suzuki-methode

von macabre, 22.01.06.

  1. macabre

    macabre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #1
    Jau
    durch bekannte kam mir die Suzuki-Methode zu Gehör.
    Sie klingt auch interessant, nun stellen sich mir ein paar Fragen:

    Hab früher schon ein paar Jahre nach klassischem Modell Klavier gelernt, Notenlesen usw.
    Wäre es dann jemandem wie mir überhaupt noch möglich, nach dem Suzuki-Modell mein Gehör zu schulen?

    (wie) Würden sich diese Modelle kombinieren?


    Und nun noch eine Anwendungsfrage:
    Ich möchte "lernen", selbst lieder zu komponieren. Hab schon öfters versucht mir Melodien im Kopf auszudenken (und auch als leichtere Übung die Melodien eines Liedes herauszufinden), jedoch war es dann nicht möglich diese umzusetzen, da ich einfach keinen Peil hab welcher Ton welche Note ist :evil:
    Wäre es für dieses Vorhaben nützlich, nach suzukimethodik erneut zu lernen?
    Würde man dann (sofern Talent besteht und mit ausreichend Übung ;)) bei einer Melodie die Noten heraushören können? (mein bedenken wäre, dass sich die systeme nebeneinander entwickeln, ich also entweder nach noten oder nach gehör spielen kann aber trotzdem keine noten höre)

    hoffe das hier ist der richtige bereich, kein peil :screwy:
    mfg
    macabre
     
  2. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 22.01.06   #2
    Der Bereich hier ist goldrichtig, und ich würde dir auch gerne helfen, aber...
    ...was genau ist Suzuki?
    (außer einer Automarke und dem zweithäufigsten Familiennamen in Japan, s. Wikipedia)
     
  3. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.01.06   #3
    Die Idee der Suzuki-Methode ist:

    Kleine Kinder (so ab drei) lernen ihre Muttersprache durch Imitation, das kann man dann für's Geigenspiel auch benutzen: Vorspielen - Nachspielen. Der lernpsychologische Vorteil besteht darin, dass Kind dann erstmal das Musikinstrument lernt, wie es die Sprache lernt! Notenlesen kommt erst später (so wie man erst seine Muttersprache spricht, und Jahre später erst Lesen und Schreiben lernt, und noch später Grammatik)!

    Die Frage ist dann: Welchen lernpsycholoischen Vorteil versprichst Du Dir als Erwachsener, der schon ein Instrument spielt und somit auch Noten Lesen kann!? Würde da eine Gehörbildung nicht sinnvoller sein? Kannst Du Dir aufgrund des Notenbilds schon die Melodie selbst Vorsingen und Nachspielen? (Hab' ich am Anfang meines Saxophonunterrichtes auch gemacht: Lehrer sagt "Da steht aber xyz" Ich: "Ja, weiss ich, kanns nur noch nicht so schnell greifen, aber ich kan's Vorsingen!")

    Nur so als Anregung!

    Grüsse
    Roland
     
  4. macabre

    macabre Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.06   #4
    Wenns wie eine Sprache funktioniert kann man es auch als Zweitsprache lernen ;)
    entweder klassisch, mit Vokabelheft und Grammatiktraining, oder aber auf andere weise. ansich ein ähnliches modell wie suzuki es anwendet. natürlich dürfte es schwerer sein, dafür müssten aber erwachsene mehr leistung erbringen können was die belastung angeht (kinder sollten nicht belastet werden)

    gibt es "die gehörbildung", oder sinda uch verschiedene möglichkeiten zugänglich? (ist es vielleicht sogar möglich dass ich idiot das einfach nur verwechselt habe?...)

    danke für die antworten
     
  5. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.01.06   #5
    Gute Frage! Zum Selberststudium sei mal die kostenlose Version von "Ear Master Pro 5.0" empfohlen, kann man sich hier http://www.earmaster.com/ runterladen. Die Vollversion ist auch nicht soooo teuer!

