Welche Posaune?

von Guiseppe, 10.08.07.

  1. Guiseppe

    Guiseppe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #1
    Hallo!

    Ich spiele seit einiger Zeit eine Jupiter Posaune. Sie ist eine total simple Anfänger-Posaune, die nicht sehr teuer war. Ich gedenke aber, mir irgendwann einmal eine "gute" Posaune, für Fortgeschrittenes Spiel zuzulegen. Etwa in einer Preisklasse von 0-10000€.

    Welche Posaune würdet ihr mir da empfehlen? Hauptsächlich sollte sie für Jazz und auch Rock der alten Schule geeignet sein.

    Danke im Vorraus!:great:

    Keep on chooglin'

    Guiseppe
     
  2. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 11.08.07   #2
    Tach auch,

    ich sach mal für Jazz:

    Conn 88H, King 3B (frühe 60er und früher), Bart van Lier Kühnl&Hoyer, King 2B (frühe 60er und früher), Rath, Edwards, Olds.
    Wenn Du 10.000 Euro investieren willst, kannst Du alles haben.
    Spiel die Tröten an und nimm' Dir, was Dir gefällt.
    Wo ist Dein Problem?
    Bevor Du allerdings viel Geld für eine Tröte ausgibst, nimm' Dir Unterricht bei einem gutem Lehrer.
    Das Equipment reißt es nämlich nicht raus, es hilft höchstens.

    Matt
     
  3. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.07   #3
    Hallo Matt
    deine Empfehlungen sind zwar o.K., aber ich würd das nur bedingt unterschreiben.
    Es gibt Posaunisten, die entwickeln sich mit der Zeit zu Soundfreaks. Weniger des Stils oder Publikums wegen, sondern wie Cyril mal sagte "weil der Raum sich bei einem bedankt", oder wie ich empfinde, weil der Sound einen einhüllt und die Seele wärmt. Man entwickelt eine innere Klangvorstellung und entsprechenden Ansatz und übt darauf hin. Man entwickelt eine eigene innere Ästhetik die befriedigt werden will. Wer nur ein Gerät sucht, das hupt und Töne von sich gibt für den ist das Modell ziemlich egal. Hauptsache Ansprache und Lautstärke stimmen. Die anderen interessieren auch Blechdicke, Legierungen, Bauart, Größe, Mensur etc.
    So ist es bedeutend schwieriger Empfehlungen zu geben. Es gilt sich selbst und verschiedene Instrumente zu prüfen und sich damit zu beschäftigen.
    Da würd ich auch die deutschen Handwerker nicht aussen vor lassen, da sich dort am ehesten noch das Besondere, das feine Timbre finden läßt statt Einheits Massenware. Edwards, Shires, Thein, Worischek, Kruspe, Schmelzer und andere (auf meiner Hp zu finden) erwähne ich mal stellvertretend.
     
  4. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 11.08.07   #4
    Hallo Tantrix,

    ich wollte hier wirklich keinen Hersteller unterdrücken.
    Alle machen wunderbare Instrumente, Kromat gäbe es dann auch noch.
    Dann muß er mal in Ruhe die verschiedenen Hersteller durchprobieren, bis er die Kanne gefunden hat, die seinen Soundidealen entspricht.
    Für den Rockbereich scheiden Posaunen deutscher Bauart eigentlich aus, aber wer weiß, vielleicht gefällt ihm ja eine Lätzsch?
    Ich persönlich konnte mich nicht mit dem Klang der Bachposaune meines Lehrers anfreunden, seine Conn hingegen war traumhaft.
    Ein guter Lehrer hilft bei der Entwicklung des Ansatzes und beim Umsetzen der eigenen Soundvorstellungen, ebenso das Orientieren an musikalischen Vorbildern.
    Und jetzt geh ich mal was üben, bis denne

    Matt
     
  5. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.07   #5
    Hi Matt
    habe ich auch so nicht verstanden. War nur Beispielhaft gemeint wie meine Anmerkungen auch.

    Warum nicht? Er kann nur nicht damit gegen eine 1000 Watt Gitarrenanlage anbolzen (kann er eigentlich mit keiner) und müßte noch in Micro und Pa investieren, da kann man auch am Sound was drehen. Die Lätsch könnte einem ein wenig zu dunkel, viell matt vorkommen. Für einen klanglich helleren und kompakten Ton spricht eher amerikanische Bauart, die jeder, auch deutsche Hersteller, im Angebot haben. Rock der alten Schule ist recht fetzig. Ich denke das allzu kleine Mensuren da nicht so günstig sind. Ein größere Bohrung (Mundstückschaft= large) käme da besser an. Modern Jazzer haben meist kleine Mensur mit kleinem Ton. Das muss man ausprobieren.

