Ich war mal fleißig und habe die Schaltung rausgefummelt, hört sich schlimmer an als es war, ich habe mittlerweile einen Schaltplan bekommen, der schon weitgehend gestimmt hat. Das Aufzeichnen war tatsächlich am schwierigsten, aber nach dem fünften Versuch habe ich jetzt eine vorzeigbare Version.
Et voilà
Wie nicht anders zu erwarten ist der California Channel fendermäßig, der British Channel marshallesque. Die Bauteilwerte sind allerdings nicht eins zu eins übernommen, sondern, soweit ich das beurteilen kann, besonders im California Channel nach Gusto angepasst. Dass Reußenzehn ähnlich pragmatisch war wie Fender, Marshall und alle anderen in der guten alten Zeit, und einfach genommen hat, was er so rumliegen hatte, will ich nicht so recht glauben.
Vielleicht kann mir jemand die Unterschiede erläutern.
Ich habe übrigens gerade einen kleinen Fehler in meiner Zeichnung entdeckt: das Bass-Poti im British Channel ist linear und nicht wie im Schaltplan vermerkt logarithmisch. Außer dem Britsh Volume und Master sind alle Potentiometer linear!
Was die gemeinsame Widerstands-Elko-Kombination der beiden Ausgangsstufen zu bedeuten hat, kann ich mir auch nicht recht erklären, vielleicht eine Art Gegenkopplung?
Was die Integration des California Channels in meinen 2210er angeht, denke ich gäbe es keine größeren Probleme, allerdings muss das noch ein bisschen warten, habe gerade noch ein paar andere Projekte am laufen und ich kann nicht immer alles nur auseinanderbauen, ich muss auch mal irgendwas fertigmachen. Ich würde übrigens auch gerne das Volume-Poti im Boost Channel durch einen Festwiderstand ersetzen, da ich finde, dass der Amp nur gut klingt, wenn Volume auf 10 steht. Das freigewordene Poti könnte man dann ja noch für den Normal Channel verwenden. Im Marshall-Forum/YouTube habe ich vor einiger Zeit ein Tuning gesehen, wo so etwas in der Art gemacht war. Das gefiel mir ziemlich gut, leider habe ich keine genaueren Informationen darüber.
Wenn also jemand Ideen dazu hat, sind diese hochwillkommen.
Sascha