    Wichtig ist, dass man ein gutes Gefühl für Intervalle, Akkordbeziehungen usw. bekommt ... manchmal singe ich mir auch Phrasen vor oder stelle sie mir im Kopf vor, und versuche diese dann auf dem Sax nachzuspielen.

    Grüsse
    Roland
     
  6. macabre

    macabre Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.06   #6
    auch wenn mans wohl nicht so einfach sagen kann, wenn man von durchschnittlichem talent und täglich ner stunde üben ausgeht, wie lange würdest du schätzen dürfte es etwa dauern bis man erste richtige erfolge verzeichnen kann (beispielsweise vom gehör melodien eines richtigen liedes (z.b. nirvana) rausfinden)?
     
  7. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.01.06   #7
    Da kann ich Dir leider keine Antwort geben. Mein Klavierlehrer hat damals nur einmal probeweise Intervallerkennung gemacht ... und da ich alle Intervalle erkannt habe, hat er's nicht mehr probiert. Die einfachen "Klangfarben" (Akkorde) erkenne ich auch, wenns komplizierter wird, probiere ich auf meinem Klavier, aber meistens hab' ich die schon im Gefühl. Ich würde das erstmal ne Weile (zwei Wochen?) machen, nicht zwangsläufig eine Stunde pro Tag, irgendwann "überhört man sich".

    Für die Intervalle gibt's noch gute Merkregeln (ziemlich weit unten):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall

    Wenn Du die Intervalle bis Oktave, Dur, Moll, Septimakkord und vielleicht verminderter drauf hast, dann hast Du schonmal einen seeeeeehr grossen Schritt nach vorn getan! Das reicht dann für einen grossen Teil Rock/Pop, auch für Mozart oder Beethoven reicht's noch (fast). Einfach mal probieren!!

    Grüsse
    Roland
     
  8. shirker

    shirker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.06   #8
    Ich würde sagen, gerade andersrum. Kinder erlernen eine Sprache (Muttersprache und auch Fremdsprachen) auf völlig andere Weise und viel leichter als das Erwachsene tun. Das fängt schon in frühester Kindheit an und hängt mit der neurophysiologischen und psycholgischen Entwicklung des Gehirns zusammen, bei der während des Spracherwerbs Nervenverbindungen entstehen, welche die Grundlage für die spätere Lernfähigkeit stark beeinflussen. Deshalb sollte man Kinder möglichst frühzeitig Gelegenheit geben, eine weitere Sprache zu erlernen, weil sie sich dann später viel leichter tun. Ein Neunjähriger hat dann bereits schon ähnliche Schwierigkeiten wie wir Großen. Da Kleinkinder anders Lernen als Erwachsene, kann man sie auch kaum überfordern. Sie erarbeiten sich das Wissen über die Welt (oder über eine Sprache) mehr oder weniger selbständig in der Auseinandersetzung mit den umgebenden Umweltreizen, denen Sie ausgesetzt sind. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

    Gruß
    shirker
     
  9. have_no_idea

    have_no_idea Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.06   #9
    ich hab den earmaster pro.
    Bei mir wars n bisschen komisch, ich habe das programm frühr als testversion gehabt, dann hab ich n weile pause gemacht und später wieder neu angefangen (testversion war vorbei, hab es dann gekauft)

    bei dem 2 ten anlauft hats wirklich am anfang schlecht geklappt, schlechter als beim ersten, hat sich dann n bissle hingezogen, doch dann auf einmal hats wieder geklappt :screwy:

    ich denke wenn man jeden Tag ne halbe stunde übt kommt man gut vorran.
    Ich glaub mehr üben nützt sowieso nicht da das gehirn das ja nicht alles auf einmal verarbeiten kann. Solche dinge spielen sich ja im kopf ab.
    Deswegen würd ich vielleicht auch nicht direkt nach dem üben computer zocken o.ä. da man dabei das gelernte wieder "vergisst"
     
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