Blues ist das Herz der Musik und Jazz sein Gehirn....
Na das ist doch mal ein guter Spruch
Ich glaube auch nicht, dass der Blues jemals stirbt. Im Gegenteil. Wenn man davon ausgehen will. dass er nur den armen Schluckern vorbehalten ist (was nicht zutrifft) dann wird er wohl in Zukunft wieder an popularität gewinnen, da es in Zukunft wohl immer mehr Armut in unserem Land geben wird - spätestens wenn der Mittelstand mal völlig weg fällt und die Gesellschaft nur noch arm und reich kennt und nix mehr dazwischen.
Das mehr Geld das Ende des Blues bedeutet ist so auch nicht richtig.
Anfang des 20. Jahunderts nahm die Industrialisierung immer mehr zu und die Sklaverei immer mehr ab, so dass die Arbeiter von den Baumwollfeldern in die Fabriken wanderten.
Hier verdienten sie erstmals soviel Geld, dass sie sich hin und wieder auch mal etwas mehr als nur das absolut nötigste kaufen konnten - z.b. richtige Instrumente.
Spätestens hier hätte der Blues ja sein Ende finden müssen, wenn das mit mehr Geld = weniger Blues stimmen würde. Aber das Gegenteil war der Fall. Mit zunehmender Kaufkraft der schwarzen Bevölkerung gewann der Blues an Popularität, was natürlich auch die Plattenindustrie bemerkte und irgendwann in den 20er Jahren wurde das Lable RACE RECORDS gegründet und die Scheiben gingen weg wie warme Semmeln.
Während des 2. Weltkrieges war erst mal schluss mit Lustig, da für die Herstellung von Schallplatten kein Schellack mehr verwendet werden durfte. Aber in der Nachkriegszeit ging es dann weiter. Und auf der suche nach "verschollenen Perlen" stieß man auf einen gewissen McKinley Morganfield, der sich "Muddy Waters" nannte. Er gehört wohl auch zu den ersten, die den Blues "elektrisch" gemacht haben und zum Begründer des CHICAGO BLUES.
Und so ging es immer weiter und weiter. Immer mehr spätere Bluesgrössen wurden so entdeckt und nicht wenige machten Millionen damit.
Ach ja, Eric C.:
Warum Blues ohne Gitarre? Die Gitarre gehört zum Blues wie das Salz in die Supppe.
Sie ist eigentlich das ultimative Instrument um den Blues überall zu spielen. Ob im Hinterhof, in der Kneipe oder auf großen Bühnen.
