich nur auf den Sustain und versuche die Stimmschrauben danach anzupassen, klingt es an jeder Stimmschraube wieder total anders, wenn ich auf den Attack höre. Wenn ich 1 Stimmschraube hochstimme, weil ihre nächstliegende höher klingt, dann stimme ich nach einer Weile das ganze Fell zu hoch und muss wenn ich fertig bin wieder von vorne beginnen und kriege ich dann mal eine Trommel gestimmt, gelingt es mir einfach nicht, die nächste Trommel auf sie anzupassen, damit es passt...
Es macht mich rasend :mad:


Was ich gern von euch wissen würde, ist ob man stimmen durch bloßes üben denn selber lernen kann oder ob ihr von einem Schlagzeuglehrer/Profi/Workshop-Geber gelernt habt, wie man das beste aus seinem Schlagzeug rausholt.
Habt ihr vllt. Tipps und Tricks, die ein Stimmidiot wie ich anwenden könnte oder kennt ihr vllt. ein Buch oder eine DVD, die da Erfolg garantiert?
Sollte ich mich an einen Profi wenden oder muss man das Stimmen einfach im Blut haben?
Worauf achtet ihr beim Stimmen? Auf den ersten Ton beim Anschlag oder auf den Nachklang? Wie vermeidet ihr es die Trommel beim Anpassen zu hoch zu stimmen?
Fragen über fragen... :redface:

Ich flehe euch um Hilfe an. Ich stehe zur Zeit auf Kriegsfuß mit meinem Schlagzeug und hab jegliche Lust am Spielen verloren. :(
Das kann so nicht bleiben.

Gruß,
Astray.
 
Eigenschaft
 
Also ich würde dir spontan Drum Tuning von Nils Schröder empfehlen. Sehr gutes Buch, verfahre selbst nach seiner Anleitung
 
Ja, das Buch kann ich auch nur empfehlen!

Ich hab auch ein Tama Superstar, und am Anfang gings mir genau so wie dir. Ich hab einfach immer wieder gestimmt, und mit der Zeit hab ichs halt dann doch ein bisschen gelernt. ich hatte nie die Hilfe eines erfahrenen Drummers. Bei mir hat das auch ein paar Monate gedauert, bis ich einen vernünftigen Klang hatte, aber jetzt klingt es geil!

Vielleicht werde ich beim nächsten Fellwechsel auch wieder ewig stimmen müssen, aber mittlerweile weiß ich ein bisschen wie + das Buch und ich weiß DAS MEIN SET SUPER KLINGEN KANN.

Also, niemals die Hoffnung aufgeben, ich weiß das dein Set super klingen kann!

Viel Erfolg und Geduld noch!

mfg
Tim
 
Kann man denn durch ein Buch wirklich lernen richtig zu stimmen?
Ich meine da steht ja es sind Soundbeispiele etc. gegeben aber ich kann mir irgendwie nicht so vorstellen, dass es wirklich ein Garant dafür ist, dass es dann auch klappt mit dem Stimmen.

Ich sehe gerade, dass man Nils Schröder auch buchen kann...
Vllt. sollte ich ihn mal anrufen?
 
Das Buch bringt auf jeden Fall was. Da steht einfach alles total gut aber einfach erklärt drin. Da sind viele Tips drin. Und an Hand einiger Tabellen kann man sich sogar die richtigen Felle für den Traumsound raussuchen.

Ich denke, dass du dir das Buch nicht entgehen lassen solltest!

EDIT: Ich sprech da ja aus eigener Erfahrung!
 
Meine Lieblingsfelle hab ich jez glaub ich schon gefunden.
Die Aquarian Satin Texture Coated sind schon ziemlich geil aber....an mir haberts.
Werde mir wohl dann Ende des Monats das Buch bestellen.

Ich hoffe es bringt was. Vielen Dank für den Tipp ihr beiden.

Noch jemand irgendwelche Hilfen?
 