    Ich verstehe Guiseppe eher so, daß er meint, "die Jupiter ist mir irgenwie zu billig und ich möchte was besseres aber nicht wegen son Trümmerteil mich hinterher ärgern müssen.
    Deswegen frage ich lieber mal."
    Nu ja, der Billigmarkt ist eine Sache, der Hochpreismarkt was für Schöngeister und wäre viell. doch etwas übertrieben. Da suchen Leute was mit eigenem interessanten Timbre und man kann sich ja mal drüber unterhalten. (Die Saxer haben das schon klasse für sich gemacht.)
    Bei den Amis sehe ich da nur noch Kanstul, Edwards und Shires als eigen an. Der Rest ist irgendwie neutral.
    Der Mittelpreissektor ist recht umfangreich. Der Sound neutral ohne originäres Timbre. Behaupte ich mal, denn alle kenne ich nicht.
    Bei den deutschen Herstellern ist das differenzierter. Da wüßte ich auch mal gerne wo der Unterschied von ner Schagerl zu ner Jahn ist? (Schon wieder Schöngeist).
    Die Finke ist o.K. der (Einbrenn)lack super. Bei der King hört man letzte Zeit Probleme. Die 2B ist kleiner im Ton als die 3B, womit wir schon wieder bei Geschmacksfragen wären. Ich könnte auch Frost und Voigt angeben, sind in der ehem. DDR.
    Guck auch mal:
    http://bassposaunen.de
    Da sind ne Menge Hersteller gelistet.
    KingConn, Bach, Yamaha sind wohl meist verbreitet. Am sichersten geht man mit einem deutschen Hersteller der dem eigenen Wohnort am nächsten ist. (Im Profil besser angeben).
    Oder du, Guiseppe, schilderst mal genauer was dir so vorschwebt.
     
  6. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #6
    Hi Guiseppe
    Habe mich mal kurz mit Mos kurzgeschlossen. (Danke Mos)
    Sie spielt ein "C Melody Sax". Also in C gestimmt.
    Grund: Gitarristen spielen gerne in E,A,C, Sänger haben gerne G.
    B Instrumente tun sich in Kreuztonarten etwas schwer.
    Nun gibt es bei Frost eine Posaune mit C Ventil. Die kann also von B nach C gestimmt werden. (Größe 3 sieht da schon recht brauchbar aus und hat einen 22cm Trichter, kleiner sollte nicht sein, meines Erachtens).
    Nicht ausgeschlossen das gerade dies vorteilhaft für dein Anliegen ist. Vieles ist da möglicherweise viel einfacher.
    http://www.frosttrombone.com
     
  7. Guiseppe

    Guiseppe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #7
    Nun, also was mir vorschwebte. Mir geht es wirklich so, das ich die Jupiter für ein eher billigeres Instrument halte. Was sich, in meinen Augen, auch in der Qualität widerspiegelt. Der Sound ist brauchbar, aber eben noch nicht das endgültige. Wie gesagt gedenke ich, die Posaune mehr in Richtung Jazz, bzw. Rock der 60er und 70er Jahre einzusetzen. Als Klangbeispiel schweben mir da Soli vor, wie sie etwa in "Sorrow" von "The Merseys" und in der neuen Version von "I think I see the light" von "Yusuf (Cat Stevens)" vorkommen. Und über Jazz-Stücke muss ich wohl nicht reden, da eig. in fast jedem Stück auch Posaunen eine Rolle spielen.

    Hoffentlich konnte ich damit meine Intention etwas verdeutlichen.

    Keep on chooglin'

    Guiseppe
     
  8. Guiseppe

    Guiseppe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #8
    Achja...die Frost-Posaunen sehen recht gut aus! Danke für den Tip!:great:

    Allerdings mit der Bemerkung: "Preis auf Anfrage"...hast du eine Vorstellung, wie hoch dieser Preis in etwa ausfallen könnte?

    Keep on chooglin'

    Guiseppe
     
  9. tantrix

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    Erstellt: 30.08.07   #9
    Hallo
    Ich habe gerade gesehen, dass bei Vioworld.de ein gebrauchte Frost B C angeboten wird. Neupreis soll etwa 1600,-€ betragen haben.
     
  10. Guiseppe

    Guiseppe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.07   #10
    Also, gebraucht 1600 Euro...ist das angemessen?

    Wenn, dann wollte ich mir schon gerne eine neue kaufen...kann man etwa mutmaßen, wie teuer eine neue ist?

    Keep on chooglin'

    Guiseppe
     
  11. cyril

    cyril Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.07   #11
    Die richtige Posaune
    Die Suche nach einer individuell "richtigen" Posaune kommt mir nicht ganz unproblematisch vor.
    Ich will mal mit einem Gegenbeispiel anfangen: Als Sänger hat man es relativ leicht, ein richtiges Mikro zu finden, denn erstens trifft man überall andere Sänger und zweitens sind Mikros bei weitem keine so schwerwiegende Anschaffung wie eine gute Posaune. Fachsimpeleien über Mikros habe ich eigentlich fast jede Woche. Aber, wann treffe ich mal einen Posaunisten? Nie! Es gibt zu wenige und die spielen fast ausschließlich in Musiksparten mit denen ich keine Berührung habe.
    Ein anderer Punkt ist: Wenn sich jemand eine gute Posaune kauft, die für ihn nicht völlig falsch ist wird er sich an das Instrument anpassen. Die Adaption spielt sich unbemerkt ab und so wird, davon bin ich überzeugt, aus einer so eben passenden Posaune die "richtige" Posaune.
    Ich habe zwei Tröten, eine Bart van Lier (dünn) und eine Bach 42 G (dick). Zu beiden bin ich eher ohne Aussuchen zufällig gekommen. Ich fühle mich mit diesen Rohren aber trotzdem pudelwohl und interessiere mich nicht so besonders für andere Posaunen, weil ich mir ja doch keine mehr kaufen würde.
    Meiner Meinung nach muß nan sich nicht ganz genau die 100%-passende Posaune aussuchen, dann hat man nämlich nach 10 Jahren immer noch keine, sondern man muß die wirklich individuell unpassenden aussortieren.
     
  12. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.07   #12
    Wie wärs mit einer alten Elkhart Conn Connstellation 48h aus den 60ern ? Habe mir jetzt eine gekauft und finde die super ! Leider extrem selten und total begehrt, dafür eine richtige Wertanlage.
     
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