Stirbt der Blues ?

  • Ersteller Rockabillybass
  • Erstellt am

Stirbt der Blues ?


  • Umfrageteilnehmer
    140
  • Umfrage geschlossen .
Nein, der Blues stirbt ganz scher nicht. Nach meiner Erfahrung gibt es zumindest hier im Raum Köln ein Revival, eine langsame Wiedergeburt!!
 
Auch im Rhein-Main-Gebiet, speziell Darmstadt, blüht der Blues auf:great::great::great:

Gruss, Layla

The Blues will never die!
 
Der Nachwuchs steht schon mehr als in den Startlöchern.....
 
Der Blues ist immer eine Art Off - Mainstream - Musik gewesen. Die erste Blüte hatte er in der klassischen Zeit mit der richtungsweisenden Sängerin Bessie Smith in den 20-30-ern. Aber die Hauptstilrichtung damals war die entstehende Swingmusik mit den BigBands. Die zweite Blüte waren die 50-er Jahre, während der Entstehungszeit der Rock´n´Roll Musik als dominierender Richtung. Dann hat es über die ganzen 60-er und 70-er immer wieder ein Aufflackern der Bluesmusik gegeben, und gerade in dieser Zeit haben sich ganz andere Richtungen der Rock- und Popmusik sehr kräftig entwickelt. Heute genauso: Alles Mögliche ist unheimlich in, aber im Hintergrund schwelt immer noch der Blues. Ich will damit sagen: Der Blues hat nie eine dominante Rolle in der Entwicklung der Musik gespielt, hat aber praktisch jede Stilrichtung mal stark mal nur ein bißchen beeinflußt. Wenn man den Eindruck hat, daß er sich heute in ein Rückzugsgebiet verzogen hat, so kann das stimmen, möglicherweise aber auch gewaltig täuschen. Die wirkliche Gefahr für den Blues und die damit verbundene Gefühlswelt sehe ich in den unsäglichen SRV- Nachschraddlern, die behaupten Bluesmusiker zu sein, aber eigentlich nix kapiert haben. Die bringen es fertig, eine praktisch unzestörbare Musik für ein breites Publikum zu zerschraddeln. Für Leute, die sich ernsthaft mit dem Blues und seiner Welt auseinandersetzen, stellen sie wegen Lächerlichkeit eigentlich keine Gefahr dar
 
I
1.) Das Clapton, Rae, BB. King, Muddy Waters und noch so ein paar Leute Blues spielen, liegt daran, dass sie nichts anderes können.


2.)sie leben vom Namen, nicht von der Musik.


hi tantrix,

der erste satz könnte wahr sein abgesehen davon dass

a.)muddy waters schon lange tot ist.

b.) ich bei vielen musikern die erfahrung gemacht habe, dass sie sich im laufe eines musikerlebens weitaus mehr draufgeschafft haben, als man in 2 stunden auf der bühne sieht,

c.) es sein kann, dass wir zwei die aussage "können nicht anders" völlig unterschiedlich verstehen.


der zweite satz ist im zusammenhang mit den obengenannten musikern der mit weitem abstand idiotischste satz den ich hier je im forum gelesen habe (und hier posten einige leute mit bescheidenem kenntnisstand).

gruß hanno
 
Stirbt der Blues?
Nein!
Ich bin 17 und ich liebe und spiele Blues und ich denke er wird noch lange weiter leben.
 
c.) es sein kann, dass wir zwei die aussage "können nicht anders" völlig unterschiedlich verstehen.

der zweite satz ist im zusammenhang mit den obengenannten musikern der mit weitem abstand idiotischste satz den ich hier je im forum gelesen habe (und hier posten einige leute mit bescheidenem kenntnisstand).
gruß hanno

Hallo nite-spot
ich möchte keinen Krieg mit gläubigen Fans und Anhängern eines bestimmten Genres führen.
In de Tat könnte etwas mißverständlich sein.
zu 1. "Sie können nichts anderes" trifft für Leute zu, die Ihr Leben, ihr ganzes Sein in eine bestimmte Sache stecken. Sie wollen auch nichts anderes und wozu auch? Welche Kunst auch immer. Ein Flamencospieler kann kein Gypsy spielen und umgekehrt und wozu auch? "Sie können nicht anders" ist etwas anderes als sie könnens nicht anderes. Nur son blödes s. Ich meine, das ich mich auf Herzensangelegenheit beziehen möchte mit dem Satz "ich kann nicht anders". (jetzt Frieden in diesem Punkt?)

