Triton Le Workshop?

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Ted Raven
Ted Raven
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Hallo,

ich habe mir kürzlich den Triton Le zugelegt. Die Soundprogrammierung ist doch um einiges komplexer als ich es gewohnt bin (bisher DW6000, CZ3000, SY22). In der SY22-Anleitung gab es ein kurzes Kapitel, das Schritt für Schritt den Weg zum ersten Sound erklärt hat. Sowas vermisse ich beim Triton. Ich habe es z. B. bisher noch nicht geschafft, dass ein Programmierter Filter auch nur den geringsten Einfluss auf den Klang nimmt, abgesehen von der Umschaltung zwischen Low-Pass und Band-Sperre. Ich habe bereits wie blöde gegurgelt, ohne Erfolg.

Weiß, kennt, hat jemand sowas für mich?

Vielen Dank schonmal.
 
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richy
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Hi
Der Le ist nicht komplexer als ein Synthesizer anderer Marke. Nur die Bedienung ist etwas umstaendlich und unkomfortabel. Dazu verfuegt der LE ueber zahlreiche Modulationsquellen (AMS) , die praktisch aber auch verwirrend sind.
Man kann ueber AMS den Zahlenwert,diie Funktion, einiger Parameter einer Menueseite nochmals einem frei waehlbaren Controler zuordnen.

Hier hat Korg eine Art Ratespiel in die Tritons eingebaut..
Wie die AMS Werte wirken ist oft nicht so wie man es erwarten wuerde.
Die Bedienungsanleitung gibt hierueber kenerlei Auskunft.
Und gerade bei der Filterseite gibt es eine Ausnahme, dass der AMS Parameter auf einer extra Seite eingestellt werden muss.
Das ist das Grauen ! :)

Aber wenn du die Filter Seite verstanden hast, hast du schon vieles am LE im Griff. Das Konzept, dass dahinter steckt vor allem.

Also gehen wir deinen Fall und die Seite doch mal durch.
Zum Ausprobieren benutzt du am besten den Init Sound mit Saegezahn. Oder einen einfachen Saegezahn Lead Sound.
NUR EINEN OSZI ZUM AUSPROBIEREN VERWENDEN. DEN ANDEREN DEAKTIVIEREN.
Zum Beispiel ueber BASIC Single Mode.
Fuer Filter Tests am besten gut hoehrbare Resonance einstellen.

FILTER BASIC
**********
Type
Hier kann man zwischen Low Pass und Bandpass umschalten
Wobei der Bandpass ueber einen Lowpass plus nachfolgendem Hochpass realisiert ist.
In diesem Mode sind beide Filter LP HP frei veraenderbar.
Lowpass : A
Highpass: B
Resonanz gibt es im Bandpassmode leider keine !
Und die Programmierung ist etwas aufwendig, da man Parameter beider Filter beachten muss.

Lowpassmode: Hier wird Filter B auch graphisch deaktiviert.

TRIM
****
Ist die EIngangsempfindlichkeit des Filters
Nur interessant wenn dieses zerrt oder man reine Selbstosziillation hoeren moechte

FERQUENCY
**********
Klar die Filterfrequenz. Warum aendert diese in deinem Fall nichts am Klang ?
Weil mit Parmetern der naechsten Seiten das Filter bereits ganz geoffnet ist.

RESONANCE
**********
Die Verstaerkung innerhalb der Uebegangsfrequenz

RESO AMS
********
Da kann man bereits in die Falle treten, denn man koennte hier Freq AMS vermuten.
Nein, hier waehlt man einen Controler, der diie Reso veraendert.
Das braucht man eher selten. Im Tecno Bereich oefters , wenn man die Resonanz auf
einen der vier Poti legen moechte.

INTENSITY
********
Wie stark der Controler EInfluss nimmt.
************************************************************

MOD1 Seite
*********
KEYBOARD TRACK
***************
KEY:
Duerfte bekannt sein. Man kann hier eine untere und obere Taste/Note waehlen.
Am besten ueber ENTER + Tastenanschlag gewuenschter Note.
Ab dieser Taste kann man das Filter zusaetzlich oeffnen oder schliessen
mit den Parametern
RAMP LOW HIGH

INT regelt insgesamt die Intensitaet.
TIPP 1:
Ohne Kontrolle tappt man hier voellig im Dunkeln. Kontrolle erhaelt man wenn man
die Resonance zum Einstellen sehr stark reindreht. Das gilt fuer alle Filterfunktionen.
TIPP 2:
Transponiert man einen Sound ohne Transpose Funktion, mittels Tune werden diese Ranges nicht mittransponiert ! Das ist also abhaengig wie man transponiert. Und kann zu boesen Ueberraschungen fuehren.
TIPP 3:
Eingabe des Key Wertes ueber ENTER und Tastenanschlag

Filter EG
*******
INT A:
Steuert allgemein den Einfluss des Huelllenkurfengenerators auf das Filter
Der Wert ist bei dir sicherlich so gewaehlt, so dass das Filter immer geoffnet ist.
Also stelle den mal auf 0

VEL A:
*****
Selbige Funktion. Die Anschlagdynamik beeinflusst die Intensitaet des EG

AMS: Waehlt eine dritte Quellle fuer die Funktion
****

INT: Steuert deren Einfluss
***

Wie die drei Funktionen zusammenwirken, das weiss nur Korg. Aehem.
Die sicherlich auch nicht :)

