Styrotrommel beschweren

Hoaxel
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Hat jemand Erfahrung, wieviel Gewichte man in etwa an der gelben Styroportrommel vom 120er Leslie anbringen muß, um den Auslauf auf die normalen 5-6 Sekunden zu bringen? Wurde ja schon gemacht, finde aber keinen Beitrag dazu, Axel
 
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Axel, 120er kommen einem ja nicht jeden Tag über den Weg, weshalb ich selbst mal gerade nachschlagen mußte. Der 120er ist ein Leslie mit 2 Geschwindigkeiten und dürfte dann auch den üblichen Slow/Fast-Motoraggregat haben.

Was bringt Dich zu der Annahme, 5-6 Sek. Auslauf seien der "normale" Wert? Üblicherweise bremst der
Slow-Motor beim Einrücken sofort den Rotor und es sind vielleich höchstens 2 Sek. bis er auf der "Slow"-Drehzahl ist.

Bleigewichte hinzufügen halte ich für problematisch. Wo willst Du die anbringen? Bleigießen - Silvester auch nicht mehr erlaubt - würde zum Wegfließen des Styropors führen. Ich würde versuchen, der Trommel eine Ummantelung aus (schwarzem, aus optischen Gründen) Stoff zu verpassen. Damit machst Du sie windschlüpfriger und erhöhst die Auspendelzeit vielleicht etwas.
 
Be-3
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um den Auslauf auf die normalen 5-6 Sekunden zu bringen?

Das Problem beim Leslie 120 besteht doch vor allem darin, dass es kein Horn hat, sondern nur die Trommel.
Was ist also "normal"?
Der Horn-Rotor beschleunigt und bremst naturgemäß viel schneller als der Bass-Rotor und maßgeblich ist, wenn man die Wahl hat, wohl eher der Horn-Rotor. Es gibt ja sogar Leute, die bei ihrem Leslie den Bass-Rotor komplett stillgelegt haben.

So gesehen ist die beim Leslie 120 im Vergleich zu 122, 147 usw. schneller beschleunigende/bremsende Trommel eher ein Kompromiss.
Bist Du sicher, dass Du die Trommel auf "Standard-Verhalten" wie bei einem normalen Leslie bringen möchtest, obwohl es beim 120er kein Horn gibt und somit der Gesamteffekt dann noch viel weiter vom Ideal-Klangbild abweicht?


Üblicherweise bremst der
Slow-Motor beim Einrücken sofort den Rotor und es sind vielleich höchstens 2 Sek. bis er auf der "Slow"-Drehzahl ist.

Ja, aber das gilt für den Horn-Rotor!
Beim Bass-Rotor sind Abbremszeiten von leicht über 5 Sekunden doch völlig normal? Ist beim mir zumindest so.

Viele Grüße
Torsten
 
Hoaxel
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Ja, ich möchte es angleichen im Auslauf, ich hab es ja erweitert um einen Hochton teil, hier nochmal ein Bild
IMG_20210305_111651483.jpg
 
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Hat jemand Erfahrung, wieviel Gewichte man in etwa an der gelben Styroportrommel vom 120er Leslie anbringen muß, um den Auslauf auf die normalen 5-6 Sekunden zu bringen? Wurde ja schon gemacht, finde aber keinen Beitrag dazu, Axel
Einfachster Weg wäre die Styroportrommel durch eine Holztrommel
zu ersetzen. Wie die gebaut wird ist in mehreren Threads beschrieben worden
nicht nur im MB.
Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Styroportrommel und Styroportrommel.
ich habe hier zwei unterschiedliche im Durchmesser seinerzeit mal bei ebay mir besorgt.
Es scheint auch ein anderes Ausgangsmaterial bei den Trommeln zu sein da eins etwas poröser ist als das andere.

Wenn die Achse am unteren Ende die Befestigung einer ausgewuchteten Metallscheibe zuließe, könnte man die zur Vergrößerung der Trägheit untermontieren.
Der Verzögerungszeitfaktor liegt wie Don richtig bemerkt bei nur 2 - 3 Sek

Mit in Betracht ziehen muß man aber auch die Lagerung der Achse der Trommel.
Wenn diese Lager schwer gehen bremst es die Trommel zusätzlich zum umgekehrten
Antrieb zum Motor hin.
Der Motor läuft ja nach Umschaltung bereits mit der neuen Drehzahl und wird zusätzlich noch von der Rotationsenergie der Trommel angetrieben ( Schlupf des Riemens mal außer acht gelassen ) . Schwergängige Lager mindern hier die Rotationsenergie.
Umgedreht müssen dann aber auch die Zeiten für den Hochlauf länger als normal
sein.
Wiegesagt andere Trommel der eine Weg , mögliche Scheibe der andere.
An der Styroportrommel würde ich rein garnichts an Änderungen vornehmen.
Geht es schief eiert das Ding auf Dauer.
 