Zu 2. eine eher rethorische Frage. Sollte z.B. Eric Clapton unter dem namen Hänschen Klein in Köln auftreten wollen, würde er dann einen Hit haben?
Der Stellenwert des Blues ist, so glaube ich, nicht gerade Popverdächtig.
Das darf ich glauben.
- und du darfst das auch für "Idiotisch" halten.

Das so manche Blueser meinen persönlichen Respekt und auch Liebe haben steht auf einem anderen Blatt.
Das Muddy Waters tot ist wußte ich nicht. Ich habe ihn vor mehr als dreißig Jahren persönlich erlebt. Er ist einfach nur lebendig für mich, und sein Blues-Harp Spieler in den roten Hosen.
 
hallo tantrix,

punkt 1 habe ich auch genau so verstanden.

zu punkt 2 schreib ich die tage was.

gruß hanno
 
Der Stellenwert des Blues ist, so glaube ich, nicht gerade Popverdächtig.
Das darf ich glauben.
- und du darfst das auch für "Idiotisch" halten.

Ich weiß zwar nicht was du uns damit sagen willst - aber Blues ist nun mal nicht Popmusik ! Gott sei Dank !

lg,NOMORE
 
Ich weiß zwar nicht was du uns damit sagen willst - aber Blues ist nun mal nicht Popmusik ! Gott sei Dank !

lg,NOMORE
Wäre ich mir bei Robert Cray nicht so sicher. Bad Influence ist für meine Ohren fast schon Blues lastiger Pop.
EC
 
1.)ich möchte keinen Krieg mit gläubigen Fans und Anhängern eines bestimmten Genres.

2.)eine eher rethorische Frage.

3.)Sollte z.B. Eric Clapton unter dem namen Hänschen Klein in Köln auftreten wollen, würde er dann einen Hit haben?

4.) Der Stellenwert des Blues ist, so glaube ich, nicht gerade Popverdächtig.
Das darf ich glauben.
- und du darfst das auch für "Idiotisch" halten.

hi tantrix,

scusi, aber erneut ein post von sagenhafter gedankenschiefe:

zu 1.) ich bin seit 30 jahren professioneller musiker mit schwerpunkt blues und interesse
an vielen musikrichtungen von der renaissance über balinesische tempelmusik bis zum modernen jazz.
jegliches religiöses ereifern liegt mir fern, und zwar sowohl in glaubens - als auch in musikalischen fragen.

zu 2.) " bb king, eric clapton und muddy waters leben nur von ihrem namen" ist DEINE AUSSAGE und keine rhetorische frage.

zu 3.) was clapton unter dem pseudonym "hänschen klein" in köln widerfahren würde, wissen wir nicht:
gesetzt den fall, er bliebe unerkannt, vielleicht müßte er tagsüber als klempner arbeiten, oder er würde über nacht auf grund seiner qualität entdeckt, who knows ?

zu 4.) deine aussage "der blues ist nicht gerade popverdächtig" habe ich ja garnicht als idiotisch bezeichnet (obwohl sie mir auf grund ihrer schwammigkeit und bezugslosigkeit
zum thema auch nicht zwangsläufig als besonderer geistiger höhenflug erscheint).

idiotisch finde ich die aussage "bb king, eric clapton und muddy waters leben nur von ihrem namen", weil ohne weitere erklärung oder begründung ein billiges, kleinkariertes vorurteil genährt wird, ein von ahnungslosigkeit zeugendes klischee verbreitet wird.

auf der scheibe "riding with the king" von eric clapton und bb king z.b. hört man zwei reife musiker im zenith ihres könnens.

man muß kein fan dieser musik sein, von mir aus kann man sogar als ausdruck seines persönlichen geschmacks sagen "ich hasse blues".
man kann kritisieren, dass beide musiker über ihren kreativen zenith hinaus sind ( ich persönlich finde diese scheibe göttlich), usw.

was für mich überhaupt nicht geht, ist diese abfällige pauschalentwertung "die leben nur von ihrem namen". das finde ich respektlos.

mit freundlichem groove hanno
 
Die Zeit der ``Revolution´´ ist vorbei. In Zeiten von Castingbands,VIVA und MTV kann man doch nicht ernsthaft erwarten dass ein zweiter Clapton geboren wird....=/

