Akkordeon Taste, Knopf oderGroßknopf: Welches System spielt ihr?

  • Ersteller ZAUBERBAER
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Ersteinmal beglückwünsche Ich die Entscheidung und den Mut von Taste auf Knopf zu wechseln.
Eines möchte ich jedoch kurz kommentieren:

Für die alle Tonleitern braucht man insgesamt 3 Fingersätze. Wenn man eine Melodie spielt, wird der Fingersatz nach Komfort gewählt. Das zeigt dann der Lehrer oder Berater.

Diese Aussage wird sich nicht lange halten. Für den Anfang ist es ok, später jedoch wirst Du schnell weitere Fingersätze hinzunehmen. Ich "übe" momentan etwa 3 Fingersätze für jede Reihe, die sich natürlich nur partiell unterscheiden.
Das Knopf Akkordeon gibt Dir durch die "Doppeltbelegung" der verschiedenen Töne auf kleinerem Raum (im Vergleich zur Taste) wesentlich mehr Möglichkeiten, was auf der einen Seite ein Segen, auf der anderen jedoch ein Fluch ist.
Was z.B. leicht nachzuweisen ist: Es ist wesentlich schwieriger mit Knopf vom Blatt zu spielen. Ich habe das mit unterschiedlichsten Amateuren/Profis probiert ... im "vom Blattspiel" war der Knopfspieler nahezu immer unterlegen.
Aber dennoch: TOI TOI TOI und viel Erfolg. Mittlerweile bereuhe ich meinen Wechsel auch immer weniger ^^.
 
Es ist wesentlich schwieriger mit Knopf vom Blatt zu spielen. Ich habe das mit unterschiedlichsten Amateuren/Profis probiert ... im "vom Blattspiel" war der Knopfspieler nahezu immer unterlegen.

Der Grund dafür ist m.E., dass sich viele Knopfspieler auch beim Blattspiel nicht auf drei Reihen beschränken. Es ist klar, dass man ins Stocken kommt, wenn man jedes Mal überlegt "Ist es jetzt günstiger das e in der 2. oder in der 5. Reihe zu greifen?":confused:
Ich übe deshalb Blattspiel gezielt nur in den 3 Grundreihen und bin darin nun schon fast so gut wie damals auf der Pianotastatur (ich spiele jetzt seit 1 1/2 Jahren Knopf).
Einen optimalen Fingersatz hat man schließlich beim Blattspiel auf keinem Instrument.
 
Ich übe deshalb Blattspiel gezielt nur in den 3 Grundreihen und bin darin nun schon fast so gut wie damals auf der Pianotastatur (ich spiele jetzt seit 1 1/2 Jahren Knopf).

Ersteinmal beglückwünsche Ich die Entscheidung und den Mut von Taste auf Knopf zu wechseln.

Aber dennoch: TOI TOI TOI und viel Erfolg. Mittlerweile bereuhe ich meinen Wechsel auch immer weniger ^^.

Danke für das Mutmachen!

Auch wenn ich jetzt in der Akkordeonschule (erste und zweite Seite) Töne übe, bin ich doch zufriedener als mit Pianotaste. Ich glaube es ist bei mir ein psychologisches Problem: Mit Piano hatte ich zwei frustrane Lernversuche (Klavier im Internat und Akkordeon als Student), die mich stark unglücklich machten. Jetzt ist alles sozusagen auf Null gestellt. Keine alten Ängste oder Schuldgefühle und dazu die Gewißheit, etwas zu probieren, was der Mainstream nicht macht oder sich nicht traut zu machen.
 
Hallo mal wieder,

ich habe die Beiträge zu der Fingersatz-Frage ebenfalls ausgelagert: https://www.musiker-board.de/vb/akkordeon/300811-fingersatz-knopf-b-griff.html. Wenn möglich, achtet bitte darauf, für Fragestellungen, die nicht direkt mit dem ursprünglichen Thema zu tun haben bzw. weit darüber hinausgehen, separate Threads zu erstellen. Wie gesagt, so bleibt die Sache einigermaßen übersichtlich...
 
Nach drei Monaten B-Griff Knopf, bin ich immer noch froh, den Umstieg gemacht zu haben. Beim "Rundspielen" (siehe mein Beitrag unter "Akkordeon erlernen") muß ich eine Oktave springen: vom Zeige- zum Ringfinger!
 