glombi
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hier nochmal ein Bild
Danke, damit hast Du mich gerade echt geerdet. Ich jammere immer rum, weil meine Übeecke im Hauswirtschaftsraum ist: Fliesenboden, Schmutzwäsche, Trockner/Waschmaschine, Tiefkühltruhe, Vorratslager, Garderobe, Trockenständer, Zwischenlager. Aber jetzt muss ich wohl doch ziemlich zufrieden sein... :redface:

Sorry fürs OT.

Gruß,
glombi
 
Hoaxel
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@glombi, ist mein "Laboratorium", kein Platz im Haus
Freddy, Danke, es geht mir um den Auslauf bei Stop. Die Lager sind neu, ich dacht zwar an ausgewuchtete 2 Gewichte, aber Scheibe auf der Welle könnte eine Idee sein
 
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Bei Stop ist der Motor ja stromlos und der reverse Antrieb des Motors
erfolgt von der Trommel. Die Zeit bis zum Stop der Trommel ist zunächst von der Rotationsenergie der Trommel selbst abhängig. Da diese aus Styropor besteht
liegt hier keine größere Masse vor - im Gegenteil schon fast zu vernachlässigen.
Sowas kommt im Grunde dann jedoch einer besseren Beschleunigung im umgekehrten Fall zu gute - andere Sache.

Der Ansatz hier durch zusätzliche Masse den gewünschten Auslaufeffekt zu haben
wird sich jedoch garantiert negativ auf die Zeit des Hochlaufens auswirken.
Vermutlich ist die Motorleistung auch auf eine Styroportrommel ausgelegt wo es Dir mit
größerer Masse der Trommel dann andere Probleme macht.

Langfristig sehe ich hier nur die Verwendung einer Holztrommel mit passendem Motor
als Ideallösung.
Einen guten Bauplan hatte man ja damals bei jens gesehen und dessen Eigenbau Leslie.
 
Be-3
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Einfachster Weg wäre die Styroportrommel durch eine Holztrommel
zu ersetzen.

Der Verzögerungszeitfaktor liegt wie Don richtig bemerkt bei nur 2 - 3 Sek

Öha - das heißt, mein Leslie ist in dieser Hinsicht viel zu lahm...
Ich habe gerade nachgeschaut, was beim Ventilator als Default eingestellt ist: Da steht die Bassrotor-Abbremszeit auf 5,5 Sekunden (Horn-Rotor 1,6 Sekunden).
[Edit: bei der Leslie-Simulation der Hammond-Suzuki XK-5 sind wohl 5 Sekunden bzw. 1 Sekunde für Bass- und Horn-Rotor als Standardwert eingestellt.]
Von daher wundern mich die hier angegebenen 2 bis 3 Sekunden schon ein wenig.


An der Styroportrommel würde ich rein garnichts an Änderungen vornehmen.
Geht es schief eiert das Ding auf Dauer.

Das wäre auch mein Haupt-Bedenken, die modifizierte Trommel wieder richtig auszuwichten.


Vermutlich ist die Motorleistung auch auf eine Styroportrommel ausgelegt wo es Dir mit
größerer Masse der Trommel dann andere Probleme macht.

Die Masse an sich spielt ja keine Rolle, sondern das Trägheitsmoment - und da spielt der Abstand der Masse von der Drehachse (bzw. die Massenverteilung) die wesentliche Rolle.
Ziel ist es, irgendwie ein entsprechendes Trägheitsmoment zu erreichen - das muss bei Styropor- und Holztrommel identisch sein und somit ist dem Motor allein durch eine Holztrommel auch nicht geholfen.

Langfristig sehe ich hier nur die Verwendung einer Holztrommel mit passendem Motor
als Ideallösung.

Eben: Holztrommel alleine hilft nichts und ist auch nicht besser als eine entsprechende Styroportrommel mit gleichem Trägheitsmoment, wenn der Motor nicht dazu passt.
Die Rolle des Luftwiderstandes wäre auch noch ein Punkt - da habe ich aber keine Ahnung, wie groß dessen Anteil ist.