Hast du überprüft, ob es Schäden an den Toms gibt, eventuell die Gratung uneben oder der Spannreifen ? Sind die Felle in Ordnung, die Schrauben und die Gewinde der Böckchen ?
 
Hab alle Gratungen überprüft gehabt und den Kessel vorm Aufziehen der Felle abgeklopft und alle Gewinde gefettet (Siliconspray). Felle sind brandneu und ich hatte keinerlei Verarbeitungsfehler entdeckt. Auch das Zentrieren hab ich nach Drum-Tuning-Bible gemacht gehabt. Mit Föhn und noch mit 15 Minuten einspielen und so. Hatte auch nicht sonderlich hoch gestimmt, damit ich die Felle nicht gleich beschädige.

Ich glaube nicht, dass es daran liegt.
Ich kriege einfach den Stimmprozess an sich nicht ordentlich auf die Reihe.
Ich tu mir sehr, sehr schwer damit zu erkennen, wann ich höher oder tiefer stimmen muss und wann ich das Optimum an 2 Stimmböckchen erreicht habe. Mir passiert es dann immer wieder, dass ich zu hoch oder zu tief stimme, das Optimum, dass die beiden einen einheitlichen Klang von sich geben und so, das erreich ich ja schon gar nicht erst...
 
Das Buch vom Nils kann ich auch nur empfehlen.
 
Buch von Nils, hat mir innerhalb von 3 Tagen super geholfen! :)

Wichtig ist auch das Zentrieren der Felle - NICHT zu unterschätzen!
 
stimmen ist, wie ich finde auch keine sache, die man von jetzt auf dann lernt
bei mir hat sich das stimmen so mit der zeit entwickelt
wenn ich an meine erste snare denke....wie die immer gestimmt war-furchtbar
und mitlerweile mach ich nichts lieber, als snares stimmen
 
Hi,

was soll ihm denn das buch bringen wenn er nicht hören kann ob die töne gleich sind??

das ist doch das A & O beim stimmen. hil dir jemand wie gitarist keyboarder sänger,
die ein gutes gehör für töne haben , die dir beim stimmen helfen, also dir sagen können ob du höher oder tiefer gehen musst.

ein buch ist bestimmt nicht schlecht aber da gibt es die derum tuning bible die kannst du dir
wieder in deutsch aus dem net ziehen, da steht alles drin was du brauchst.

aber am ende bist du und dein gehör das wichtigste glied in der kette, da musst du dich schulen, denn wenn du das nicht hören kannst hlefen die theoretischen tipps garnot.

LG

DT
 
Es gelingt mir, auf Teufel komm raus, einfach nicht, dass an jeder Stimmschraube ein gleicher Ton produziert wird, dass gleiche Spannung vorhanden ist oder dass das Gesamtpacket stimmig klingt.

Hallo, da hilft nur Üben und Üben bzw schaun ob man die Grundtechniken des Stimmens auch wirklich beherrscht. :rolleyes:

Ansonsten hohl dir doch mal einen Freund oder Lehrer zuseite der dir das nochmal genauer zeigen kann.

Und das mit dem Stimmen im Blut haben ist Quatsch ;) Aber es dauert eine Zeit bis man denn dreh raus hat.

Liebe grüße Micha
 
Hi,

was soll ihm denn das buch bringen wenn er nicht hören kann ob die töne gleich sind??

Um die Töne da richtig gut herauszuhören braucht man schon ein trainiertes Gehör - das habe ich z.B. auch nicht wirklich und mir hat das Buch auch weitergeholfen. Vielleicht klingen meine Trommeln für ein gut trainiertes Gehör immernoch nicht wirklich gut gestimmt, für mich hat sich da aber schon einiges getan.

Davon mal abgesehen das der Rest meiner Band ne gestimmte Trommel nichtmal von nem Blecheimer unterscheiden könnte klingt mein Set (auch wenn für mich zum "anhören" mal der Gitarrist spielt) doch recht gut, bzw. besser als vorher, also denke ich mal das ich nicht all zu viel mit dem Buch falsch gemacht habe.