OK, das überzeugt :)

Es wird Zeit, dass es bald Knopfgriff- Pianos gibt. Sonst wird das ja gar nichts mehr mit den Oktavsprüngen bei der ordinären Klaviatur :)

Ne, aber Spaß beiseite: Respekt für deinen Entschluss, die Mühe des Umlernens auf dich zu nehmen und viel Erfolg und Spaß weiterhin!

Grüßle
 
Als Info für die Interessenten.

Schaut mal rein.

http://michael-rettig.de
Der Junge hat mit 7 Jahren Tastenakkordeon zu lehrnen begonnen. Mit 12 ist der von seinem Lehrer zu mir gewechselt. (Ich spiele (B-Griff) Knopfakkordeon.) Nach paar Monate hat er sich entschieden auf Knopf umzusteigen. Nach halben Jahr noch dazu mit Steierischer angefangen.
 
OK, das überzeugt :)

Es wird Zeit, dass es bald Knopfgriff- Pianos gibt. Sonst wird das ja gar nichts mehr mit den Oktavsprüngen bei der ordinären Klaviatur :)

Ne, aber Spaß beiseite: Respekt für deinen Entschluss, die Mühe des Umlernens auf dich zu nehmen und viel Erfolg und Spaß weiterhin!

Grüßle
Zwischenbericht eines Anfängers (Umstieg auf Knopf vor 4 Monaten nach 11 Monate Taste):

Jetzt habe ich das erste Lied mit Halbtönen (Plaisir d´amour) auf Knopf gelernt. Die Akkordeonlehrerin Frau Schumeckers hat dafür einen genial einfachen Figersatz gemacht (Oktav auch wieder zwischen Zeige- und Ringfinger!). Ich brauchte ca eine Woche für die rechte Hand. Jetzt spiele ich es rechts so schnell wie früher auf Taste (144). Was mir dabei außerordentlich gefällt - und was mich zufrieden macht, auf Knopf umgestiegen zu sein - ist, dass die Töne von der Bauart der Tasten her alle gleiche Wertigkeit haben. Ich muss nicht denken: aha Halbton, Finger anders für schwarze Taste setzen, sondern ich nehme einfach die danebenliegende Taste. Irgendwie ist das für mich wesentlich leichter.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich spiele ein 6 reihiges b accordeon auch sogenanntes serbisches accordeon für balkan musik unabdingbar
 
ich spiele ein 6 reihiges b accordeon auch sogenanntes serbisches accordeon für balkan musik unabdingbar

Das wiederum stimmt so nicht. Ich habe kein Problem damit, auf meinem 5-Reiher auch serbische Sachen zu spielen, unter Verwendung aller 5 Finger (was man auf dem Pianoakkordeon hinkriegt, geht auf dem 5-Reiher allemal!). Nur wenn man nach dem Krnjevac-Schema vorgehen will (Daumen in der Regel nur bei Zweistimmigkeit + Verwendung des gleichen Fingersatzes über 4 Reihen in allen Tonarten), sind 6 Reihen erforderlich.
 
Leider, Leider!! Sonst wäre Krnjevac DAS System!
 
Jetzt ist es über ein halbes Jahr her, dass ich auf Knopf umgesattelt bin. Jetzt kann ich ein Stück (Smile) was ich vor sieben Monaten auf Taste schon ganz gut spielen konnte auch gut oder noch besser auf Knopf. Ich finde mich auch jetzt auf der zweidimensionalen Knopftastatur immer besser zurecht, wobei ich bei selten vorkommenden Halbtönen doch überlegen muss, wo sie genau sitzen. Ich übe mich auch darin, die Fingersätze herauszufinden. Aber ich merke, dass das Lernen neuer Stücke wesentlich einfacher ist. Insgesamt wenig wirklich glücklich darüber, dass ich umgestiegen bin.
 
Insgesamt wenig wirklich glücklich darüber, dass ich umgestiegen bin.

Es muss natürlich heißen: Insgesamt bin ich wirklich glücklich darüber, dass ich umgestiegen bin.

(Ich benutze jetzt seit neuestem die Sprachsoftware Dragon 10, das war ein Anfängerfehler! Ich habe eben zu wenig kontrolliert!)
 
Tja, wenn es Computertastaturen halt nicht in B-Griff gibt...:D
 
Warte mal wenn es Dragon für B-Griff gibt!
 