********************************************************
DAS HIGHLIGHT DER VERWIRRUNG IST DIE DRITTE SEITE
FILTER MODULATION
****************
Jo was is denn does ????
Wenn man es weiss ist es ganz einfach.
Das sind zwei AMS Quellen die man fuer die FREQUENZ des Filters nochmals verwenden kann.
Die Parameter die man auf der Basic Seite vergeblich sucht. Da gibt es ja nur Reso AMS.
Man hat aus Platzgruenden den Parametern eine extra Seite gestiftet. Irgendwo halt :)
Also auch hier auf 0 stellen um das Filter zu schliessen.
Und hier zeigt sich auch die moegliche Doppelbelegung des LE. Man kann nun schon
4 mal die Filterfrequenz ueber Velocity steuern. Nimmt man die EG AMS hinzu sind es 5 Moeglichkeiten.
************************************************************
LFO MOD
*******
Entspricht vom Aufbau der Huelllenkurve Mod Seite.
Modulatoren sind die beiden LFO
Auch hier steht das Zusammenspiel der drei Quellen in den Sternen.
Jedenfalls nicht im Handbuch
***********************************************************
EG
***
Bietet die bekannten Huellenkurvenparameter.
Hier sollte man sich nochmals klar machen, dass dies kein einfacher ADSR Generator ist, sondern ein ADSR Generator mit zusaetzlichem Breakpoint B.
Und weiterhin :
Dass dieser Generator nicht das Ergebnis liefert wie es das Bildchen dort anzeigt !
Denn alle Funktionen sind nicht linear sondern exponentiell.Auch der Breakpont !
Den Breakpoint sollte man daher mit Vorsicht geniessen wenn man unnaetuerliche Verlaeufe vermeiden will.

Konzept der AMS Funktion hier :
Fuer Levels kann man eine AMS Quelle waehlen
Fuer Zeiten kann man zwei AMS Quelle waehlen

Man gibt fuer die Zeiten, bzw Level eine gemeinsame Intensitaet der AMS Quelle vor.
Nun kann man fuer die speziellen Zeiten, Level diesen Wert uebernehmen, deaktivieren oder invertieren +0-

Frage : Fuer was sind dann die negativen Inensitaeten sinnvoll ?
Antwort : Fuer Nichts :)
Das liegt wohl an der modularen Programmierung des Betriebssystemes.
*******************************************************

Zu deinem speziellen Problem :
Stelle das Filter auf Null.
Dann schraube die EG Modulationen und SEITE 3 AMS Modulationen auf kleinere Werte.
Das Filter ist ueber diese wohl zu weit, damit immer geoffnet.
Und dann kanst du auf der Basic Seite das Filter oeffnen und schliessen.


Viel Spass
 
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Ted Raven
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Ja, da hatte ich schon nachgesehen. Bisher ist da nichts dergleichen vorzufinden. Und da ich hier ohnehin angemeldet bin ...

Der Le ist nicht komplexer als ein Synthesizer anderer Marke.
Aber schon deutlich komplexer als die meisten 80er-Jahre-Synthis jeglicher Marke, auch der KORG DW6000 ist unvergleichlich weniger komplex.

Aber hey, toller Beitrag, Danke. Ich komme allerdings erst heute abend dazu das auszuprobieren.
Kriegst'n Punkt von mir.
 
Ted Raven
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So, ich hab' die Geschichte mal ausprobiert. Die absolute Kontrolle habe ich noch nicht, aber das scheint ja auch nicht wirklich möglich zu sein. Bin aber schon wesentlich weiter.
Danke nochmal!
 
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Hi Raven

Die absolute AMS Kontrolle braucht man auch gar nicht.
Hat sich dein Filterproblem bei dem Sound geloest ?
Recht wichtig bei Experimenten ist, dass man immer die Oszis die man nicht berabeitet mutet. Leider gibt es da bei den Korgs nicht wie bei Roland extra Mute Schalter.
Auf Single Mode im Basic Menue schalten geht am schnelllsten . Dann hoert man nur OSC 1. Man kann auch im AMP Menue das Volume eines OSC auf 0 stellen.

Mein letztes Posting war recht lang, da ich mal alle Filter Funktionen beschreiben wollte. Die AMS Funktionen braucht man anfangs wie gesagt nicht.
Die reine AMS Seite 3 zu erwaehenen fand ich sinnvoll, da die wenigsten mit der Seite etwas anfangen koennen.

Wenn du bei deinem Beispielsound keine Aenderung des Filters ueber die Frequency auf Seite 1 erreichst, liegt dies wie erwaehnt sehr wahrscheinlich daran, dass das Filter ueber andere Einstellungen zu weit geoffnet ist.
Meist sind auf Seite 2 die EG Intensity Werte zu hoch eingestellt. Stell erstmal Filter EG INT to A und VEL to A auf Null. Dann sollte es schon funzen, dass du mit Frequency auf Seite 1 hoerbare Aenderungen des Filters erzielst. INT to A kannst du spaeter dann ja wieder etwas reindrehen.

Seite 1: Frequency und Resonanz sind die wichtigsten Parameter fuer das Filter.
Seite 2 ist insofern wichtig, dass man hier wie beschrieben die EG Insensity aendert, das Filter schliesst, damit die Cut off Frequency von Seite 1 ueberhaupt wirksam ist..
Funzt das nicht oeffnen weitere AMS Parameter das FIlter.
Daher ist das INIT Programm eine sinnvolle Ausgangsbasis. Hier sind allle AMS Parameter auf 0 gesetzt.

ciao
 
Tastenmike
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Hi Rven,

ich finde den Editor von Soundtower (kostet allerdings) beim Editieren sehr kompfortabel, muten ist da einfach mit einem Klick getan.
http://www.soundtower.com/
Zu den Details sonst hat richy schon viel gesagt.
Gruß
Tastenmike
 

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