Allein die Klangzonen geben einem ja nochmal unterschiedliche Möglichkeiten und die ganzen Tips usw. sind auch ne Menge wert.
 
ist ob man stimmen durch bloßes üben denn selber lernen kann oder ob ihr von einem Schlagzeuglehrer/Profi/Workshop-Geber gelernt habt, wie man das beste aus seinem Schlagzeug rausholt.

Nun, paar Tipps braucht man sicher, aber man kann schon viel selbst zum Gelingen erarbeiten.

Mir hat mein Schlagzeuglehrer gesagt, dass alle Schrauben identisch stark gespannt sein sollen, dann über Kreuz stimmen und als Ausgangspostion mal beide Felle identisch stimmen.

Ich glaube, vieeel mehr brauchts nicht zwingend.

Hatte letztens Besuch eines Drummers, der mir paar Becke nabgekauft hat, wir haben uns auch kurz übers Stimmen unterhalten und ich sagte ihm, ich sei da nicht der Riese.

Angekommen, hat kurz auf meinem Set gespielt und dann ich, so dass er es von aussen hören konnte und er meinte: "Ich weiss nicht, was Du hast, klingt fantastisch, super gestimmt." :eek::p:)

Was ich sagen will, ich hab nu keinen Überflieger oder halte mich für den grössten, aber scheine doch bisser lwas davon verstanden zu haben, dass sich einem Kollegen nicht der Magen umdreht, wenn ich ein Set gestimmt habe ;-)

Klingt komscih, aber bin sicher, dass die ein oder andere Literatur auf JEDEN Fall empfehlenswert ist, ich wäre wohl nur zu faul zum Lesen und habe daher selbst gleich mal, mit den paar Faustregeln, Hand angelegt und bin zufrieden.

Ich weiss eh nicht, ob Sets nicht sogar soweit individuell sind, dass man eh kein Patentrezept ausgeben kann. Also die grobe Ausgangslage ansteuern und dann Dein Set "kennenlernen" ;-)
 
Das beste ist meiner Meinung noch immer ein "alter Crack", der dir das "am lebenden Objekt" vorführen kann.
Dann siehst und vor allem hörst du was passiert, wenn was verändert wird.
Mir hat das ein Drumprofi, der früher mal bei einer Schlagzeugfirma gearbeitet hat und jetzt seinen eigenen Musikladen, hat gezeigt.

Und es ist wie überall im Leben: Übung macht den Meister.

Die Aquarian sind eigentlich leicht zu stimmen, jedenfalls meiner Meinung leichter als so manche Remo-Felle.
Es liegt manchmal echt am Fell. Ich hab schon mal Stunden mit dem Stimmen einer Snare verbracht, bis ich letztendlich gemerkt habe, dass was mit dem Fell nicht stimmte.
Also neues Fell besorgt und siehe da, die Snare war wieder top.

Im Prinzip kann man auch jedes Set zum Klingen bringen.
Kleine Geschichte dazu:
Unser Bassist hat sich vor einem 3/4 Jahr ein Schlagzeug gekauft. Es ist ein gebrauchtes Remo mit Acousticon Kessel (80er Jahre Teil mit tiefen Kesseln)
Er ist totaler Neuling und bat mich das Set mal zu stimmen.

Mein erster Eindruck: Oh, Gott, Pinstripes, naja. Das Set klang auch nicht gut.
Das lag aber nicht zwingend an den Pinstripes sondern weil sie dranhingen wie nasse Säcke, total lasch.
Ich hab dann jeden Spannschraube um ca. 2 Umdrehungen angezogen und dann nochmal feingestimmt.
Das klang trotz Pinstripes (so schlecht sind die nicht, kommt halt drauf an wo drauf und wie gestimmt) ganz ordentlich.
Die 12" und 13" sind zwar für meinen Geschmack schon sehr trocken, für den "Oldschool"-Rock passt das aber. die 16" Floortom und die Bassdrum klingen sogar richtig fett.
Die Kombination Acousticon und Pinstripes ist so schlecht eigentlich nicht.