``Der Blues ist nicht tot, er wartet.´´
 
o.k.
Dann begraben wir mal den Disput.
Inhaltlich leben die Leute von ihrem Können. Das würde ich nie bestreiten.
Gesellschaftlich aber, angesichts des Überhangs von Rock, Pop, Shreddermetall (bitte nicht hauen) einseitiger Medienpräsenz (DSDS), Pickel am Arsch einer Poptussie und diversen Moden der Musikindustrie bleibe ich bei meiner Meinung, das sie nur ihren Fanclub haben und im wesentlichen nur dort bekannt sind, und bei den oben genannten sowie den Musikantenstadl Konsumenten unbekannt sind und wohl auch bleiben werden. Das sind nicht wenige. Der Blues gerät in´s Hintertreffen bzw. ist es lange schon. Einige alte Bluesstile sind schon tot (vornehmlich die aus der Jazzecke). Der Blues hatte seine Zeit als man ihm noch zuhörte, heute hätten Clapton und Co m.E. keine Chance mehr. Schade, aber so sehe ich das. Um einen Meinungsaustausch "stirbt der Blues" ging es ja hier. Da ist keine Pauschalverurteilung von Idolen mit verbunden. So im Telegrammstil und viell. etwas unzulässig verkürzt.
Ob ein Zenith überschritten wurde, die Leute vergreisen, oder ob eine Reifung stattfindet und somit Veränderung passiert, die manchem der mehr desselben und Wiederholung erwartet und dem dies nicht passt, will ich nicht (oder nur für mich selbst) unterscheiden.
mit freundlichem Gruß
 
hallo tantrix,

einverstanden !

gruß hanno
 
werde ma versuchen den blues in einer marketing relevanten altersgruppe zu verbreiten... nämlich meiner. :)
 
.....bleibe ich bei meiner Meinung, das sie nur ihren Fanclub haben und im wesentlichen nur dort bekannt sind, und bei den oben genannten sowie den Musikantenstadl Konsumenten unbekannt sind und wohl auch bleiben werden. Das sind nicht wenige. Der Blues gerät in´s Hintertreffen bzw. ist es lange schon. Einige alte Bluesstile sind schon tot (vornehmlich die aus der Jazzecke). Der Blues hatte seine Zeit als man ihm noch zuhörte, heute hätten Clapton und Co m.E. keine Chance mehr. Schade, aber so sehe ich das.
Ich würde das so nicht Unterschreiben. Ich war bei Clapton in HH,habe eine Robert Cray erlebt und einen Derek Truks (25). Ich habe 35-55 Jährige gesehen und 14-22 Jährige. Einige in Begleitung der Elterntiere ( 14 - ca 16 Jährige)und einige ohne der gleichen. Zugegeben sie machten nicht den Großteil der Konzertbesucher aus, man könnte auch sagen wenn man nicht drauf geachtet hätte würden sie einen überhaupt nicht auffallen. Aber da waren die beiden Mädels die nur da waren weil 2 Knaben die sie so süss:screwy: fanden auch da waren, und nach dem Konzert sich alles an CD von Clapton zusammen kauften was der Ladentisch hergab.
Es gibt noch Hoffnung.
EC
 
Eigentlich wollte ich mich ja künftig aus dem Bluesforum raushalten. Aber ich sündige noch mal.
Wir haben keine verläßlichen Daten über die Verbreitung von Genres. Wir tauschen nur Meinungen aus. Meinungen! Nicht absolute Wahrheiten!

Viell. hat die die Musikindustrie eine Doktorarbeit finanziert (Stipendium) um den Leuten paßgenau ihre Produkte (Popstars) und Werbung aufs Auge zu drücken. Es ist schon auffällig. Da wollte ich doch nur die Nachrichten sehen und bums krieg ich son Müll über ne Tussie verpaßt. Es ist schon auffallig und ich frage mich, ob die Musikkonzerne etwa die Finger bei einigen Sendern drin haben um ihre penetrante Schleichwerbung, die schon gar nicht mehr schleicht, zu platzieren. Keine Chance, dem zu entkommen. Früher war diese gigantische Verdummungsmaschine noch nicht so ausgebufft und die Leute hatten viell. mehr Wahlmöglichkeiten.

Eine Meinung bildet sich auch aus der Wahrnehmung der Umgebung. Das ist statistisch natürlich nicht repräsentativ, aber deswegen nicht unbegründet.
Wir haben hier mehrere Sinfonieorchester, mehrere Bigbands, Tanzkapellen, es gibt auch Latin, Modernjazz, diverse Chöre, nicht nur Folk und Kirchen, mehrere Blaskapellen. Es gibt sogar ein Salonorchester und mehrere Streicherensembles. Von Rock und Metal ganz zu schweigen, da kannst du die Straße mit pflastern.
Was es nicht gibt ist eine Oldtime Band. Eine Bluesband soll es gerüchterweise geben. Viell. ist das eine Rockband die auch mal Blues versucht.
In den über 20 Jahren wo ich jetzt hier bin, habe ich eine einziges Mal eine Bluesband gehört, auf dem jährlichen Jazzbandball unter anderem. Im Jazzclub hier war auch mal eine da. Vielleicht habe ich ja mal eine verpasst. - Das wars.
Soweit meine Wahrnehmung.