Es geht auch zweireihig chromatisch. Es gab bisher aber schwer erklärbare Widerstände gegen die Weiterentwicklung dieses Ansatzes, so daß sich bisher nur vereinzelte Akkordeonisten so ein Instrument bauen lassen.
Ihr könnt dieses System selbst auf der PC-Tastatur ausprobieren, indem Ihr ein Java-Applet auf meiner Website aufruft.
Dann haltet ihr die Tastatur senkrecht vorm Bauch, Leertaste rechts, und spielt mit der rechten Hand die zwei neuartigen Melodiereihen und mit links wie gewohnt "Hum-Ta-Ta" in beliebigen Tonarten.
Das Programm ist zu finden unter http://www.gerd-r-hamann.de/ChromaKlav/index.html
Ich suche noch dringend professionelle Mitarbeiter, vor allem Programmierer, ohne jegliche Gehaltsvorstellungen (so wie ich einer bin - das einzige was ich weiss, ist dass das Projekt ein gigantisches Potenzial hat)
 
OK, das überzeugt :)

Es wird Zeit, dass es bald Knopfgriff- Pianos gibt. Sonst wird das ja gar nichts mehr mit den Oktavsprüngen bei der ordinären Klaviatur :)

Oktavläufe sind wirklich ein Problem auf der Pianotastatur (Sextläufe eigentlich auch, und die sind in vielen gemischten Duettharmonisierungen drin). Schon im Thread
Anfänger Instrument - Hohner Bravo III 96 Bass gepostet:

Ich hänge mal den Feld-, Wald- und Wiesenanfang eines typischen Bravourstücks an, mit Fingersätzen für Piano- (oben) und C-Griff (unten). Da fällt deutlich auf, daß das Legato beim Pianoakkordeon nur in der Oberlinie zu halten ist und der Fingersatz echt sackschwer. Beim Knopfgriff: kein Problem. Und das Stück ist für Orgel, mithin Pianotastatur komponiert.

Es geht auch zweireihig chromatisch. Es gab bisher aber schwer erklärbare Widerstände gegen die Weiterentwicklung dieses Ansatzes, so daß sich bisher nur vereinzelte Akkordeonisten so ein Instrument bauen lassen.
Dazu ist ja eigentlich auch schon von der Geschichte des Janko-Klaviers alles gesagt.

Akkordeons des Types sind auf der obigen Seite auch zu finden.

Angesichts dessen, daß auch diese mit Wiederholungsreihen ausgestatteten zweireihig chromatischen Akkordeons in der Versenkung verschwunden sind, kann man dieses System für Akkordeons wohl abhaken, zumal davon keine nennenswerte Steigerung des Tonumfangs zu erwarten wäre.

Für die bereits erwähnten Oktavläufe dürften hier die Abstände wieder zu groß sein, und die horizontal liegenden Ganztonschritte dabei ungünstig zu greifen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hänge mal den Feld-, Wald- und Wiesenanfang eines typischen Bravourstücks an, mit Fingersätzen für Piano- (oben) und C-Griff (unten). Da fällt deutlich auf, daß das Legato beim Pianoakkordeon nur in der Oberlinie zu halten ist und der Fingersatz echt sackschwer. Beim Knopfgriff: kein Problem. Und das Stück ist für Orgel, mithin Pianotastatur komponiert.

Dein Beispiel ist etwas unpassend gewählt. Ich bin gerade dabei mir die Toccata zu erarbeiten (auf einem Akkordeon mit Pianotastatur). Ich spiele die abgebildete Passage in der Registrierung 8´+ 4´. Das ist einfach und passt.
Und wenn Du einmal die Noten für die Orgel ansiehst, wirst Du feststellen, daß die Oktavparallele dort zweihändig gespielt wird und nicht nur mit der rechten Hand, wie bei Deinem Beispiel. Das macht dann auch keine großen Probleme.
Große Vorteile der Knopftatatur sehe ich bei der Bewältigung von Intervallsprüngen die deutlich größer als eine Oktave sind, bei sehr schnell zu spielenden Passagen und bei Transpositionen.
Wobei ich das nur theoretisch beurteilen kann, ich habe nämlich nur einmal Knopftastatur probiert, und es wird mir ewig ein Rätsel bleiben, wie man in diesem Knopfgewirr den jeweils richtigen Ton findet.
Aber man muß ja nicht alles können.

Gruß
Reinhard
 
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