Es kommt halt drauf an, welchen Sound man will. Manche Kessel - Fellkombinationen funktionieren, andere eher nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

völlig richtig man bekommt aus allem einen guten sound heraus. ich komme noch aus der zeit wo fast jede trommel pinstripe drauf hatte. außer im jazz da waren es die ambassador weiss aufgeraut. sonst fast pinstripe.

damals war aber auch ein anderer sound modern. man hat das pinstripe auf den grundton gestimmt und dann etwa stempo und gaffa und fertig war man.

das hat zwar geklungen wie ein pappeimer aber jeder sonudman war dankbar.
kaum obertöne --> mikro dran --> bißchen abgemixt und fertig war es.

heute sieht das etwas anders aus, heute ist wieder der offene ton modern, ist aber vielschwieriger abzunehmen weil die obertöneviel stärker sind, da muss man schon
sehr penibel das mikro drauf ausjustieren um für den mix noch richtig spielraum zu haben ohne das alles übersteuert oder wummert.

@ dread,

ich wollte dir nicht auf die füsse treten, aber so wie ich seinen beitrag verstanden habe ist nicht die theorie sein prob sondern das stimmen ansich also die töne zu hören.
und da bringt dir eben ein buch nichts, das kannst du nur lernen wenn dir jemand wirklich am objekjt hilft. denn er muss es hören das ist das A und O.

aber macht euch keinen zu grossen kopp, selbst die profis bekommen das nicht alle hin.

wenn ich z.B. den sound von simon phillips und garvin Harriosn mit potnoy vergeliche da liegen welten dazwischen. sorry musste einfach raus.

Lg

DT
 
Hallo,

ich bin Nils, der Autor des inkriminierten Werks. ;)

Kann man denn durch ein Buch wirklich lernen richtig zu stimmen?
Ich meine da steht ja es sind Soundbeispiele etc. gegeben aber ich kann mir irgendwie nicht so vorstellen, dass es wirklich ein Garant dafür ist, dass es dann auch klappt mit dem Stimmen.
Es ist wie mit dem Spielen auch, Übung macht den Meister. Wenn man sich in Buch über Rudiments kauft, bedeutet das auch nicht, dass man die dann auch alle kann. Es braucht Zeit und Energie um das Stimmen richtig zu lernen, aber es ist mit dem Buch grundsätzlich möglich, wie ja schon einige hier bestätigt haben.

Ich sehe gerade, dass man Nils Schröder auch buchen kann...
Vllt. sollte ich ihn mal anrufen?

Klar, mach das oder schreib mir eine Mail, denn ich bin ab nächsten Dienstag in FFM bei der Musikmesse, und bis dahin auch nicht unbedigt gut erreichbar. Vielleicht treffen wir uns in Frankfurt.

Viele Grüße,
Nils
 
Hallo
Sehe das wie DT.Wenn du die Theorie verstanden hast,bringt dich auch der Kauf eines weiteren Buchs nicht weiter.Am besten ist es wie Haensi sagt:Suche einen Drummer der es dir zeigt.Sehen und Hören ist besser wie lesen.Sehr hilfreich ist auch ein Stimmschlüssel mit Drehmoment.Er garantiert das alle Schrauben gleichmäßig angezogen sind.Damit stimmst du jedes Tom in ein paar Minuten.Für Anfänger sehr gut.

Gruß PearlDR
 
Ich halte von den Drehmomentschlüsseln gar nix.
Erstens heisst gleiche Spannung an der Schraube noch lange nicht dass das Fell auch die gleiche Spannung und damit den selben Ton hat.
Und zweitens sollte man auch ein Gefühl für den Stimmschlüssel entwickeln. Ist vergleichbar mit Fingerkontrolle beim Stickgrip. Man sollte ein Gefühl dafür bekommen wie weit man den Stimmschlüssel drehen muss um etwas zu verändern.
Das lernt man mit einem Drehmomentschlüssel leider nicht.
 

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