Viele Grüße
Torsten
 
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Die Masse an sich spielt ja keine Rolle, sondern das Trägheitsmoment - und da spielt der Abstand der Masse von der Drehachse (bzw. die Massenverteilung) die wesentliche Rolle.
Ziel ist es, irgendwie ein entsprechendes Trägheitsmoment zu erreichen - das muss bei Styropor- und Holztrommel identisch sein und somit ist dem Motor allein durch eine Holztrommel auch nicht geholfen.
Physikalisch ist Trägheitsmoment schon richtig
nur hier haben wir einen konstanten vorgegebenen Durchmesser, somit gibt allein die
Masse die Betragsgröße an - je schwerer desto größer.

Also bei meinem 770er Leslie komme ich auf ca 3-4 sekunden was die Auslaufzeit von Fast auf Slow angeht. Vergleichen kann ich es nur mit einer hochkant betriebenen
Leslie 16 Styropor Trommel die bei ca knapp 3 sek liegt.
Eine Leslieeinheit aus einer T 200 liegt auch bei gleichem Wert von ca 3 Sek obwohl
deren Trommel um einige kleiner ist als beim Leslie 16.
Die Motoren scheinen bei beiden die gleichen zu sein.
 
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Zurück zur Ausgangsfrage: Wieviel Zusatzgewicht muß man an der Styroportrommel anbringen, um ca.5s Auslaufzeit zu erreichen?

Ich habe gerade die Holzbasstrommel aus meinem Leslie ausgebaut und das Gewicht mit Bespannung gemssen. 1500g.

Also Styroportrommel ausgabauen, Gewicht messen und die Differenz an Gewicht gleichmäßig anbringen. Dann Einbauen und die Riemenspannung nicht zu straff wählen.

Michael
 
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Eben: Holztrommel alleine hilft nichts und ist auch nicht besser als eine entsprechende Styroportrommel mit gleichem Trägheitsmoment, wenn der Motor nicht dazu passt.

Wie schon geschrieben: unter der Annahme, dass Holz- und Styrotrommel etwa gleich groß sein sollen, bedeutet höhere Masse schon auch höheres Trägheitsmoment. Es sei denn, man konstruiert das absichtlich so, dass die höhere Masse sich ganz eng um die Drehachse konzentriert...

Die Rolle des Luftwiderstandes wäre auch noch ein Punkt - da habe ich aber keine Ahnung, wie groß dessen Anteil ist.
Selbst bei einer leichten Styrotrommel - fast vernachlässigbar. Verglichen mit den Lagern, dem Riemen, dem Widerstand des Motors selbst etc ist der Luftwiderstand hier echt egal.

Was aber für die Abbremsung der Trommel tatsächlich auch nicht ganz unerheblich ist, ist die Riemenspannung. Ein gewisser Schlupf tut da der charakteristischen "Rampe" ganz gut und reduziert nebenbei auch die Belastung der Motoren. Aber damit das funktioniert, muss die Trommel schon ein bisschen träge Masse haben, sonst klappt das nicht.
Ich gebe zwar den Vorrednern recht, dass extra Masse an der Styrotrommel anzubringen ein gewisses Risiko birgt. Aber wenn oben oder unten genug Platz ist, würde ich es ggf. riskieren, ein paar Karosseriescheiben möglichst weit außen anzubringen und mal zu schauen, ob das reicht.
Vielleicht findet sich auch noch ein Stück Gardinenbeschwerungsband ;)

Wenn es schief geht, sind die Styrotrommeln ja zum Glück nicht gerade Raritäten und ganz gut in der Bucht zu bekommen. Oder man fasst doch den Holz-Neubau ins Auge :)
 
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happyfreddy
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Nur mal so aus Erfahrung mit Kauf von Styroportrommeln aus
Einbauaggregaten ähnlich T 200 Hammond.
Habe hier 5 Trommeln aus Aufkäufen liegen.
Motoren sind durchweg Ok, Speaker meist nicht.
Sowas ist im Grunde behebbar , nicht jedoch wenn die
Trommel bereits einen seitlichen Schlag bekommen hat und nicht mehr zentrisch
um die Achse sitzt. Teilweise ist auch das Styropor um den Mitnehmer beschädigt,
sodaß die Trommel auf der Achse gedreht werden kann.
Alle meine Käufe habe ich selbst abgeholt weil im Umkreis 100 km angeboten.

Mitgenommen habe ich sie alle auch die defekten Trommeln weil genau bei denen
ein Leslie Motorensatz eingebaut war. Es gibt auch solche wo die bekannten
Pendelmotoren verwendet werden. Die sollte man gleich ersetzen.
 
stefan64
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Hallo,
ich habe hier auch noch zwei Styrotrommeln liegen, die ich gerne gegen Versandkosten zu Bastelzwecken weitergebe - PN genügt.
Ciao,
Stefan
 

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