Hallo Vladimir,
danke für diese feine Konstruktionszeichnung !
Ich darf allerdings noch anmelden, daß der untergetauchte Resonator bei EB1 nur nach innen
hin Ventile öffnet - an der Außenseite sitzen keine Stimmzungen.
Bei melodischen Bässen suchten die Konstrukteure nach maximaler klanglicher Homogenität aller (52 x 2) melodischen Bässe. Daher wäre die Verwendung von Winkelbass keine adäquate Lösung.
Das gab es bei meiner , inzwischen veräußerten , Freebass Victoria. Dort mussten 4x66 , also 264 Stimmzungen im Bass untergebracht werden (bei dem Converter Modell jetzt sind es "nur" 224). Dabei waren die beiden tiefen Oktaven außenliegend auf Winkelbässen montiert , die restlichen Töne teilten sich innen fast aneinander geschmiegt 6 weitere Stimmstockflächen. Dort ließ sich schon bei Tonfolgen hören, wenn der Wechsel von innen nach außen stattfand , der Effekt war aber nicht sehr groß. Meine neue Victoria klingt insgesamt besser , vor allem im Diskant , der Vergleich ist trotzdem nicht ganz einfach :
Die alte Victoria ist 15 Jahre von einem Musikstudenten in Trossingen exzessiv gespielt worden, die neue wurde sehr wenig (da zu schwer ) von einem damals 13jährigen Schüler bewegt.
Das freebass Instrument ist aber in meinem Auftrag neu ventiliert und gestimmt worden , meine neue ist noch nicht ganz tonrein und hat noch die alten Ventile, die besonders in den tiefen Lagen und den Grundbässen leicht mitflattern. Mal sehen was da die Überholung noch bringt.
Ein direkter Vergleich ist immer schwierig , selbst wenn beide Instrumente ungefähr gleich alt sind und beide wohl baugleiche "a mano" Stimmzungen haben . Der Innenraum im Diskant und Bass ist unterschiedlich gestaltet , das alte hatte ein Holzcassotto, das neue dort ein Blech , u.a.
Anbei noch ein paar Fotos vom Bass der freebass Victoria :