Ach ja, fast vergessen. Einmal, vor langer Zeit, war Olivier Franc da. Wie mir ein freundlicher Mensch mailte, spielt er jetzt das original Buescher Sopransax von Sidney Bechet, welches ein Fan für 120.000,-€ ersteigerte.

Ziehe ich einen vertretbaren Radius, ist die nächste Stadt Bielefeld. Dort gibt es einen Jazzclub. Der versucht viele Geschmäcker zu bedienen und so ist gelegentlich auch mal eine Bluesband dabei. In den aderen Himmelsrichtungen ist tote Hose. Das wars.

Welche Meinung soll ich da über die Verbreitung des Blues haben?

------------------------------------------
P.S.
Was mir an diesem Forum nicht gefällt ist manchmal der Umgangston. Ich bin der Meinung dass hier, Benehmen vorrausgesetzt, jeder angstfrei seine Meinung äußern darf ohne dafür angeblafft zu werden. Persönliche Angriffe und Bezeichnungen wie "idiotisch" etc. , was zumindest grenzwertig ist, sind kontraproduktiv. Wer aus seiner geliebten Passion einen Fetisch macht reagiert aggressiv wenn er glaubt seinem Fetisch geht´s an´s Leder. Eine wohltuende Distanz wäre gesünder.
Ist irgendetwas mißverständlich, irrig, oder wird als so nicht richtig gehalten, kann nachgebessert werden.
Bisher habe ich das nicht so eng gesehen und nach anderen Interpretationen gesucht und als nicht so gemeint aufzufassen. Ich bin nicht aus Zucker und will da auch nicht so empfindlich sein. Aber so nach einigem nachspüren muss ich aber sagen, dass mir das doch sauer aufstößt.
Um es eindeutig klarzustellen:
Persönliche Angriffe und Bezeichungen wie "idiotisch" (es gibt da noch mehr Varianten wie schwachsinnig etc.) verbitte ich mir künftig.
Tantrix
 
Wir haben keine verläßlichen Daten über die Verbreitung von Genres. Wir tauschen nur Meinungen aus. Meinungen! Nicht absolute Wahrheiten!

hallo tantrix,

ich lebe in bremen. hier gibt es den überregional bekannten bluesclub meisenfrei.
click dich mal auf der website ein und schau dir die links rund um das thema blues an,
bandwebsites, clubs, musikerinitiativen, festivals, usw.

von jedem dieser links ausgehend kann man endlos weitersurfen.
das ist natürlich keine wissenschaftliche studie zum thema "blues in deutschland", belegt aber, dass die bluesscene sehr lebendig (wenn auch meist nicht wirklich professionell) ist.

warum blues so etwas wie eine im öffentlichen bewußtsein kaum wahrgenommene subkultur ist, darüber mache ich mir meine gedanken, die dann in der tat nicht mehr als eine persönliche meinung darstellen.

analoges gilt für die frage, "warum sehen und hören wir in den medien von bestimmten musikformen und von anderen nicht" ? wer bestimmt modetrends, und warum sind
qualitativ hochwertige musikformen völlig unterrepräsentiert?

mit freundlichem groove hanno
 
hallo zusammen,

wer glaubt, dass der Blues stirbt, möge bei unserer beliebten Internet-Suchmaschine "Blues+Band" eingeben und sich durch die 43.200.000 Ergebnisseiten wälzen.

Mag sein, dass diese Musikform von den handelsüblichen Medien stiefmütterlich behandelt wird, aber das ist ja nichts neues. Blues war schon immer und ist auch heute noch eine Randerscheinung. Aber mit Sicherheit nicht totzukriegen.

Selbst hier im Gitarren-Anfänger-Forum tauchen immer wieder Fragen zu Bluesmusikern, Blues-Stücken und auch "Blues-Gitarren" auf. Und warum? Weil es den Blues gibt und viele ihn lieben.
Da sehe ich eher "Klassik" am aussterben.


Und selbst wenn es eine Randerscheinung ist, nicht nur bei uns hier in Deutschland, ich kenne auch Blues Bands aus der Schweiz, ich kenne ein Bluesfestival in Österreich und ich hatte mit meiner Band auch schon eine Tour durch die Blues Clubs in Phoenix/Arizona gemacht und dann passiert es eben, dass ein schwarzer Sänger mit Leidenschaft für den Blues spontan auf die Bühne kommt und ein paar Nummern mitsingt.

Fazit: Überall auf der Welt lebt er.


Blues zum Gruß
Foxy

(Keller Mountain Blues Band);)
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben