Studium der Blockflöte mit 50

  • Ersteller Bernhard_Baptist
  • Erstellt am
Herzlichen Glückwunsch, auch von mir!
 
Mal wieder spät, aber besser als nie ;).
Herzlichen Glückwunsch!! Weiterhin werden die :great: gedrückt.
 
Vielen Dank für all die netten Glückwünsche!
Die Sache bleibt jedenfalls auch weiterhin spannend...
 
Wie toll!
Herzlichen Glückwunsch!
Da kann jetzt ja wieder Entspannungs-Flöten angesagt werden.
:-D
 
Da kann jetzt ja wieder Entspannungs-Flöten angesagt werden.

Hoffentlich wird es auch mal wieder richtig entspannend, ja.
Derzeit sieht es allerdings möglicherweise eher nach dem Gegenteil aus: Ich habe aufgrund meiner Leistungen grünes Licht für den Wechsel an die Musikhochschule Mozarteum erhalten, im Fall einer gelungenen Übertrittsprüfung, versteht sich.
Da muss ich noch sehr intensiv darüber nachdenken, da unter anderem eine gewaltige Umstellung meiner Lebensumstände erforderlich wäre, die auch meine Familie noch mehr betreffen würde als schon bisher...*grübel*
 
Das in Salzburg? Ui, haste dann nicht viel Fahrzeit?
Der Hauptsitz des Mozarteums ist in Salzburg. Aber die unterhalten mittlerweile eine Dependance in Innsbruck, die auch bestens mit dem Konservatorium vernetzt ist. Das Pendeln hatte ich als Jungspund für die Orgelausbildung, als es die Innsbrucker Niederlassung noch nicht gab. Das war einfach nur mörderisch stressig und ich würde es nicht mehr so machen.
 
Ach so, dann geht es ja.
 
Die Frage ist, was Du mit dem Studium hinterher anfangen möchtest?
Möchtest Du Konzertblockflötist werden?
Möchtest Du unterrichten?
Davon würde ich, denke ich, abhängig machen, wieviel Stress und Belastung ich mir mit mit einem solchen Studium machen möchte/machen muss.
Familie ist auch wichtig!
 
Eine Karriere als Konzertflötist wird es in diesem Leben für mich wohl nicht mehr spielen. Das ist ein schöner Traum, dessen Verwirklichung ich auch nie ernsthaft erwogen hatte.
Aber das Unterrichten würde mich schon reizen. Ich mache das auch sehr gerne in meinen bisherigen Tätigkeitsfeldern, und wie ich immer wieder höre, auch recht annehmbar.
Was ist nur aus meiner simplen Suche nach einem Flötenlehrer geworden? Ich staune jeden Tag wieder... :rolleyes:
Keinesfalls will ich den Familienfrieden gefährden, das ist klar. Unsere 14jährige Tochter findet meine neue musikalische Entwicklung zumindest schon einmal "krass cool" - immerhin.:D
 
Glückwunsch. Im etwas fortgeschrittenen Lebensabschnitt nochmal ein weiteres Studium auf den Beruf drauf zu setzen, ist sicherlich selten.

Wie machst Du das eigentlich beruflich? Arbeitest Du momentan nicht im ersten Instrumentalberuf, oder packst Du das alles auch nebenberuflich? Immerhin ist das ja nicht wenig an zeitlicher Belastung ...
 
Im etwas fortgeschrittenen Lebensabschnitt nochmal ein weiteres Studium auf den Beruf drauf zu setzen, ist sicherlich selten.
Gar nicht mal so sehr. Ich kenne da einige :)
 
Wow, mein Sohn ist auch 14 und wenn in dem Alter solch eine Anerkennung kommt ist das ja toll! :D
Wenn Du schon Erfahrung im Instrumentalunterricht hast, ist die Frage, ob Du dann den ganzen pädagogischen Teil des Studiums überhaupt brauchst. Da wäre ja nur noch der Blockflöten-didaktische Teil und das Blockfüöte/Ensemble-Spiel wichtig.
Auf jeden Fall ist das eine ganz tolle Anerkennung (und eine super Story für eine Party! ;-) )
 
Gar nicht mal so sehr. Ich kenne da einige :)

Ich kenne zwar auch zwei, beide aus der Wirtschaft, aber die machen das nebenberuflich. Geht auch ganz gut, auch wenn die Wochenenden und der Urlaub für Prüfungen usw. drauf gehen.

Aber beide erhoffen sich davon auch einen derben beruflichen Vorsprung, weil sie durch die jeweilige Spezialisierung zu gesuchten Fachkräften innerhalb der Firma werden.
 
Ein kleines Update:

Ich habe meine Übungszeiten wieder auf rund drei Stunden täglich reduziert. Es ist nicht nur Zeitstress, der mich dazu veranlasst hat: Vielmehr habe ich aktuell das Gefühl wieder einen technischen "Zwischengipfel" überwunden zu haben. Auch hat sich wohl der Wirkungsgrad meiner Übungsstrategie verbessert, so dass ich nun in der etwas kürzeren Zeit paradoxerweise mehr schaffe als zuvor. Nach drei Stunden fällt jetzt die Leistungskurve aber drastisch ab.
Dafür bespiele ich nur noch zwei von drei Flöten pro Tag, wobei die jeweils nicht gespielte dann am Folgetag Fixstarterin ist. Ein "Dreier-Radl" also...

Seit letzter Woche hat meine Meisterin den Schwerpunkt von der Sopran- zur Altflöte zurück verlegt.
Das Arbeitsprogramm hat sich dabei von Händels Sonaten zu jenen von Francesco Mancini verschoben - ein spürbarer Anstieg der technischen Schwierigkeit. Ich liebe Herausforderungen!:cool:
 
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Hallo Robert!
Ich bin wirklich beeindruckt von Deinen unglaublichen Fortschritten. Es würde mich sehr interessieren, wie Du Dein tägliches "Training" so strukturiertst ( Übungsstrategie! ). Das wäre sicher nicht nur für mich hilfreich!
Sei herzlich gegrüßt!
Barbara
 
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Oh ja, an Tipps zur Übungsstrategie wäre ich auch interessiert!
 
@Barbara27
Hallo Barbara!

Im Prinzip laufen meine Übungszyklen stets annähernd gleich ab:

1.) Ca. 5-10 Minuten Einstimmen, einspielen unter dem Motto "Schmusen mit der Flöte":
Ansatz bewusst kontrollieren - Intonation ausloten: Bei einzelnen Tönen versuchen, die beste Tonqualität zu erzeugen, die die Flöte hergibt, und Grenzen ausloten. Danach langsam einige chromatische Läufe und Terzleitern auf- und abwärts spielen.

2.) Ca. 20 Minuten. Allgemeine Übungsstücke spielen, wie etwa aus den 150 Exercises für Altflöte. Tonqualität geht vor Tempo!
Fehleranalyse und -bekämpfung sofort - niemals über Fehler drüber spielen.

3.) Ca. 10-20 Minuten spezielle technische Übungen, z. B. spezielle persönliche Schwächen trainieren, oder weite Sprünge, insbesondere von/zu schwierigen Tönen wie f', d''', cis''', fis''' (Altflöte), Ornamente. Stellen aufteilen, rhythmisch alteriert üben, portato-legato-staccato im Wechsel, auswendig üben.

4.) Je nach Verfassung ca. 20-40 Minuten Literaturspiel, wobei ungefähr gleich viel Zeit auf die Festigung von bereits Gelerntem und auf das Einstudieren von Neuem entfällt.

+ Während aller genannten Abschnitte lege ich besonderes Augenmerk auf korrekten Einsatz und Entwicklung der Atemtechnik, insbesondere der Atemstütze -ohne die geht gar nichts Vernünftiges.
+ Bevor ich die Flöte zusammenstecke ist schon einiges an Vorbereitungsarbeit am Schreibtisch erledigt worden, z. B. Überlegen klarer Übungsziele, Erfassen des stilistischen Hintergrundes der zu spielenden Literatur, grobe Akzentuierung und Ornamentik etc.
+ Während des Übens sind kurze Pausen sinnvoll - ein Gang zum Fenster, Entspannungsübungen, ein Schluck Tee oder Kaffee......

Beim Üben mit der Ganassi-Flöte sieht das ein wenig anders aus:
1.) Einspielen: Wie oben
2.) entfällt
3.) Ca. 10 Minuten spezielle Technik: Hier sind es vor allem die Ganassi-Griffe in den hohen Registern, die doch ziemlich anders sind, als die barocken Standardgriffe. Vor allem deren Verbindung in schnellen Läufen erfordert einigen Übungsaufwand.
4.) Je nach Verfassung und Laune rund 50 Minuten Literaturspiel, mal mehr, mal etwas weniger (Van Eyck ist hier ein Fass ohne Boden, aber jedes Stück ist ein Juwel für sich!).
 
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Hallo Robert!
Danke für die blitzschnelle,ausführliche und sehr erhellende Antwort, die ich mir sofort ausgedruckt haben zur weiteren "Überdenkung". Ich hab es schon geahnt, daß ich etwas überlegter ans Üben gehen muß. Mein Zeiteinsatz ist schon in Ordnung, aber die Struktur fehlt. Das erklärt auch,daß das Fortschreiten (aus meiner Sicht) eher moderat ist!
So, jetzt gehe ich üben.
Herzliche Grüße
Barbara

PS: Verrätst Du, welches das Stück war, bei dem Dir fast die Flöte entfallen ist (beim ersten Vorspiel?)
 
Hallo Barbara,

es freut mich, wenn Du meine simplen Tipps fruchtbringend für Dein Musizieren einsetzen kannst.
PS: Verrätst Du, welches das Stück war, bei dem Dir fast die Flöte entfallen ist (beim ersten Vorspiel?)
Ooooch, das hatte ich doch schon verdrängt!:igitt: Aber gut: Es war eine Konzertetüde von Hans-Martin Linde.
Ein chromatisch verseuchter Rackerbrocken, der mich damals bis an alle Grenzen gefordert hat....und die Zuhörer sicher auch.
 
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