Warum soll die Lee Oskar nichts für Anfänger sein?
Wer hat dir das denn empfohlen? Mit welcher Begründung?
Die Big River ist gut und billig, deshalb wird sie meiner Meinung nach oft empfohlen. Aber da man bei nem Instrument nie so genau auf den Preis schauen sollte, schon gar nicht bei den Beträgen, würd ich in das Instrument investieren, was sich für Einsteiger am besten spielen lässt und so gerade am Anfang bestmögliche Fortschritte ermöglicht. Das sind für mich Lee Oskar und Hohner Special20.
Das Buch von Perry Letsch kenn ich nicht, kann also nix weiter dazu sagen. Aber kennst du The Harp Handbook?
Das von Martin Rost hatte ich auch am Anfang, kann davon aber nur abraten. Die Übungen waren für mich sehr dünn und wenig hilfreich. Die Erklärungen scheinen eher auf das Nötigste reduziert und gehen nicht wirklich tief. In der Phase, in der man noch nicht richtig benden kann beispielsweise, bringt einem das Buch herzlich wenig, da folgende Kapitel die neue Technik gleich voraussetzen und man in der Luft hängt. Die Theorie der Blues-Improvisation hab ich auch erst dank Steve Baker verstanden, da das Buch zwar ohne Notenkenntnisse funktioniert, die Musiktheorie deshalb aber anscheinend ganz einfach meidet. (bis auf das Blues-Schema und die Blue Notes, was man auch in Wikipedia in gleicher Form findet *hust*)
Und den Stilwirrwarr von Country, Rock und Blues, der auch an keiner Stelle erklärt wird, verwirrt nur unnötig.
Daher mein glasklarer Favorit aus den beiden: Steve Baker, der übrigens auch noch gute Fortsetzungswerke zu bieten hat, bei denen du dann zu allerlei Playalongs jammen kannst.